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Frauenwahlrecht: 5 Fakten | Terra X
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 14 Zeilen
- Ist-Zustand für die Frau Ende des 19. Jahrhunderts: Mit ihrer im Vergleich zum Mann als deutlich vermindert attestierten Intelligenz, lebt sie in und für die 3 Ks – Kinder, Kirche, Küche.
- Damit sie auch dort bloß nicht auf falsche Gedanken kommt, wird im Jahr 1900 der Gehorsamsparagraph eingeführt, der am Rande erwähnt bis ins Jahr 1957 existiert. Wie um alles in der Welt konnte es dennoch passieren, dass 1919 das Frauenwahlrecht eingeführt wurde?
- Hier kommen Revolutionär für ihre Zeit, spricht Hedwig Dohm von anerzogener statt biologisch bedingter männlicher Übermacht in der Gesellschaft.
- 1873 tritt sie deshalb mit der Forderung nach Gleichstellung aufs Parkett. Das Stimmrecht sei ein Menschenrecht und, so Dohm, „Menschenrechte haben kein Geschlecht“. Zwei internationale Konferenzen zum Frauenwahlrecht in Berlin vernetzen im Jahr 1904 die Aktivistinnen zahlreicher Länder.
- Die Frauenbewegung nimmt Fahrt auf, diese führt aber in unterschiedliche Richtungen: Während die Finninnen 1906 im Rahmen der Arbeiterbewegung als erste Europäerinnen das Wahlrecht erhalten,
- radikalisiert sich ein Flügel der britischen Suffragetten in unangemeldeten Demonstrationen, Brandanschlägen und Hungerstreiks. Ihr gewaltsamer Kampf bleibt allerdings erfolglos.
- Und die Deutschen? Die deutschen Frauen agieren eher konservativ und gesetzeskonform und fordern bisweilen auch nur eingeschränkte Wahlrechte statt der absoluten Gleichberechtigung.
- Die Sozialistinnen Paula Thiede, Marie Juchacz und Clara Zetkin kämpfen etwas lautstärker und sind als Gewerkschafterinnen aktiv, Clara Zetkin fordert 1907 auf dem Sozialistenkongress das Frauenwahlrecht.
- Die bürgerlichen Damen gehen nicht auf die Straße, statt Krawall bemüht man lieber die Diplomatie oder gründet Vereine. Doch im Jahre 1912 versammeln sich Aktivistinnen in München zu einer Demonstration für das Frauenwahlrecht, ganz stilecht allerdings nicht zu Fuß, sondern mit Kutschen.
- Für die mediale Inszenierung sorgen bestellte Fotografen und im Anschluss eigens angefertigte Postkarten. Doch dann ändert das Elend des ersten Weltkriegs ab 1914 alles.
- Nicht durch Proteste und Diskussionen erkämpft. Die schlichte Abwesenheit iherer Männer, zwingt die Frauen auch deren Aufgaben zu übernehmen. Unmittelbar nach dessen Ende ist es am 12. November 1918 soweit:
- Der Krieg ist vorbei, der Kaiser gestürzt und der Rat der Volksbeauftragten unter Friedrich Ebert kündigt neben weiteren Änderungen in seinem „Aufruf an das deutsche Volk“ das allgemeine Wahlrecht auch für weibliche Personen an.
- 82% der „weiblichen Personen“ machen bei ihrer ersten Wahl zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 davon Gebrauch. Von den insgesamt 37 Frauen, die bei dieser Wahl in die Nationalversammlung einziehen,
- gemeinsam übrigens mit 423 männlichen Abgeordneten, spricht Marie Juchacz als erste in einem deutschen Parlament:
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