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die Rechtfertigungslehre (Religion Lernvideo)
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 97 Zeilen
- willkommen zu unserem Lernvideo zum Thema der Rechtfertigungslehre wir starten mit den sogenannten fünfsle den fünfsi der
- Reformation das sind also fünf wesentliche Punkte ausgangspunkt ist das sogenannte sol skriptura allein die Schrift also
- allein die Bibel ist die entscheidende Quelle auf die wir uns zurückbeziehen müssen die Tradition seitens der Kirche muss ich immer auch an der Heiligen
- Schrift messen lassen das ist ein klarer Unterschied zum katholischen Verständnis das natürlich auch davon ausgeht dass die Schrift erst durch die Kirche
- richtig verstanden werden kann als nächstes ist sol gratier zu nennen allein aus Gnade kann ich vor Gott gerecht werden
- solfide allein der Glaube bewirkt die recht ung vor Gott dann das solas Christus das allein Christus als Mittler fungiert und
- Solio Glorie das allein Gott die Ehre gebüht wir schauen uns mal die einzelnen Punkte genauer an ausgenommen mit dem solasriptura ich denke das ist so
- verständlich genug solfide die katholische Kirche geht davon aus dass der Glaube nicht allein zur Rettung genügt sondern dass eben
- auch die Werke des Menschen dazu notwendig sind sie bezieht sich hier auf eine Textstelle im Jakobusbrief im zweiten Kapitel hier heißt es was hilft
- liebe Brüder wenn jemand sagt er habe Glauben hat doch keine Werke kann den der Glaube ihn seelig machen so ist auch der Glaube wenn er nicht Werke hat Tod
- in sich selber das evangelische Verständnis sieht es aber anders ist hier wird ganz klar gesagt seitens der Reformatoren
- allein der Glaube wird mich retten hier auch eine Tex Stelle Römer 3:28 so halten wir nun dafür dass der Mensch gerecht wird ohne das gesetzeswerge
- allein durch den Glauben allerdings betont Luther auch dass wahrer Glaube aus Dankbarkeit gute Werke tut also Glaube ohne Werke ist gar
- nicht denkbar aber die Rechtfertigung erfolgt eben durch den Glauben heraus solusgtiia die katholische Kirche sagt hier dass der Mensch bei seiner Erlösung
- mitwirken kann gott schenkt ihm seine Gnade es ist ein Art Vorschuss und der Mensch antwortet mit seinem Glauben die evangelische Kirche sieht
- das anders die Erlösung ist eben ein reines Geschenk Gottes und der Mensch ist geistlich tot und muss wiedergeboren werden er kann nicht aus sich heraus
- einen Glauben entwickeln der wird ihm von Gott allein aus Gnade gegeben und das bewirkt dann auch die Erlösung hier auch wieder eine
- Textstelle Epheser 2 Verse 8 bis 9 denn aus Gnade seid ihr seelig geworden durch Glauben und das nicht aus euch Gottes Gabe ist es nicht aus werkgen damit sich
- nicht jemand rühme der nächste Schritt ist das solus Christus und Soli Dio Glorie die gehören im weiteren Sinne auch zusammen solus
- Christus heißt in der katholischen Kirche wird gesagt dass es auch andere Mittler gibt außer Christus und die sind auch notwendig um die Gnade Gottes zu
- empfangen hier sind zu nennen die Jungfrau Maria Heilige und natürlich auch die Institution der Kirche selbst die Reformatoren wiedersprechen hier und
- sagen es hilft nur das was Jesus Christus am Kreuz vollzogen hat also Jesus Christus hat die alleinige Mittlerfunktion belegt wird es hier mit
- dem ersten timotheusbrief Kapitel 2 Vers 5 denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen nämlich der Mensch Christus Jesus daraus kommt
- natürlich auch eine entsprechende Schlussfolgerung gerade im Zusammenhang mit der heiligen Verehrung hier wird dann sein der Reformatoren gesagt Soli
- Deo Glorie also allein Gott also dem Vater dem Sohn und dem Heiligen Geist darf Verehrung zuuk kommen um das reformatorische Menschenbild besser
- verstehen zu können ist es notwendig sich die Heilsgeschichte anzuschauen die Heilsgeschichte besteht insgesamt aus vier Phasen sie fängt erstmal mit der
- der ersten Phase an mit dem Mensch der als Ebenbild Gottes geschaffen wird hier herrscht Friede zwischen Mensch und Gott und der Mensch ist der Form wie er ist
- eigentlich perfekt er ist gut in der zweiten Phase gibt es den Sündenfall der Jahwist also hier ab Genesis 3 Kapitel 3 fortfolgende der Jahwist beschreibt ein
- lawinartiges Anwachsen der Sünde die Gottesebenbildlichkeit ist nur noch fragmentarisch da es herrscht Unfriede zwischen Gott und den Menschen in der
- dritten Phase erfolgt durch den opfertritt Jesu eine Sühne Gott und der Mensch sind wieder miteinander versöhnt der Glaube an Christus bringt dann trotz
- der Sünde wieder die Ebenbildlichkeit das heißt die imagode wird wiederhergestellt und die vierte Phase ist noch offen die vierte Phase
- ist im Prinzip erst im Reich Gottes hier sprechen wir dann von der vollen Wiederherstellung der imagude in einer neuen Welt um das Ganze begründen zu
- können ich erinnere noch mal an das sol skriptura gibt es einige biblische Texte dazu hier in Genesis 1 27 und Gott Schuft den Menschen zu seinem bildde zum
- Bilde Gottes schufer ihn hier wird die Ebenbildlichkeit betont in die Phase 2 haben wir einen Text in Römer 323 sie die Menschen sind all samt Sünder und
- ermangeln des Ruhens den sie bei Gott haben sollten also hier wird deutlich dass die Menschen eben Sünder sind die ebenbittlichkeit als solche eben
- verloren haben in der Phase 3 hier wird dann gezeigt wie eben Adam und Christus wie die zueinander stehen wie nun durch die Sünde des einen Adam eben die
- Verdammnis über alle Menschen gekommen ist so ist es auch durch die Gerechtigkeit des einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen die
- zum Leben führt also hier wird die Rechtfertigung durch Jesus Christus beschrieben und Christus selbst ist das einzige und auch das wahre Ebenbild des
- unsichtbaren Gottes der Erstgeborene vor aller Schöpfung hier zu finden im Kolosserbrief im ersten Kapitel im Vers 15 und die vierte Phase wird z.B
- beschrieben im Buch der Offenbarung hier am 21 Kapitel und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde denn der erste Himmel und die Erde sind vergangen und
- das mehr ist nicht mehr also hier hofft der christliche Glaube auf ein neues Reich in dem die Ebenbildlichkeit wieder voll und ganz da ist interessant ist
- innerhalb des reformatorischen Menschenbildes die Bedeutung der Erbsünde die Erbsünde selbst steht nicht so in Genesis 3 also die berühmte
- Erzählung vom Sündenfall wo Eva Adam dazu motiviert vom Baum der Erkenntnis zu essen da ist es nur eine erste Sünde von
- vielen die sich dann immer mehr steigern bis zum Turmbau vom Babel die Interpretation der Erbsünde kommt eigentlich erst durch Paulus zustande
- und zwar hier z.B in dem bereits zitierten Vers von Römer 518 wie nun durch die Sünde des einen von Adam eben die Verdammnis über alle Menschen
- gekommen ist also hier ist die Grundlage der theologischen Vorstellung von der Erbsünde das Gesetz selber was dann später von Gott den Menschen gegeben
- worden ist hilft uns im Prinzip nicht es zeigt lediglich dass ich nicht dazu in der Lage bin vor Gott selbst gerecht zu werden hier in Römer 719 sagt er denn
- das Gute dass ich will dass tue ich nicht sondern das böse dass ich nicht will das tue ich wenn ich mit Schülern über diese Thematik spreche ist es
- natürlich für Sie immer sehr schwer vorstellbar sie greifen oft darauf zurück und sagen ja wie ist es denn mit einem kleinen Baby einem Kleinkind das
- kann ja noch keine Erbsünde in sich tragen hier hilft es sich vorzustellen dass wir uns insgesamt ob wir wollen oder nicht in die Sünde verstricken das
- heißt Sünde als solches aus der Perspektive Gottes ist eben nicht zu vermeiden delle formuliert es so sie spricht von einer
- generationsübergreifenden Schuld sie spricht z.B von den Vorteilen ich selbst genieße aufgrund den Sünden den Fehlern die im Vorfeld getan worden sind das
- heißt als Mensch der aus einer Industrienation stammt profitiere ich natürlich auch schon als Kleinstkind oder als Baby eben von den Vorteilen der
- modernen Entwicklung auf Kosten von Entwicklungsländern die im Wettbewerb eben nicht mit halten können man kann auch sich überlegen dass ein
- grundsätzlicher besitznit schon sehr früh auch bei Kleinstkindern zu erkennen sind also alle die ihre Väter oder Mütter fragen oder selbst schon Väter
- und Mütter sind werden sehr oft feststellen dass im Sandkasten sich doch mal ganz schnell um die eigenen Dinge gekämpft wird oder dass die gehottet
- werden und es gibt auch die Theorie dass man eine evolutionär bedingte Unfähigkeit hat immer das Richtige zu tun das heißt durch die Triebe die ich
- habe besteht einfach die Gefahr dass ich mich oft eben nicht an die Normen halte die entsprechend vorgegeben sind das ist einfach
- evolutionärbedingt innerhalb des Menschen selbst einfach Sünde zu tun das ist die moderne Übersetzung was mit Erbsünde gemeint sein könnte wenn wir
- mit dem reformatorischen Verständnis dem anthropologischen Verständnis Arbeiten gibt's diesen Begriff des simul Justus et pcator es ist ein fester Bestandteil
- der Rechtfertigungslehre und das heißt dass der Mensch gerechter und Sünder zugleich ist er ist also gerechtfertigt aber da er immer noch in der dritten
- Phase der Heilsgeschichte ist besteht immer noch die Gefahr dass er sündentot Grundlage ist hier Luthers Vorstellung von der Rechtfertigung die natürlich
- auch von den mittelalterlichen Vorstellung geprägt war er dachte dass Gottes Anspruch dass man die Gesetz zu verfolgen hat wenn das ganze
- entsprechend nicht eben befolgt wird muss hier ein gerechtigkeitsausgleich stattfinden Gott als Richter muss für Gerechtigkeit sorgen und für Luther kam
- irgendwann mal die Erkenntnis dass es eben nicht aus eigener Kraft möglich ist vor Gott gerecht zu werden weil man immer wieder auch Fehler macht und da
- wirkt eben der Glaube an Christus und an sein Heilshandeln also durch das Opfer Jesu am Kreuz hat er die Schulden die Sünden auf sich genommen und wenn ich an
- diesen Christus glaube werde ich entsprechend vor Gott gerechtfertigt das steckt in diesem simuliustus et pcator drin
- die Befreiungstheologie die moderne Befreiungstheologie interpretiert den Gedanken der Rechtfertigung etwas anders sie sagt sie gibt mir die grundlegende
- Fähigkeit auch Gerechtigkeit zu tun also hier wird das paulinische Verständnis doch anders interpretiert als wir das als Menschen tun die eben nicht in
- dieser Situation stecken wie in Lateinamerika wo die entsprechenden Völker auch unterdrückt werden der Feminismus in interpretiert die
- Rechtfertigungslehre als eine Befreiung aus dem Rechtfertigungsdruck einer Frau in einem patriarchalischen System und man kann es auch durchaus in der
- heutigen Zeit sehen was bedeutet für mich gleichzeitig eben Sünder und gerechtfertiger zu sein es nimmt den Druck raus immer erfolgreich zu sein das
- Streben nach Perfektion ist eben nicht mehr das einzige entscheidende Kriterium die ich habe ich kann mich auch mit meinen Fehlern annehmen gerade in dem
- heutigen schönheitszwahn den wir seitens der Industrie erleben dank dem Photoshop und den ganzen Dingen die hier eingesetzt werden ein sehr schöner
- Gedanke sich einfach bewusst zu machen ich muss nicht perfekt sein und das ist natürlich ein sehr schöner Gedanke dass man sowohl gerechter als auch Sünder
- zugleich ist um den Gedanken der Rechtfertigung selbst zu verstehen bedient sich Martin Luther eines Bildes und zwar des Bildes einer ja ehe die der
- Gläubige mit Chr angeht Christus selbst ist der präuigam der Christ der Christenmensch ist die Braut grundlage ist der von Gott gegebene Glaube und der
- bewirkt nun wie in einer eher eine wechselseitige Beziehung ich bekomme von Christus seine Gerechtigkeit geschenkt das heißt ich
- profitiere natürlich von seiner Gerechtigkeit und Christus kriegt die gesamten Sünden quasi die ich getan habe auferlegt und sein Opfertod sein
- Opfertod steht dafür dass zwischen dem Menschen und Gott ein gerechtigkeitsausgleich stattgefunden hat und da Christus ja selbst aus der
- reformatorischen Verständnis her die Funktion eines Gottes hat ist auch nachvollziehbar dass natürlich er alle Sünde die der Mensch produziert auf sich
- nehmen kann und in dieser einen Tat entsprechend das ganze aufgehoben wird das ist im Prinzip der Vorgang der Rechtfertigung selbst
- auf dieser Grundlage wir werden uns auch die Texte noch ein bisschen genauer anschauen die sind auch recht komplex deswegen hier schon mal ein erster
- Überblick hat Martin Luther ein Buch verfasst die Freiheit eines Christenmenschen 1520 und auf das stößt man immer wieder wenn man sich mit der
- Rechtfertigungslehre auseinandersetzt er formuliert hier zwei gegensätzliche Elemente wir haben ja schon festgestellt dass im Menschenbild ja ein
- dualistisches Verständnis zu erkennen ist also er ist syol Justus et picator also Sünde und gerechtfertigt ja zugleich und auch hier wiederum ein
- dialektischer widersprüchlicher zwei widersprüchliche Thesen die er hier aufbaut zum einen sagt er ein Christenmensch ist ein freier Herr über
- alle Dinge und niemanden Untertan diese Aussage wurde übrigens dann auch in den Bauernaufständen entsprechend aufgegriffen wohlgemerkt auch gegen den
- Willen von Martin Lutter und war auch die Grundlage im Prinzip für die bauenaustände in ganz Deutschland die dann wirklich auch grausam
- niedergeschlagen worden sind also Martin Luther sagt ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemanden Untertan aber er sagt auch ein
- Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller und jeder Mann untertan und jetzt sehen wir auch dass er das nicht politisch verstanden hat denn ein
- christenmsch ist ein freier Herr in Glaubensdingen durch den Glauben und dort niemanden Untertan eben auch nicht der
- Kirche aber aus dem Glauben herus us erfolgen ja automatisch auch gute Werke die tätige Nächstenliebe ist auch ein fester Bestandteil das heißt der Mensch
- ist nicht nur frei sondern zwangsläufig auch wenn er einen ernsthaften Glauben hat ist er auch ein dienstbarer Knecht und eben allen und jeder Mann untertan
- und in diesem Spannungsverhältnis bewegt sich die gesamte Theologie Martin Luthers das merken wir dann auch wenn wir uns mit seiner zwei Reich Lehrer
- auseinandersetzen werden aber das dauert noch ein bisschen das machen wir dann erst in der Q4 vielen Dank für das Zuhören und
- Zuschauen bis zu unserem nächsten Lernvideo
Zum Nachlesen
Sola fideEr drückt die Überzeugung aus, dass der Mensch allein durch seinen Glauben das ewige Leben erlangt. Schematische Darstellung zu Luthers Rechtfertigungslehre, …
WerkgerechtigkeitAugustinus betont, dass der Mensch allein durch Gnade gerecht wird, nämlich durch die Gerechtigkeit Gottes. Der Mensch ist umfassend auf Gottes Gnade …
Rechtfertigung (Theologie)Rechtfertigung ist ein zentraler Begriff der christlichen Theologie innerhalb der Gnadenlehre. Die Rechtfertigungslehre fragt danach, was geschehen muss, …
SoteriologieSoteriologie (von altgriechisch σωτήρ sōtḗr, deutsch ‚Retter', ‚Erhalter' und λόγος lógos, deutsch ‚Rede' oder ‚Erörterung') bezeichnet die Lehre von der …