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Nachholende Entwicklung
Die Dependenztheorie geht davon aus, dass eine nachholende Entwicklung strukturell unmöglich ist, weil hierarchische Abhängigkeiten (Dependenzen) zwischen …
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Begriff und Bedeutung
Nachholende Entwicklung bezeichnet den Aufholprozess eines Entwicklungslandes gegenüber den Industrieländern. Gemeint ist, dass soziale, demographische, politische oder infrastrukturelle Vorgänge, die sich in heutigen Industrieländern über einen langen geschichtlichen Zeitraum entwickelt haben, in Entwicklungsländern in relativ kurzer Zeit ablaufen.
Der Begriff ist wichtig für die Entwicklungsforschung, weil er beschreibt, wie ärmere oder weniger industrialisierte Länder versuchen können, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungsstände der Industrieländer zu erreichen.
Theoretische Grundlage und Kritik
Die Vorstellung der nachholenden Entwicklung beruht auf der Modernisierungstheorie. Diese geht davon aus, dass der westliche Entwicklungsweg grundsätzlich auf Entwicklungsländer übertragen werden kann.
In den 1970er Jahren entstanden Gegenpositionen, weil Entwicklungshilfe häufig nicht die erwarteten Erfolge brachte und weltweite Armut weiter bestand. Diese Gegenpositionen werden zusammenfassend als Dependenztheorie bezeichnet. Dependenz bedeutet Abhängigkeit. Die Dependenztheorie geht davon aus, dass nachholende Entwicklung strukturell unmöglich sei, weil hierarchische Abhängigkeiten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern die Entwicklungsmöglichkeiten der Entwicklungsländer begrenzen.
Beispiel und Einordnung
Als erfolgreiches Beispiel einer nachholenden Entwicklung nennt der Artikel Singapur. Dieses Beispiel steht im Widerspruch zur Auffassung der Dependenztheorie, nach der nachholende Entwicklung wegen struktureller Abhängigkeiten nicht möglich sei.
Der Artikel enthält außerdem den Hinweis, dass er nicht hinreichend mit Belegen ausgestattet ist. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten daher unsicher sein.