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Gottebenbildlichkeit: Der Mensch als Ebenbild Gottes (Religion Lernvideo)

Lernvideos und Vorträge14:44 27.146 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 91 Zeilen
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  1. willkommen zu unserem Lernvideo zum Thema imagode der Mensch als Ebenbild Gottes die Vorstellung dass der Mensch
  2. das Ebenbild Gottes ist ist eine für das Christentum eine besonders wichtige Vorstellung und soll auch die Besonderheit des Menschen in der
  3. Schöpfung herausstellen die christliche Anthropologie lebt insgesamt von vier Schwerpunktthemen zum einem das Thema
  4. Verantwortung das Thema Freiheit das Thema Schuld und das Thema Sühne der Schwerpunkt der beiden Themen Verantwortung und Freiheit ist vor allem
  5. das Verhältnis des Menschen zur Welt und auch untereinander und das schwerpunkttha bei dem Thema Schuld und Sühne ist das Verhältnis des Menschen zu
  6. Gott um den Begriff der Verantwortung genauer differenzieren zu können wird hier auch gern mit Präposition gearbeitet ähnlich mit der Freiheit man
  7. sagt dass der Mensch zunächst einmal eine Verantwortung vor etwas hat aus dem christlichen Perspektive natürlich die Verantwortung vor Gott es gibt
  8. allerdings auch Verantwortungsethiker die unabhängig vom Christentum ein entsprechendes Forum eröffnen nichtchristliche
  9. Verantwortungsethiker sehen z.B hier ein anderes Forum eben nicht Gott als derjenige für dem man sich verantworten muss sondern eben die Gesetze die ich
  10. als Politiker habe oder Hans Jonas spricht z.B die von der Verantwortung vor den zukünftigen Generationen speziell bei der
  11. Umweltproblematik und die zweite Präposition die sehr wichtig ist ist eben dass man immer Verantwortung für etwas hat z.B die Verantwortung für
  12. seine Kinder wenn man ein Vater ist oder eben eine Mutter oder die Verantwortung für die Schöpfung insgesamt ähnlich wird auch mit Präposition bei der Freiheit
  13. gearbeitet zum einem sagt man man hat eine Freiheit von Zwängen das heißt der Mensch darf sich frei entfalten und wird nicht zu irgendetwas gezwungen und die
  14. Freiheit zum Dienst aus der christlichen persppektive das heißt man ist zwar frei aber da man auch eine Verantwortung in sich trägt eine Verantwortung hat soll
  15. man entsprechend etwas auch für die Menschen tun das ist Bestandteil des christlichen Denkens eben nicht nur das Beten sondern auch das konkrete Handeln
  16. und hier wir der Freiheitsbegriff entsprechend erweitert die Frage die sich jetzt natürlich stellt ist der Mensch tatsächlich die Krone der
  17. Schöpfung und wir schauen uns mal dazu die zwei wesentlichen Texte an die wir in der Bibel dazu haben und zwar haben wir interessanterweise zwei
  18. Schöpfungsberichte der erste Schöpfungsbericht ist ein Bericht der sogenannten Priesterschrift der steht in Genesis
  19. 1 bis 2 4a das ist also die Erschaffung der Welt in 7 Tagen der zweite Schöpfungsbericht ist der Schöpfungsbericht des sogenannten
  20. jachwisten steht im Genesis im zweiten Kapitel ab Vers 4b da geht es schwerpunktenmäßig um Erschaffung des Menschen in Form von Adam und Eva der
  21. erste Schöpfungsberichte in der Bibel stehen hat ist auch der deutlich jüngere er wurde wohl im Exil geschrieben das heißt 587 vor Christus wurde Jerusalem
  22. zerstört die Oberschicht war danach gezwungen ins Exil zu gehen nach Babylonien und lebte dort in Gefangenschaft hier kommt der erste
  23. Schöpfungsbericht dieser Schöpfungsbericht ist auch geprägt natürlich von den Religionen also um die Israeliten aus herum interessanterweise
  24. wird Wasser hier eher negativ gewertet der zweite Schöpfungsbericht ist der deutlich eldtere der ist wohl in der Zeit der Königszeit etwa 9 vor
  25. Christus entstanden Israel war hier auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung gewesen hatte mit auch noch den das größte Reich insgesamt und war damals auch stark
  26. geprägt von Auseinandersetzungen im bäuerlichen Bereich weil hier einen Übergang festzustellen gewesen ist von der Nomaden Zeit zur sesshaften Zeit und
  27. das spiegelt sich auch sehr gut hier in dieser Erzählung wieder die Erschaffung der Welt selbst ist hier nicht im Mittelpunkt sondern eben vor allem die
  28. Erschaffung des Menschen der Zentrale Bibeltext für die imagod Vorstellung also die ebenbittlichkeit Gottes haben wir in Genesis 1 26 bis 28 und Gott
  29. sprach lasset uns Menschen machen ein Bild das uns gleich sei die der herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über
  30. das vie und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm das auf Erden krieche und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde zum Bilde Gottes schuf er
  31. ihn und er schuf sie als Mann und Frau und in diesem Zusammenhang wird auch noch erwähnt dass sie sich eben die Erde untertan machen sollen und über die
  32. Fische im Meer und über die Vögel in dem Himmel und das vier herrschen sollen die Frage ist woher entstammt diese
  33. ebenbildvorstellungen und Z entstammt sie letztlich aus der ägyptischen königsideologie der König wird hier als Stellvertreter Gottes gesehen hat sogar
  34. den Status eines Gottes das wird hier im israelischen Glauben aufgegriffen allerdings auch demokratisiert denn während im ägyptischen Verständnis nur
  35. der König diese Stellvertreter Funktion hat hat es im diesem Schöpfungsbericht eben jeder Mensch interessanterweise gibt es hier auch eine soziale
  36. Interpretation dass hier Mann und Frau hier erwähnt werden ist nicht im Sinne einer Gleichberechtigung gedacht aber der Mensch wird eben als soziales Wesen
  37. verstanden es stellt sich natürlich die Frage macht euch die Erde untertan wie kann das verstanden werden ist denn jetzt wirklich für den Menschen alles
  38. erlaubt also kann er mit der Erde tun was er möchte hier ist natürlich zunächst einmal zu fragen was für ein herrschaftsbegriff steht denn dahinter
  39. und da greife ich gern zurück auf Max Weber der den herrschaftsbegriff insgesamt versucht hat zu definieren Max Weber ist ein Soziologe und er
  40. differenziert drei verschiedene Arten von herrschaftsbegriffen es gibt eine sogenannte charismatische Herrschaft die
  41. Herrschaft entsteht durch eine besondere Persönlichkeit durch einen Propheten z.B der eine entsprechende Jüngerschaft hinter sich bekommt jesus hat sicherlich
  42. charismatische Züge gehabt sonst hätte eben keine Jünger um sich scharen können aber auch im Alten Testament wird es von einigen Propheten berichtet eine
  43. charismatische Herrschaft kennen wir auch aus der jüngeren Geschichte z.B Napoleon als charismatischer Herrscher der es geschafft hat die Truppen hinter
  44. sich zu bekommen auf die Art und Weise ist es ihm ja sogar gelungen Kaiser zu werden es gibt eine traditionelle Herrschaft eine traditionelle Herrschaft
  45. ist eine die z.B im Mittelalter zu finden ist die auf einer Erbfolge z.B beruht das heißt hier wird nicht gefragt warum jemand herrscht sondern es war
  46. einfach immer so gewesen bzw es wird von Vater zu Sohn entsprechend diese Herrschaft weitergegeben und es gibt eine
  47. sogenannte legale Herrschaft Max Weber hält natürlich die letztere Variante für die allein legitime eine legale Herrschaft hat zunächst einmal eine
  48. rationale Grundlage das heißt das Recht insgesamt wird eben vernünftig erklärt nicht emotional dann besteht eine Art Vertrag
  49. also in Deutschland haben wir eine Verfassung das Grundgesetz wo die herrschafts Bestimmungen festgelegt werden und zu guter Letzt der Herrscher
  50. steht unter dem Recht das heißt er kann sich nicht über das Recht hinwegsetzen so wie es z.B im Absolutismus der Fall gewesen ist das ist übrigens auch ein
  51. Kennzeichen der traditionellen Herrschaft dass sie Könige sich über das Recht hinwegsetzen den Text den wir eben gelesen haben seid fruchtbar und mehret
  52. euch und füllet die Erde und machtet sie euch untertan und herrschtet über die Fische im Meer darf nicht isoliert gesehen werden es geht hier letztlich um
  53. die Legitimierung des Ackerbaus denn es geht dann weiter in Vers 29 und Gott sprach seht da ich habe euch gegeben alle Pflanzen die Samen
  54. bringen auf der ganzen Erde und alle Bäume mit Früchten die Sam bringen zu eurer Speise also durch diesen Zusammenhang kann man schon mal nicht
  55. klar machen dass der Mensch eine absolute Herrschaft hat quasi über dem Recht steht aber er darf natürlich die Erde für sich entsprechend nutzen um
  56. sich zu ernähren wie kann diese Art der Herrschaft verstanden werden man könnte natürlich denken gerade bei den heutigen
  57. Umweltkatastrophen die wir immer wieder mitbekommen miterleben dass es eher eine Art Schreckensherrschaft ist der Mensch ist die einzige Spezies die es wirklich
  58. geschafft hat allen klimatischen Verhältnissen durchzusetzen und hat sich wirklich auf der gesamten Welt verbreitet und auch im biblischen
  59. Verständnis wird sehr schnell klar dass der Schöpfungsauftrag eben über die Welt zu herrschen nicht konfliktfrei von statten geht deutlich wird es eh in dem
  60. Text von Genesis 91 bis 7 der Text steht direkt nach der Sinflut Erzählung und hier wird von der Segnung Gottes gesprochen auch hier übrigensst
  61. wir ein Text der Priesterschrift und interessant sind hier verschiedene Verse die wir haben die
  62. auch diese diesen Konflikt hier beschreiben der zwischen den Menschen und den Tieren besteht zunächst einmal Genesis 92 Furcht und Schrecken vor euch
  63. sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter den Himmel über allem was auf den Erdboden wimmelt und über allen Fischen im Meer in eure Hände sein
  64. sie gegeben hier wird das der Fluchtinstinkt angesprochen dass Tiere eben in in der Regel sehr scheu sind oder sehr vorsichtig sind Tiere werden
  65. das ist eine Unterscheidung zu Genesis 6129 weil hier wurden nur die Früchte des Feldes als Nahrung gegeben hier wird
  66. den Menschen erlaubt auch die Tiere zu essen eben sofern sie koscher geschlachtet worden sind auch der Gedanke der Rache ist mit dabei in
  67. Genesis 95 auch ich will euer eigen Blut das ist das Leben eines jeden unter euch Rechen und will es von allen Tieren fordern und will das Menschen leben
  68. fordern von einem jeden Menschen auch der Gedanke der Rache steckt dahinter und da wird auch deutlich dass das Leben insgesamt in der Welt auch mit Gefahren
  69. verbunden ist und nicht konfliktfrei von statten gehen kann auf der anderen Seite muss man natürlich auch wiederum sagen dass die Tiere genauso wie die Menschen
  70. auch gesegnet sind in dem Fall die fise und die Vögel die wir sehen in Genesis 122 seid fruchtbar und mehret euch auch das ist ein recht der Tiere die sie
  71. bekommen genauso wie die Menschen die sich hier verbreiten das heißt man muss wirklich beide Seiten betrachten auf der einen Seite natürlich dass der Mensch
  72. das Recht hat sich im gewissen Maße zu verbreiten und entsprechend auszubreiten aber dass z.B im Schöpfungsbericht auch den Tieren der Auftrag gegeben wird eben
  73. fruchtbar zu sein und sich zu vermehren in der christlichen modernen Theologie gerade im Bereich der schöpfungstheologie wird gern als
  74. gegenüber dann das bebauen und bewahren genommen und zwar findet sich das in Genesis 2:15 das ist der zweite Schöpfungsbericht und Gott der HERR nahm
  75. den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden dass er ihn bebaute und bewahrte man geht davon aus dass der Redakteur das heißt derjenige der die
  76. Bibeltexte hintereinander gesetzt hat bewusst auch Genesis 126 bis 28 mit dem zweiten Schöpfungsbericht begrenzen wollte aus diese Begrenzung die gemacht
  77. wird kann sich auch ein moderner herrschaftsbegriff entwickeln und zwar aus dem Verhältnis zwischen der Verantwortung auf der ein Seite die der
  78. Mensch hat aber auch die Freiheit eben das Ganze zu gestalten das ist das sehr schöne an diesem Text der den herrschaftsauftrag der in Genesis 1 zu
  79. finden ist entsprechend in seine Grenzen verweist bebauen heißt der Mensch hat durchaus die Freiheit die Welt nach den menschlichen Bedürfnissen zu gestalten
  80. und zu verändern aber bewahren heißt dass man auch gleichzeitig die Verantwortung hat für die Schöpfung und die Erhaltung für die
  81. Lebensräume das heißt der Mensch befindet sich in einem Spannungsverhältnis auf der einen Seite tatsächlich eben die Freiheit zu haben
  82. sich entsprechend zu entwickeln wie er das möchte auf der anderen Seite allerdings auch Verantwortung zu übernehmen für die Welt und das ist auch
  83. das interessante an Max Webers herrschaftsbegriff der sagt wenn ich Verantwortung übernehme dann immer Verantwortung vorjemand das heißt ein
  84. Politiker der Verantwortung übernimmt hat auch immer Verantwortung zu zeigen vor dem Gesetz also wenn wir ein legales Machtverhältnis zwischen Menschen und
  85. Natur anstreben wollen auch aus christlicher Perspektive habe ich natürlich auch für die anderen Dingen Rechenschaft zu tragen und das ist das
  86. Besondere eben in der christlichen Verständnis zu imagode auch zum Herrschaftsanspruch dass wir uns immer zwischen diesen zwei extrem bewegen
  87. zwischen der Verantwortung auf der einen Seite und der Freiheit auf der anderen Seite um die Welt als solche auch zu erhalten die Herrschaft die der Mensch
  88. als eben Bild Gottes erhält ist geprägt tatsächlich von einem legalen herrschaftsbegriff wie in Max Weber geprägt hatte legal deswegen denn die
  89. Verantwortung die ich trage ist immer die Verantwortung vor Gott das heißt alles was ich tue jedes Handeln muss ich vor dem Forum also vor dem Gericht
  90. Gottes letztlich verantworten und das erklärt auch warum der Herrschaftsanspruch insgesamt eben kein absoluter Herrschaftsanspruch ist
  91. sondern eben nur ein relativer vielen Dank für das Zuhören und Zuschauen bis zu unserem nächsten Lernvideo

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