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Globale Disparitäten - Abiturzusammenfassung
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 80 Zeilen
- Ihr müsst was zum Thema Globale Disparitäten für’s Abi lernen? Dann haben wir hier ne knackige Zusammenfassung für euch.
- TSC-Standard-Intro Bedeutung globale Disparitäten
- Erstmal, was sind eigentliche Globale Disparitäten? Disparitäten sind nix anderes als Unterschiede.
- Und Global heißt: Es geht um die ganze Welt. Globale Disparitäten sind also nichts anderes als Unterschiede zwischen verschiedenen Orten
- auf der Welt. Im Unterricht vergleicht ihr meist die Entwicklungsunterschiede von Ländern.
- Anhand der Unterschiede könnt ihr Länder dann in verschiedene Kategorien einordnen: Und zwar in Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industrieländer.
- Entwicklungsländer sind eben Länder, die noch nicht so weit entwickelt sind. Also Länder, wo noch viel Armut herrscht, die Leute noch ein geringes Bildungsniveau
- haben oder wo Teile der Bevölkerung hungern müssen. Ein Entwicklungsland ist zum Beispiel Kenia.
- Industrieländer sind andersherum Länder, in denen die Einwohner einen höheren Lebens- und Bildungsstandard haben.
- So wie hier in Deutschland. Schwellenländer befinden sich in Ihrer Entwicklung zwischen Entwicklungsländern und Industrieländern.
- Die sind dann weiter entwickelt als Entwicklungsländer, aber noch nicht so weit wie Industrieländer. Indikatoren Bereiche von Entwicklung
- Aber wie könnt ihr jetzt die Länder in die Kategorien einteilen? Dazu gibt es unterschiedliche Indikatoren.
- Also Kennziffern und Merkmale, die darauf hinweisen, wie weit ein Land entwickelt ist. Da gibt’s einerseits Wirtschaftliche Kennzahlen wie das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf oder
- das Bruttonationaleinkommen. Dann gibt’s noch welche zum Thema Gesundheit:
- Zum Beispiel die Lebenserwartung oder die Säuglingssterblichkeit. Eine hohe Säuglingssterblichkeit zeigt euch dann:
- Das Land hier ist ein Entwicklungsland. Ist die Säuglingssterblichkeit andersrum gering, deutet das auf ein Industrieland hin.
- Andere Kennzeichen beschreiben die Bevölkerungsentwicklung oder anders gesagt die Demographie: Entwicklungsländer haben meist hohe Fruchtbarkeits- oder Geburtenraten und die Bevölkerungszahl
- steigt. Bei Industrieländern ist das meist nicht so.
- Andere wichtige Indikatoren bewerten den Bereich Bildung. So wie der Indikator Ananalphabetenrate:
- Also der Anteil der Erwachsenen, die nicht lesen und schreiben können. Dann gibt es noch so tricky Indikatoren, wie Schuldauer der Mädchen im Vergleich zur Schuldauer
- der Jungen. Wenn die weit auseinander sind, dann heißt das, dass Mädchen und Frauen nicht so gute
- Bildungschancen haben. Das zeigt euch dann, dass Frauen nicht so gleichberechtigt sind.
- Das ist wieder ein Anzeichen für Entwicklungsländer. Die Unterschiede sind zwischen den Geschlechtern sind bei Entwicklungsländern also größer.
- HDI Dann gibt es noch einen Indikator, den Ihr euch merken solltet:
- Der Human Development Index oder kurz: HDI. Der setzt sich aus der Lebenserwartung bei der Geburt,
- der Schuldauer und dem Bruttonationaleinkommen zusammen. Er umfasst also mehrere Bereiche und bringt euch deshalb soviel wie drei Einzelindikatoren.
- Wenn ihr also faul seid, dann guckt euch einfach nur den HDI-Wert an. Der HDI ist immer zwischen 0 und 1
- Grob könnt ihr sagen: Wenn der HDI größer als 0,8 ist, habt ihr ein Industrieland. Ist der Wert kleiner als 0,5, dann könnt ihr das Land als Entwicklungsland einstufen.
- Im Bereich dazwischen sind dann die Schwellenländer. Der HDI von Deutschland ist übrigens ungefähr bei 0,91.
- Erklärung: Entwicklungstheorien Okay, in einer Prüfung sollte ihr ein Land also mit Indikatoren aus den Quellen einstufen
- können. In einer Klausur kann es auch sein, dass ihr Gründe dafür angeben sollt, warum ein Land
- unterentwickelt ist. Wenn ihr im Unterricht verschiedene Entwicklungstheorien besprochen habt, dann sollten euch die Theorien
- hier einfallen. Eine wichtige Theorie ist die Geodeterminismus-Theorie.
- Demnach ist ein Land unterentwickelt, weil es schlechte natürliche Voraussetzungen hat. Wenn ein Land zum Beispiel regelmäßig von Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen oder
- Vulkanausbrüchen heimgesucht wird, dann hat es nen dicken Nachteil im Gegensatz zu anderen Ländern.
- Das Land muss sich nach den Stürmen ja immer wieder aufbauen. Andere Nachteil wären zum Beispiel von Natur aus unfruchtbare Böden oder keine Bodenschätze
- wie Erze oder Erdöl im Boden. Bei der Geodeterminismustheorie ist also die Natur Schuld.
- Daneben gibt es noch die Modernisierungstheorie: Die sagt aus, dass die Bewohner eines Landes selbst Schuld sind, dass das Land unterentwickelt
- ist. Wenn die Ursachen an dem Land selbst liegen, heißt das übrigens die Ursachen sind “endogen”.
- Eine endogene Ursache ist zum Beispiel das Festhalten an Traditionen, die den Fortschritt ausbremsen.
- Wenn die Einwohner eines Landes zum Beispiel nur Bock auf Subsistenzwirtschaft haben, weil die das immer schon so gemacht haben, dann bremst das Entwicklungsfortschritte in der
- Landwirtschaft aus. Eine Dritte Theorie ist die Dependenztheorie.
- Die Theorie sieht die Ursache für Entwicklungsdefizite in zu großen Abhängigkeiten von anderen Ländern.
- Dependenz heißt nix anderes als Abhängigkeit. Jetzt sind andere Länder Schuld.
- Das heißt: Die Ursachen kommen von außen oder sind exogene Ursachen. Während der Kolonialzeit im 19.
- Jahrhundert haben die europäischen Großmächte Afrika unter sich aufgeteilt und dort geherrscht. Dadurch konnten sich nach der Theorie die Afrikanischen Kulturen nicht so gut entwickeln.
- Deshalb gibt es dort jetzt mehr Entwicklungsländer. Obwohl es heute keine Kolonien mehr gibt, sind afrikanische Länder immer noch stark
- abhängig von westlichen Ländern. Viele ausländische Firmen investieren zum Beispiel ne Menge Geld in Entwicklungsländer.
- Zum Beispiel, um dort Bodenschätze zu fördern. Das ist an sich ja erstmal gut.
- Aber dadurch können die Firmen auch ne Menge Druck auf die Leute in Entwicklungsländern ausüben.
- Son Großinvestor kann zum Beispiel sagen: “Macht mal die Steuern für uns runter sonst verziehen wir uns wieder und nehmen unseren Knaster mit.”
- So können das Land seine Einwohner dann nicht politisch frei entscheiden und müssen sich oft nach ausländischen Interessen richten.
- Gut, das sind also die drei wichtigsten Theorien zur Unterentwicklung von Ländern. Die sollte ihr dann kennen.
- In einer Klausur kann es dann sein, dass ihr Gründe für den Entwicklungsrückstand eines Landes angeben sollt.
- Ihr sucht dann am besten in den Quellen nach Hinweise, die zu den Theorien passen. Wenn ihr zum Beispiel eine Karte habt, auf der ihr seht, dass die Böden schlecht sind,
- dann könnt ihr das anführen und dann noch den Namen von der Theorie sagen. Also: Geodetermisnustheorie.
- Wenn ihr ne Quelle findet, die beschreibt, dass die Abhängigkeit von ausländischen Firmen die Entwicklung bremst.,
- dann wisst ihr,.... jo das gehört zur Dependenztheorie. Lösungsansätze:
- Okay, jetzt wisst ihr wie man Länder nach ihrer Entwicklung einordnet werden und welche Gründe es für Unterentwicklung gibt.
- Was auch noch oft abgefragt wird, ist welche Lösungsstrategien es gibt: Eine Lösungsstrategie ergibt sich aus der Modernisierungsstrategie:
- Die Entwicklung durch Wirtschaftswachstum: Dabei sollen Entwicklungsländer ihre wirtschaftliche Situation verbessert und sich dadurch entwickeln.
- Dafür gibt es mehrere Wege: Ein Regierung kann die Tourismusbranche fördern. Die Besucher bringen dann schön Kapital ins Land.
- Ne andere Strategie ist der Anbau von mehr Cashcrops anstatt Foodcrops. dann verdienen die Anbauer meist mehr Geld.
- Das Entwicklungsland könnte auch die Standortfaktoren für ausländische Unternehmen verbessern, wie zum Beispiel durch den Bau von Straßen.
- Bei der Entwicklung durch Wirtschaftswachstum sind meist auch ausländische Investoren notwendig. Das erhöht dann wieder die Abhängigkeit.
- Ne andere Strategie ist die Entwicklungszusammenarbeit. Also die Förderung der Entwicklungsländer durch Industriestaaten.
- Dabei gibt es das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Dabei sollen Fördergelder dazu genutzt werden, um zum Beispiel Infrastruktur aufzubauen,
- Lehrer auszubilden oder Arbeitsplätze zu schaffen. Also alles Aktionen, bei denen die Menschen auch profitieren, wenn irgendwann keine Fördergelder
- mehr fließen... Einfach weil die Menschen sich selbst helfen können.
- Es macht mehr Sinn Landwirten zu zeigen, wie sie Halbwüsten bewirtschaften können, als ihnen Lebensmittel zu schenken.
- Entwicklung oder auf Englisch “Sustainable Development”. Dabei gehts darum, dass bei der Förderung von Entwicklungsländern eine nachhaltige
- Entwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft und Staat angestrebt wird. Also eigentlich einfach das Dreieck der Nachhaltigkeit plus der Bereich Staat.
- Soll heißen: Wenn ein Bereich, also zum Beispiel die Wirtschaft gefördert wird, dann sollte das keine negativen Auswirkungen auf die anderen drei Bereiche haben.
- Ein bisschen mehr dazu findet ihr wenn ihr bei uns nach ”Dreieck der Nachhaltigkeit” sucht.
- Zusammenfassung Okay, jetzt nochmal kurz: Was solltet ihr können?
- Ihr solltet mit den passenden Indikatoren Länder nach ihrem Entwicklungsstand einteilen oder vergleichen können.
- Ganz wichtig ist dabei der HDI. Dann sollte ihr Gründe nennen können, warum Länder sich in ihrem Entwicklungsstand befinden:
- Stichwort: Entwicklungstheorien. Außerdem ist wichtig, zu wissen, welche Ansätze zur Verbesserung des Entwicklungsstands es
- gibt. Da könnte ne Aufgabe sein, dass ihr eine Strategie beschreiben sollt, mit der das behandelte
- Land seinen Entwicklungsstand verbessern kann. Bis dann.
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