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Aktien: Neuemission und Kapitalerhöhung einfach erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 67 Zeilen
- Moin Leute, was geht?! Aktien sind gewiss ein spannendes Thema.
- Es gibt dazu viel zu erzählen und wir beginnen heute damit uns anzuschauen, wie Aktien auf den Markt kommen.
- Gucken wir uns den Weg mal an, ab geht’s! Aktien sind Unternehmensanteile.
- Unternehmen verkaufen Anteile am Unternehmen, um damit neues Kapital für Investitionen zu generieren.
- Große Investoren oder private Anleger können diese Aktien an Aktienmärkten, den Börsen kaufen.
- Durch den Kauf von Aktien wird man zum Aktionär. Und wenn der Kurs dieser Aktie nach dem Kauf stark steigt und die Aktionäre ihre Unternehmensanteile
- mit hoher Rendite verkaufen, dann könnte aus dem Aktionär ein Millionär werden.
- Grad wegen der zu erzielenden Renditen spielen Aktien in der Wirtschaft eine große Rolle! Ihr fragt euch, wann das Ganze euch betrifft?!
- Ja entweder, wenn ihr sagt, ich hab diesen limitierten Schuh aus der Kooperation zwischen Deutschem Sportartikelhersteller und Amerikanischem Rap Star nicht bekommen
- jetzt kauf ich mir halt das Unternehmen! Oder, was wohl wahrscheinlicher ist
- Wenn ihr beim Thema Investition oder Finanzierung in den Lehrbüchern, der Schule oder Uni, über dieses Thema stolpert,
- Oder halt privat Interesse am Thema habt, weil ihr scharf darauf seid Cash zu machen. Deshalb beschäftigen wir uns heute mit Aktien, genauer mit der Neuemission und der Kapitalerhöhung.
- Bei der Börseneinführung von Aktien unterscheidet man zwischen einer Neuemission auch Initial Public Offering, kurz IPO genannt
- Oder einer Kapitalerhöhung. Um eine Neuemission handelt es sich, wenn Anteile einer Aktiengesellschaft zum ersten
- Mal an der Börse landen. Bei einer Kapitalerhöhung werden neue, auch junge Aktien genannt, ausgegeben
- Das Unternehmen ist aber bereits an der Börse notiert. Schauen wir uns das doch aber mal etwas genauer an.
- Beginnen tun wir mit der Neuemission bzw. dem IPO. Ein großes Unternehmen möchte weiter wachsen
- der Gang an die Börse ist daher als nächster Step geplant. Denn dort bekommt das Unternehmen neues Kapital für Investitionen im Tausch gegen Unternehmensanteile.
- Es ist also auch eine Kapitalerhöhung, sie wird aber unterschiedlich betrachtet, da sie zum ersten Mal stattfindet.
- Wie wir schon wissen kommen durch die Börseneinführung Brand neue Aktien auf den Markt. Hier stellt sich nun die Frage, zu welchem Preis die Aktien ausgegeben werden?
- Um diesen Erstverkaufspreis der Aktien den sogenannten Emissionspreis zu ermitteln, gibt es zwei bekannte Verfahren:
- Das Festpreisverfahren und das Bookbuilding-Verfahren. Book nicht Body, ihr könnt die Protein-Shakes und 3 Kilo Hanteln gleich wieder bei Seite
- stellen. Haha fitfam und so na klar
- Beginnen wir aber mit dem Festpreisverfahren. Dieses ist mit dem Ende der 90er eigentlich von der Bildfläche verschwunden, taucht aber
- in Lehrbüchern gerne nochmal auf. Auch weil man es für die Bezugsrechtbestimmung noch benutzt.
- Dazu kommen wir aber später. Das Festpreisverfahren ist ein recht einfaches Verfahren zur Preisbestimmung bei der Aktienemission.
- Es gibt einen festen Preis für die Aktien vor, den die Ausgeber der Aktien, die Emittenten, bestimmen.
- Unterstützung bekommen die Herausgeber dabei meist von der konsortialführenden Bank bzw. Banken.
- „Konsortialführende Bank“ heißt nichts Anderes als federführende Bank. Das ist die Bank, die am Ende auch die Abwicklung der Aktienausgabe übernimmt.
- Der Emittent vergleicht nun die Aktienkurse ähnlicher Unternehmen. Also was für Unternehmen gibt es an der Börse, die unserem, in Branche und Aufstellung ähneln
- und vergleichbar sind? Zudem wird die erwartete Investorennachfrage analysiert
- Und danach wird dann der Emissionspreis gebildet. Zu diesem können Anleger nun entscheiden ob und wie viele Aktien sie kaufen
- Und dann ist da das heute beim IPO verwendete Bookbuilding-Verfahren. Hier gibt die Aktiengesellschaft nicht einfach einen Preis an.
- Bei der Entscheidung über den Emissionspreis sitzen neben dem Emittenten und der Konsortialführenden Bank jetzt auch die möglichen Investoren mit im Boot.
- Bei dem klassischen Bookbuilding-Verfahren wird kein fester Preis für die Emission neuer Aktien vorgegeben.
- In einer Pre-Marketing-Phase geben zunächst große potentielle Investoren unverbindliche Gebote ab.
- Damit wird vorab eine Preisspanne ermittelt, die dann bekanntgegeben werden kann. Beim Bookbuilding bekommen jetzt große Investoren sowie Privatanleger die Möglichkeit
- in einer bestimmten Zeit Kaufaufträge zu einem Preis innerhalb der Preisspanne abzugeben. Aus den Kaufaufträgen, den Zeichnungen, wegen Book und so…
- ihr wisst schon Book gleich englisch für Buch, da wo man reinmalen und zeichnen kann. Ja auf jeden Fall mit diesen Kaufaufträgen bzw. Zeichnungen wird dann der Emissionspreis
- ermittelt. Gebote unter dem ermittelten Emissionspreis werden abgelehnt
- Gebote über oder zum ermittelten Emissionspreis erhalten den Zuschlag. Hab ich mehr geboten erhalte ich die Aktien aber zum günstigeren Emissionspreis.
- Ist während des Verfahrens die Nachfrage größer als das Angebot an ausgegebenen Wertpapieren, dann sprechen wir von einer Überzeichnung.
- Dann wird eine Reserve zugeteilt, um die Nachfrage zu befriedigen oder es erfolgt eine neue Anpassung. Das klassische Bookbuilding Verfahren hat sich in Deutschland als Standard durchgesetzt.
- So kommen die Anteile einer neuen Aktiengesellschaft also an die Börse. Das Unternehmen bekommt neues Kapital rein und kann dieses jetzt investieren.
- Für Anleger kann das der Beginn einer goldenen Zukunft sein, wenn er auf das richtige Pferd gesetzt hat.
- Bei einer Neuemission dem IPO lauern aber auch Risiken Denn natürlich wird das Unternehmen vor dem Verkauf an Investoren aufgehübscht.
- Da ein bisschen polieren und hier eine kleine Schraube neu, anstatt das ganze Teil zu ersetzen. Als Käufer sollte man genau gucken, was man da kauft!
- Aber auch bereits an der Börse notierte Unternehmen können in der Regel neue Aktien ausgeben. Für den interessierten Anleger stellt sich die Frage, wieso das Unternehmen eine Kapitalerhöhung
- durchführt, also mehr Unternehmensanteile verkauft.
- Natürlich um dadurch neues Kapital reinzubekommen… aber was signalisiert das dem Anleger? Eine Kapitalerhöhung ergibt sich normalerweise aus zwei Tatsachen.
- Entweder das Unternehmen benötigt mehr Kapital, um anstehende, große Investitionen oder Firmenfusionen durchführen zu können.
- Das sendet dem Anleger wohl ein gutes Zeichen. Anders könnte es aber aussehen, wenn das Unternehmen Anteile verkaufen muss, um den
- Schuldenberg abzubauen. Durch eine Kapitalerhöhung beschafft sich die Aktiengesellschaft zusätzliches Eigenkapital.
- Dafür gibt es junge Aktien aus. Es wird dabei zwischen ordentlicher, genehmigter, bedingter, sowie Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
- unterschieden. Die ordentliche Kapitalerhöhung ist dabei der Normalfall
- Diese bezeichnet die Ausgabe junger Aktien gegen Einlage. Also neue Aktien gegen neues Geld.
- Doch bevor es zu einer ordentlichen Kapitalerhöhung kommt muss darüber in einer Hauptversammlung abgestimmt werden.
- 75% der Stimmen müssen „Pro Kapitalerhöhung“ voten, damit diese durchgeführt werden kann. Diese Regelungen bei der Eigenkapitalbeschaffung sind im Aktiengesetz niedergeschrieben
- Und das ist auch gut so, denn für die Aktionäre des Unternehmens hat eine Kapitalerhöhung Folgen.
- Bei der Aktienemission werden neue Aktien ausgegeben. Dadurch verändern sich die bisherigen prozentualen Anteile der Anleger -
- die Anteile verwässern. Weil sich so nicht nur das Stimmrecht verringert, sondern auch der Aktienkurs und die Dividende,
- Da die Gewinne des Unternehmens nach der Kapitalerhöhung einfach durch mehrere Aktionäre geteilt werden müssen
- Steht jedem Aktionär ein Bezugsrecht der neuen Aktien zu. Mit dem Bezugsrecht erhält der Alt-Aktionär die Möglichkeit sein Stimmrechtsverhältnis
- und Vermögen zu wahren. Indem er als erster junge Aktien kauft, so Stimmrechtsverhältnis und Vermögen wahrt.
- Er kann aber auch seine Bezugsrechte verkaufen und so mit den Bezugsrechterlösen sein Vermögen gleichhalten.
- Die Durchführung einer Kapitalerhöhung Und wie man das Bezugsrecht bestimmt klären wir im nächsten Video
- An Hand eines Beispiels.
Zum Nachlesen
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