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🎓 Englisch Fachdidaktik StEX – Folge 21: Examen Frühjahr 2025 Nr. 3: Interkulturelle Kompetenz!📝🌍✨
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 46 Zeilen
- Hallo und herzlich willkommen. Heute knacken wir gemeinsam eine richtig typische Staatsexamensaufgabe. Wir schauen uns ganz strategisch an, wie
- man eine Prüfungsfrage zur interkulturellen Kompetenz im Englischunterricht der Grundschule am besten angeht und eine Topantwort.
- So und das hier ist der Gegner. Schauen wir uns die Herausforderung doch mal im Original an. Die Aufgabe hat klassischerweise drei Teile. Erstens,
- sie sollen das Modell von Michael Byrem erläutern. Zweitens, die praktischen Folgen für die Auswahl von Themen diskutieren und drittens, und das ist
- der Kern, das Ganze an einem konkreten Unterrichtsbeispiel illustrieren. Und hier ist unser Schlachtplan für heute. Wir haben das Ganze in fünf klare
- Schritte unterteilt. Zuerst analysieren wir die Aufgabe selbst, dann entschlüsseln wir Burms Modell. Im dritten Schritt machen wir es ganz
- praktisch, bevor wir das Ganze kritisch reflektieren. Und zum Schluss gibt's meine fünf besten Tipps, mit denen Sie im Examen richtig punkten. Okay, legen
- wir los. Als allererstes müssen wir uns die Struktur der Aufgabe und die Zeitplanung für den Ernstfall ganz genau ansehen. Das hier ist wirklich das A und
- O. Sie müssen die Operatoren verstehen, also die Arbeitsanweisungen. Erläutern heißt saubere, klare Theoriedarstellung. Diskutieren verlangt von Ihnen ein
- Abwägen, also pro und kontra der praktischen Konsequenzen und illustrieren, da müssen Sie liefern, ein super konkretes, detailliert
- ausgearbeitetes Unterrichtsbeispiel. Das führt uns direkt zur Zeitplanung. Sehen Sie sich das mal an. Der mit Abstand größte Batzen, also gut die Hälfte ihrer
- Zeit, sollte für Ihr Praxisbeispiel drauf gehen. Das ist wirklich das Herzstück ihrer Klausur. Hier gibt's die meisten Punkte zu holen. Planen Sie das
- also großzügig ein. So und jetzt stürzen wir uns auf den theoretischen Kern, den Sie im ersten Teil Ihrer Antwort brauchen. Michael
- Byems berühmtes Modell der interkulturellen kommunikativen Kompetenz. Fangen wir mal mit einer ganz klaren Definition an. Was ist das
- überhaupt? Interkulturelle Kompetenz ist eben viel mehr als nur Faktenwissen über ein Land. Es ist die Fähigkeit, sich in fremden Situationen angemessen und
- Wirkungsfall zu verhalten. Und das Ganze basiert auf Wissen, ja, aber eben auch auf Fertigkeiten und ganz wichtig auf den richtigen Einstellungen. Man kann
- sich Byums Modell ein bisschen wie eine Pyramide vorstellen. Die Basis, das Fundament sind die Einstellungen, also Dinge wie Neugier und Offenheit. Darauf
- baut sich dann das Wissen über andere Kulturen auf und dann erst kommen die praktischen Fertigkeiten, also interpretieren und interagieren können.
- Das alles zusammen führt dann zum großen Ziel an der Spitze. Und das ist sie, die Spitze der Pyramide, die sogenannte Critical Cultural Awareness. Das ist die
- Königsdisziplin. Hier geht es nicht mehr nur darum, Dinge zu verstehen oder zu akzeptieren. Es geht darum, die Fähigkeit zu entwickeln,
- kulturelle Dinge, auch die eigenen, kritisch und anhand von klaren Kriterien zu bewerten. Und hier ein kleiner Tipp für die extra Punkte. Zeigen Sie, dass
- Sie sauber abgrenzen können. Interkulturelles Lernen, da geht's vor allem ums Verstehen. Global Citizenship geht einen Schritt weiter. Das fordert
- aktives Handeln. Also z.B. wenn man im Klassenraum über Mülltrennung spricht, was ja auch eine globale Komponente hat und das dann auch umsetzt. So, genug der
- grauen Theorie, jetzt wird's spannend. Wie übersetzen wir das Ganze in eine packende, greifbare Stunde für die Grundschule? Wir nehmen uns ein super
- Beispiel, das Arbeitsblatt zur Reise der Banane. Das ist einfach perfekt, um so eine riesiges abstraktes Thema wie globale Zusammenhänge für die Kleinen
- wirklich greifbar und verständlich zu machen. Eine gute Stunde hat immer einen klaren Aufbau. Wir fangen mit einem Hook an, der die Kinder packt, z.B. eine
- echte Banane und eine Weltkarte. Dann kommt die eigentliche Arbeitsphase mit dem Arbeitsblatt. Und zum Schluss, ganz wichtig, sichern wir das Gelernte in
- einer gemeinsamen Reflexion. und regen einen ersten Perspektivwechsel an. Okay. Und jetzt kommt die entscheidende Frage fürs Examen. Wie verknüpfen Sie jetzt
- dieses praktische Beispiel mit der Theorie? Wo genau in dieser Stunde wird Bams Modell denn jetzt sichtbar? Hier sehen Sie die direkte Verbindung. Allein
- die Frage, woher kommt die Banane, zielt auf die Einstellung ab, nämlich Neugier. Das Ordnen der Bilder vermittelt Wissen über globale Lieferketten. Das Deuten
- der Bilder von den Arbeitern, das schult die Fertigkeit des Interpretierens. Und der kleine Hinweis auf ein Fertheitlogo, das ist schon ein erster Anstoß in
- Richtung kritische Bewusstheit. Eine wirklich gute Examensantwort hört aber nicht beim Praxisbeispiel auf. Sie müssen zeigen, dass Sie ihren eigenen
- Entwurf auch kritisch hinterfragen können. Also wägen wir mal die Vor und Nachteile ab. Also, was spricht für dieses Beispiel? Ganz klar, es ist super
- nah an der Lebenswelt der Kinder. Es weckt Empathie, es ist motivierend. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch ehrlich sein. Natürlich besteht die
- Gefahr der Vereinfachung. Komplexe Themen wie Weltwirtschaft können in der Grundschule logischerweise nur angebahnt werden. Das sollten Sie in Ihrer Klausur
- auch so benennen. So und jetzt zum Finale. Ich habe Ihnen meine fünf wichtigsten und wirkungsvollsten Tipps mitgebracht, mit denen Sie im Examen die
- maximale Punktzahl rausholen können. Tipp Nummer 1 und der ist absolut nicht verhandelbar. Nennen und erklären Sie immer alle fünf Kompetenzbereiche, die
- Savoirs von Byem. Das ist ihre theoretische Basis und ein absoluter Punktegerannt. Zweitens, zeigen Sie, dass Sie wissen, wo das Ganze im
- Lehrplan verankert ist. Ein kurzer Verweis auf den passenden Lernbereich im Lehrplan Plus signalisiert sofort, Sie können die Theorie mit der bayerischen
- Schulpraxis verbinden. Tipp Nummer 3: Werden Sie bei Ihrem Praxisbeispiel so konkret wie irgendwie möglich. Das ist eine absolute Pflichtübung.
- Waagebeschreibungen wie man könnte ein Lied singen, kosten sie wertvolle Punkte. Seien Sie detailliert. Viertens, schreiben Sie nicht nur das Wort
- Perspektivwechsel hin, erklären Sie ganz genau, wie Ihre Aufgabe das anregt und warum das wichtig ist, um z.B. Empathie zu fördern. Und schließlich mein Tipp
- Nummer 5, die kritische Reflexion. Wenn sie am Ende Ihrer Ausführung die Chancen, aber eben auch die Grenzen ihres eigenen Unterrichtsentwurfs
- aufzeigen, dann trennt das die Spreu vom Weizen. Das zeigt echtes Prüferniveau. Und das ist eigentlich der Punkt, den Sie mitnehmen sollten. Wenn wir über
- interelle Kompetenz sprechen, dann geht es am Ende weniger darum, Fakten abzufragen, sondern darum, Haltungen zu formen. Und genau das ist ihre Aufgabe
- als zukünftige Lehrkraft. In diesem Sinne ganz viel Erfolg bei ihrer Vorbereitung.