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Dreißigjähriger Krieg & Westfälischer Frieden 1648 - PAX WESTPHALICA | Animationsfilm
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 37 Zeilen
- Deutschland im Jahr 1643. Seit 25 Jahren tobt einer der gewaltigsten militärischen Konflikte,
- die Europa je gesehen hat: Der Dreißigjährige Krieg.
- Er hat ganze Landstriche verwüstet und entvölkert. Anna ist erst Mitte Zwanzig.
- Sie wurde im Krieg geboren und kennt nichts anderes.
- Viele Jahre zuvor. Seit der Reformation
- ist das Heilige Römische Reich Deutscher Nation konfessionell gespalten - in Katholiken und Protestanten.
- Es gilt die Regel: Der Landesherr bestimmt über den Glauben seiner Untertanen.
- Im Jahr 1618 kommt es in der böhmischen Hauptstadt Prag zu einem folgenschweren Ereignis, das ganz Europa in Brand setzen sollte.
- Denn Ferdinand von Habsburg, der neue katholische König von Böhmen und künftige Kaiser,
- hat ein Problem. Seine katholischen Statthalter
- sind der überwiegend protestantischen Bevölkerung ein Dorn im Auge.
- Kaiser Ferdinand rächt sich und lässt das aufständische Böhmen 1620 zurückerobern.
- Im Südwesten Deutschlands erobern katholische Truppen die protestantische Pfalz. Nun mischt sich auch der dänische König in den Krieg ein.
- Denn er ist Protestant und möchte seine deutschen Territorien sichern und ausbauen.
- In den Folgejahren tritt erst Schweden, dann auch das verbündete Frankreich den Kämpfen bei.
- Dass Schweden protestantisch und Frankreich katholisch ist, steht dem Bündnis nicht im Weg.
- Spätestens jetzt geht es im Krieg nur noch um Macht und Einfluss.
- Anführer von Söldnerheeren werden so reich und mächtig wie Könige.
- Der Krieg ernährt den Krieg. Nach fast drei Jahrzehnten haben Gewalt, Hunger und Seuchen
- große Teile der Bevölkerung dahingerafft. Kriegsmüdigkeit, Erschöpfung aber auch leere Kassen
- zwingen die Kriegsparteien schließlich an den Verhandlungstisch. Als Verhandlungsorte wählen sie
- die katholisch geprägte Stadt Münster und das protestantische Osnabrück.
- 1643 treffen dort die ersten Gesandten ein. Es ist der Beginn des ersten Friedenskongresses
- in der europäischen Geschichte. Ein Verhandlungsmarathon beginnt.
- Alle Entscheidungen müssen mit den Regierungen abgesprochen werden. Unterschiedliche Interessen und lange Postwege
- sorgen für Verzögerungen. In jahrelanger Arbeit
- erlangen die Diplomaten erste Teilerfolge. Manche von ihnen
- erleben das Ende der Verhandlungen nicht mehr. Der federführende Abgesandte Spaniens
- verstirbt bevor es zu einer Einigung kommt. Der Krieg dauert währenddessen unvermindert an.
- Schwedische Truppen stoßen vor bis an die Donau. Je länger die Verhandlungen in Münster und Osnabrück dauern,
- desto mehr Menschenleben fordert der Krieg. Dann endlich - im Jahr 1648 - ist es soweit.
- Nach fünf Jahren des Verhandelns wird eine Einigung erzielt. Doch für viele kommt der Frieden zu spät.
- Am Ende des Krieges ist fast jeder dritte Mensch im Reich tot.
- Doch für die Zukunft gibt es Hoffnung. Denn der Westfälische Friede
- ist der erste internationale Friedensschluss der Neuzeit. Er schafft einen Frieden, der über hundert Jahre währt.
- Zudem legt er den Grundstein für die spätere Entstehung des Völkerrechts.
- Es ist der Beginn einer neuen Epoche.
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