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🎓 Englisch Fachdidaktik StEX – Folge 21: Examen Frühjahr 2025 Nr. 3: Interkulturelle Kompetenz!📝🌍✨

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  1. Hallo und herzlich willkommen. Heute knacken wir gemeinsam eine richtig typische Staatsexamensaufgabe. Wir schauen uns ganz strategisch an, wie
  2. man eine Prüfungsfrage zur interkulturellen Kompetenz im Englischunterricht der Grundschule am besten angeht und eine Topantwort.
  3. So und das hier ist der Gegner. Schauen wir uns die Herausforderung doch mal im Original an. Die Aufgabe hat klassischerweise drei Teile. Erstens,
  4. sie sollen das Modell von Michael Byrem erläutern. Zweitens, die praktischen Folgen für die Auswahl von Themen diskutieren und drittens, und das ist
  5. der Kern, das Ganze an einem konkreten Unterrichtsbeispiel illustrieren. Und hier ist unser Schlachtplan für heute. Wir haben das Ganze in fünf klare
  6. Schritte unterteilt. Zuerst analysieren wir die Aufgabe selbst, dann entschlüsseln wir Burms Modell. Im dritten Schritt machen wir es ganz
  7. praktisch, bevor wir das Ganze kritisch reflektieren. Und zum Schluss gibt's meine fünf besten Tipps, mit denen Sie im Examen richtig punkten. Okay, legen
  8. wir los. Als allererstes müssen wir uns die Struktur der Aufgabe und die Zeitplanung für den Ernstfall ganz genau ansehen. Das hier ist wirklich das A und
  9. O. Sie müssen die Operatoren verstehen, also die Arbeitsanweisungen. Erläutern heißt saubere, klare Theoriedarstellung. Diskutieren verlangt von Ihnen ein
  10. Abwägen, also pro und kontra der praktischen Konsequenzen und illustrieren, da müssen Sie liefern, ein super konkretes, detailliert
  11. ausgearbeitetes Unterrichtsbeispiel. Das führt uns direkt zur Zeitplanung. Sehen Sie sich das mal an. Der mit Abstand größte Batzen, also gut die Hälfte ihrer
  12. Zeit, sollte für Ihr Praxisbeispiel drauf gehen. Das ist wirklich das Herzstück ihrer Klausur. Hier gibt's die meisten Punkte zu holen. Planen Sie das
  13. also großzügig ein. So und jetzt stürzen wir uns auf den theoretischen Kern, den Sie im ersten Teil Ihrer Antwort brauchen. Michael
  14. Byems berühmtes Modell der interkulturellen kommunikativen Kompetenz. Fangen wir mal mit einer ganz klaren Definition an. Was ist das
  15. überhaupt? Interkulturelle Kompetenz ist eben viel mehr als nur Faktenwissen über ein Land. Es ist die Fähigkeit, sich in fremden Situationen angemessen und
  16. Wirkungsfall zu verhalten. Und das Ganze basiert auf Wissen, ja, aber eben auch auf Fertigkeiten und ganz wichtig auf den richtigen Einstellungen. Man kann
  17. sich Byums Modell ein bisschen wie eine Pyramide vorstellen. Die Basis, das Fundament sind die Einstellungen, also Dinge wie Neugier und Offenheit. Darauf
  18. baut sich dann das Wissen über andere Kulturen auf und dann erst kommen die praktischen Fertigkeiten, also interpretieren und interagieren können.
  19. Das alles zusammen führt dann zum großen Ziel an der Spitze. Und das ist sie, die Spitze der Pyramide, die sogenannte Critical Cultural Awareness. Das ist die
  20. Königsdisziplin. Hier geht es nicht mehr nur darum, Dinge zu verstehen oder zu akzeptieren. Es geht darum, die Fähigkeit zu entwickeln,
  21. kulturelle Dinge, auch die eigenen, kritisch und anhand von klaren Kriterien zu bewerten. Und hier ein kleiner Tipp für die extra Punkte. Zeigen Sie, dass
  22. Sie sauber abgrenzen können. Interkulturelles Lernen, da geht's vor allem ums Verstehen. Global Citizenship geht einen Schritt weiter. Das fordert
  23. aktives Handeln. Also z.B. wenn man im Klassenraum über Mülltrennung spricht, was ja auch eine globale Komponente hat und das dann auch umsetzt. So, genug der
  24. grauen Theorie, jetzt wird's spannend. Wie übersetzen wir das Ganze in eine packende, greifbare Stunde für die Grundschule? Wir nehmen uns ein super
  25. Beispiel, das Arbeitsblatt zur Reise der Banane. Das ist einfach perfekt, um so eine riesiges abstraktes Thema wie globale Zusammenhänge für die Kleinen
  26. wirklich greifbar und verständlich zu machen. Eine gute Stunde hat immer einen klaren Aufbau. Wir fangen mit einem Hook an, der die Kinder packt, z.B. eine
  27. echte Banane und eine Weltkarte. Dann kommt die eigentliche Arbeitsphase mit dem Arbeitsblatt. Und zum Schluss, ganz wichtig, sichern wir das Gelernte in
  28. einer gemeinsamen Reflexion. und regen einen ersten Perspektivwechsel an. Okay. Und jetzt kommt die entscheidende Frage fürs Examen. Wie verknüpfen Sie jetzt
  29. dieses praktische Beispiel mit der Theorie? Wo genau in dieser Stunde wird Bams Modell denn jetzt sichtbar? Hier sehen Sie die direkte Verbindung. Allein
  30. die Frage, woher kommt die Banane, zielt auf die Einstellung ab, nämlich Neugier. Das Ordnen der Bilder vermittelt Wissen über globale Lieferketten. Das Deuten
  31. der Bilder von den Arbeitern, das schult die Fertigkeit des Interpretierens. Und der kleine Hinweis auf ein Fertheitlogo, das ist schon ein erster Anstoß in
  32. Richtung kritische Bewusstheit. Eine wirklich gute Examensantwort hört aber nicht beim Praxisbeispiel auf. Sie müssen zeigen, dass Sie ihren eigenen
  33. Entwurf auch kritisch hinterfragen können. Also wägen wir mal die Vor und Nachteile ab. Also, was spricht für dieses Beispiel? Ganz klar, es ist super
  34. nah an der Lebenswelt der Kinder. Es weckt Empathie, es ist motivierend. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch ehrlich sein. Natürlich besteht die
  35. Gefahr der Vereinfachung. Komplexe Themen wie Weltwirtschaft können in der Grundschule logischerweise nur angebahnt werden. Das sollten Sie in Ihrer Klausur
  36. auch so benennen. So und jetzt zum Finale. Ich habe Ihnen meine fünf wichtigsten und wirkungsvollsten Tipps mitgebracht, mit denen Sie im Examen die
  37. maximale Punktzahl rausholen können. Tipp Nummer 1 und der ist absolut nicht verhandelbar. Nennen und erklären Sie immer alle fünf Kompetenzbereiche, die
  38. Savoirs von Byem. Das ist ihre theoretische Basis und ein absoluter Punktegerannt. Zweitens, zeigen Sie, dass Sie wissen, wo das Ganze im
  39. Lehrplan verankert ist. Ein kurzer Verweis auf den passenden Lernbereich im Lehrplan Plus signalisiert sofort, Sie können die Theorie mit der bayerischen
  40. Schulpraxis verbinden. Tipp Nummer 3: Werden Sie bei Ihrem Praxisbeispiel so konkret wie irgendwie möglich. Das ist eine absolute Pflichtübung.
  41. Waagebeschreibungen wie man könnte ein Lied singen, kosten sie wertvolle Punkte. Seien Sie detailliert. Viertens, schreiben Sie nicht nur das Wort
  42. Perspektivwechsel hin, erklären Sie ganz genau, wie Ihre Aufgabe das anregt und warum das wichtig ist, um z.B. Empathie zu fördern. Und schließlich mein Tipp
  43. Nummer 5, die kritische Reflexion. Wenn sie am Ende Ihrer Ausführung die Chancen, aber eben auch die Grenzen ihres eigenen Unterrichtsentwurfs
  44. aufzeigen, dann trennt das die Spreu vom Weizen. Das zeigt echtes Prüferniveau. Und das ist eigentlich der Punkt, den Sie mitnehmen sollten. Wenn wir über
  45. interelle Kompetenz sprechen, dann geht es am Ende weniger darum, Fakten abzufragen, sondern darum, Haltungen zu formen. Und genau das ist ihre Aufgabe
  46. als zukünftige Lehrkraft. In diesem Sinne ganz viel Erfolg bei ihrer Vorbereitung.

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