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Mitbestimmung von Berliner Schüler*innen Teil 1: Die eigene Schule

Berliner Landeszentrale für politische Bildung3:10 2.036 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 29 Zeilen
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  1. So, Leute. Reden wir über das, was gerade so alles schief läuft. In der Welt: Klimawandel. Populist*innen. Fake News.
  2. In Deutschland: rechtsextreme Gewalt. Ungerechte Verteilung von Wohlstand und Chancen.
  3. An deiner Schule: vielleicht stinken die Toiletten zum Himmel, vielleicht werden wichtige Themen im Unterricht übergangen.
  4. Manche dieser Probleme betreffen euch direkt, manche indirekt. Bei einigen Dingen ist es wichtig, dass ihr euch positioniert und eure Meinung klar äußert,
  5. und bei anderen könnt ihr ganz konkret aktiv werden und etwas verändern. Denn wenn es um euch geht, und um das Umfeld, in dem ihr lebt,
  6. dann solltet ihr es nicht anderen überlassen, darüber zu bestimmen, sondern selbst etwas verändern.
  7. Das fängt bei eurer Schule an, denn hier habt Ihr ganz klare Aktionsmöglichkeiten. Ihr seid schließlich Teil davon!
  8. Im Berliner Schulgesetz ist festgeschrieben, dass Schüler*innen das Recht haben, über Angelegenheiten, die sie betreffen, mitzubestimmen.
  9. Als gewählte*r Schülervertreter*in sitzt ihr in der Schulkonferenz, als Berater*in in Lehrkräfte- und Elterngremien
  10. und in jeder der Fachkonferenzen. Zweimal im Schulhalbjahr könnt ihr in einer wichtigen Angelegenheit
  11. eine Schülervollversammlung für die ganze Schule innerhalb der Unterrichtszeiten einberufen.
  12. Zusammen mit anderen Schülern*innen könnt ihr eigene Gruppen und Ausschüsse zu wichtigen Themen bilden
  13. und die Schule kann euch Räume dafür zur Verfügung stellen. Ihr könnt eure Mitschüler*innen informieren,
  14. zum Beispiel zusammen mit der Redaktion der Schülerzeitung. Die Gesamtschülervertretung einer Schule darf sich bis zu zweimal pro Monat
  15. während der Unterrichtszeit für jeweils zwei Unterrichtsstunden zu einer gemeinsamen Sitzung treffen.
  16. Und in der Schulkonferenz sitzen genauso viele Schüler*innen wie Lehrkräfte und Eltern.
  17. Als Schülervertreter*innen könnt ihr ganz konkret was erreichen: Ihr könnt Projekttage zu wichtigen Themen mitbestimmen,
  18. Veranstaltungen planen und organisieren oder Verbesserungsvorschläge für eure Schule bei Leitung und Förderverein vortragen.
  19. Ihr habt keine Schulcafeteria oder eure Mensa soll geschlossen werden, aber ihr braucht einen Ort, an dem es Essen und Snacks gibt?
  20. Dann macht doch ein Projekt der Schüler*innen und der GSV daraus und bringt es in die Schulkonferenz ein.
  21. Nicht alle werden davon begeistert sein und wahrscheinlich ist es ein Haufen Arbeit und Engagement für euch,
  22. aber wenn ihr gute Argumente habt und euch Partner*innen sucht, dann werdet ihr das schaffen. In einigen Schulen hat es schon geklappt.
  23. Auch außerhalb der Gremien könnt ihr euch einbringen und euren Teil beitragen. Zum Beispiel als Redakteur*in der Schülerzeitung über wichtige Themen informieren
  24. oder Diskussionen in Gang bringen. Wichtig ist:
  25. Nur meckern gilt hier nicht. Das Ganze funktioniert nur mit euch. Eure Schülervertreter*innen sind nicht „die da oben“, die für und über euch bestimmen.
  26. Sie sind von euch gewählt und können nur darum für euch sprechen und jede*r kann sich zur Wahl stellen und hat die Möglichkeit, selbst mitzureden.
  27. Eure SV, das seid ihr – und die SV braucht dein Engagement. Schau dir deine Schülervertreter*innen an.
  28. Geh zur Schülerversammlung und wähl´ die, die deine Interessen am besten vertreten. Und stell dich zur Wahl!
  29. Du, und nimm gleich deine Freundinnen und Freunde mit. Denn wenn euch was nervt, seid Ihr diejenigen, die es ändern können.

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