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Warum schließt die katholische Kirche Protestanten von der Eucharistie aus?

Kanzel Kultur6:43 9.751 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 48 Zeilen
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  1. Grüß euch Gott auf meinem Kanal. Wir tauchen wieder ein in die Schönheit des katholischen Glaubens. Warum dürfen Protestanten eigentlich nicht in der
  2. katholischen Kirche die Kommunion empfahren? Glauben Sie denn nicht an Jesus Christus? eint uns nicht viel mehr als was uns
  3. trennt. Die Frage wird sich oft gestellt und gerade auch bei Familienfeiern beispielsweise, die vielleicht gemischt religiös sind, kommt es da nicht selten
  4. auch zu Streitigkeiten. Dennoch kann man nicht als Protestant aus in ganz wenigen Ausnahmefällen zur katholischen
  5. Kommunion gehen. Wenn wir als Katholiken beispielsweise im Ausland sind und keine Möglichkeit haben, die Sonntagsmesse zu besuchen, gilt für uns der Besuch einer
  6. orthodoxen Liturgie als Ersatz für eine katholische Messe, weil die orthodoxe Kirche genau dasselbe glaubt wie wir über die heilige Eucharistie, nämlich
  7. dass durch die Worte eines geweihten Priesters, der durch einen gültig geweihten Bischof zum Priester geworden ist, der wiederum der Bischof sich
  8. zurückführen kann, bis äh durch also genealogisch gewissermaßen bis auf die Apostel durch ständig weitergehende Handauflegung ist er auch Bischof
  9. geworden und er kann eben Priester weiern. Das heißt, der Priester bekommt im letzten seine Weihe, Vollmacht von Jesus Christus selbst, der die Apostel
  10. ausgewählt hat. Die Orthodoxen glauben also wie die Katholiken, dass durch diese heilige Weihe der Priester befähigt ist, die Sakramente zu spenden
  11. und vor allem, dass diese Sakramente wirklich heilsam sind, heilsbringend sind und dass die Sakramente von Jesus Christus eingesetzt worden sind.
  12. Also ist die heilige Kommunion, die heilige Eucharistie bei der Orthodoxie für uns auf jeden Fall möglich zu empfangen. Solange allerdings
  13. der orthodoxe geistliche das erlaubt. Da muss man dann immer fragen, weil wir doch nicht in voller Einheit sind. Und wenn ein Orthodoxer aus denselben
  14. Gründen beispielsweise nur an eine katholische heilige Messe kommen kann, weil es keine orthodoxe Kirche in der Nähe gibt, dann wäre es von unserer
  15. Seite überhaupt kein Problem, in die heilige Kommunion zu erreichen. Warum also jetzt dieser Ausschluss der Protestanten? Die Protestanten glauben
  16. zuerst einmal nicht an ein Priestertum, an ein Weihepriestertum, nämlich, dass dieses Priestertum durch wie gesagt die
  17. Handauflegung eines Bischofs vermittelt wird, der wiederum durch seinen geistlichen Stammbaum bis auf die Apostel zurückgeht. Das heißt, da ist
  18. schon mal der große springende Punkt. Es gibt für die protestantischen Gläubigen keine Priester. Es gibt auch nicht dieses
  19. unblutige Opfer, wie es bei uns heißt, der heiligen Messe, der heiligen Echairistie. Es gibt natürlich in den evangelischen äh Gemeinschaften auch
  20. verschiedene Konzeptionen äh des letzten Abendmals, wie es bei Ihnen heißt. Das heißt eben nicht Eucharistie oder heilige Kommunion. äh verschiedene
  21. Abstufung gibt's dort, aber um es ganz einfach zu machen und ich möchte jetzt auch niemand zu nah treten, vor allem nicht unseren Brüder und Schwestern der
  22. des evangelischen Glaubens, aber ganz groß Mode kann man sagen, dass es eben nicht wirklich wahrhaftig und
  23. real so ist, dass Jesus präsent wäre in ihrem Abendmal, sondern es ist, um es ganz vereinfacht auszudrücken, für sie ein Erinnerungsmal. Es ist hat mehr
  24. symbolische Kraft bzw. Weise wird Jesus kommt in das Herz dadurch, dass man das Abendmal nimmt, aber das Abendmal selber ist nicht real. Jesus
  25. Christus für uns und für die Orthodoxie, das heißt für die überwältigende Mehrheit der Christen ist es allerdings ganz anders. Für uns ist die heilige
  26. Kommunion das Allerheiligste. Es ist ein Sakrament. Es ist etwas, das Jesus eingesetzt hat, das nur geschehen kann durch das Wirken eines gültig geweihten
  27. Priesters. Und dementsprechend ist da also ein himmelweiter Unterschied in den in den Konzeptionen, sagen wir. Ich verstehe
  28. auch nicht ganz, was das Problem ist, weil wenn ich beispielsweise zu einer zu einem evangelischen Gottesdienst gehe, dann fühle ich mich auch nicht
  29. beleidigt, dass ich jetzt nicht zum Abend mal gehen kann von katholischer Seite im übrigen, auch wenn ich vielleicht eingeladen wäre, aber es wäre
  30. ja auch nicht ganz ehrlich, weil wir sind in den in vielen grundlegenden Fragen leider uneins. Das heißt ja nicht, dass wir nicht zusammen beten
  31. können, dass wir uns nicht gern haben können, dass wir nicht danach streben und auch uns danach sehnen dürften, dass wir einmal ganz geeint sind, aber wir
  32. sind es nicht. Wenn das, was für uns das Allerheiligste ist, vor dem Knie werfen, ja, wenn das für die evangelischen Christen nur ein Stück Brot ist oder
  33. eine Erinnerung an etwas, das Jesus getan hat, dann muss man einfach anerkennen, dass der Unterschied zu groß ist, dass wir den nicht einfach
  34. wegwischen und so tun können, als wäre alles egal, es wäre alles wurscht. Diese Wurstigkeit auch in religiösen Fragen, die passt überhaupt nicht. Wenn
  35. allerdings man es glaubt, dann kann man ja auch katholisch werden, weil wie gesagt, die Auffassung ist doch eine höchst andere. Es geht bei dem Verbot
  36. für Protestanten, die heilige Kommunion zu empfangen, nicht darum irgendwen auszuschließen, sondern wir sie glauben es einfach nicht, dass es Jesus Christus
  37. ist. Und warum soll ich Ihnen dann die heilige Kommunion Jesus Christus in der Brotgestalt reichen? Das wäre nicht in Ordnung. Wie im übrigen auch ein
  38. Katholik, der nicht auf die Heilige Kommunion vorbereitet ist, der nicht ähm gebeichtet hat, falls er eine schwere Sünde begangen hat, der nicht das
  39. eucharistische Fasten eingehalten hat, ja, sowieso auch nicht zur Kommunion gehen sollen. Es gibt gewisse Vorbedingungen, die gelten für alle,
  40. aber natürlich die erste Vorbedingung ist der Glaube daran, dass das wirklich das ist, was es ist. Wenn ich das nicht glaube, brauche ich es auch nicht
  41. nehmen. Ich denke, wir sollten einfach ehrlich sein. Wir sollten sagen, wir glauben an Jesus Christus gemeinsam. In der Umsetzung, in der Interpretation
  42. gibt's einige Unterschiede. Wir vertrauen aber dem Herrn der Geschichte, der Jesus Christus ist, die Zukunft an. Wir bitten ihn, dass er uns alle
  43. zusammen führt. Solange das nicht der Fall ist, wollen wir aber auch nicht heucheln, dass es eine Einheit gäbe, die nun einmal nicht real ist. Das also ist
  44. der Grund, warum man als Evangelischer nicht zur Kommunion gehen kann. Und dennoch hoffe ich, dass das nicht zum Streit führt oder zu beleidigt sein,
  45. sondern dass wir einfach anerkennen, dass es Unterschiede gibt und dass wir damit ganz locker, fröhlich und leicht leben können. Beten wir vor allem für
  46. die Einheit der Kirche, beten wir darum, dass zusammen kommt, was zusammen gehört, das geschieht, was Jesus selbst wollte, dass nämlich ein Hirt und eine
  47. Herde sei. Und das können die wir Menschen nicht mehr machen, dass so viel so viel äh schon trauriges in der Geschichte passiert. Aber Jesus kann das
  48. und ihm vertrauen wir die Einheit der Kirche an.

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