Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
Warum schließt die katholische Kirche Protestanten von der Eucharistie aus?
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 48 Zeilen
- Grüß euch Gott auf meinem Kanal. Wir tauchen wieder ein in die Schönheit des katholischen Glaubens. Warum dürfen Protestanten eigentlich nicht in der
- katholischen Kirche die Kommunion empfahren? Glauben Sie denn nicht an Jesus Christus? eint uns nicht viel mehr als was uns
- trennt. Die Frage wird sich oft gestellt und gerade auch bei Familienfeiern beispielsweise, die vielleicht gemischt religiös sind, kommt es da nicht selten
- auch zu Streitigkeiten. Dennoch kann man nicht als Protestant aus in ganz wenigen Ausnahmefällen zur katholischen
- Kommunion gehen. Wenn wir als Katholiken beispielsweise im Ausland sind und keine Möglichkeit haben, die Sonntagsmesse zu besuchen, gilt für uns der Besuch einer
- orthodoxen Liturgie als Ersatz für eine katholische Messe, weil die orthodoxe Kirche genau dasselbe glaubt wie wir über die heilige Eucharistie, nämlich
- dass durch die Worte eines geweihten Priesters, der durch einen gültig geweihten Bischof zum Priester geworden ist, der wiederum der Bischof sich
- zurückführen kann, bis äh durch also genealogisch gewissermaßen bis auf die Apostel durch ständig weitergehende Handauflegung ist er auch Bischof
- geworden und er kann eben Priester weiern. Das heißt, der Priester bekommt im letzten seine Weihe, Vollmacht von Jesus Christus selbst, der die Apostel
- ausgewählt hat. Die Orthodoxen glauben also wie die Katholiken, dass durch diese heilige Weihe der Priester befähigt ist, die Sakramente zu spenden
- und vor allem, dass diese Sakramente wirklich heilsam sind, heilsbringend sind und dass die Sakramente von Jesus Christus eingesetzt worden sind.
- Also ist die heilige Kommunion, die heilige Eucharistie bei der Orthodoxie für uns auf jeden Fall möglich zu empfangen. Solange allerdings
- der orthodoxe geistliche das erlaubt. Da muss man dann immer fragen, weil wir doch nicht in voller Einheit sind. Und wenn ein Orthodoxer aus denselben
- Gründen beispielsweise nur an eine katholische heilige Messe kommen kann, weil es keine orthodoxe Kirche in der Nähe gibt, dann wäre es von unserer
- Seite überhaupt kein Problem, in die heilige Kommunion zu erreichen. Warum also jetzt dieser Ausschluss der Protestanten? Die Protestanten glauben
- zuerst einmal nicht an ein Priestertum, an ein Weihepriestertum, nämlich, dass dieses Priestertum durch wie gesagt die
- Handauflegung eines Bischofs vermittelt wird, der wiederum durch seinen geistlichen Stammbaum bis auf die Apostel zurückgeht. Das heißt, da ist
- schon mal der große springende Punkt. Es gibt für die protestantischen Gläubigen keine Priester. Es gibt auch nicht dieses
- unblutige Opfer, wie es bei uns heißt, der heiligen Messe, der heiligen Echairistie. Es gibt natürlich in den evangelischen äh Gemeinschaften auch
- verschiedene Konzeptionen äh des letzten Abendmals, wie es bei Ihnen heißt. Das heißt eben nicht Eucharistie oder heilige Kommunion. äh verschiedene
- Abstufung gibt's dort, aber um es ganz einfach zu machen und ich möchte jetzt auch niemand zu nah treten, vor allem nicht unseren Brüder und Schwestern der
- des evangelischen Glaubens, aber ganz groß Mode kann man sagen, dass es eben nicht wirklich wahrhaftig und
- real so ist, dass Jesus präsent wäre in ihrem Abendmal, sondern es ist, um es ganz vereinfacht auszudrücken, für sie ein Erinnerungsmal. Es ist hat mehr
- symbolische Kraft bzw. Weise wird Jesus kommt in das Herz dadurch, dass man das Abendmal nimmt, aber das Abendmal selber ist nicht real. Jesus
- Christus für uns und für die Orthodoxie, das heißt für die überwältigende Mehrheit der Christen ist es allerdings ganz anders. Für uns ist die heilige
- Kommunion das Allerheiligste. Es ist ein Sakrament. Es ist etwas, das Jesus eingesetzt hat, das nur geschehen kann durch das Wirken eines gültig geweihten
- Priesters. Und dementsprechend ist da also ein himmelweiter Unterschied in den in den Konzeptionen, sagen wir. Ich verstehe
- auch nicht ganz, was das Problem ist, weil wenn ich beispielsweise zu einer zu einem evangelischen Gottesdienst gehe, dann fühle ich mich auch nicht
- beleidigt, dass ich jetzt nicht zum Abend mal gehen kann von katholischer Seite im übrigen, auch wenn ich vielleicht eingeladen wäre, aber es wäre
- ja auch nicht ganz ehrlich, weil wir sind in den in vielen grundlegenden Fragen leider uneins. Das heißt ja nicht, dass wir nicht zusammen beten
- können, dass wir uns nicht gern haben können, dass wir nicht danach streben und auch uns danach sehnen dürften, dass wir einmal ganz geeint sind, aber wir
- sind es nicht. Wenn das, was für uns das Allerheiligste ist, vor dem Knie werfen, ja, wenn das für die evangelischen Christen nur ein Stück Brot ist oder
- eine Erinnerung an etwas, das Jesus getan hat, dann muss man einfach anerkennen, dass der Unterschied zu groß ist, dass wir den nicht einfach
- wegwischen und so tun können, als wäre alles egal, es wäre alles wurscht. Diese Wurstigkeit auch in religiösen Fragen, die passt überhaupt nicht. Wenn
- allerdings man es glaubt, dann kann man ja auch katholisch werden, weil wie gesagt, die Auffassung ist doch eine höchst andere. Es geht bei dem Verbot
- für Protestanten, die heilige Kommunion zu empfangen, nicht darum irgendwen auszuschließen, sondern wir sie glauben es einfach nicht, dass es Jesus Christus
- ist. Und warum soll ich Ihnen dann die heilige Kommunion Jesus Christus in der Brotgestalt reichen? Das wäre nicht in Ordnung. Wie im übrigen auch ein
- Katholik, der nicht auf die Heilige Kommunion vorbereitet ist, der nicht ähm gebeichtet hat, falls er eine schwere Sünde begangen hat, der nicht das
- eucharistische Fasten eingehalten hat, ja, sowieso auch nicht zur Kommunion gehen sollen. Es gibt gewisse Vorbedingungen, die gelten für alle,
- aber natürlich die erste Vorbedingung ist der Glaube daran, dass das wirklich das ist, was es ist. Wenn ich das nicht glaube, brauche ich es auch nicht
- nehmen. Ich denke, wir sollten einfach ehrlich sein. Wir sollten sagen, wir glauben an Jesus Christus gemeinsam. In der Umsetzung, in der Interpretation
- gibt's einige Unterschiede. Wir vertrauen aber dem Herrn der Geschichte, der Jesus Christus ist, die Zukunft an. Wir bitten ihn, dass er uns alle
- zusammen führt. Solange das nicht der Fall ist, wollen wir aber auch nicht heucheln, dass es eine Einheit gäbe, die nun einmal nicht real ist. Das also ist
- der Grund, warum man als Evangelischer nicht zur Kommunion gehen kann. Und dennoch hoffe ich, dass das nicht zum Streit führt oder zu beleidigt sein,
- sondern dass wir einfach anerkennen, dass es Unterschiede gibt und dass wir damit ganz locker, fröhlich und leicht leben können. Beten wir vor allem für
- die Einheit der Kirche, beten wir darum, dass zusammen kommt, was zusammen gehört, das geschieht, was Jesus selbst wollte, dass nämlich ein Hirt und eine
- Herde sei. Und das können die wir Menschen nicht mehr machen, dass so viel so viel äh schon trauriges in der Geschichte passiert. Aber Jesus kann das
- und ihm vertrauen wir die Einheit der Kirche an.
Zum Nachlesen
KommunionDas eine ist die Hinwendung des Gläubigen von der Sünde (der Trennung von Gott) hin zur Gemeinschaft mit ihm. · Das andere ist die Bildung der Gemeinde durch die …
EucharistieSie wird bezogen auf das Abendmahl, das Jesus nach der Darstellung der Evangelien und des 1. Korintherbriefes mit seinen Jüngern kurz vor seinem Leiden und …
TranssubstantiationDie Transsubstantiationslehre beschreibt die dauerhafte Wandlung von Brot und Wein in der priesterlichen Vergegenwärtigung des einen Opfers Christi während der …
SakramentAls Sakrament bezeichnet man im Christentum einen Ritus, der als sichtbares Zeichen beziehungsweise als sichtbare Handlung eine unsichtbare Wirklichkeit …