Die Geschichte Bayerns MrWissen2go Geschichte | Terra X https://www.youtube.com/watch?v=ZsAzbl-J9bk Transkript (automatisch erstellt) 0:00 "Bayern", woran denkt ihr, wenn ihr den Begriff hört? An Berge, Kühe, Fußball, Bier, Dirndl, Lederhosen 0:05 oder alle zusammen auf dem Oktoberfest? Wir stellen euch einige Fakten aus der bayerischen Geschichte vor, 0:11 die ihr garantiert noch nicht kennt. Und falls doch, dann lasst es mich wissen. 0:15 (bayerisch:) Die Wahrheit über die Lederhosen und die Antwort auf die Frage, warum Bayern ... 0:20 Okay, ich hör auf. Ich wollte sagen: Warum Bayern einem Grundgesetz nicht zugestimmt hat. 0:25 Ich bin nicht aus Bayern, den Dialekt kann ich nicht gut. (Aufziehgeräusch, Klingeln) 0:31 Ganz oft habt ihr in den Kommentaren geschrieben: "Macht doch was zur Geschichte Bayerns." 0:36 Hier kommt das Video, extra für euch. Fakt eins: Bayern ist nicht gleich Bayern. 0:41 Die Bayern, die Bayovari, werden erstmals im Jahr 551 erwähnt. Der Stamm ist eine Mischung aus Nachfahren der Römer, 0:47 die zwischen den Alpen und der Donau gelebt haben, aus Alemannen, Ostgoten, Langobarden, Franken, Thüringern, 0:53 anderen Germanen aus dem Norden und Menschen aus Südböhmen. Schon seit der Zeit Karls des Großen, 0:59 der Bayern im Jahr 788 in sein Reich eingliedert, kämpfen die Bayern um ihre Eigenständigkeit. 1:04 Das Herrschergeschlecht der Wittelsbacher, das im damaligen Bayern seit 1180 regiert, 1:08 versucht sich gegenüber der Dynastie der Habsburger und später gegen die der Hohenzollern zu behaupten. 1:14 Mit Napoléon beginnt die Zeit des modernen Bayern. Der Kaiser der Franzosen baut ganz Mitteleuropa 1:19 nach seinen Vorstellungen um. Der bayerische Herzog Maximilian IV. und vor allem sein Minister, 1:25 der Freiherr von Montgelas, taktieren geschickt. Erst wechseln sie ins Lager Napoléons, 1:29 dann verbünden sie sich wieder mit seinen Gegnern. Am Ende profitieren die Wittelsbacher. 1:34 Nach dem Wiener Kongress sieht das bayerische Gebiet aus wie heute, nur dass die Pfalz noch mit dabei ist. 1:40 Bayern ist doppelt so groß wie zu Beginn der Französischen Revolution. 1:44 Den Kern bildet Altbayern, ein Gebiet von den Alpen bis zur Donau 1:48 und vom Lech bis zum bayerischen Oberpfälzer Wald. Hier regieren die Wittelsbacher schon lange, 1:53 es ist ein weitgehend geschlossenes Territorium. Die andere Hälfte Bayerns 1:57 besteht aus verschiedenen Herrschaften. Die Reichsstädte Nürnberg, Augsburg und Regensburg, 2:02 viele Adelsherrschaften in Schwaben. Herrschaften von Bistümern wie Bamberg, Eichstätt und Passau, 2:07 die Markgrafentümer Ansbach und Bayreuth: ein Sammelsurium. 2:11 Die wittelsbachischen Herrscher dieses neuen Bayerns dürfen sich ab sofort Könige nennen. 2:16 Sie müssen versuchen, irgendwie das große Land zusammenzubringen. Denn ein Untertan aus Augsburg 2:21 hat mit einem aus dem niederbayerischen Straubing kaum was zu tun. 2:25 Die Menschen verstehen sich zum Teil gar nicht, denn jeder spricht in seinem Dialekt. 2:30 Bayern ist auch heute nur von außen gesehen ein einheitliches Land. Intern gibt es immer wieder Reibereien. 2:35 Wie bringt man diese unterschiedlichen Teile zusammen? Da muss man erfinderisch sein. 2:40 Das hat auch in gewisser Hinsicht mit Fakt zwei zu tun, nämlich die Erfindung der Lederhose. 2:46 Bayern ist gleich Lederhose und Dirndl, selbst Norddeutsche und Italiener kleiden sich zu Oktoberfest 2:52 mit der bayerischen Tracht. Urbayerisch eben? 2:55 Na ja, eigentlich ist diese Tracht erst im 19. Jahrhundert erfunden worden. 2:59 Das kam so: Die ursprünglichen Trachten, also Gewänder, 3:03 die man in einzelnen Gegenden Bayerns traditionell angezogen hat, meist bei Festen, aber auch im Alltag, 3:09 kommen spätestens im 19 Jahrhundert aus der Mode. Wer was auf sich hält, 3:13 der trägt die Mode der Französischen Revolution. Trachten oder sogar Lederhosen, die eigentlich Arbeitshosen sind, 3:19 sieht man damals in Bayern nur selten. Ich habe euch schon erzählt, 3:23 aus wie vielen unterschiedlichen Teilen Bayern zusammengewachsen ist. Die bayerischen Könige versuchen ihren Untertanen 3:30 Gemeinschaftsgeist, ein Zusammengehörigkeitsgefühl, ein bayerisches Nationalbewusstsein beizubringen. 3:36 Die Menschen in den einzelnen Landesteilen und Städten haben unterschiedliche Traditionen. 3:41 Sie verstehen sich als Regensburger oder als Bamberger, als Schwaben und Franken, aber eben nicht als Bayern. 3:48 Wie sorgt man da für Gemeinsamkeit? Sehr geeignet sind Sitten und Bräuche, 3:52 die die Bayern von anderen Deutschen unterscheiden. Wenn sich eine Gruppe von der anderen unterscheidet, 3:58 dann schließt sie sich automatisch enger zusammen. Als einige aus romantisierenden Gründen anfangen, Trachten 4:04 und vor allem Lederhosen zu tragen, werden sie zuerst ausgelacht. Aber die Könige Ludwig I. und vor allem Maximilian II. 4:11 erkennen das Potenzial dieser Mode. Sie beauftragen die bayerische Staatsregierung damit, 4:17 die Trachtenvereine zu fördern. Diese Vereine sind ein Mittel zum Zweck, 4:21 aber sie verbreiten ein bestimmtes Bild vom Bayerntum. Die Vereinsmitglieder pflegen alte Bräuche und tragen Trachten, 4:28 die ostbayerische Gebirgstracht, der "Bavarian Look". So ziehen sich Bayern an. 4:33 Also, die Förderung der Tracht ist wirklich eine wahnsinnig erfolgreiche Marketingmaßnahme. 4:38 Die Könige tun aber noch viel mehr. Zum Beispiel Spielkarten erhalten bayerische Motive, 4:43 nur damit die Leute im Wirtshaus bayerische Kartenspiele spielen und nicht die Kartenspiele, die im Rest Deutschlands gespielt werden. 4:51 Skat zum Beispiel. In der Walhalla, einem klassischen Tempel, 4:54 der hoch über der Donau gebaut wird, werden Büsten von bayerischen Nationalhelden ausgestellt. 4:59 Ein bayerisches Nationalmuseum entsteht. Im ganzen Land werden Denkmäler der wittelsbachischen Könige aufgestellt. 5:06 Volksfeste werden gefördert. Vor allem das Oktoberfest 5:09 wird gezielt zu einem bayerischen Nationalfest aufgebauscht. Es entsteht 1810 als Hochzeitsfest 5:16 für Kronprinz Ludwig und seine Gemahlin Therese, daher "Theresienwiese" und in der Kurzform: Wiesn. 5:22 Über dem Festplatz erhebt sich die Bavaria, eine Allegorie auf den Staat Bayern. 5:27 Hinter ihr wird die Ruhmeshalle erbaut. Ein Tempel, in dem Büsten berühmter Bayern aufgestellt werden. 5:33 Vor allem auch von denen, die aus den Landesteilen kommen, die erst neu zu Bayern gekommen sind. 5:39 Der Besuch in diesem Tempel des Bayerntums soll national-bayerische Gefühle wecken. 5:43 Eine Erziehungsmaßnahme. Apropos Erziehung: 5:46 Der Geschichtsunterricht in der Schule wird auch genutzt, um ein bayerisches Bewusstsein bei den Schülern zu wecken. 5:52 Das Königreich Bayern wird als Ziel der Geschichte dargestellt, sozusagen das Paradies auf Erden. 5:57 Und dann kommt Bismarck und schafft 1871 das Kleindeutsche Kaiserreich. 6:02 Bayern ist nicht mehr eigenständig und spielt im Reich nur die zweite Geige. 6:06 Ab spätesten 1866, also seit dem Deutsch-Deutschen Krieg, bei dem Preußen Österreich aus Deutschland hinausdrängt 6:12 und seine bestimmende Stellung festigt, gibt es in der bayerischen Politik ein neues Feindbild: Deutschland 6:18 beziehungsweise Preußen. Gegen den preußischen Machtstaat will man seine Souveränität bewahren. 6:23 Dieses Unbehagen, dass man von allen anderen fremdbestimmt und ausgenutzt wird, 6:28 hat sich sehr lange erhalten. Die Preußen sind auch schuld am Untergang 6:32 des bis heute verehrten Königs Ludwig II. Also zumindest aus Sicht der Ludwigfans. 6:38 Und ganz so falsch ist das tatsächlich auch gar nicht. Kommen wir zu Fakt Nummer drei: Bayerns Deutschland-Brief. 6:45 Ludwig II. besteigt im Jahr 1864 mit 19 Jahren den Thron. Ludwig, der zum König erzogen wurde, 6:52 muss die Integration Bayerns in das Kleindeutsche Reich unter preußischer Übermacht vollziehen. 6:57 Ludwig II. gilt nach dem mächtigen preußischen König als zweithöchstrangiger Monarch. 7:02 Tolles Wort. Also, er ist der Monarch in Deutschland, 7:06 der in der Rangfolge an zweiter Stelle gesehen wird. Zum Leidwesen des preußischen Politikers Otto von Bismarck 7:12 ist Ludwig sehr gegen die kleindeutsche Lösung, also gegen einen deutschen Nationalstaat 7:17 unter preußischer Führung und unter Ausschluss Österreichs. Zur großen Freude Bismarcks hat Ludwig allerdings einen Laster. 7:23 Er liebt es, zu bauen. Ihr kennt sicher diese Schlösser: Linderhof und Herrenchiemsee. 7:29 Nee? Das hier kennt ihr sicher: Neuschwanstein. 7:33 Baubeginn im September 1869, Richtfest 1880, 1884 übernachtet Ludwig zum ersten Mal dort. 7:39 Insgesamt lebte er aber nur 172 Tage auf seinem Märchenschloss. Optisch orientiert sich Neuschwanstein an der Wartburg, 7:46 aber natürlich ist es viel verspielter. Märchenhaft eben, voller modernster Technik. 7:51 Der Thronsaal basiert auf einer Eisenkonstruktion. Dieser Saal vermittelt einen Eindruck, 7:56 welchen Anspruch Ludwig II. hatte, ein unbeschränkter, von Gott eingesetzter Monarch zu sein. 8:01 In Wirklichkeit gibt es eine Verfassung und das Sagen im Land hat die bayerische Regierung. 8:06 Ludwig ist ein politischer Mensch, aber auch ein Romantiker, der irgendwie in einer Fantasiewelt zu leben scheint, 8:12 zurückgezogen von der Welt. Aber wer baut, der braucht vor allem Geld, 8:17 gerade bei derart luxuriösen Projekten, wie es bei Ludwigs Schlössern der Fall ist. 8:21 Nur logisch, dass Ludwig immer knapp bei Kasse ist. Das, was er aus dem Staatshaushalt bekommt, 8:27 reicht nicht aus, und so bettelt er überall um Kohle. Otto vom Bismarck kriegt das natürlich spitz. 8:32 Er weiß, wie man Ludwig kriegt. Einmal mit dem nötigen Respekt, 8:36 Zitat aus einem Brief Bismarcks an Ludwig II.: Puh ... 8:51 Und zweitens: mit Geld. Bismarck kümmert sich darum, 8:54 dass Ludwig unter der Hand über viele Jahre lang große Geldsummen bekommt, 8:58 mit denen die Bauten des Monarchen finanziert werden. Ist das Korruption? 9:03 Na ja, Fakt ist: Es fließt Geld. Fakt ist: Ludwig schreibt einen von Bismarck verfassten Brief, 9:09 in dem er dem König von Preußen die deutsche Kaiserkrone anträgt. Ein Bayer ist also der Kaisermacher. 9:16 Andererseits ist Ludwig II. von seinem eigenen Selbstverständnis her nicht käuflich. 9:21 Er ist absolut souverän in seinen Handlungen und kann nicht bestochen werden. 9:26 Aber die große Zeit der bayerischen Könige, in denen sie unabhängig von der bürgerlichen Regierung 9:31 herrschen können, ist vorbei. Das spürt ein Nachfolger Ludwigs II. besonders, 9:35 Fakt vier, als die Linken Bayern regierten. Im Jahr 1918 ist die Lage in Bayern und auch anderswo in Europa schlecht. 9:42 Das Deutsche Kaiserreich verliert den Ersten Weltkrieg, die Menschen hungern. 9:46 Am 7. November findet auf der Münchner Theresienwiese, da, wo sonst das Oktoberfest steigt, 9:51 eine Demonstration von rund 50.000 Bürgern statt. Es liegt eine Revolution in der Luft. 9:56 Tatsächlich flieht Bayerns König Ludwig III., seine Truppen haben ihn verlassen, 10:01 seine Untertanen haben sich von ihm abgekehrt, aus dem Land. 10:04 Damit ist Bayern der erste Staat in Deutschland, in dem 1918 die Monarchie beendet wird. 10:09 Nur mal zur Erinnerung, die Wittelsbacher haben mehr als 700 Jahre lang regiert. 10:14 Jetzt ruft der Revolutionsführer Kurt Eisner den Freistaat Bayern aus. Der Schriftsteller ist der Chef der kleinen USPD, 10:20 den unabhängigen Sozialdemokraten, einer linken Abspaltung der SPD. Und wann ihn der Münchner Arbeiter- und Soldatenrat 10:27 zum Ministerpräsidenten ausruft, ist ein Sozialist der erste Regierungschef im modernen Bayern. 10:32 Nach nur 100 Tagen verliert Eisners USPD die erste Landtagswahl haushoch. Eisner will seinen Rücktritt erklären, wird aber von einem 10:40 völkisch-antisemitisch motivierten Attentäter ermordet. Nach seinem Tod bricht Chaos aus, es kommt zu Streiks, 10:46 zu Putschen, zu Gewalt. Letztendlich setzen preußische, 10:49 württembergische und bayerische Soldaten und rechte Freikorps der Revolution ein blutiges Ende. 10:55 Bayern wird danach der Hort konservativ-reaktionärer Politik. Nicht umsonst baut Hitler seine NSDAP in München auf. 11:03 Und jetzt sind wir bei Fakt Nummer fünf: Nein zum Grundgesetz. 11:06 "Nein zu Bonn und Ja zu Deutschland.", so lautet im Mai 1949 die Parole des bayerischen Landtages unter CSU, 11:13 die in diesem Landtag die Mehrheit hat. Mit diesen sieben Worten 11:17 soll ein komplizierter politischer Vorgang beschrieben werden. Die Partei ist nämlich gegen das Grundgesetz. 11:23 Das ist in Herrenchiemsee als Verfassung für den neuen Staat erarbeitet worden. 11:27 Die Parlamentsmehrheit in Bayern ist unzufrieden mit dem Grundgesetz. Sie will das neue Deutschland noch stärker föderalistisch aufbauen, 11:35 indem die einzelnen Bundesländer die eigentlichen Staaten sind. Die Länder sollten mächtiger sein, als das Grundgesetz es vorsieht, 11:42 wo eine relativ starke Zentralregierung festgehalten ist. Bayern sieht das als Angriff auf seine Eigenständigkeit. 11:48 Ganz vereinfacht und ein bisschen zugespitzt gesagt: (bayerisch:) Die Bayern wollen sich von den Saupreußen 11:54 nix vorschreiben lassen. Preußen, so nennen die Bayern die Norddeutschen. 11:58 Wobei Norddeutschland schon direkt nach der bayerischen Nordgrenze beginnen kann. 12:03 Ein Preuß oder ein Saupreuß, ein Preuße ist alles, was ein Bayer nicht ist. 12:07 Ungemütlich, redet sehr viel und laut, trinkt Bier nur aus kleinen Gläsern, 12:12 aber kommen wir zurück zum Grundgesetz. Wegen der zu wenig föderalistischen Ordnung 12:17 lehnt die Partei im Parlamentarischen Rat und später auch der bayerische Landtag das Grundgesetz ab. 12:22 "Nein zu Bonn", heißt die Parole, denn Bonn ist der Regierungssitz der Bundesrepublik. 12:27 Gleichzeitig heißt es aber, wie vorhin schon gesagt: "Ja zu Deutschland." 12:31 Trotz der Ablehnung des Grundgesetzes akzeptiert der bayerische Landtag, 12:35 dass die zunächst provisorisch gedachte Verfassung auch in Bayer gelten wird. 12:39 Alle anderen Bundesländer stimmen zu. Das Grundgesetz gilt, . 12:43 die Bundesrepublik Deutschland wird gegründet, Bayern gehört als ein Bundesland zur Bundesrepublik dazu. 12:49 Eine Sache gibt es in ganz Deutschland, aber trotzdem ist sie unser Fakt Nummer sechs: 12:54 Revolutionen für das Bier. Im März 1844 erhöht König Ludwig I. den Bierpreis um einen Kreuzer, 13:01 und die Münchner Bürger reagieren sofort. 2.000 Männer stürmen die Brauereien 13:06 und lassen ihren Ärger an dem Inventar aus. Zwar schickt der König Militär, um die Aufstände niederzuschlagen, 13:12 aber die Soldaten verbrüdern sich mit den Aufständischen. Nach ein paar Tagen nimmt Ludwig I. die Bierpreiserhöhung zurück. 13:19 Hört sich vielleicht verrückt an, wegen einer kleinen Preiserhöhung so auszuflippen, 13:24 aber bitte denkt daran: Die meisten Menschen haben sehr wenig Geld. 13:28 Und Bier, das ist ein Grundnahrungsmittel in der Zeit. Das wird täglich getrunken, deshalb kommt es zu Gewalt. 13:34 Solche Krawalle finden Mitte des 19. Jahrhunderts regelmäßig statt und sind ein Vorgeschmack auf die Revolution von 1848, 13:41 die auch in Bayern den König zum Abdanken zwingt. Ein Bayernfakt, den ihr vielleicht kennt, 13:46 ist das sogenannte Reinheitsgebot. Am 23. April 1516 bestimmt der damalige Herzog Wilhelm IV.: 14:01 Bier darf nur aus den Inhaltsstoffen Gerste, Hopfen und Wasser bestehen. Damit ist das Reinheitsgebot 14:06 das Älteste Lebensmittelgesetz Deutschlands. Es ist wahrscheinlich das weltweit älteste, das immer noch in Kraft ist. 14:13 Vielleicht versteht ihr nun besser, warum das bayerische Selbstbewusstsein so ausgeprägt ist, 14:18 nicht nur beim Fußball. Es hat damit zu tun, wie der moderne Staat Bayern entstanden ist. 14:23 In Bayern sagt man: "Mir san mir.", auf Hochdeutsch: Wir sind wir. Das kann alles mögliche Bedeuten. 14:29 "Uns kann keiner was, wir lassen uns nicht reinreden, wir sind größer, schöner, stärker, besser als ihr." 14:34 "Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen." "Wir sind stolz auf uns." 14:38 Ich würde gerne von euch wissen: Wie seht ihr denn Bayern? Was mögt ihr, was mögt ihr nicht? 14:43 Der FC Bayern München wäre ein eigenes Diskussionsthema, lassen wir mal beiseite. 14:48 Vielleicht kommt ihr selbst aus Bayern uns sagt: "Irgendwie bin ich immer unfair behandelt worden, 14:53 weil ich aus Bayern komme und alle sagen: 'Du hältst dich für was Besseres.'" 14:57 Schreibt es in die Kommentare. Hier findet ihr ein Video über Karl den Großen 15:02 und darunter ein Video von meinem Kanal "MrWissen2go" zu der Frage: 15:06 Was wäre, wenn Bayern ein eigenes Land wäre? Spannende Frage, finde ich. Schaut gerne mal rein. 15:11 Danke fürs Zuschauen, pfiat di und ja, tschüss! (Er lacht.)