Mitbestimmung von Berliner Schüler*innen Teil 1: Die eigene Schule Berliner Landeszentrale für politische Bildung https://www.youtube.com/watch?v=Ct2TzFDGePY Transkript (automatisch erstellt) 0:00 So, Leute. Reden wir über das, was gerade so alles schief läuft. In der Welt: Klimawandel. Populist*innen. Fake News. 0:08 In Deutschland: rechtsextreme Gewalt. Ungerechte Verteilung von Wohlstand und Chancen. 0:14 An deiner Schule: vielleicht stinken die Toiletten zum Himmel, vielleicht werden wichtige Themen im Unterricht übergangen. 0:20 Manche dieser Probleme betreffen euch direkt, manche indirekt. Bei einigen Dingen ist es wichtig, dass ihr euch positioniert und eure Meinung klar äußert, 0:28 und bei anderen könnt ihr ganz konkret aktiv werden und etwas verändern. Denn wenn es um euch geht, und um das Umfeld, in dem ihr lebt, 0:35 dann solltet ihr es nicht anderen überlassen, darüber zu bestimmen, sondern selbst etwas verändern. 0:40 Das fängt bei eurer Schule an, denn hier habt Ihr ganz klare Aktionsmöglichkeiten. Ihr seid schließlich Teil davon! 0:46 Im Berliner Schulgesetz ist festgeschrieben, dass Schüler*innen das Recht haben, über Angelegenheiten, die sie betreffen, mitzubestimmen. 0:53 Als gewählte*r Schülervertreter*in sitzt ihr in der Schulkonferenz, als Berater*in in Lehrkräfte- und Elterngremien 0:58 und in jeder der Fachkonferenzen. Zweimal im Schulhalbjahr könnt ihr in einer wichtigen Angelegenheit 1:04 eine Schülervollversammlung für die ganze Schule innerhalb der Unterrichtszeiten einberufen. 1:08 Zusammen mit anderen Schülern*innen könnt ihr eigene Gruppen und Ausschüsse zu wichtigen Themen bilden 1:13 und die Schule kann euch Räume dafür zur Verfügung stellen. Ihr könnt eure Mitschüler*innen informieren, 1:19 zum Beispiel zusammen mit der Redaktion der Schülerzeitung. Die Gesamtschülervertretung einer Schule darf sich bis zu zweimal pro Monat 1:26 während der Unterrichtszeit für jeweils zwei Unterrichtsstunden zu einer gemeinsamen Sitzung treffen. 1:31 Und in der Schulkonferenz sitzen genauso viele Schüler*innen wie Lehrkräfte und Eltern. 1:36 Als Schülervertreter*innen könnt ihr ganz konkret was erreichen: Ihr könnt Projekttage zu wichtigen Themen mitbestimmen, 1:42 Veranstaltungen planen und organisieren oder Verbesserungsvorschläge für eure Schule bei Leitung und Förderverein vortragen. 1:48 Ihr habt keine Schulcafeteria oder eure Mensa soll geschlossen werden, aber ihr braucht einen Ort, an dem es Essen und Snacks gibt? 1:55 Dann macht doch ein Projekt der Schüler*innen und der GSV daraus und bringt es in die Schulkonferenz ein. 2:00 Nicht alle werden davon begeistert sein und wahrscheinlich ist es ein Haufen Arbeit und Engagement für euch, 2:04 aber wenn ihr gute Argumente habt und euch Partner*innen sucht, dann werdet ihr das schaffen. In einigen Schulen hat es schon geklappt. 2:11 Auch außerhalb der Gremien könnt ihr euch einbringen und euren Teil beitragen. Zum Beispiel als Redakteur*in der Schülerzeitung über wichtige Themen informieren 2:18 oder Diskussionen in Gang bringen. Wichtig ist: 2:25 Nur meckern gilt hier nicht. Das Ganze funktioniert nur mit euch. Eure Schülervertreter*innen sind nicht „die da oben“, die für und über euch bestimmen. 2:34 Sie sind von euch gewählt und können nur darum für euch sprechen und jede*r kann sich zur Wahl stellen und hat die Möglichkeit, selbst mitzureden. 2:41 Eure SV, das seid ihr – und die SV braucht dein Engagement. Schau dir deine Schülervertreter*innen an. 2:48 Geh zur Schülerversammlung und wähl´ die, die deine Interessen am besten vertreten. Und stell dich zur Wahl! 2:54 Du, und nimm gleich deine Freundinnen und Freunde mit. Denn wenn euch was nervt, seid Ihr diejenigen, die es ändern können.