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Auftrieb beim Flugzeug

Rene Matzdorf15:58 75.477 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 97 Zeilen
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  1. ja meine Damen und Herren ich möchte Ihnen jetzt den Auftrieb an einem Tragflügel an einer Tragfläche eines Flugzeugs erklären und hier gibt es oft
  2. viel zu stark vereinfachte Erklärungen die nur mit bernulli argumentieren und dabei wird immer davon ausgegangen dass die Luft wenn Sie hier entlang einer
  3. Tragfläche strömt oben den weiteren Weg zurücklegen muss und deshalb oben schneller wäre das stimmt aber so als Argumentation nicht denn wenn wir uns
  4. hier die Strömungsprofil um eine solche Tragfläche herum mal anschauen und wenn ich jetzt hier Punkte einblende mit denen wir die Luftteilchen auf der
  5. Stromlinie verfolgen können dann sehen wir dass die Luft auf der Oberseite des Flügels in der gleichen Zeit sehr viel weiter vorankommt als auf der Unterseite
  6. des Flügels und das heißt dass die Annahme dass beides gleichzeitig aufeinander trifft hier falsches und wir können aus solch einer falschen Annahme
  7. natürlich dann auch keine Schlussfolgerungen über die Geschwindigkeit der Luft oberhalb des Flügels und unterhalb des Flügels
  8. ziehen auch in diesem sehr schönen Experiment hier von der University of Cambridge sehen Sie anhand dieser Rauchfahnen die den Stromlinien Folgen
  9. sehr deutlich dass die verschiedenen Luftschichten oberhalb und unterhalb des Flügels hinten nicht gleichzeitig ankommen wir können aber mit den drücken
  10. selbst argumentieren und dazu habe ich jetzt hier die Druckverteilung eingeblendet und die können wir uns aus der Krümmung der Stromlinien herleiten
  11. immer wenn Stromlinien gekrümmt sind dann muss es einen Druckgradienten gehen hier unten haben wir eine Krümmung in dieser Richtung und ein Druckgradienten
  12. in dieser Richtung hier oben in diese und damit ergibt sich hier ein Druckgradient und dann hier ein Überdruck vor dieser Tragfläche an
  13. diesem vorderen staupunkt sie können sich das so vorstellen dass diese Luft Teilchen um abgelenkt zu werden einen Überdruck auf dieser Seite brauchen die
  14. die Teilchen nach oben lenkt wenn dann die Krümmung übergeht in eine Krümmung in dieser Richtung wo der Mittelpunkt hier unten liegt dann muss es einen
  15. Druckgradienten in dieser Richtung geben und da wir wieder hier oben im Unendlichen bei unserem Umgebungsdruck ankommen müssen bedeutet das dass wir
  16. hier auf der Oberseite einen Unterdruck haben müssen sie können sich das vorstellen wie beim Rennrodeln auf so einer
  17. Eispiste dass wir eine Steilkurve brauchen in dieser Richtung hier also den erhöhten Druck damit das Teilchen nach oben abgelenkt wird und dann eine
  18. Steilkurve in der entgegengesetzten Richtung das heißt eine Druckzunahme nach oben damit der rodelschlitt den hier auf dieser Kurve wieder in dieser
  19. Richtung der Tragfläche folgt sie sehen auch hier auf der Unterseite der Tragfläche haben wir eine
  20. leichte Krümmung in dieser Richtung und das führt zu einem Druckgradienten der hier von unten nach oben verläuft er startet wieder bei unserem
  21. hintergrunddruck und führt dann zu einem Überdruck auf der Unterseite unserer Tragfläche s dass wir oben einen Unterdruck und unten einen Überdruck
  22. haben den man alleine aus der Krümmung unserer Stromlinien schon erklären kann jetzt müssen wir uns aber das Heck des hier noch ganz genau anschauen und
  23. da kommt die Reibung ins Spiel prantel hat 1904 festgestellt dass man bei hohen renoldszahlen in entsprechenden Abmessungen und Geschwindigkeiten alles
  24. was mit Reibung zu tun hat mit einer dünnen Grenzschicht beschreiben kann die dicht an der Oberfläche eines solchen Flügels verläuft und natürlich auf der
  25. Unterseite auch wir haben dann ein Anhaften der flüssigkeitsteilchen oder Luftteilchen direkt an der Ober Fläche und dann eine schnelle
  26. geschwindigkeitszunahme die dann in die normale Geschwindigkeit des reibungsfreien Fluids übergeht das ist unsere Grenzschicht bis das ungefähr 9%
  27. dieser Geschwindigkeit erreicht hat und außerhalb dieser sehr dünnen Grenzschicht können wir alles als reibungsfreies Fluid als reibungsfreie
  28. Luft beschreiben und das tun wir mit einer potenzialströmung das heißt wir können ein Geschwindigkeitspotenzial einführen
  29. wenn wir jetzt so eine Tragfläche aber mit einem vollkommen reibungsfreien Fluid rechnen dann sehen sie dass wir hier vorne zwar das gleiche Bild
  30. bekommen was wir eben auch gesehen haben mit einem vorderen staupunkt dass wir aber hier auf der Rückseite auch einen staupunkt sehen der jetzt aber auf der
  31. Oberseite des Flügels sitzt und dass wir hier ein umströmen ich zeig's besser so ein umströmen der Heckkante haben die dann
  32. wieder in eine horizontale Strömung übergeht so wie die Luft hier vorne eingeströmt ist bei so einem stromlinienbild entsteht überhaupt
  33. keinen Auftrieb weil wir hier vorne zwar einen Wirbel haben der uns eine Auftriebskraft hier vorne erzeugt hinten aber einen entgegengesetzten Wirbel
  34. haben der uns hier oben einen Überdruck erzeugt der diese Auftriebskraft gerade wieder zu nichte macht und alles womit wir enden würden wäre ein Drehmoment auf
  35. diesen Flügel diesen Effekt der staupunkte können wir auch schön sehen wenn wir uns die Umströmung eines solchen Zylinders hier
  36. anschauen hier kommt die Luft rein wir haben die gekrümmten Stromlinien wir haben den Überdruck hier und einen staupunkt dann haben wir hier die
  37. Umströmung mit diesen gekrümmten Stromlinien und entsprechenden Unterdruck an den Seiten dieses Zylinders und dann wieder das laminare
  38. zusammenströmen mit dieser Krümmung die letztlich dann über die druckrad ent auch hier hinten zu einem hinteren staupunkt führt wenn wir jetzt die
  39. untere Hälfte dieser Kugel abschneiden denkt man die Luft hier unten käme sehr viel schneller vorbei als die Luft die oben rüber strömen muss aber Sie sehen
  40. dass die stauupunkte jetzt nach oben springen und dass wir dann eine Strömung haben bei der die Luft die unten lang strömt hier entsprechend auch einen
  41. weiteren Weg zurücklegen muss und entsprechend auch verlangsamt wird und wir hier hinten wieder einen zusammenströmen der Luft
  42. haben gleichzeitig sehen sie aber auch dass wir keine adhoc Aussagen zu der Geschwindigkeit machen können oder zu der Zeit machen können mit der hier
  43. hinten die Luftteilchen ankommen sie sehen hier anhand der Punkte dass es eine erhebliche Verzögerung gibt bei den Teilchen die hier in der Nähe der
  44. Oberfläche an unserem Körper reibungsfrei vorbeigeströmt sind das heißt entgegen dieser intuitiven Annahme ist es nicht so dass die Luft hinter
  45. einem Körper der reibungsfrei umströmt wird unverändert ankommen sondern es kommt zu erheblichen Verzögerungen und das passiert durch die Gebiete hohen
  46. Druckes wo die Geschwindigkeit der Luftteilchen sehr viel langsamer ist und es damit zu starken zeitlichen Verzögerungen kommt die dann in den
  47. Gebieten großer Geschwindigkeit nicht mehr aufgeholt werden können sie können das Vergleichen mit dem Fahren auf der Autobahn wenn Sie die halbe Strecke im
  48. Stau gestanden haben können Sie das nicht mehr dadurch aufholen dass sie die zweite Hälfte der Strecke mit doppelter Geschwindigkeit fahren weil die
  49. Durchschnittsgeschwindigkeit eben das Zeitliche Mittel und nicht das streckenmittel ist und jetzt kommt die Grenzschicht ins
  50. Spiel und bei der Umströmung unserer scharfen Heckkante da wird Lokal die Geschwindigkeit extrem groß sie können
  51. sich das hier als Ausschnitt aus einem potentialwirbel vorstellen der hier in der Mitte eine Singularität mit unendlicher Geschwindigkeit besitzen
  52. würde und damit haben wir hier sehr starke Scherkräfte in der Luft die zu sehr starker Reibung führt und damit schafft es die Luft hier nicht um diese
  53. scharfe Heckkante herumzuströmen das heißt durch die Reibung verliert die Luft erheblich an Geschwindigkeit
  54. und dann schafft sie es nicht mehr hier gegen den Überdruck oberhalb des Flügels anzulaufen das heißt sie wird hier abgelenkt und nach außen weggedrückt
  55. genauso wie prantel das hier in dieser Abbildung 1904 dargestellt hat und das führt dazu dass dieser heckwirbel den wir hier am Ende dieses Flügels haben
  56. sich von diesem Flügel beim Starten eines Flugzeugs ablöst und am flughf zurückbleibt und das kann letztlich wieder dazu führen dass nun über die
  57. gesamte Oberfläche des Flügels die Luft laminar strömt und dann die Luftschichten von unterhalb des Flügels und oberhalb des Flügels so glatt
  58. zusammentreffen und das nennt man die kutterbedingung die auch um die Jahrhundertwende von Kutter formuliert worden ist dass es kein umströmen der
  59. Kante gibt dass es hier keine erheblichen Druckunterschiede gibt und dass die Luftschichten ungefähr mit gleicher Geschwindigkeit hier
  60. abströmen das heißt nur durch eine scharfe Kante am Heck des Flügels was das umströmen mit unserer dünnen Grenzschicht unmöglich macht wird es
  61. möglich diesen heckwirbel von der Tragfläche zu lösen und damit zu einer laminaren Strömung hier um den Flügel zu kommen die letztlich einen gesamten
  62. Auftrieb an der Tragfläche erzeugt ich habe nun versucht diese kutterbedingung dadurch in meiner Rechnung in meiner potenzialströmung zu symbolisieren dass
  63. ich hier hinten an die Tragfläche noch eine ausgedehnte Platte montiert habe s dass eben die Luft an dieser Platte geradlenig vorbeiströmen kann
  64. damit gebe ich zwar die Richtung der Strömung vor aber weder die Geschwindigkeit noch den Druck hier auf diesen beiden Seiten von dieser plat
  65. sie sehen jetzt deutlich dass jetzt dieser heckwirbel am Ende dieser Platte zu sehen ist und wir können uns dann diese Platte wegdenken und uns
  66. vorstellen wie dieser heckwirbel am Flughafen zurückbleibt das heißt jetzt ist nur noch dieser frontwirbel im Spiel der
  67. jetzt von der Ausdehnung um diese ganze Tragfläche verläuft und das führt letztlich zu einer Zirkulation der Luft um diese trag Fläche das heißt
  68. zusätzlich zu einer normalen Strömung ohne Zirkulation ohne wirbelstärke kommt es jetzt zu einer Zirkulation und das ist sogar in einer
  69. Potentialströmung erlaubt solange die Fläche nicht einfach zusammenhängend ist sondern in diesem Fall hier zweifach zusammenhängend um diese Tragfläche
  70. herum und die wirbelstärken und die Punkte mit Rotation ungleich Null die liegen dann alle auf dieser Tragfläche und nicht in
  71. der umgebenenden Luft wir haben letztlich einen Sprung in unserem Geschwindigkeitspotenzial hier hinten an unserer Platte aber das stört uns nicht
  72. weiter in der Rechnung diese Zirkulation um diese Tragfläche herum die führt letztlich zum Auftrieb ja und mit der Kutter jukowski Beziehung die ich Ihnen
  73. hier oben eingeblendet habe können wir jetzt sogar den Zusammenhang ausrechnen da steht die zirkulationsstärke groß Gamma
  74. die man ausrechnet indem man ein Linienintegral hier um den Flügel ausrechnet und ich habe das gemacht indem ich hier einfach durch meine
  75. Platte hindurchgestochen habe und den Sprung im Geschwindigkeitspotential ausgespart habe und dann geht noch die Dichte ein
  76. und dann bekommen wir die Auftriebskraft FA auf der linken Seite dieser Formel die direkt proportional ist zu dieser Zirkulation um diesen Flügel und diese
  77. Kutter Formel die können wir tatsächlich mit bernulli herleiten wenn wir uns die Strömung aus einer transversalen
  78. Strömung und einer zirkulierenden Strömung zusammengesetzt vorstellen dann gibt hier gerade die Zirkulation die Differenz der Geschwindigkeiten oben und
  79. unten an und dann über die Länge integriert kriegen wir mit bernulli genau heraus dass wir einen Auftrieb in dieser Richtung
  80. erfahren aber ohne die Bedingung hier am Ende des Flügels bekämen wir eben eine Zirkulation vorne und eine Zirkulation hinten die sich gerade kompensieren und
  81. damit keine gesamtzirkulation und damit keine Gesamtkraft nach oben erzeugen können am Ende können wir uns noch anschauen dass
  82. die Luft hier nach unten abgelenkt wird also schräg nach unten strömt bei mir ist es durch die Platte erzwungen aber auch wenn man das ganz normal ausrechnet
  83. durch die die Strömung die jetzt hier auf der Oberseite des Flügels nach unten kommt wird die Luft nach unten abgelenkt und dann können wir mit dem dritten
  84. newtonischen Axiom die Kraft die die Luft auf den Flügel ausübt und die nach oben zeigt eine Gegenkraft zu ordnen die der Flügel auf die Luft ausübt die sich
  85. hier unterhalb des Flügels befindet und damit dann nach unten beschleunigt wird während der Flügel hier nach oben die Kraft erfährt die entgegengesetzt der
  86. Gravitationskraft des Flugzeugs wirkt und diese hinter dem Flügel nach unten strömende Luft die muss natürlich dann irgendwie wieder ausgeglichen
  87. werden und es gibt tatsächlich hinter dem Flügel einen Luftstrom nach unten der dann durch Wirbel ausgeglichen wird ich zeige Ihnen das vielleicht lieber so
  88. wir haben also einen Luftstrom nach unten und wir haben dann ein der hier die Luft von außen dann wieder nachströmen lässt und man kann sehr
  89. schön in Fotos sehen wenn Flugzeuge durch eine Wolkenwand fliegen dass diese Wirbel großen Wirbel hinter diesen Flugzeugen tatsächlich existieren man
  90. nennt das auch eine Wirbelschleppe die das Flugzeug hinter sich herzieht und die schließt sich sogar dann hinten wie so ein Hufeisen das heißt wir haben eine
  91. Strömung in diese Richtung und dann auch noch mal in diese Richtung so dass dieser Luftstrom der durch die Gegenkraft hier nach unten beschleunigt
  92. wurde hinter der Tragfläche tatsächlich nach unten strömen kann ja ich hoffe ich konnte Ihnen den Auftrieb bei Tragflügeln auf diese Weise etwas
  93. anschaulicher machen und eine schlüssige Erklärung liefern die auf jeden Fall Reibung am Flügel braucht die auf jeden Fall die Grenzschicht braucht die auf
  94. jeden Fall die kutterbedingung braucht weil die Grenzschicht eben nicht um diese scharfe Kante herumstömen kann und ich habe daraus gelernt dass das
  95. wichtigste bei einem Tragflügel hinten eine scharfe Kante ist und das Profil des Flügels eigentlich gar nicht so wichtig ist das geht auch schon mit
  96. gebogenen dünnen Flügeln das geht letztlich mit einer schräg Angestellten Platte und das auch der Grund warum sie Papierflieger aus ganz dümmen Material
  97. natürlich fliegen lassen können

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