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Beziehungskapital
Beziehungskapital als immaterieller Unternehmenswert untersucht Stakeholder-Beziehungen und grenzt sich deutlich vom Shareholder-Value-getriebenen Blick auf …
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Begriff und Bedeutung
Beziehungskapital bezeichnet die Beziehungen einer Organisation zu ihren Stakeholdern, zum Beispiel Kunden und Lieferanten, sowie zu weiteren Partnern und zur Öffentlichkeit. Es zeigt, welchen Wert diese Stakeholder den Geschäftsbeziehungen beimessen.
Als immaterieller Unternehmenswert gehört Beziehungskapital zu den nicht direkt körperlich greifbaren Werten eines Unternehmens. Es ist wichtig, weil es sichtbar macht, wie tragfähig und wertvoll die Beziehungen eines Unternehmens zu seinem Umfeld sind.
Zweck und Anwendung
Durch die Analyse von Beziehungskapital können Managemententscheidungen und Managementprozesse eines Unternehmens bewertet werden. Außerdem kann die Kommunikation eines Unternehmens gezielt gesteuert werden.
Das Konzept wird besonders im strategischen Stakeholder-Management eingesetzt. Es spielt außerdem eine Rolle bei der Erstellung von Wissensbilanzen und im Rahmen der Berichtspflicht zur Corporate Social Responsibility, also zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen.
Abgrenzung zum Shareholder Value
Beziehungskapital grenzt sich deutlich von einer Sichtweise ab, die vor allem am Shareholder Value orientiert ist. Shareholder Value meint den Wert eines Unternehmens aus Sicht der Anteilseigner.
Statt nur Unternehmen und Absatzmärkte aus dieser Perspektive zu betrachten, rückt Beziehungskapital andere Aspekte in den Mittelpunkt: die Bedeutung von Meinungsmärkten, immateriellen Vermögenswerten und deren Potenzial zur Wertschöpfung.