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🎓 Englisch Fachdidaktik StEX – Folge 16: Interkulturelle Kompetenzen zusammengefasst! 🌍🤝✨

📚 Englisch-Fachdidaktik – Dein Staatsexamen-Kurs!5:21 219 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 36 Zeilen
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  1. Also, interkulturelle Kompetenz, das ist ja so ein Schlüsselbegriff gerade für Ihr Staatsexamen in Englisch. Die große Frage ist doch, wie verwandelt man die
  2. ganze Theorie in eine Topnote? Tja, genau das finden wir in den nächsten Minuten gemeinsam raus. Wir gehen das Ganze mal in fünf Schritten an. Zuerst
  3. klären wir die Relevanz für die Prüfung, dann schauen wir uns die entscheidenden Theorien an und arbeiten uns bis zu ganz konkreten Tipps vor, die Sie sofort
  4. anwenden können. Fangen wir also mal mit dem Wichtigsten an. Warum ist dieses Thema im Staatsexamen eigentlich so präsent und was müssen Sie dazu
  5. unbedingt wissen? Also, das ist wirklich kein kurzlebiger Trend. Sehen Sie, schon seit den 90er Jahren ist interkulturelles Lernen ganz offiziell
  6. ein Kernelement im Englischunterricht. Und das bedeutet natürlich, die Prüfer erwarten von Ihnen, dass Sie die Hintergründe und die Entwicklung von
  7. diesem Konzept wirklich verstanden haben. Okay. Und wenn es um das theoretische Fundament geht, dann gibt es zwei Namen, an denen kommen sie
  8. einfach nicht vorbei. Byam und Bennet. Schauen wir uns deren Modelle mal genauer an. Im Kern dreht sich alles um die ICC, also die interkulturelle
  9. kommunikative Kompetenz und die ist so viel mehr als nur Sprache. Es ist wirklich die Fähigkeit in fremden kulturellen Kontexten sicher und vor
  10. allem auch angemessen zu handeln. Byam, der zerlegt diese Kompetenz jetzt total genial in fünf Bausteine. Er nennt das die Savoirs. Das fängt ganz einfach an
  11. bei Einstellungen und Wissen und steigert sich dann bis zur, ich würde sagen, Königsdisziplin, dem Savoir Song. Das ist also die Fähigkeit, Kultur
  12. kritisch zu bewerten und die eigene Perspektive zu hinterfragen. Und genau das ist das eigentliche Ziel. Und Bennet, der liefert uns dazu ein
  13. passendes Entwicklungsmodell. Er beschreibt quasi eine Reise in sechs Stufen von einer ethnozentrischen Haltung, bei der man alles durch die
  14. eigene kulturelle Brille sieht bis hin zu einer etnorelativen Sicht, die Unterschiede anerkennt und integriert. Und hier sehen wir mal, wie sich das
  15. ganz konkret im Denken äußert. In der Abwehrphase denkt man vielleicht sowas wie: "Meine Kultur ist die beste." Aber am Ende in der Integrationsphase ist man
  16. dann fähig zu sagen, ich kann mich mühelos zwischen verschiedenen kulturellen Kontexten bewegen. Das ist ein riesiger Entwicklungsschritt.
  17. Okay, das sind echt spannende Theorien. Aber die entscheidende Frage für Ihre Prüfung ist: Ja, wie bringen wir das Ganze jetzt sinnvoll in den
  18. Grundschulunterricht? Im Kern geht es eigentlich um drei Dinge: Empathie zu fördern, also sich in andere hineinversetzen zu können, dann
  19. den Perspektivwechsel zu üben und Ambiguitätstoleranz aufzubauen. Das ist die Fähigkeit mit unklaren Situationen umzugehen, ohne sofort in eine Schublade
  20. zu stecken oder zu urteilen. Und das ist ganz wichtig, keine reine Theorie, sondern das steht ganz genauso in den Lehrplänen aller Bundesländer. Das Ziel
  21. ist immer, die Schüler über reines Faktenwissen hinauszuführen, hin zu einem wirklich tiefen, reflektierten Verständnis. Und genau das wird auch von
  22. Ihnen in der Prüfung erwartet. So, und jetzt gehen wir mal zum praktischen Werkzeugkasten über. Schauen wir uns mal an, wie wir daraus effektive
  23. Unterrichtsmethoden für unsere jungen Lernenden entwickeln können. Ein super nützlicher Rahmen dafür sind die 7 CS nach Dedel Cornel. Das ist ein schöner
  24. schrittweiser Ansatz. Er fängt klein an bei Comprise, also dem Verstehen von wichtigen Wörtern und geht dann hoch bis zu Confront, wo Schüler lernen, sich
  25. aktiv, aber eben respektvoll mit einer fremden Kultur auseinanderzusetzen. Und wie setzt man das jetzt um? Na ja, da eignen sich Methoden wie
  26. Rollenspiele, in denen man interkulturelle Begegnungen einfach mal simuliert. Genauso wichtig sind aber auch authentische Materialien, also
  27. echte Geschichten, Lieder oder von mir aus auch Cartoons, die einen unverfälschten Einblick in eine andere Kultur geben. So, zum Schluss werfen wir
  28. jetzt mal den kritischen Blick auf das Ganze, der Blick, der ihre Prüfungsantwort gut zu excellent macht. Aber Vorsicht, man muss hier wirklich
  29. aufpassen, denn interkultureller Unterricht kann auch mal so richtig nach hinten losgehen. Klar, das Ziel ist Empathie, aber wenn der Unterricht
  30. schlecht gemacht ist, dann kann er am Ende ungewollt sogar Stereotype verstärken oder es verkommt zu so einer oberflächlichen Feiertagsdidaktik.
  31. Was heißt das jetzt für Ihre Prüfung? Ich gebe Ihnen mal drei Toptipps. Erstens, wenden Sie die Modelle von Bayeram und Bennet immer auf ganz
  32. konkrete Unterrichtsbeispiele an. Zweitens zeigen Sie, wie Sie Perspektivwechsel methodisch umsetzen, z.B. mit einem Rollenspiel. Und
  33. drittens, ganz entscheidend, reflektieren sie immer kritisch über die Gefahren, wie z.B. die Stereotypenbildung.
  34. Tja, und das führt uns dann zu dieser einen großen abschließenden Frage, die Sie als Lehrkraft wahrscheinlich immer begleiten wird. Wie schaffen wir es
  35. nicht nur über eine fremde Kultur zu reden, sondern im Klassenzimmer einen echten, einen gemeinsamen Raum des Verstehens zu schaffen? So eine Art
  36. dritte Kultur.

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