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Das Leben von Julius Cäsar
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 126 Zeilen
- Cäsar. Eroberer von Gallien.
- Geliebter von Cleopatra. Diktator der römischen Welt.
- Seit der Antike fasziniert Julius Cäsar die Menschen. In den Dramen von Shakespeare taucht er ebenso auf
- wie in den Comics über Asterix, den Gallier. Was für ein Mensch er war,
- wie er es bis zum Alleinherrscher von Rom schaffte und warum er am Ende ermordet wurde,
- das erklären wir euch in fünf Kapiteln. (Einzelner heller Ton)
- Starten wir mit Kapitel eins. Wir befinden uns in Rom im Jahr 100 vor Christus.
- Gaius Julius Cäsar wird in die alte Adelsfamilie der Julier geboren. Der junge Gaius wächst in unruhigen Zeiten auf.
- In Rom herrscht Bürgerkrieg. Der Feldherr Sulla marschiert in den 80er-Jahren vor Christus
- mit Truppen in die Stadt ein und verfolgt seine Gegner brutal. Zu diesen Gegnern zählt auch Cäsar,
- sein Onkel war bis zu seinem Tod ein Erzfeind Sullas. Auch die Familie von Cäsars Frau Cornelia,
- die er mit 16 heiratet, gehört zu Sullas Gegnern. Cäsar geht zur römischen Armee in Kleinasien,
- der heutigen Türkei. Dort sammelt er erste militärische Erfahrungen.
- Als Sulla 78 vor Christus stirbt, kehrt er nach Rom zurück. Jetzt, mit 22 Jahren, will Cäsar politisch durchstarten.
- Aber um aufzusteigen, muss er sich einen Namen machen. Dafür klagt er öffentlichkeitswirksam
- einen Freund des toten Diktators Sulla an. Der habe sich als Statthalter einer Provinz
- unrechtmäßig stark bereichert. Cäsar verliert den Prozess, aber sein Kalkül geht auf.
- Er ist jetzt stadtbekannt. Aber aus Angst, alte Anhänger Sullas könnten sich rächen,
- verlässt Cäsar Rom wieder. Dieses Mal geht er nicht zum Militär,
- sondern er macht eine Bildungsreise nach Griechenland. Sozusagen ein Erasmussemester.
- Hier kommt es zu einer bemerkenswerten Anekdote. Auf der Überfahrt wird Cäsar von Seeräubern entführt,
- die von seiner Familie ein Lösegeld fordern. Aber statt zu warten, bis er befreit wird,
- Soll Cäsar die Piraten dazu angeregt haben, das Lösegeld für ihn zu erhöhen.
- Die bisher geforderte Summe sei eine Beleidigung. Kaum ist Cäsar freigekauft,
- lässt er sie verfolgen und eigenmächtig ans Kreuz nageln. Diese frühe Episode zeigt bereits zwei Eigenschaften von Cäsar,
- die wir immer wieder erleben: ein Selbstbewusstsein, das schon an Naivität grenzt
- und Skrupellosigkeit. Nach der Griechenlandreise nimmt Cäsars Karriere Fahrt auf.
- Das zweite Kapitel: Er bekleidet sein erstes Amt und wird Quästor,
- eine Art Finanzverwalter. Kurz darauf wird er mit 35 Jahren Ädil.
- Damit ist er für die Brotverteilung, aber noch wichtiger, für die Zirkusspiele verantwortlich.
- Also Wagenrennen, Tierhetze und Gladiatorenkämpfe. Ein Video zu Gladiatorenkämpfen findet ihr auf dem I.
- Die Spiele verschaffen Cäsar große Beliebtheit beim Volk. Auch weil er es dabei übertreibt.
- Um riesige Spiele zu organisieren, stürzt er sich in riesige Schulden.
- Das Ämterhüpfen geht munter weiter. Mit 37 wird Cäsar Pontifex maximus.
- So nennen die Römer den wichtigsten Priester. Mit 38 wird er Prätor.
- Die sind zuständig für die Gerichte. Prätoren werden nach der Amtszeit
- Statthalter in einer römischen Provinz. Das nutzen viele, um ihre Geldbeutel aufzufüllen.
- Cäsar kann das gut gebrauchen, wegen der Spiele und seines ausschweifenden Lebensstils
- hat er massive Schulden. Anders gesagt: Wäre Cäsar nicht Prätor geworden,
- hätte das seinen Ruin bedeutet. Noch eine wichtige Eigenschaft:
- Cäsar geht all in, immer volles Risiko. Nach der Prätur will er das höchste Amt erreichen,
- nämlich das des Konsuls. Dabei braucht der erst 40 Jahre alte Cäsar Hilfe.
- Eigentlich ist er drei Jahre zu jung für das Amt. Er schließt ein Bündnis mit zwei mächtigen Männern.
- Mit dem reichen Marcus Licinius Crassus und dem brillanten Feldherren Gnaeus Pompeius Magnus.
- Heute nennt man ihr Bündnis Triumvirat, also Dreimännerbund. Mithilfe seiner Verbündeten wird Cäsar 59 vor Christus Konsul
- und setzt die Interessen des Triumvirats knallhart durch. Ohne Rücksicht auf politische Normen.
- Er bricht Gesetze und stößt einflussreiche Männer vor den Kopf. Solange er im Amt ist, ist er gegen Anklagen immun.
- Sobald er aus dem Amt ausscheidet, muss er damit rechnen, angeklagt und verurteilt zu werden.
- Kaum endet seine Zeit als Konsul, hat er ein neues Amt inne. Und zwar als Statthalter, unter anderem in Gallien.
- Damit sind wir bei Kapitel drei. Wir schreiben inzwischen das Jahr 59 vor Christus.
- In Gallien wohnen verschiedene Stämme und es ist in zwei Teile geteilt. Ein römisch besetzter und ein freier Teil,
- der bis zum Rhein reicht. Cäsar hat vom Senat den Auftrag,
- das riesige freie Gallien zu unterwerfen. Tatsächlich schafft sich Cäsar diesen Auftrag eigentlich selbst.
- Das wird deutlich in seinem Werk: "Commentarii de bello Gallico", dem Bericht über den Gallischen Krieg.
- Kennt ihr vielleicht aus dem Lateinunterricht. Eines der bekanntesten Werke der Antike.
- Es ist aber kein neutraler Bericht, sondern voll mit Propaganda. Cäsar stellt sich als genialen Feldherren dar,
- die Römer sind die Guten und die Gallier die Bösen, deren Unterwerfung alternativlos ist.
- Cäsar will diesen Krieg, denn nichts bringt im alten Rom mehr Ruhm und Geld
- als erfolgreiche Eroberungen. Beides kann er gebrauchen.
- Jetzt kommt etwas, das einigen Comicfans bekannt vorkommt. Cäsar sucht sich Verbündete gegen die Gallier
- und scheint 53 vor Christus am Ziel zu sein. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt.
- Ganz Gallien? Nein. Schon im Jahr darauf erhebt sich eine Gruppe unbeugsamer Gallier
- gegen die römische Herrschaft. Ihr Anführer ist Asterix.
- Quatsch, Vercingetorix. Zunächst hat Vercingetorix Erfolg.
- Bei Gergovia in der heutigen Auvergne bringen seine Truppen den Römern eine Niederlage bei.
- Aber Cäsar kann den Aufstand bei Alesia niederschlagen. Dabei nimmt er auf Frauen, Kinder und Alte keine Rücksicht.
- Vercingetorix streckt die Waffen. Cäsar lässt ihn in Rom öffentlich hinrichten.
- Der Feldherr hat wieder einmal gesiegt. Und das Römische Reich nicht unbedeutend vergrößert.
- Aber das hat seinen Preis. Nach acht Jahren Krieg sind Hunderttausende Gallier tot
- oder enden in der Sklaverei. Kapitel vier:
- Auch in Rom ist inzwischen einiges passiert. Cäsars ehemaliger Partner Crassus ist tot.
- Pompeius, der dritte im Bunde, führte ebenfalls erfolgreiche Feldzüge.
- Ohne politische Immunität droht Cäsar immer noch wegen Amtsmissbrauchs verurteilt zu werden.
- Er will nach seiner Rückkehr wieder Konsul werden. Dafür muss Cäsar in die Stadt.
- Der Senat fordert, dass er dafür seine Legionen auflöst. Folgt Cäsar der Aufforderung,
- wäre er ohne Immunität und militärischen Schutz. Und wie er so ist, weigert er sich.
- Alles oder nichts. 49 vor Christus überschreitet er mit seinen treuen Legionen
- den Grenzfluss Rubikon in Italien und marschiert gen Rom.
- Ein Staatsstreich. Berühmt wurde der angebliche Ausruf: Alea acta est.
- Der Würfel ist geworfen. Pompeius, Cäsar früherer Verbündeter,
- erhält vom Staat den Auftrag, Cäsar mit eigenen Legionen aufzuhalten.
- Der nächste Bürgerkrieg beginnt. Cäsar gegen Pompeius. Römer gegen Römer.
- In der Schlacht bei Pharsalos im heutigen Griechenland kommt es 48 vor Christus zum Showdown.
- Pompeius hat doppelt so viele Soldaten. Cäsars Lage scheint aussichtslos.
- Aber: Cäsar siegt. Dank einer guten Strategie und seiner erfahrenen Legionäre,
- die schon in Gallien für ihn kämpften. Pompeius flieht nach Ägypten,
- wird dort aber vom Pharao Ptolemäus ermordet. Cäsar, der Pompeius verfolgt,
- erreicht Alexandria kurze Zeit später. Als Willkommensgeschenk erhält er von den Ägyptern
- den Kopf seines toten Widersachers. Und Cäsars Reaktion?
- Er soll in Tränen ausgebrochen sein. Dass ein so großer Römer wie Pompeius so unehrenhaft stirbt,
- ist ein Schock für ihn. Auch wollte Cäsar gegenüber Pompeius öffentlichkeitswirksam
- seine "Clementia", seine Milde zeigen. Das ist nun nicht mehr möglich.
- Obwohl Pompeius tot ist, bleibt Cäsar in Ägypten. Er fühlt sich dazu berufen,
- den dortigen Thronstreit zu schlichten. Zwischen Ptolemäus und dessen Schwester Kleopatra.
- Angeblich verfällt Cäsar der mehr als 30 Jahre jüngeren Pharaonin. Vielleicht schweißt aber auch Kalkül die beiden zusammen.
- Cäsar unterstütz Kleopatra dabei, sich gegen ihren Bruder durchzusetzen.
- Nach ihrem Sieg nimmt er sie sogar mit zurück nach Rom. Auch einen gemeinsamen Sohn sollen sie gezeugt haben.
- Damit zu Kapitel fünf: Obwohl der Bürgerkrieg noch nicht ganz vorbei ist,
- ist allen klar: Cäsar ist der Sieger. Damit sind wir eben bei diesem letzten Kapitel.
- Cäsar forciert, dass der Senat ihm ein neues Amt verleiht. Das des Diktators.
- Diktator hat damals eine andere Bedeutung als heute. Der römische Diktator hat uneingeschränkte Macht,
- muss diese aber nach der Erfüllung seiner Aufgabe wieder abgeben. In diesem Fall nach der Wiederherstellung der Friedens.
- Cäsar wird zum Diktator auf zehn Jahre ernannt. Er zieht los, um die letzten Anhänger von Pompeius zu besiegen
- und den Bürgerkrieg für sich zu entscheiden, was ihm 45 vor Christus gelingt.
- Zurück in Rom setzt er mehrere Reformen in Gang. Er schreibt Gesetze um,
- lässt neue Wasserleitungen verlegen und eine Bibliothek bauen. Er kümmert sich um den Straßenbau.
- Fragmente des römischen Wegesystems gibt es bis heute. Cäsar führt einen neuen Kalender ein.
- Ein System mit zwölf Monaten und einem Schalttag alle vier Jahre. Unser heutiger Monat Juli geht auf seinen Namen zurück.
- Er lässt sich mit Ehrungen überhäufen. Bald stehen überall in Rom Cäsar-Statuen.
- Ihm wird ein Palast gebaut. Er erhält den Ehrentitel Imperator als vererbbaren Vornamen.
- Er lässt sich wie ein Halbgott verehren. Den Senatoren dämmert, dass Cäsar nicht vorhat,
- die alte Ordnung, die Republik wiederherzustellen. Auf die Spitze treibt er es im Februar 44 vor Christus,
- als er sich zum Diktator auf Lebenszeit ernennen lässt. Jetzt platzt vielen Anhängern der alten Republik der Kragen.
- Sie verschwören sich gegen ihn. Am 15. März 44 vor Christus
- erscheint Cäsar wie gewohnt zur Senatsversammlung. Plötzlich treten mehrere Senatoren an ihn heran.
- Sie reißen ihm die Toga vom Hals, zücken Dolche und stechen 23-mal auf ihn ein.
- Der große Cäsar ist tot. Aber: Die Republik rettet das nicht.
- Ein neuer Bürgerkrieg bricht aus, an dessen Ende geht Cäsars Neffe und Erbe Octavian als Sieger hervor.
- Octavian begründet daraufhin als Augustus das römische Kaisertum.
- Der Name Cäsar wird dabei zum Ehrentitel. Unser Begriff Kaiser leitet sich direkt davon ab.
- Was denkt ihr denn über Cäsar? Ist er eine glorreiche Figur der Geschichte
- oder eher ein brutaler Tyrann, den man nicht in Comics verniedlichen sollte?
- Schreibt es unten in die Kommentare. Neben mir ist ein Video zur Geschichte der Stadt Rom.
- Darunter eins von Terra X, in dem ich die Ermordung Cäsars noch genauer anschaue.
- Wir haben das nachgespielt. Einfach mal reinschauen, es lohnt sich.
- Bis zum nächsten Mal.
Zum Nachlesen
Gaius Iulius CaesarGaius Iulius Caesar (deutsch auch Gaius Julius Cäsar; * 13. Juli 100 v. Chr. in Rom; † 15. März 44 v. Chr. ebenda) war ein römischer Staatsmann, …
AugustusAugustus (* 23. September 63 v. Chr. als Gaius Octavius in Rom; † 19. August 14 n. Chr. in Nola bei Neapel) war der erste römische Kaiser.
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Römische KaiserzeitDie von Augustus ausgehende Neuordnung des Staatswesens, die den Prinzipat begründete, bildet den unbestrittenen Auftakt der kaiserzeitlichen Epoche. Ihr Ende …