Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
Kostenträgerrechnung - Am Beispiel einfach erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 76 Zeilen
- Was geht ab Leute?! ihr habt es bis hier hin geschafft,
- die Kosten- und Leistungsrechnung ist kein großes Fragezeichen mehr für euch. In diesem Video geht’s jetzt um den dritten und damit letzten Step.
- Wir können die Ziellinie also schon förmlich sehen. Yay.
- Super. Geil.
- Die Kostenträgerrechnung folgt nach der Kostenarten- und Kostenstellenrechnung. Es ist der 3. Step, auf dem Weg alle Kosten
- Auf die einzelnen Kostenträger runter zu brechen. Gucken wir uns also an, was wir dafür machen müssen
- Bei der Kostenträgerrechnung geht es darum die Frage zu beantworten, wofür die Kosten entstanden sind!?
- Hierfür müssen wir die vorher bestimmten Gemeinkosten auf unsere einzelnen Kostenträger runterbrechen.
- Und auch die Einzelkosten, welche wir im 2. Step, der Kostenstellenrechnung noch vernachlässigt haben,
- kommen jetzt wieder mit dazu und werden den Kostenträgern zugeordnet. Nach diesem Step haben wir die Gemeinkosten dann erfolgreich aufgeteilt,
- die Einzelkosten dazugepackt Und wissen was uns ein Produkt bzw. Dienstleistung kostet.
- Ein Unternehmen kann so gucken, ob es rentabel wirtschaftet, indem es die Kosten des einzelnen Trägers den Erlösen gegenüberstellt.
- Wenn wir jetzt die Kostenträgerrechnung bei der Only Beer Company durchführen, müssen wir nochmal kurz auf die Ergebnisse aus den vorherigen Videos schauen,
- denn da finden wir die Daten, mit denen wir jetzt arbeiten Hier seht ihr noch einmal den Kostenartenplan,
- den wir in unserem Kostenartenrechnungs-Video aufgestellt haben. Dieser wir für unsere Kostenträgerrechnung wichtig, weil wir ja nicht nur Gemein- sondern
- auch Einzelkosten brauchen. Die Einzelkosten können wir gleich direkt den Kostenträgern,
- also unserem Kölsch oder Pils, zu sortieren. Und hier seht ihr den Betriebsabrechnungsbogen aus dem Kostenstellenrechnungsvideo.
- Hier werden wir gleich die Gemeinkosten der Kostenstellen rausziehen Und über sogenannte Gemeinkostenzuschläge den Kostenträgern zurechnen
- Im ersten Schritt fangen wir leicht an. Wir ordnen die Einzelkosten aus dem Kostenartenplan den Kostenträgern zu.
- Das waren für Kölsch Materialeinzelkosten von 1000 € für Hopfen, 1000 für Malz, 400 für Hefe und 25 für Wasser.
- Macht zusammen 2.425 € Materialkosten fürs Kölsch Beim Pils belaufen sich die Materialeinzelkosten auf 2000 € für Hopfen, 1500 für Malz,
- 600 für Hefe und 25 für Wasser. Macht 4.125 € Materialkosten beim Pils.
- Zusammengerechnet sind das 6.550 Materialkosten gesamt. Das wird gleich ein wichtiger Wert für uns sein.
- Auch zuvor müssen wir noch die Einzelkosten Fertigungslöhne zurechnen Für Kölsch, wie auch für die Pils Herstellung arbeiten je zwei Braumeister.
- Monatlich verdienen diese 2000€. Damit haben wir bei jedem Kostenträger Lohnkosten von 4000€.
- Zusammen für beide macht das 8000. Unsere letzten Einzelkosten finden wir bei den kalkulatorischen Abschreibungen.
- Hier fallen bei beiden Bieren Abschreibungen von je 4000€ zu buche. Damit haben wir die Einzelkosten den Kostenträgern zugeordnet.
- Weiter geht es mit den Gemeinkosten aus dem Betriebsabrechnungsbogen: Die Gemeinkosten werden über Zuschlagsätze den Kostenträgern zugerechnet.
- Dabei ist wichtig, Zuschlagsatz besonders wichtig, da dieser dafür sorgt, dass die Kosten nach Grad der Verursachung zugeordnet werden.
- Bei einem Blick auf den Betriebsabrechnungsbogen können wir der Kostenstelle Materialgemeinkosten die Summe 2500€ entnehmen.
- Das ist unser erste Gemeinkostenwert, den wir auf die Kostenträger Kölsch und Pils umlegen müssen.
- Um den Zuschlagsatz zu berechnen müssen wir nun den Anteil der 2500 Euro Materialgemeinkosten an den gesamten Materialkosten von eben ermitteln.
- Um die Prozentzahl zu bekommen teilen wir jetzt 2500/6550. Das war unser Wert für die Gesamtkosten gesamt den wir grade ermittelt haben.
- Schnell im Kopf ausgerechnet da kommt ein Prozentsatz von gut 38,2 % raus. So!
- Wir wissen also, dass die Materialgemeinkosten 38,2 % der gesamten Materialkosten ausmachen. Und genau so bestimmen wir jetzt die jeweiligen Zuschlagsätze für Kölsch und Pils.
- Dafür nehmen wir den errechneten Anteil von 38,2% und multiplizieren ihn mit den einzelnen Materialkosten von Kölsch und Pils oben aus der Tabelle.
- Also 38,2 % von 2425€ für den anteiligen Zuschlagsatz vom Kölsch und 38,2 % von 4125€ für den Zuschlagsatz vom Pils.
- Die Ergebnisse 925,57 und 1574,43 tragen wir jetzt ein. Und zusammen sollten diese natürlich wieder 2500€ ergeben.
- Die Zuschläge sind übrigens mit den ungerundeten Prozentwerten berechnet, daher die Abweichungen, falls ihr die Rechnung grad überprüft.
- Neue Runde neues Glück. Wir springen in die nächste Spalte des BAB’s zur Kostenstelle Fertigungsgemeinkosten.
- Auch hier ziehen wir die Summe raus und verfahren wie eben. Aber jetzt berechnen wir den Anteil der 11.500 Fertigungsgemeinkosten
- An den Fertigungslöhnen in Höhe von 8.000. 11.500 durch 8000 macht circa 143,8%.
- Und diesen Anteil müssen wir jetzt wieder an den Fertigungslöhnen von Kölsch und Pils berechnen für unsere Zuschlagsätze.
- 143,8 % von 4000 sind ungefähr 5750. Das geben wir nun als Zuschlag in unsere Tabelle ein.
- Anschließend bilden wir die Zwischensumme für die Herstellkosten, bestehend aus: den Gesamten Materialkosten + Fertigungslöhne + kalk.
- Abschreibungen + Materialgemeinkosten + Fertigungsgemeinkosten. Heißt also 6550 + 8000 + 8000 + 2500 und + 11500
- Ergibt als Zwischensumme für die gesamten Herstellkosten 36550. Auch für unsere einzelnen Kostenträger bilden wir die Summe, dabei kommen wir auf 17.100,57
- beim Kölsch Und 19.449,43 beim Pils.
- Um jetzt den Zuschlag für die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten zu bilden, müssen wir als erstes wieder die Werte aus dem BAB ziehen.
- Da haben wir Gemeinkosten von 8500 bei der Verwaltung und 9.500 beim Vertrieb. Hier wird der Zuschlag durch den Anteil an der zuvor berechneten Zwischensumme der Herstellkosten
- bestimmt. 8.500 sind circa 23,3% von 36.550
- Und 9500 sind ungefähr 26 % von 36.550 Mit diesen Prozentzahlen bestimmen wir jetzt die Zuschläge.
- Wisst ihr wie‘s geht? Vielleicht drückt ihr hier mal eben auf Pause und tippt eure Gedanken in den Taschenrechner
- ein. Oder lasst laufen und wartet aufs Ergebnis…
- Okay also… Wir haben ja schon unsere Anteile ausgerechnet und müssen diese jetzt nur noch auf die einzelnen
- Zwischensummen der Kostenträger beziehen. Also für den Kölsch-Zuschlag in der Verwaltung rechnen wir folglich 23,3% von 17.100,57
- Was circa 3.976,88 macht. Und für den Pilszuschlag in der Verwaltung rechnen wir 23,3% von 19.449,43 aus, was 4523,12
- macht. Und so sieht das Ergebnis aus für die Zuschläge bei den Vertriebsgemeinkosten berechnet mit
- den 26%: Für Kölsch 4.444,75 und für Pils 5.055,25.
- Puhh crazy Zahlen! und ihr merkt, wenn ihr es selbst ausgerechnet habt,
- wir haben mit den ungerundeten Prozenten gerechnet, damit wir diese guten Werte für die Zuschläge erhalten.
- Denn die Zuschläge von Kölsch und Pils zusammen ergeben immer den Gemeinkostenwert aus dem BAB.
- Jetzt haben wir übrigens alle Gemeinkosten runtergebrochen und können die Selbstkosten bestimme.
- Einfach als Summe darunter und wir sehen wie hoch die Kosten für die Bierproduktion der Only Beer Company insgesamt sind
- Und endlich auch, was die einzelnen Kostenträger Kölsch und Pils kosten. Nämlich 25.522,20 € kostet die Kölschproduktion
- und 29.027,80 € die Pilsproduktion. Stellen wir das Ganze jetzt den Umsätzen oder Erträgen der Company gegenüber, welche
- insgesamt 65.000 betragen, wobei 30.000 auf Kölsch und 35.000 aufs Pils fallen,
- dann können wir nun auch das Ergebnis der Kostenträgerrechnung aufstellen. Nach der Regel: Erlöse minus Kosten, erhalten wir ein Plus von 10.450 Gesamt.
- Beim Kölsch ist dass ein Plus von 4.477,80 und beim Pils ein Plus von 5.972,20. Wir sehen also, beide Biere sind in der Produktion rentabel.
- Damit sind wir jetzt endlich auch mit Step 3 durch und haben die Kostenträgerrechnung abgehakt.
- Das Schaubild sollte euch jetzt nur noch als Notfallspicker dienen. Denn eigentlich solltet ihr die 3 Schritte der Kosten- und Leistungsrechnung jetzt verstanden
- haben! Geht die einzelnen Beispiele sonst nochmal durch, um den Ablauf zu verinnerlichen
- Und dann sollte dieses komplexe Thema euch hoffentlich leichter fallen ☺ Das war unsere Reihe zur Kosten- und Leistungsrechnung.
- Wir hoffen die Videos haben euch gefallen und geholfen! Bevor ihr jetzt auf das nächste Video klickt
- Lasst gerne ein Like und ein Abo da! Nicht vergessen, TheSimpleClub gibt es auch auf Facebook.
- Checkt uns doch da mal ab. Damit bis zum nächsten Video, macht’s gut und ciao!
Zum Nachlesen
KostenartenrechnungDie Kostenartenrechnung ist die erste von drei Stufen der Kosten- und Leistungsrechnung. Im Rahmen der Kostenartenrechnung müssen die Kosten von …
KostenträgerAls Kostenträger werden in der Kosten- und Leistungsrechnung die in einem Unternehmen hergestellten Produkte oder Dienstleistungen bezeichnet.
GemeinkostenGemeinkosten (auch: indirekte Kosten; englisch overhead) sind in der Betriebswirtschaftslehre eine Kostenart, die einem Bezugsobjekt nicht direkt …
EinzelkostenEinzelkosten (auch direkte oder spezifische Kosten; englisch direct costs) sind in der Betriebswirtschaftslehre eine Kostenart, die einem Bezugsobjekt …