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Demokratie und Diktatur | STARK erklärt

STARK Verlag5:01 126.021 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 31 Zeilen
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  1. Das sind Sebastian, Britney, S und Laura, die alle in den nächsten Wochen 18 Jahre alt werden. Während sich die ersten drei auch darauf freuen, dann
  2. endlich an politischen Wahlen teilnehmen zu dürfen, gibt es diese Freude für Laura nicht. Und zwar aus einem einfachen Grund. Die ersten drei leben
  3. in demokratischen Staaten. Laura dagegen in einer Diktatur. Das heißt, in Sebastians Britneys und Ursland darf die Bevölkerung frei und unabhängig über die
  4. politische Entwicklung abstimmen. Bei Laura nicht. Schauen wir uns nun einmal genauer an, was es mit Demokratie und Diktatur so auf sich hat.
  5. [Musik] Zuerst einmal zu den Demokratien. Demokratie leitet sich von den
  6. griechischen Worten Demos und Kratos ab. Demos bedeutet Staatsvolk und Kratos Herrschaft. Die Demokratie ist also die Herrschaft des Volkes. Alle
  7. demokratischen Systeme verfügen über drei gemeinsame Merkmale, nämlich die Volksouveränität, das Rechtsstaatsprinzip und den
  8. Pluralismus. Das bedeutet unter anderem, dass die Bevölkerung in freien Wahlen abstimmen kann, daß es eine Verfassung und ein Rechtssystem gibt und dass zu
  9. den Wahlen verschiedene Parteien antreten dürfen. Sebastian und Britney leben in einer repräsentativen Demokratie. Hier übertragen die Bürger
  10. ihre Souveränität durch regelmäßig stattfindende Wahlen an ihre Vertreter. Dabei gibt es zwei Grundtypen von repräsentativen Demokratien und zwar die
  11. parlamentarische und die präsidentielle. Diese Idealtypen kommen in der Reihenform nicht vor. Allerdings lassen sich viele Länder grundsätzlich
  12. zuordnen. Bei Sebastian in Deutschland handelt es sich eher um eine parlamentarische Demokratie. Hier wählt die Bevölkerung ihre Abgeordneten im
  13. Parlament und diese wiederum wählen dann den Regierungschef in Deutschland den Kanzler. Daneben gibt es den Bundespräsidenten als Staatsoberhaupt,
  14. der allerdings lediglich repräsentative Aufgaben wahrnimmt und wenig Einfluss auf das tatsächliche politische Geschehen hat. Der andere Grundtyp, die
  15. präsidentielle Demokratie, gilt eher bei Britney in den USA. Auch hier wird ein Parlament gewählt, der Kongress. In einer zweiten noch wichtigeren Wahl
  16. wählen die Amerikaner dann aber ihren Präsidenten, der Staatsoberhaupt und Regierungschef zugleich ist. Dieses System ist von einer starken
  17. Gewaltenteilung geprägt. Ein guter Freund der zwei ist Ursen ist aufgefallen, dass die Demokratie bei Urs ziemlich anders funktioniert. Die
  18. Schweiz hat nämlich zahlreiche Elemente einer direkten Demokratie. Das heißt, in der Schweiz werden viele wichtige Entscheidungen in Form von Referenten
  19. und Volksabstimmungen getroffen. Auch gibt es kein klar definiertes Staatsoberhaupt, sondern nur Leiter von Behörden, die aus dem Parlament gewählt
  20. werden. Nun aber zurück zu Laura. Sie lebt nach wie vor in einer Diktatur, kann also nicht politisch mitbestimmen. Außerdem gibt es in ihrem Land keine
  21. Gewaltenteilung, keinen Pluralismus und keine freien unabhängigen Medien. Aber nicht alle Diktaturen sind gleich. Auch hier gibt es verschiedene Arten. So
  22. unterscheidet man Diktaturen zunächst einmal danach, ob sie totalitärt sind. Eine totalitäre Diktatur hat den Anspruch, das komplette
  23. gesellschaftliche und private Leben zu kontrollieren. Eine autoritäre Diktatur beschränkt sich dagegen darauf, den Staat politisch zu
  24. beherrschen und es daher bestrebt, die dafür relevanten Bereiche der Gesellschaft zu kontrollieren. Daneben gibt es noch die Möglichkeit, Diktaturen
  25. nach den jeweiligen Herrschern zu typisieren. So gibt es als bedeutendste Variante die Einparteien bzw. Führerdatur, wie z.B. Hitlers
  26. nationalsozialistisches Deutschland. Hier spielen neben dem Führer immer auch die Parteien, in diesem Fall die NSDP, eine wichtige Rolle. Weitere Varianten
  27. sind eine sogenannte Theokratie als eine religiöse Diktatur wie im heutigen Iran und Militärdiktaturen wie in zahlreichen südamerikanischen Staaten in den 1970er
  28. und 1980er Jahren. Alles klar? Fassen wir noch mal das Wichtigste zusammen. Politische Systeme werden unterteilt in Demokratien und Diktaturen. In
  29. Demokratien kann das Volk frei entscheiden, in Diktaturen nicht. Demokratien werden dabei in die Grundtypen der direkten und
  30. repräsentativen Demokratie unterteilt, wobei Letztere weiter in präsidentielle und parlamentarische untergliedert werden kann. Diktaturen dagegen können
  31. in Einparteien und Führerdiktaturen, Theokratien und Militärdiktaturen eingeteilt werden.

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