Der Küsten-Check | Reportage für Kinder | Checkerin Marina | BR CHECKER WELT https://www.youtube.com/watch?v=bEhkjJitP4A Transkript (automatisch erstellt) 0:00 . Untertitelung: BR 2026 0:04 ♪ Achtung! Hier kommt Checkerin Marina. ♪ Das ist Marina, Checkerin Marina. Marina! 0:10 ♪ Die, die voll anpackt und manchmal auch verkackt. ♪ Die, die schnell versteht und auch gern auf Wolken schwebt. 0:17 ♪ Das ist Marina, Checkerin Marina! Hi, Leute. Ich mache eine Reise an die Küste und freu mich total. 0:25 Ich bin auf einem Schiff unterwegs und hab alles dabei, was man braucht. 0:30 Meinen Schwimmring, meine Strandmatte, mein Badehandtuch, meine Taucherbrille. 0:35 Die kann ich jetzt schon ganz gut gebrauchen. So ist's gut, oder? 0:39 Und was nicht fehlen darf: Sonnencreme. Ja, ich weiß, ich hab dein Fischbrötchen dabei. 0:45 Aber wir müssen erst mal von Bord. Wir kommen gleich an. Komm. 0:51 Leute, ich weiß schon, das ist kein Badewetter. Aber ich schwöre, später kommt hier noch die Sonne raus. 0:59 An Küsten ist das Wetter oft wechselhaft. Hier treffen Meer und Land aufeinander. 1:05 Küsten verändern sich ständig und es gibt sie weltweit in den verschiedensten Formen. 1:11 Ihr kennt Küsten wahrscheinlich aus dem Urlaub. Mit großen Sandstränden zum Sandburgen-Bauen, Wellen-Springen 1:17 und Muscheln-Suchen. Ich reise heute an die Nordseeküste. Hier treffe ich Lea. 1:23 Sie zeigt mir, was das Wattenmeer so besonders macht. Und ich treffe Henning. 1:28 Der bewegt diese riesigen farbigen Tonnen im Meer. Wofür die wohl gut sind? 1:33 Und was wäre eine Küste ohne riesige Sanddünen und Leuchttürme? Wie und warum die leuchten, schau ich mir heute genauer an. 1:41 Ich würde sagen: rein in die Gummistiefel und ab ins Wasser. Denn hier kommt: 1:50 Und jetzt die Checkerfragen. Hä? 1:57 Wo hab ich die denn schon wieder? Hast du die? Wie? Ih, in deinen Gummistiefeln? Mann. 2:05 Au. Aua! Lass los! Ach so. Der andere. 2:12 Ah ja, okay. Da sind sie. 2:28 Das check ich für euch. Los geht meine Reise an die Küste. 2:36 Dafür fahre ich von München ganz weit in den Norden von Deutschland, nach Westerhever. 2:42 Hier an der Nordsee befindet sich eine weltweit einmalige Küste, das Wattenmeer. 2:48 Heute treffe ich hier Lea. Für ein ganzes Jahr wohnt sie hier draußen am Leuchtturm 2:53 und hilft beim Natur- und Umweltschutz. Sie kennt sich mit dem Wattenmeer richtig gut aus. 2:58 Mit ihr kläre ich meine erste Checkerfrage. Hallo. 3:08 Moin, Marina. - Du bist Lea? Genau. - Schön, dich zu sehen. 3:13 Das ist ein richtig schöner Weg zu dir raus zum Leuchtturm. Hier ist alles platt und flach. 3:20 Aber der Leuchtturm steht auf einem Hügel. Warum? Den Hügel, auf dem er steht, nennt man Warft. 3:27 Die wurde extra gebaut. Hier, wo wir jetzt stehen, kommt manchmal das Wasser hin. 3:32 Wie, das Wasser kommt dann? Bis hierher kommt das Meerwasser. 3:37 Wenn der nicht auf einem Hügel stehen würde, würde der ... Schaut mal, bei einer Sturmflut 3:44 würde uns das Meerwasser hier bis zum Bauch stehen. Das passiert ungefähr 10-mal im Jahr. 3:49 Aber keine Sorge, auf der Warft sind die Häuser gut geschützt. Ich zeig dir, wo's herkommt. - Gehen wir zum Meer? 3:57 Auf dem Weg zum Wasser gehen wir über die Salzwiesen. Hier ist bei Sturmflut alles mit salzigem Meerwasser überschwemmt. 4:05 Lea zeigt mir, wie die Pflanzen im Salzwasser das überleben können. Das ist die Portulak-Keilmelde. Du darfst dir auch ein Blatt pflücken. 4:14 So heißt die Pflanze? - Genau. Einfach eins abmachen? 4:18 Ja, du kannst gerne probieren. - Das kann man essen? Das ist aber salzig. 4:26 Die speichern das Salz in ihren Blättern und müssen das loswerden. 4:31 Weil das Meerwasser ja salzig ist. Die trinken das. Die kriegen das ab, wenn hier alles überspült wird. 4:38 Deshalb brauchen sie eine Strategie, um damit umzugehen. Wie schaffen die das? 4:43 Die haben die Opferblatt-Methode. Da sieht man, hier dazwischen hat sie gelbe Blätter. 4:49 Du kannst es mal anschauen. Wenn die ältere Blätter hat, pumpt sie da noch mehr Salzwasser rein 4:55 und dann wirft sie sie ab. Wenn sie die verliert, verliert sie das Salz gleich mit. 5:00 Kann man das essen? - Ja. Das ist aber nicht lecker. Das ist richtig salzig. 5:08 Da ist das ganze Salz drin. Schlau. 5:17 Und weiter geht's Richtung Meer. Das ist das Wattenmeer, oder? - Ja, da startet das Watt. 5:24 Aber jetzt ist das Wasser gar nicht da. Da, wo wir jetzt stehen, ist quasi Meeresboden. 5:30 Wir stehen da, wo sonst das Wasser hinkommt. Stimmt. Das ist richtig cool. Wir sind auf dem Meeresgrund. 5:36 Das Spezielle an der Nordsee ist, dass es die größten zusammenliegenden Wattflächen sind, 5:42 die es gibt. Das Wattenmeer geht von Dänemark über Deutschland 5:47 bis zu den Niederlanden. Das Meer ist hier sehr flach. 5:50 Es zieht sich 2-mal am Tag kilometerweit vom Land zurück und legt den Meeresboden frei. 5:56 Der Grund dafür sind Ebbe und Flut. Und das funktioniert so: 6:01 Auf der Erde sind 2 Drittel der Oberfläche mit Wasser bedeckt. Der Mond hat wie die Erde eine Anziehungskraft 6:09 und zieht das Wasser auf der Erde ein bisschen an. Deswegen ist auf der Seite, wo der Mond ist, mehr Wasser. 6:17 Also ein Flutberg. Dort ist dann gerade Flut. An den Stellen, wo das Wasser weggezogen wurde, ist Ebbe. 6:24 Da befinden wir uns gerade. Weil sich die Erde dreht, drehen wir uns langsam in den Flutberg rein. 6:31 Für uns sieht es so aus, als ob das Wasser wieder zurückkommt. Hier ist dann jetzt Flut. 6:36 Drehen wir uns mit der Erde wieder aus dem Flutberg raus, ist wieder Ebbe. 6:42 Lea und ich gehen noch ein bisschen weiter raus ins Watt. Irgendwo da ganz weit hinten muss das Wasser sein. 6:49 Und seht mal: Hier diese kleinen Hügel überall, die sehen ja aus wie Kackhaufen. 6:56 Was ist das eigentlich? - Das ist vom Wattwurm. Der frisst den Wattboden 7:01 und filtert da alles raus, was er verwerten kann. Dann sind das echt die Kackhaufen von den Wattwürmern. - Ja. 7:09 Oh, schau mal, hier. Das ist er? - Das ist er, ja. 7:12 Hallo, Wattwurm. Möchtest du ihn mal auf die Hand nehmen? - Ja, vielleicht schon. 7:18 Ist aber ein recht dicker Wurm. Der kann noch dicker werden, 7:22 wenn er nicht gefressen wird von den Vögeln. - Krass. Der Wattwurm ist eine wichtige Nahrungsquelle für Zugvögel, 7:30 die auf ihrem Weg hier vorbeikommen. Sie nutzen das Wattenmeer auch zum Rasten 7:35 und als Brutstätte für ihren Nachwuchs. Durch Ebbe und Flut 7:40 zieht sich das Meer an der Nordseeküste vom Land zurück. Dadurch entsteht die größte Wattfläche der Erde. 7:47 Vielen Dank, dass du mir das Wattenmeer gezeigt hast. Das hat richtig Spaß gemacht. Watten-Erlebnis. 7:53 Schön, dass du da warst. - Danke dir. Tschüss. - Tschüss. 7:58 Wir gucken uns jetzt mal an, wie es an anderen Küsten so aussieht. 8:04 Ahoi. Moin. Na, ihr Landratten? Macht euch bereit zum Ablegen 8:08 für Kapitänin Marinas Küsten- Entdeckungs-Schifffahrtsreise. Los geht's. 8:16 Unser erster Stopp ... Da. Irland. 8:23 Guckt mal, das da ist eine Steilküste. Und wie der Name schon sagt, hier geht es richtig steil rauf. 8:33 Hier schlagen die Wellen mit voller Wucht direkt gegen die Felswand und waschen dabei jedes Mal kleine Steine und Erde weg. 8:42 Mit der Zeit entsteht an solchen Stellen eine Aushöhlung, die nach und nach größer wird. 8:48 Irgendwann hat der Teil über der Aushöhlung nicht mehr genügend Halt und, platsch, stürzt nach unten. 8:56 Und so entsteht eine Steilküste. Beeindruckend, oder? 9:02 Nächste Station: Ah, Norwegen. Hier gibt es viele Fjord-Küsten. 9:09 Und die sehen so aus, guckt mal: Ein bisschen so wie breite Flüsse mit riesigen Felsen drumherum. 9:16 Aber in Wirklichkeit sind es keine Flüsse, sondern lange Meeresarme. Guckt mal, von oben sieht das Ganze nämlich so aus: 9:25 Hier seht ihr das Meer. Und das da sind die Meeresarme. Entstanden sind die Fjord-Küsten 9:32 während der Eiszeiten in den letzten 2,5 Mio. Jahren. Gletscher haben sich wie riesige Schneeschieber 9:40 durch die Landschaft geschoben und tiefe Täler gegraben. Als die letzte Eiszeit zu Ende war und die Gletscher geschmolzen sind, 9:48 stieg das Wasser im Meer an und füllte diese Täler. Und so entstanden die Meeresarme, die heute die Fjord-Küsten bilden. 9:57 Letzte Station: Italien. An so einer Küste seid ihr vielleicht schon gewesen. 10:03 Denn hier kann man prima baden, weil das Land flach ins Meer übergeht. Und genau deshalb nennt man eine solche Küste auch Flachküste. 10:12 Die Wellen tragen immer Sand, Muscheln und kleine Steinchen an den Strand 10:17 und nehmen dann auch immer wieder etwas davon mit zurück ins Meer. Also verändert sich eine Flachküste immer wieder ein bisschen 10:25 und ist niemals ganz gleich. Das kriegst du nicht, das brauch ich alles noch. 10:35 Das wird meine richtig coole Küstenlandschaft. Nein, das auch nicht, das sind Pflanzen und Algen. 10:41 Das brauchen wir doch alles. Hier oben drauf, da kommt der Leuchtturm, oben auf die Warft. 10:47 Voll cool, oder? Noch ein bisschen mehr Deko. 10:50 Für euch gibt's in der Zeit die Mitmachfrage. Ich möchte von euch wissen: 11:07 Guckt mal, ob ihr die Antwort in der Sendung entdeckt. Die Lösung gibt's zum Schluss. 11:13 Das Wasser kommt und geht also am Wattenmeer. Sogar bei Flut ist das Wasser hier immer noch flach. 11:19 Für Schiffe ist es deshalb eine Herausforderung, hier zu fahren. 11:23 Wie das trotzdem klappt, will ich jetzt wissen. Dafür reise ich erst mit dem Zug 11:28 und dann mit der Fähre weiter auf die Insel Amrum. Was für ein Schietwetter heute. Zum Glück fährt die Fähre trotzdem. 11:36 Denn ich bin mit Henning verabredet. Der wartet auf mich, da, auf dem großen Schiff. 11:41 Er kümmert sich darum, dass Schiffe ihren Weg sicher durchs Wattenmeer vor Amrum finden. 11:47 * Schiffshorn * Ah, ich glaub, es geht los. Ich bin spät dran. 11:51 Da ist schon Henning. - Schnell an Bord, wir wollen los. Nächste Checkerfrage: 12:04 Moin. - Moin. Hi. Schön, dass ich mitfahren darf. 12:08 Schön, dass du an Bord bist. Herzlich willkommen. Du bist vom Wasserstraßen- und Schifffahrts-Amt. 12:15 Schwieriges Wort, genau. - Was machst du genau? Wir kümmern uns um die Wasserstraßen und um die Schifffahrt. 12:22 Wir fahren mit dem Schiff auf die Nordsee raus. Warum "Straßen"? 12:26 Wir sind im Wattenmeer. Wir können nur auf gewissen Straßen fahren. Wo der Tiefgang ausreichend ist für große Schiffe. 12:34 Diese Tonnen markieren ein Fahrwasser, wo die Schiffe fahren können. 12:38 Man fährt nicht einfach irgendwo raus. Die Tonnen begrenzen links und rechts einen Weg, 12:44 durch den das Schiff fährt, und das ist eine Wasser-Straße. Genau richtig. - Was machen wir jetzt hier? 12:50 Wir müssen diese Fahrwasser-Tonnen ab und zu warten. Reparieren, sauber machen, neu anmalen. 12:56 Dafür sind wir auf dem Tonnenleger. Wir haben einen Kran. Damit ziehen wir diese Tonne aus dem Wasser raus. 13:03 An Bord? Das ist ja cool. Das zeig ich dir mal. 13:08 Das ist so eine Tonne? Die holen wir jetzt raus? Die ist ja riesig. 13:14 Und los geht's. Das Team von Henning zieht die Tonne auf das Schiff. 13:19 Erst mal muss der Haken befestigt werden. Gar nicht so einfach. 13:24 Jetzt hat's geklappt. Und raus damit. Es riecht schon richtig doll. - Es riecht nach Meer. 13:37 Wow. Diese Riesentonne wiegt fast so viel wie 5 Elefanten. 13:43 Jetzt muss ich mal gucken. - Stark bewachsen. Überall kleine Seesterne und Seepocken. 13:50 Überall krabbelt das. Das ist das Leben im Wattenmeer. Alle Sachen, die von außen an der Tonne haften, 13:57 die geben richtig viel Gewicht. Das wird einfach zu schwer. 14:02 Der ganze Bewuchs und die Lebewesen ziehen die Tonne nach unten. Dann sieht man sie schlecht im Wasser. 14:08 Also müssen wir die sauber machen. Henning und ich gehen wieder zur Seite. Das ist sicherer. 14:14 Die Tonne wird mit dem Kran übers Wasser gehängt und abgespritzt. Und der ganze Kreuch und Fleuch landet wieder im Meer. 14:26 Super. Fertig. Das war richtig spannend. Gut, dass die Tonne wieder im Wasser ist. 14:41 Mir ist aufgefallen, hier sind zwei kleinere. Die ist grün und die da ist rot. Wieso sehen die alle anders aus? 14:49 Wenn du auf den Hafen zufährst, hast du auf der rechten Seite grüne Tonnen und auf der linken rote. 14:55 Dazwischen ist die Wasserstraße. Wir haben hier den Hafen hinter uns und blicken auf das Meer hinaus. 15:02 Deswegen sind die roten Tonnen von hier aus gesehen rechts und die grünen Tonnen links. 15:07 Wir fahren auf der Schifffahrts-Straße genau dazwischen. Schifffahrts-Straßen sind sichere Wege für Schiffe im Meer. 15:16 Verschiedenfarbige Tonnen markieren die Straße links und rechts. 15:22 Seht ihr den Leuchtturm dort hinten? Die stehen ja an jeder Küste. Den Leuchtturm auf Amrum sehe ich mir genauer an. 15:30 Wow. Schaut euch an, was es hier für herrlich große Dünen gibt. Bei Sturmfluten sind die Hügel 15:37 ein natürlicher Schutzschild vor dem Meer. An vielen Stellen an der Nordsee gibt es keine Dünen. 15:43 Hier trifft das Meer auf flaches Land. Damit Menschen hier leben können, 15:47 muss das Land vor dem Wasser geschützt werden. Guckt mal. Ich hab eine Mini-Nordsee- Küstenlandschaft gezaubert. 15:57 Hier ist das Meer und hier das Land, das geschützt werden muss. Es gibt viele Arten, unsere Küste zu schützen. 16:04 Am bekanntesten ist der Deich. Guckt mal: Deiche sind künstlich angelegte Schutzwälle. 16:11 Wäre der Deich nicht da, dann würde das Meer weit in das Land hineinfließen. 16:19 Und niemand könnte mehr hier leben. Richtig gut zu sehen ist das auf dieser Karte. 16:25 Hier seht ihr die Küstenlinie mit Deichen. Wären die Deiche nicht da, wäre dieses ganze Land überflutet. 16:34 Deiche müssen also immer richtig stabil gebaut werden, um die Wassermassen zurückzuhalten. 16:41 Es gibt aber ein richtig großes Problem. Durch den Klimawandel 16:46 steigen die Meeresspiegel an den Küsten weltweit. Auch Sturmfluten werden immer häufiger. 16:52 Das Wasser im Meer wird mehr. Dadurch werden die Wellen immer höher. 17:01 Für die Zukunft werden an unseren Küsten sog. Klima-Deiche gebaut. Die sind höher und breiter 17:07 und können bei Bedarf sogar noch höher gebaut werden. Aber nicht überall auf der Welt ist so ein Küstenschutz möglich. 17:19 Guckt mal: Hier, auf der anderen Seite der Erde, 17:24 da, mitten im Südpazifik, gibt es ganz flache Inseln, die kaum aus dem Wasser herausschauen. 17:31 Wenn der Meeresspiegel ansteigt, werden diese Inseln vom Meer überflutet. 17:36 Die Menschen, die dort leben, müssten ihr Zuhause verlassen. Ohne Küstenschutz müssten auch wir 17:42 immer mehr Land an den Küsten aufgeben. Deshalb ist Küstenschutz so was enorm Wichtiges. 17:48 Damit wir und auch Tiere und Pflanzen weiter hier leben können. 17:53 Da ist auch endlich der Leuchtturm. Hier treffe ich Wolfgang. Der hat hier lange als Leuchtturmwärter gearbeitet. 18:00 Hallo, Marina. Hallo, Wolfgang. Ich komm mal hoch. - Ja, komm mal hoch. 18:09 Kurze Pause. Aber ein super Ort für meine Checkerfrage. Weiter geht's. 18:19 Du hast es geschafft. Hallo, Marina. Hi, Wolfgang. Schön, dass du Zeit hast. 18:24 Ja, gerne. Das ist aber eine ganz schön hohe Warft. 18:28 Das ist doch keine Warft. Das ist eine gewachsene Düne. Die ist gar nicht extra aufgeschüttet? 18:34 Nein, die ist hier so gewachsen. Wow. Ich hab ihn grad von unten schon gesehen. 18:39 Aber der ist richtig hoch, der Turm. - Ja, 41,80 Meter. So viel? - Ja. 18:44 Wir können das gleich von oben noch mal anschauen. - Cool. Aber noch mal Stufen. - Ja, 172. 18:52 Okay. Wow. Man kann so weit gucken. Man sieht ja bis zum Ende der Insel. 19:10 Ja, und wenn du nach da guckst, da ist schon der Leuchtturm Westerhever-Sand. 19:15 Westerhever? Da war ich. Da gibt's auch einen Leuchtturm. Ganz genau. 19:20 Wozu braucht man eigentlich Leuchttürme? So ein Leuchtturm gibt die Richtung und die Orientierung. 19:26 Das ist eine schicke Sache. Wenn du draußen von der See kommst, warnt der Leuchtturm: 19:31 "Achtung, gefährliche Küste. Vorsichtig fahren!" Für die Seefahrer? - Klar, genau für die. 19:37 Im Dunkeln? - Speziell im Dunkeln. Der Leuchtturm wird eine Stunde vor Sonnenuntergang gezündet, 19:43 leuchtet die ganze Nacht über, bis eine Stunde nach Sonnenaufgang. Was heißt "gezündet"? 19:48 Da wird die Lampe angeknipst, sozusagen. Eine Etage höher. Es geht noch höher? - Komm, ich zeig's dir mal. 19:56 Ja. Das ist die riesige Lampe? 20:03 Das ist der Prismen-Korb. Die Lampe ist eigentlich da drin, wenn man genau schaut. 20:08 Die 2 kleinen Leuchtmittel da? - Ja, genau. Das eine ist die Haupt-Lampe, das andere die Reserve-Lampe. 20:15 Die machen so viel Licht, dass man das auf dem Meer sieht? Nur eine davon. Die andere wartet nur, dass die andere kaputt geht. 20:23 Als Ersatz? - Genau. Guckt mal, in dem Prismen-Korb ist ganz viel Glas eingebaut. 20:29 Aber nicht irgendein Glas, sondern speziell geformte Linsen. Was die mit dem Licht machen, sehen wir uns genauer an. 20:38 Hier haben wir das Licht. Macht man es an, scheint es überall hin. 20:43 Setzt man aber eine Glaslinse davor, sammelt diese das Licht ein und lenkt es in eine bestimmte Richtung. 20:50 Dadurch kommt mehr Licht auf kleinerem Raum zusammen und wirkt heller. 20:54 So ist das Licht viel weiter zu sehen. Eine große Glaslinse ist allerdings sehr schwer. 21:00 Deswegen wird das Innere der Linse stufenförmig herausgeschnitten, während das runde Glas bleibt. 21:06 Dann werden alle restlichen Teile auf eine Linie untereinander geschoben. Es entsteht eine sog. Fresnel-Linse. 21:13 Die wurde nach ihrem Erfinder Augustin Jean Fresnel benannt. Toll, oder? Weniger Glas, gleiche Wirkung. 21:20 Wie weit kann man das Licht leuchten sehen? Richtig weit, das sind so 23 Seemeilen. 21:26 Das sind bummelig 43 Kilometer. Mit "bummelig" meinst du "so in etwa?" 21:31 Um und bei, genau. - Alles klar. Das ist ungefähr so weit, 21:36 wie von einem Ende von Berlin bis zum anderen. So weit scheint das Licht? 21:40 Ja, ganz genau. - Krass. Der Amrumer Leuchtturm ist ein Seefeuer, ein Rundumfeuer. 21:45 Egal aus welcher Richtung du kommst, du kannst den Leuchtturm sehen. Mit dem Leuchtfeuer 21:51 ist das Lichtsignal eines Leuchtturms gemeint. Ihr kennt das vielleicht. 21:56 Sehen wir das Licht eines Leuchtturms aus der Ferne, dann scheint das Licht zu blinken. 22:01 Dieses Signal entsteht, weil sich die Linsen oben im Leuchtturm im Kreis drehen. 22:06 Uns streift also ein Lichtstrahl. Dann gibt es eine kurze Pause. 22:11 Und dann streift uns wieder ein Strahl. Jeder Leuchtturm hat dabei sein ganz eigenes Signal, 22:16 damit die Seeleute auch genau wissen, wo sich ihr Schiff befindet. Leuchttürme helfen Schiffen, sich an der Küste zu orientieren. 22:26 Ihr Licht warnt sie vor Land, Felsen oder Sandbänken. Guckt mal, Leute: Ganz langsam geht hier jetzt das Licht an. 22:35 Es sieht richtig toll aus. - Immer wieder. Das glaub ich. 22:40 Danke, Wolfgang, dass du mir alles gezeigt hast. Gerne. Also tschüss. - Tschau. 22:48 So. Hä? Oh nein. Was ist denn hier passiert? 22:52 Die ganze Warft ist ja weg. Hast du den Muffin gegessen? 22:56 Echt? Wie, weil die Flut kam? Mensch, du kannst dich echt nicht zusammenreißen. 23:02 Wie sieht das aus? Der Leuchtturm, alles ist überflutet. 23:06 Okay. Für euch gibt's jetzt die Antwort auf die Mitmachfrage. 23:11 Ich wollte von euch wissen: Habt ihr die Antwort in der Sendung entdeckt? Guckt mal: 23:28 Bei der Fresnel-Linse wurde das Innere einer Glaslinse entfernt, und der Rest untereinander geschoben. 23:35 Sie ist dadurch viel leichter, aber das Licht scheint trotzdem genauso weit. 23:40 Richtig ist also Antwort B. Ich hab's euch gesagt: 23:47 Jetzt ist die Sonne doch noch rausgekommen. Wenn man schon mal an der Küste ist, ab ins Wasser, oder? 23:53 Kommst du mit? Nein? Oh Mann, echt jetzt. 24:00 Leute, das war's vom Küsten-Check. Ihr macht's mal gut. Tschüss. Du Landratte. 24:12 Untertitelung: BR 2026