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Öffentliche Güter

Micro-Lectures Wirtschaftspolitik18:36 20.315 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 112 Zeilen
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  1. öffentliche Güter um das marktversagensargument der öffentlichen Güter zu verstehen ist es zunächst
  2. wichtig zu unterscheiden zwischen öffentlich bereitgestellten Gütern und öffentlichen Gütern in der Definition der Ökonomen als
  3. marktversagensargument dazu benutzen wir zur Unterscheidung von öffentlichen und anderen Gütern das Kriterium der Rivalität im Konsum
  4. und der ausschließbarkeit vom Konsum die Rivalität im Konsum fragt danach ob mein Wohlempfinden davon
  5. abhängt ob und wie viele andere Nutzer das gut auch noch benutzen dieselbe Einheit des Gutes auch noch benutzen neben mir also ob es mir etwas ausmacht
  6. ob ich alleine das Gut konsumiere oder ob wir zu zweit sind oder unendlich viele das Kriterium der ausschließbarkeit vom Konsum fragt dann
  7. umgekehrt kann ich denn andere überhaupt davon abhalten das gut zu nutzen weil es mir nicht gefällt dass die das auch
  8. nutzen beide Kriterien können nun vorliegen oder nicht vorliegen das heißt erfüllt sein oder nicht erfüllt sein ne Rivalität im Konsum liegt vor oder liegt
  9. nicht vor ausschließbarkeit liegt vor oder liegt nicht vor die die Güter die sie normalerweise in den Modellen analysieren sind private Güter und diese
  10. privaten Güter sind gekennzeichnet davon dass sowohl die Rivalität im Konsum vorliegt als auch eine ausschließbarkeit vom Konsum gegeben
  11. ist nehmen wir ein Glas Kölsch Rivalität im Konsum bedeutet normalerweise verändert sich ihr Nutzen den sie aus einem Glas Kölsch ziehen je
  12. nachdem ob sie es alleine konsumieren können ob sie es mit jemandem teilen müssen oder ob jeder der zufällig gerade in der Kneipe ist sich mit ihnen um das
  13. Glas Kölsch prügeln wird ja die Nutzung eines kölsch gedränks ist rival sie konkurrieren mit anderen es ist aber normalerweise auch die ausschließbarkeit
  14. vom Konsum gegeben technisch dadurch dass sie andere abhalten das Glas zu trinken ne machen Sie es mit körperlicher Gewalt oder schnappen sie
  15. sich's und rennen sie so schnell sie können wie auch immer technisch ist es theoretisch möglich andere vom Konsum ihres kölschs abzuhalten und auch
  16. rechtlich ist die ausschließbarkeit normalerweise gegeben in unserer Eigentumsordnung wenn Sie das Kölsch bezahlt haben dann dürfen üblicherweise
  17. sie entscheiden ob Sie das Kölsch mit anderen teilen oder nicht das Gegenstück dazu in dieser Konstellation der beiden Kriterien das
  18. sind die die öffentlichen Güter öffentliche Güter sind also dadurch gekennzeichnet dass weder eine Rivalität im Konsum vorliegt noch eine
  19. ausschließbarkeit vom Konsum gegeben ist was kann das sein nun ich nehme gerne das Beispiel eines das Anschauens des Betrachtens von Feuerwerk wenn sie rein
  20. in Flammen als Event nehmen wo also viel wunderbar arrangiertes Feuerwerk in den Himmel geschossen wird dann ist das normalerweise nicht rival im Konsum denn
  21. ihr nutzen ihre Faszination von dem Schauspiel ist normalerweise nicht unmittelbar davon betroffen ob in der Parallelstraße noch jemand steht und
  22. ebenfalls den Blick den Himmel richtet ja es ist ihn also egal solange sie nicht gedrängt auf der hohen zollandbrücke
  23. stehen ist es ihnen egal ob noch andere auch nach oben schauen und das Feuerwerk betrachten oder nicht ihr Nutzen ändert sich daraufhin nicht und die
  24. ausschließbarkeit vom Konsum ist auch nicht gegeben denn jeder der zufällig an diesem Abend in der Kölner Altstadt oder am Rheinufer ist wird das Feuerwerk
  25. sehen ob er will oder nicht das heißt die ausschließbarkeit ist nicht gegeben technisch nicht ne wir müssten irgendwie die die die Leute mit mit
  26. irgendwelchen technischen Vorrichtungen davon abhängen in den Himmel zu gucken und auch rechtlich nicht weil da zu müssten wir irgendein Argument haben
  27. warum wir die Leute davon abhalten dürfen zum fraglichen Zeitpunkt in der Nähe der Kölner Altstadt zu sein dann gibt es noch mischgüter das wird aus
  28. dieser Matrix hier klar es gibt also Güter bei denen eins der beiden Kriterien erfüllt ist und das andere nicht der Vollständigkeit halber sein
  29. die erwähnt das eine sind sogenannte mautgüter bei den mautgütern liegt zwar keine Rivalität im Konsum vor aber die ausschließbarkeit ist problemlos gegeben
  30. das sind üter bei denen sie eine Maut erheben können denken Sie also ruhig an die italienische Autobahn üblicherweise wenn ich gerade in Stau
  31. ist könnte ruhig noch ein weiteres Auto auf der Autobahn sein ohne dass ihr Nutzen dadurch beeinträchtigt würde aber es ist eben problemlos möglich die Leute
  32. vom Konsum vom Nutzen der Autobahn abzuhalten wenn sie keine Maut zahlen dann werden sie eben nicht durch die Mautstation durchgelassen kommen nicht
  33. auf die Straße das andere Mischgut sind so sogenannte almendegüter hier liegt die Rivalität vor aber der Ausschluss macht
  34. Probleme das sind Güter bei denen es meistens weniger die technische Seite ist die beim ausschusspreme macht sondern mehr die
  35. rechtliche Seite denken Sie beispielsweise an das Problem der Überfischung in internationalen Gewässern wir haben ganz klar die
  36. Situation der Rivalität ne jeder weitere Fischer senkt den Nutzen für alle anderen und mal sowieso für die Zukunft falls
  37. irgendwann die Fischgründe komplett zerstört werden aber wir haben rechtlich keine Möglichkeit den Ausschluss durchzusetzen wir wollen uns aber mit
  38. öffentlichen Gütern befassen das heißt wir abstrahieren von den mischgütern und konzentrieren uns auf den Unterschied zwischen privaten und öffentlichen
  39. Gütern weil wir das gut klar machen können schauen wir uns kurz an wie die optimale Bereitstellung im Fall der privaten Güter ging damit wir dann den
  40. Unterschied zu den öffentlichen gü begreifen also jetzt geht es kurz noch mal um private Güter bei privaten Gütern ist es so dass wir die individuellen
  41. Nachfragen der jeweiligen Betroffenen horizontal zur Marktnachfrage addieren das bedeutet horizontale addition bedeutet wir fragen wie groß
  42. ist die nachgefragte Menge bei einem bestimmten Preis wir können das einfachsten machen indem wir die Sättigungsmenge nehmen das
  43. heißt wir unterstellen dass es ein nullpreis gibt dann würde Individuum N1 eine bestimmte Sättigungsmenge nachfragen und Individuum 2 eine größere
  44. Sättigungsmenge nachfragen wenn wir zum nullpreis beiden Individuen die Sättigungsmenge erlauben wollen dann müssen wir die jeweiligen
  45. sättigungsmengen aufadidieren warum weil wir es mit Rivalen Gütern zu tun haben wenn Sie also Freibier ausloben und wollen dass
  46. alle zufrieden sind dann müssen Sie die Menge bereitstellen die der Summe entspricht dessen was jeder einzelne Nachfrager bei Freibier
  47. konsumieren möchte ja weil die sonst konkurrieren die können nicht dasselbe benutzen das heißt wir addieren horizontal auf haben die Gesamtnachfrage
  48. die Gesamtnachfrage lassen wir korrespondieren mit der gesamtangebotskurve daraus ergibt sich der gleich wichtspreis und wenn Sie nun
  49. wissen wollen wie die mit dem Gleichgewichtspreis korrespondierende gleichgewichtsmenge zwischen den Individuen auf geteilt wird dann schauen
  50. Sie wieder auf die individuellen nachfragekurven jedes Individuum erhält eben die Menge die es bei diesem Preis nachfragt und zahlt pro Einheit
  51. denselben Preis ja das heißt alle zahlen pro Einheit P Stern Individuum N1 fragt zu diesem Preis die Menge X1 nach Individuum 2 will zu
  52. diesem Preis die Menge X2 und Sie müssen insgesamt bereitstellen die Menge X1 + X2 die Situation um sie festzuhalten ist
  53. der Gestalt dass sie bei privaten Gütern den Grenznutzen jedes einzelnen Individuums also dessen Zahlungsbereitschaft für die
  54. letzte Einheit die er nachfragt abgleichen mit den Grenzkosten in der Bereitstellung also Grenzkosten ist
  55. gleich Grenznutzen von 1 gleich Grenznutzen von 2 gleich Grenznutzen von allen anderen Nachfragern bei öffentlichen Gütern ist
  56. das jetzt anders denn bei öffentlichen Gütern herrscht keine Rivalität im Konsum wenn Sie also wissen wollen wie viel würden die denn Nachfragen von rein
  57. in Flammen Feuerwerk und sie wollen wieder nullpreis setzen das heißt sie orientieren sich an der Sättigungsmenge dann wäre es unsinnig
  58. die Sättigungsmenge von Individuum 1 zu der Sättigungsmenge von Individuum 2 dazu zu addieren das wäre viel zu viel die können dieselben Raketen angucken
  59. sie gehen also umgekehrt vor die Sättigungsmenge von N2 ist vollkommen ausreichend weil N1 schon vorher erst mitkonsumiert hat und dann abgewunken
  60. hat und schon nach Haus gegangen ist denn seine Sättigungsmenge wurde früher erreicht deshalb gehen sie bei öffentlichen Gütern anders vor Sie
  61. addieren hier die Nachfrage vertikal auf das heißt sie fragen wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft des einzelnen Individuums bei einer bestimmten Menge
  62. und addieren diese Zahlungsbereitschaften auf denn das ist die das ist der Topf das ist das Budget was die Individuen gemeinsam dafür
  63. ausgeben können ihre Nachfrage zu entfalten das heißt wenn sie umgekehrt vorgehen wollen sie wollen die Nachfrage der beiden für Feuerwerk bei reinen
  64. Flammen aggregieren dann fragen Sie beispielsweise nach dem reservationspreis also wie hoch ist der Preis den N1 für die erste Rakete zu
  65. zahlen bereit wäre ja also sie orientieren sich am ordinatenschnittpunkt wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft die
  66. N2 für die erste Rakete investieren würde jetzt können Sie den reservationspreis von N1 zu dem reservationspreis von N2 zusammen
  67. addieren und dann wissen Sie wie viel die beiden gemeinsam für die erste Rakete ausgeben würden so machen sie das für jede Menge sie fragen also bei einer
  68. bestimmten Menge wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft in Summe vertikale Addition der Nachfrage ist die Marktnachfrage die gleichen sie
  69. ab mit dem Marktangebot und erhalten so die gleichgewichtsmenge die nun beide Konsumenten oder alle nkonsumenten konsumieren werden und wenn
  70. sie jetzt eben anders rum Fragen alle konsumieren dieselbe Menge aber wie viel werden Sie dafür bezahlen müssen dann orientieren sie sich wieder an den
  71. individuellen nachfragekurven und fragen wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft von Individuum 1 und von Individuum 2 für diese Menge x Stern und die Summe
  72. dieser beiden Zahlungsbereitschaften muss dann natürlich der dem Gleichgewichtspreis entsprechend der aufgebracht werden muss
  73. damit der Anbieter auch diese Menge ausbringt hier ist jetzt die Überlegung also anders sie gleichen jetzt die
  74. Grenzkosten des Anbieters die sich unverändert ermitteln lassen mit der Summe der Grenznutzen ab das heißt sie haben Grenzkosten des Angebots ist
  75. gleich Grenznutzen von Individuum 1 plus Grenznutzen von um 2 plus Grenznutzen von allen
  76. anderen theoretisch wäre das kein Problem das heißt wenn alle Individuum ehrlich und uneigennützig ihre wahre Zahlungsbereitschaft
  77. offenbaren dann haben wir überhaupt kein Problem die effizielle effiziente bereitstellungsmenge festzustellen und diese Bereitstellung auch effizient zu
  78. bepreisen nämlich mit Linder Preisen mit personifizierten Preisen jeder zahlt etwas anderes und zwar gemäß seiner Zahlungsbereitschaft für die letzte
  79. Einheit so und jetzt kommt aber das Kriterium der nicht ausschließbarkeit die nicht ausschließbarkeit bereitet uns ein Problem sie führt nämlich dazu dass
  80. die Strategie des drittbrettfahrens möglich wird Individuen können aufgrund der nicht ausschließbarkeit im Fall öffentlicher Güter davon aus gehen dass
  81. sie sowieso von der Bereitstellung des Guts profitieren können wenn die andhal Zahlen wenn es also überhaupt zu reinenflammen kommt dann können Sie
  82. reinenflammen auch sehen wenn Sie persönlich bei der Befragung behauptet haben sie hätten keine Zahlungsbereitschaft für
  83. Feuerwerk und wenn sie ahnen dass sie gemäß Ihrer angegebenen Zahlungsbereitschaft herangezogen werden zur Finanzierung dann haben sie auch ein
  84. Anreiz ihre W Zahlungsbereitschaft wenigstens zu untertreiben wenn nicht gar komplett zu negieren ja sie haben also einen Anreiz
  85. ihre tatsächlichen Präferenzen zu verschleiern daraus gibt es die starke freew riderthes und die schwache free riderthes die starke free riderth würde
  86. sagen nun ja wenn sowohl Individuum 1 als auch Individuum 2 diese anreizsituation durchdringen dann werden sie beide behaupten keinerlei
  87. Zahlungsbereitschaft zu haben und dann kommt es schlicht zu keiner Bereitstellung des öffentlichen Guts es wird kein Feuerwerk geben there will be
  88. nothing to free ride on empirisch ist das äußerst unwahrscheinlich empirisch kommt es auch bei öffentlichen Gütern fast immer zu
  89. einer gewissen Bereitstellung das liegt an allen möglichen Dingen die eben nicht unmittelbar in unserem Modell in unserem simplen Vorstellung des
  90. rationalverhaltens vorkommen deshalb gibt es zweitens die schwache freer riderth auch die führt zu einem Marktversagen sie besagt eben nur na es
  91. ist aber immerhin plausibel dass einige oder im Grenzfall auch nur ein Individuum die wahre Zahlungsbereitschaft ein bisschen
  92. untertreibt und sobald irgendjemand seine Zahlungsbereitschaft untertreibt wird es zu einer zu geringen Menge des öffentlichen Guts kommen das heißt
  93. individu rationales Verhalten führt zu einem Kollektiv irrationalen Ergebnis es wird zu wenig bereitgestellt obwohl eigentlich mehr Feuerwerk lohnend
  94. wäre nun notwendige Bedingung erfüllt damit wir einen Staatseingriff
  95. erwägen können brauchen wir noch die hinreichende Bedingung wir müssen uns also fragen wie macht es denn der Staat wenn er mit öffentlichen Gütern
  96. umgeht wenn das Parlament über die Bereitstellung öffentlicher Güter berätt dann wird es in irgendeiner Form die Menge
  97. festlegen müssen und den finanziierungsanteil den der einzelne Bürger trägt wie machen die Politiker das nun
  98. vermutlich werden sie Experten anhören um sich in irgendeiner Weise plausibel einer bestimmten Menge zu nähern allerdings ist klar die Experten
  99. werden es nicht im Punkt genau wissen und zum zweiten kommt dazu im politischen Geschäft gibt es immer noch etwas andere Logiken ne man muss
  100. vielleicht dem Koalitionspartner einen Gefallen tun man muss vielleicht dem ein oder anderen Lobbyisten etwas zurückgeben der einem vor kurzem doch
  101. auch ganz gut geholfen hat und und und also warum genau wie die politische Entscheidung über die Menge getroffen wird steht in den Sternen und mit
  102. Sicherheit wird es jedenfalls nicht die ideale Menge sein die wir gerade theoretisch abgeleitet haben denn auch in kollektiven
  103. Entscheidungsprozessen mangelt es an einem Verfahren zur Ermittlung der tatsächlichen Zahlungsbereitschaft das heißt weder die
  104. Menge noch die zahlungsanteile für einzelne werden ideal sein werden effizient sein wie in unserem Modell und das
  105. bedeutet die Erwartung der Vorteilhaftigkeit einer staatlichen Bereitstellung öffentlicher Güter im Vergleich zur dezentralen Bereitstellung
  106. muss im jeweiligen Einzelfall geprüft werden sie müssen im jeweiligen Einzelfall überlegen wie viel würde denn dezentral
  107. bereitgestellt wie sehr werden untertreibungen das Ergebnis verzerren und wie viel kommt doch zustande wie genau können meine Experten
  108. abschätzen was die richtige Menge ist wie genau werde ich mich an den Expertenrat halten können aufgrund der politischen
  109. Machtkonstellation und wie schlimm finde ich die einheitliche Bepreisung aus dem Steueraufkommen sozusagen ne jeder zahlt halt seinen Steueranteil an dem
  110. öffentlichen Gut das ist natürlich nicht dasselbe wie die Zahlungsbereitschaft für das bestimmte öffentliche Gut hat damit überhaupt keinen Berührungspunkt
  111. wie schlimm im finde ich diese präferenzverfehlung die damit einhergeht das schlimmer oder weniger schlimm als wenn es dezentral nicht oder
  112. zu wenig bereitgestellt wird das wird im Fall abzuwgen sein tschüss

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