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Die Geschichte Bayerns

MrWissen2go Geschichte | Terra X15:17 891.837 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 172 Zeilen
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  1. "Bayern", woran denkt ihr, wenn ihr den Begriff hört? An Berge, Kühe, Fußball, Bier, Dirndl, Lederhosen
  2. oder alle zusammen auf dem Oktoberfest? Wir stellen euch einige Fakten aus der bayerischen Geschichte vor,
  3. die ihr garantiert noch nicht kennt. Und falls doch, dann lasst es mich wissen.
  4. (bayerisch:) Die Wahrheit über die Lederhosen und die Antwort auf die Frage, warum Bayern ...
  5. Okay, ich hör auf. Ich wollte sagen: Warum Bayern einem Grundgesetz nicht zugestimmt hat.
  6. Ich bin nicht aus Bayern, den Dialekt kann ich nicht gut. (Aufziehgeräusch, Klingeln)
  7. Ganz oft habt ihr in den Kommentaren geschrieben: "Macht doch was zur Geschichte Bayerns."
  8. Hier kommt das Video, extra für euch. Fakt eins: Bayern ist nicht gleich Bayern.
  9. Die Bayern, die Bayovari, werden erstmals im Jahr 551 erwähnt. Der Stamm ist eine Mischung aus Nachfahren der Römer,
  10. die zwischen den Alpen und der Donau gelebt haben, aus Alemannen, Ostgoten, Langobarden, Franken, Thüringern,
  11. anderen Germanen aus dem Norden und Menschen aus Südböhmen. Schon seit der Zeit Karls des Großen,
  12. der Bayern im Jahr 788 in sein Reich eingliedert, kämpfen die Bayern um ihre Eigenständigkeit.
  13. Das Herrschergeschlecht der Wittelsbacher, das im damaligen Bayern seit 1180 regiert,
  14. versucht sich gegenüber der Dynastie der Habsburger und später gegen die der Hohenzollern zu behaupten.
  15. Mit Napoléon beginnt die Zeit des modernen Bayern. Der Kaiser der Franzosen baut ganz Mitteleuropa
  16. nach seinen Vorstellungen um. Der bayerische Herzog Maximilian IV. und vor allem sein Minister,
  17. der Freiherr von Montgelas, taktieren geschickt. Erst wechseln sie ins Lager Napoléons,
  18. dann verbünden sie sich wieder mit seinen Gegnern. Am Ende profitieren die Wittelsbacher.
  19. Nach dem Wiener Kongress sieht das bayerische Gebiet aus wie heute, nur dass die Pfalz noch mit dabei ist.
  20. Bayern ist doppelt so groß wie zu Beginn der Französischen Revolution.
  21. Den Kern bildet Altbayern, ein Gebiet von den Alpen bis zur Donau
  22. und vom Lech bis zum bayerischen Oberpfälzer Wald. Hier regieren die Wittelsbacher schon lange,
  23. es ist ein weitgehend geschlossenes Territorium. Die andere Hälfte Bayerns
  24. besteht aus verschiedenen Herrschaften. Die Reichsstädte Nürnberg, Augsburg und Regensburg,
  25. viele Adelsherrschaften in Schwaben. Herrschaften von Bistümern wie Bamberg, Eichstätt und Passau,
  26. die Markgrafentümer Ansbach und Bayreuth: ein Sammelsurium.
  27. Die wittelsbachischen Herrscher dieses neuen Bayerns dürfen sich ab sofort Könige nennen.
  28. Sie müssen versuchen, irgendwie das große Land zusammenzubringen. Denn ein Untertan aus Augsburg
  29. hat mit einem aus dem niederbayerischen Straubing kaum was zu tun.
  30. Die Menschen verstehen sich zum Teil gar nicht, denn jeder spricht in seinem Dialekt.
  31. Bayern ist auch heute nur von außen gesehen ein einheitliches Land. Intern gibt es immer wieder Reibereien.
  32. Wie bringt man diese unterschiedlichen Teile zusammen? Da muss man erfinderisch sein.
  33. Das hat auch in gewisser Hinsicht mit Fakt zwei zu tun, nämlich die Erfindung der Lederhose.
  34. Bayern ist gleich Lederhose und Dirndl, selbst Norddeutsche und Italiener kleiden sich zu Oktoberfest
  35. mit der bayerischen Tracht. Urbayerisch eben?
  36. Na ja, eigentlich ist diese Tracht erst im 19. Jahrhundert erfunden worden.
  37. Das kam so: Die ursprünglichen Trachten, also Gewänder,
  38. die man in einzelnen Gegenden Bayerns traditionell angezogen hat, meist bei Festen, aber auch im Alltag,
  39. kommen spätestens im 19 Jahrhundert aus der Mode. Wer was auf sich hält,
  40. der trägt die Mode der Französischen Revolution. Trachten oder sogar Lederhosen, die eigentlich Arbeitshosen sind,
  41. sieht man damals in Bayern nur selten. Ich habe euch schon erzählt,
  42. aus wie vielen unterschiedlichen Teilen Bayern zusammengewachsen ist. Die bayerischen Könige versuchen ihren Untertanen
  43. Gemeinschaftsgeist, ein Zusammengehörigkeitsgefühl, ein bayerisches Nationalbewusstsein beizubringen.
  44. Die Menschen in den einzelnen Landesteilen und Städten haben unterschiedliche Traditionen.
  45. Sie verstehen sich als Regensburger oder als Bamberger, als Schwaben und Franken, aber eben nicht als Bayern.
  46. Wie sorgt man da für Gemeinsamkeit? Sehr geeignet sind Sitten und Bräuche,
  47. die die Bayern von anderen Deutschen unterscheiden. Wenn sich eine Gruppe von der anderen unterscheidet,
  48. dann schließt sie sich automatisch enger zusammen. Als einige aus romantisierenden Gründen anfangen, Trachten
  49. und vor allem Lederhosen zu tragen, werden sie zuerst ausgelacht. Aber die Könige Ludwig I. und vor allem Maximilian II.
  50. erkennen das Potenzial dieser Mode. Sie beauftragen die bayerische Staatsregierung damit,
  51. die Trachtenvereine zu fördern. Diese Vereine sind ein Mittel zum Zweck,
  52. aber sie verbreiten ein bestimmtes Bild vom Bayerntum. Die Vereinsmitglieder pflegen alte Bräuche und tragen Trachten,
  53. die ostbayerische Gebirgstracht, der "Bavarian Look". So ziehen sich Bayern an.
  54. Also, die Förderung der Tracht ist wirklich eine wahnsinnig erfolgreiche Marketingmaßnahme.
  55. Die Könige tun aber noch viel mehr. Zum Beispiel Spielkarten erhalten bayerische Motive,
  56. nur damit die Leute im Wirtshaus bayerische Kartenspiele spielen und nicht die Kartenspiele, die im Rest Deutschlands gespielt werden.
  57. Skat zum Beispiel. In der Walhalla, einem klassischen Tempel,
  58. der hoch über der Donau gebaut wird, werden Büsten von bayerischen Nationalhelden ausgestellt.
  59. Ein bayerisches Nationalmuseum entsteht. Im ganzen Land werden Denkmäler der wittelsbachischen Könige aufgestellt.
  60. Volksfeste werden gefördert. Vor allem das Oktoberfest
  61. wird gezielt zu einem bayerischen Nationalfest aufgebauscht. Es entsteht 1810 als Hochzeitsfest
  62. für Kronprinz Ludwig und seine Gemahlin Therese, daher "Theresienwiese" und in der Kurzform: Wiesn.
  63. Über dem Festplatz erhebt sich die Bavaria, eine Allegorie auf den Staat Bayern.
  64. Hinter ihr wird die Ruhmeshalle erbaut. Ein Tempel, in dem Büsten berühmter Bayern aufgestellt werden.
  65. Vor allem auch von denen, die aus den Landesteilen kommen, die erst neu zu Bayern gekommen sind.
  66. Der Besuch in diesem Tempel des Bayerntums soll national-bayerische Gefühle wecken.
  67. Eine Erziehungsmaßnahme. Apropos Erziehung:
  68. Der Geschichtsunterricht in der Schule wird auch genutzt, um ein bayerisches Bewusstsein bei den Schülern zu wecken.
  69. Das Königreich Bayern wird als Ziel der Geschichte dargestellt, sozusagen das Paradies auf Erden.
  70. Und dann kommt Bismarck und schafft 1871 das Kleindeutsche Kaiserreich.
  71. Bayern ist nicht mehr eigenständig und spielt im Reich nur die zweite Geige.
  72. Ab spätesten 1866, also seit dem Deutsch-Deutschen Krieg, bei dem Preußen Österreich aus Deutschland hinausdrängt
  73. und seine bestimmende Stellung festigt, gibt es in der bayerischen Politik ein neues Feindbild: Deutschland
  74. beziehungsweise Preußen. Gegen den preußischen Machtstaat will man seine Souveränität bewahren.
  75. Dieses Unbehagen, dass man von allen anderen fremdbestimmt und ausgenutzt wird,
  76. hat sich sehr lange erhalten. Die Preußen sind auch schuld am Untergang
  77. des bis heute verehrten Königs Ludwig II. Also zumindest aus Sicht der Ludwigfans.
  78. Und ganz so falsch ist das tatsächlich auch gar nicht. Kommen wir zu Fakt Nummer drei: Bayerns Deutschland-Brief.
  79. Ludwig II. besteigt im Jahr 1864 mit 19 Jahren den Thron. Ludwig, der zum König erzogen wurde,
  80. muss die Integration Bayerns in das Kleindeutsche Reich unter preußischer Übermacht vollziehen.
  81. Ludwig II. gilt nach dem mächtigen preußischen König als zweithöchstrangiger Monarch.
  82. Tolles Wort. Also, er ist der Monarch in Deutschland,
  83. der in der Rangfolge an zweiter Stelle gesehen wird. Zum Leidwesen des preußischen Politikers Otto von Bismarck
  84. ist Ludwig sehr gegen die kleindeutsche Lösung, also gegen einen deutschen Nationalstaat
  85. unter preußischer Führung und unter Ausschluss Österreichs. Zur großen Freude Bismarcks hat Ludwig allerdings einen Laster.
  86. Er liebt es, zu bauen. Ihr kennt sicher diese Schlösser: Linderhof und Herrenchiemsee.
  87. Nee? Das hier kennt ihr sicher: Neuschwanstein.
  88. Baubeginn im September 1869, Richtfest 1880, 1884 übernachtet Ludwig zum ersten Mal dort.
  89. Insgesamt lebte er aber nur 172 Tage auf seinem Märchenschloss. Optisch orientiert sich Neuschwanstein an der Wartburg,
  90. aber natürlich ist es viel verspielter. Märchenhaft eben, voller modernster Technik.
  91. Der Thronsaal basiert auf einer Eisenkonstruktion. Dieser Saal vermittelt einen Eindruck,
  92. welchen Anspruch Ludwig II. hatte, ein unbeschränkter, von Gott eingesetzter Monarch zu sein.
  93. In Wirklichkeit gibt es eine Verfassung und das Sagen im Land hat die bayerische Regierung.
  94. Ludwig ist ein politischer Mensch, aber auch ein Romantiker, der irgendwie in einer Fantasiewelt zu leben scheint,
  95. zurückgezogen von der Welt. Aber wer baut, der braucht vor allem Geld,
  96. gerade bei derart luxuriösen Projekten, wie es bei Ludwigs Schlössern der Fall ist.
  97. Nur logisch, dass Ludwig immer knapp bei Kasse ist. Das, was er aus dem Staatshaushalt bekommt,
  98. reicht nicht aus, und so bettelt er überall um Kohle. Otto vom Bismarck kriegt das natürlich spitz.
  99. Er weiß, wie man Ludwig kriegt. Einmal mit dem nötigen Respekt,
  100. Zitat aus einem Brief Bismarcks an Ludwig II.: Puh ...
  101. Und zweitens: mit Geld. Bismarck kümmert sich darum,
  102. dass Ludwig unter der Hand über viele Jahre lang große Geldsummen bekommt,
  103. mit denen die Bauten des Monarchen finanziert werden. Ist das Korruption?
  104. Na ja, Fakt ist: Es fließt Geld. Fakt ist: Ludwig schreibt einen von Bismarck verfassten Brief,
  105. in dem er dem König von Preußen die deutsche Kaiserkrone anträgt. Ein Bayer ist also der Kaisermacher.
  106. Andererseits ist Ludwig II. von seinem eigenen Selbstverständnis her nicht käuflich.
  107. Er ist absolut souverän in seinen Handlungen und kann nicht bestochen werden.
  108. Aber die große Zeit der bayerischen Könige, in denen sie unabhängig von der bürgerlichen Regierung
  109. herrschen können, ist vorbei. Das spürt ein Nachfolger Ludwigs II. besonders,
  110. Fakt vier, als die Linken Bayern regierten. Im Jahr 1918 ist die Lage in Bayern und auch anderswo in Europa schlecht.
  111. Das Deutsche Kaiserreich verliert den Ersten Weltkrieg, die Menschen hungern.
  112. Am 7. November findet auf der Münchner Theresienwiese, da, wo sonst das Oktoberfest steigt,
  113. eine Demonstration von rund 50.000 Bürgern statt. Es liegt eine Revolution in der Luft.
  114. Tatsächlich flieht Bayerns König Ludwig III., seine Truppen haben ihn verlassen,
  115. seine Untertanen haben sich von ihm abgekehrt, aus dem Land.
  116. Damit ist Bayern der erste Staat in Deutschland, in dem 1918 die Monarchie beendet wird.
  117. Nur mal zur Erinnerung, die Wittelsbacher haben mehr als 700 Jahre lang regiert.
  118. Jetzt ruft der Revolutionsführer Kurt Eisner den Freistaat Bayern aus. Der Schriftsteller ist der Chef der kleinen USPD,
  119. den unabhängigen Sozialdemokraten, einer linken Abspaltung der SPD. Und wann ihn der Münchner Arbeiter- und Soldatenrat
  120. zum Ministerpräsidenten ausruft, ist ein Sozialist der erste Regierungschef im modernen Bayern.
  121. Nach nur 100 Tagen verliert Eisners USPD die erste Landtagswahl haushoch. Eisner will seinen Rücktritt erklären, wird aber von einem
  122. völkisch-antisemitisch motivierten Attentäter ermordet. Nach seinem Tod bricht Chaos aus, es kommt zu Streiks,
  123. zu Putschen, zu Gewalt. Letztendlich setzen preußische,
  124. württembergische und bayerische Soldaten und rechte Freikorps der Revolution ein blutiges Ende.
  125. Bayern wird danach der Hort konservativ-reaktionärer Politik. Nicht umsonst baut Hitler seine NSDAP in München auf.
  126. Und jetzt sind wir bei Fakt Nummer fünf: Nein zum Grundgesetz.
  127. "Nein zu Bonn und Ja zu Deutschland.", so lautet im Mai 1949 die Parole des bayerischen Landtages unter CSU,
  128. die in diesem Landtag die Mehrheit hat. Mit diesen sieben Worten
  129. soll ein komplizierter politischer Vorgang beschrieben werden. Die Partei ist nämlich gegen das Grundgesetz.
  130. Das ist in Herrenchiemsee als Verfassung für den neuen Staat erarbeitet worden.
  131. Die Parlamentsmehrheit in Bayern ist unzufrieden mit dem Grundgesetz. Sie will das neue Deutschland noch stärker föderalistisch aufbauen,
  132. indem die einzelnen Bundesländer die eigentlichen Staaten sind. Die Länder sollten mächtiger sein, als das Grundgesetz es vorsieht,
  133. wo eine relativ starke Zentralregierung festgehalten ist. Bayern sieht das als Angriff auf seine Eigenständigkeit.
  134. Ganz vereinfacht und ein bisschen zugespitzt gesagt: (bayerisch:) Die Bayern wollen sich von den Saupreußen
  135. nix vorschreiben lassen. Preußen, so nennen die Bayern die Norddeutschen.
  136. Wobei Norddeutschland schon direkt nach der bayerischen Nordgrenze beginnen kann.
  137. Ein Preuß oder ein Saupreuß, ein Preuße ist alles, was ein Bayer nicht ist.
  138. Ungemütlich, redet sehr viel und laut, trinkt Bier nur aus kleinen Gläsern,
  139. aber kommen wir zurück zum Grundgesetz. Wegen der zu wenig föderalistischen Ordnung
  140. lehnt die Partei im Parlamentarischen Rat und später auch der bayerische Landtag das Grundgesetz ab.
  141. "Nein zu Bonn", heißt die Parole, denn Bonn ist der Regierungssitz der Bundesrepublik.
  142. Gleichzeitig heißt es aber, wie vorhin schon gesagt: "Ja zu Deutschland."
  143. Trotz der Ablehnung des Grundgesetzes akzeptiert der bayerische Landtag,
  144. dass die zunächst provisorisch gedachte Verfassung auch in Bayer gelten wird.
  145. Alle anderen Bundesländer stimmen zu. Das Grundgesetz gilt, .
  146. die Bundesrepublik Deutschland wird gegründet, Bayern gehört als ein Bundesland zur Bundesrepublik dazu.
  147. Eine Sache gibt es in ganz Deutschland, aber trotzdem ist sie unser Fakt Nummer sechs:
  148. Revolutionen für das Bier. Im März 1844 erhöht König Ludwig I. den Bierpreis um einen Kreuzer,
  149. und die Münchner Bürger reagieren sofort. 2.000 Männer stürmen die Brauereien
  150. und lassen ihren Ärger an dem Inventar aus. Zwar schickt der König Militär, um die Aufstände niederzuschlagen,
  151. aber die Soldaten verbrüdern sich mit den Aufständischen. Nach ein paar Tagen nimmt Ludwig I. die Bierpreiserhöhung zurück.
  152. Hört sich vielleicht verrückt an, wegen einer kleinen Preiserhöhung so auszuflippen,
  153. aber bitte denkt daran: Die meisten Menschen haben sehr wenig Geld.
  154. Und Bier, das ist ein Grundnahrungsmittel in der Zeit. Das wird täglich getrunken, deshalb kommt es zu Gewalt.
  155. Solche Krawalle finden Mitte des 19. Jahrhunderts regelmäßig statt und sind ein Vorgeschmack auf die Revolution von 1848,
  156. die auch in Bayern den König zum Abdanken zwingt. Ein Bayernfakt, den ihr vielleicht kennt,
  157. ist das sogenannte Reinheitsgebot. Am 23. April 1516 bestimmt der damalige Herzog Wilhelm IV.:
  158. Bier darf nur aus den Inhaltsstoffen Gerste, Hopfen und Wasser bestehen. Damit ist das Reinheitsgebot
  159. das Älteste Lebensmittelgesetz Deutschlands. Es ist wahrscheinlich das weltweit älteste, das immer noch in Kraft ist.
  160. Vielleicht versteht ihr nun besser, warum das bayerische Selbstbewusstsein so ausgeprägt ist,
  161. nicht nur beim Fußball. Es hat damit zu tun, wie der moderne Staat Bayern entstanden ist.
  162. In Bayern sagt man: "Mir san mir.", auf Hochdeutsch: Wir sind wir. Das kann alles mögliche Bedeuten.
  163. "Uns kann keiner was, wir lassen uns nicht reinreden, wir sind größer, schöner, stärker, besser als ihr."
  164. "Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen." "Wir sind stolz auf uns."
  165. Ich würde gerne von euch wissen: Wie seht ihr denn Bayern? Was mögt ihr, was mögt ihr nicht?
  166. Der FC Bayern München wäre ein eigenes Diskussionsthema, lassen wir mal beiseite.
  167. Vielleicht kommt ihr selbst aus Bayern uns sagt: "Irgendwie bin ich immer unfair behandelt worden,
  168. weil ich aus Bayern komme und alle sagen: 'Du hältst dich für was Besseres.'"
  169. Schreibt es in die Kommentare. Hier findet ihr ein Video über Karl den Großen
  170. und darunter ein Video von meinem Kanal "MrWissen2go" zu der Frage:
  171. Was wäre, wenn Bayern ein eigenes Land wäre? Spannende Frage, finde ich. Schaut gerne mal rein.
  172. Danke fürs Zuschauen, pfiat di und ja, tschüss! (Er lacht.)

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