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Stakeholder und Shareholder Value Ansatz | Vor- und Nachteile einfach erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 25 Zeilen
- Wir haben uns schon die Anspruchsgruppen angeschaut. Kurze Wiederholung, das sind sämtliche Personengruppen, die etwas von einer Unternehmung erwarten.
- Anspruchsgruppen werden auch Stakeholder genannt. So, das mal zu den Grundlagen. Jetzt gibt es zwei verschiedene Ansätze,
- die ein Unternehmen verfolgen kann. Einerseits den Stakeholder Value Ansatz und andererseits den Shareholder Value Ansatz.
- Schauen wir uns als erstes den Stakeholder Valueansatz an. Wie schön wäre es für eine Unternehmung, wenn alle Anspruchsgruppen die gleichen Interessen
- hätten? Das wäre ein Traum. Doch leider sieht die Realität ganz anders aus, denn oftmals herrscht zwischen den Anspruchsgruppen ein
- Interessenskonflikt, auch Zielkonflikt genannt. Das heißt, das Erreichen eines Ziel bei einer Anspruchsgruppe verhindert das Erreichen eines Ziels bei
- einer anderen. Wenn euch das Verhältnis zwischen den Anspruchsgruppen genauer interessiert, dann schaut euch das Video Zielharmonie, Zielneutralität und
- Zielkonflikt an. Jetzt aber zurück zum Stakeholder Valueansatz. Hier versucht die Unternehmung so gut
- wie möglich zwischen diesen Anspruchsgruppen zu balancieren. Man versucht Kompromisse einzugehen, keine Anspruchsgruppe komplett zu
- vernachlässigen und auch nicht eine komplett zu bevorzugen. Man kann sich vorstellen, dass es sehr schwierig sein kann, eine gute Balance
- zu halten. Jetzt kann sich eine Unternehmung auch dazu entschließen, den Shareholder Valueansatz zu verfolgen.
- Shareholder sind Anteilseigner eines Unternehmens, also die Eigenkapitalgeber. Shareholder gehören im Grunde genommen
- auch zu den Anspruchsgruppen, sind also auch Stakeholder. Man stellt bei diesem Ansatz aber den Eigentümer, oftmals den Aktionär in den
- Vordergrund. Die anderen Anspruchsgruppen sind zweitrangig. Die Eigentümer verfolgen im Grunde genommen zwei Ziele.
- Erstens, hohe Gewinne. Da sie beteiligt sind, bekommen Sie auch ein Stück vom Kuchen ab, also vom Gewinn. Je größer dieser Kuchen ist, desto größer wird
- auch deren Gewinnbeteiligung. Um den Gewinn zu maximieren, kann man zwei Sachen machen. Mehr verkaufen oder Kosten einsparen.
- Letzteres ist in der Regel einfacher, was aber beispielsweise anderen Anspruchsgruppen nicht unbedingt in die Karten spielt.
- Beispielsweise werden Kosteneinsparungen bei den Mitarbeitern gemacht und möglicherweise einige entlassen. Es kann aber auch sein, dass man beim
- Material spart, was eine schlechtere Qualität zurfolge hätte. Das würde sich natürlich negativ bei der Kundschaft auswirken.
- Zweitens, Steigerung Marktwert. Wenn das Unternehmen an Wert gewinnt, können die Eigentümer ihre Anteile teurer verkaufen.
- Das heißt, die Eigentümer möchten ebenfalls, dass die Unternehmung langfristig besteht und wenn möglich auch an Wert gewinnt.
- Der Wert eines Unternehmens kann aber in der Regel nur steigen, wenn auch Investitionen gemacht werden, beispielsweise in Forschung und in gut
- ausgebildete Mitarbeiter. Man kann also sehen, dass der Shareholder Valueansatz in gewissermaßen ein Widerspruch in sich ist und selbst
- hier ein Zielkonflikt vorliegt. Welcher Ansatz ist nun besser? Aus heutiger Sicht ist man der Meinung, dass der Stakeholder Value-Aansatz also
- versuchen, so viele Anspruchsgruppen wie möglich zufrieden zu stellen, der deutlich langfristigere und dadurch der erfolgreichere Ansatz ist. M.
Zum Nachlesen
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