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EU-Richtline für Plattformarbeit – Hilfe für Helplinge

StiftungMercator3:42 253 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 21 Zeilen
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  1. Wir alle kennen und nutzen sie: Digitale Plattformen wie Lieferando, Helpling oder Uber, um uns Essen liefern zu lassen, Reinigungskräfte zu buchen oder Fahrdienste in Anspruch zu nehmen.
  2. Hinzu kommen Plattformen, über die Arbeitsaufträge vergeben werden, die digital von überall erledigt werden können – etwa an Übersetzer:innen, Designer:innen, Texter:innen oder Produkttester:innen.
  3. Ein gigantischer Markt. Allein in der EU arbeiten zurzeit mehr als 28 Millionen Menschen über digitale Plattformen.
  4. Im Jahr 2025 dürfte diese Zahl auf 43 Millionen anwachsen. Und von 2016 bis 2020 stiegen in der EU die Umsätze in der Plattformwirtschaft
  5. von schätzungsweise 3 auf 14 Milliarden Euro. Plattformarbeit bietet viele Chancen: Angebot und Nachfrage werden schnell und
  6. passgenau zusammengebracht. Außerdem setzt die Arbeit bei vielen Tätigkeiten keine formalen Qualifikationen
  7. oder komplizierte Bewerbungsprozesse voraus. Damit bietet sie zum Beispiel für Geringqualifizierte oder
  8. Menschen mit wenig Deutschkenntnissen einen leichten Einstieg in den Arbeitsmarkt. Aber mit dem zunehmenden Erfolg von Plattformen wächst auch die
  9. Kritik an den teilweise prekären Arbeitsbedingungen. Die Mehrheit der Beschäftigten sind Selbstständige, echte oder zumindest der Form nach, die
  10. trotz hoher Abhängigkeit von den Plattformbetreiber:innen nicht sozial abgesichert sind. Mindestlohngrenzen für Arbeitnehmer:innen gelten für sie nicht.
  11. 55 Prozent der Plattformarbeitenden in Europa verdienen weniger als das. Ein weiteres Problem: Um an lukrative Aufträge zu kommen, müssen die
  12. Plattformbeschäftigten ständig verfügbar sein. Tauchen hingegen Probleme auf, sind sie völlig auf sich allein gestellt.
  13. Sie sind sozial isoliert und können sich kaum gemeinsam organisieren. Es besteht also Handlungsbedarf.
  14. Eine EU-Richtlinie soll die Grundlage dafür schaffen, prekäre Schein-Selbstständigkeits-Jobs in reguläre Arbeitsplätze zu verwandeln.
  15. Dabei sollen auch die Plattformen in die Verantwortung genommen werden. Das algorithmische Management, also die digitale Steuerung von Arbeit, soll transparenter
  16. und besser kontrolliert werden: Nach welchen Kriterien wird eine Tätigkeit bewertet? Wie werden automatisierte Entscheidungen getroffen und Daten verarbeitet?
  17. Zudem will die Richtlinie den Ausbau von Kommunikationskanälen zwischen den Beschäftigten erleichtern. Aber auch abseits von Gesetzen kann für eine chancengerechte Plattformarbeit gesorgt werden.
  18. Zum Beispiel, indem sich Anbieter:innen durch Selbstverpflichtungen mehr Regeln setzen. Oder durch unabhängige Ratingsysteme, bei denen die Beschäftigten Plattformen und
  19. Arbeitsbedingungen bewerten können. Denn was wir bedenken sollten: In einer zunehmend digitalen Welt wird Arbeit immer mehr von
  20. Flexibilität und algorithmischem Arbeitsmanagement geprägt sein. Das heißt, all diese Aspekte betreffen nicht nur Plattformen, sondern
  21. die Zukunft unserer Arbeit allgemein.

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