Stakeholder und Shareholder Value Ansatz | Vor- und Nachteile einfach erklärt Eduty https://www.youtube.com/watch?v=7wBtK3kCiOw Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Wir haben uns schon die Anspruchsgruppen angeschaut. Kurze Wiederholung, das sind sämtliche Personengruppen, die etwas von einer Unternehmung erwarten. 0:10 Anspruchsgruppen werden auch Stakeholder genannt. So, das mal zu den Grundlagen. Jetzt gibt es zwei verschiedene Ansätze, 0:20 die ein Unternehmen verfolgen kann. Einerseits den Stakeholder Value Ansatz und andererseits den Shareholder Value Ansatz. 0:29 Schauen wir uns als erstes den Stakeholder Valueansatz an. Wie schön wäre es für eine Unternehmung, wenn alle Anspruchsgruppen die gleichen Interessen 0:39 hätten? Das wäre ein Traum. Doch leider sieht die Realität ganz anders aus, denn oftmals herrscht zwischen den Anspruchsgruppen ein 0:50 Interessenskonflikt, auch Zielkonflikt genannt. Das heißt, das Erreichen eines Ziel bei einer Anspruchsgruppe verhindert das Erreichen eines Ziels bei 1:00 einer anderen. Wenn euch das Verhältnis zwischen den Anspruchsgruppen genauer interessiert, dann schaut euch das Video Zielharmonie, Zielneutralität und 1:09 Zielkonflikt an. Jetzt aber zurück zum Stakeholder Valueansatz. Hier versucht die Unternehmung so gut 1:17 wie möglich zwischen diesen Anspruchsgruppen zu balancieren. Man versucht Kompromisse einzugehen, keine Anspruchsgruppe komplett zu 1:26 vernachlässigen und auch nicht eine komplett zu bevorzugen. Man kann sich vorstellen, dass es sehr schwierig sein kann, eine gute Balance 1:35 zu halten. Jetzt kann sich eine Unternehmung auch dazu entschließen, den Shareholder Valueansatz zu verfolgen. 1:44 Shareholder sind Anteilseigner eines Unternehmens, also die Eigenkapitalgeber. Shareholder gehören im Grunde genommen 1:53 auch zu den Anspruchsgruppen, sind also auch Stakeholder. Man stellt bei diesem Ansatz aber den Eigentümer, oftmals den Aktionär in den 2:03 Vordergrund. Die anderen Anspruchsgruppen sind zweitrangig. Die Eigentümer verfolgen im Grunde genommen zwei Ziele. 2:14 Erstens, hohe Gewinne. Da sie beteiligt sind, bekommen Sie auch ein Stück vom Kuchen ab, also vom Gewinn. Je größer dieser Kuchen ist, desto größer wird 2:25 auch deren Gewinnbeteiligung. Um den Gewinn zu maximieren, kann man zwei Sachen machen. Mehr verkaufen oder Kosten einsparen. 2:36 Letzteres ist in der Regel einfacher, was aber beispielsweise anderen Anspruchsgruppen nicht unbedingt in die Karten spielt. 2:45 Beispielsweise werden Kosteneinsparungen bei den Mitarbeitern gemacht und möglicherweise einige entlassen. Es kann aber auch sein, dass man beim 2:55 Material spart, was eine schlechtere Qualität zurfolge hätte. Das würde sich natürlich negativ bei der Kundschaft auswirken. 3:05 Zweitens, Steigerung Marktwert. Wenn das Unternehmen an Wert gewinnt, können die Eigentümer ihre Anteile teurer verkaufen. 3:16 Das heißt, die Eigentümer möchten ebenfalls, dass die Unternehmung langfristig besteht und wenn möglich auch an Wert gewinnt. 3:26 Der Wert eines Unternehmens kann aber in der Regel nur steigen, wenn auch Investitionen gemacht werden, beispielsweise in Forschung und in gut 3:36 ausgebildete Mitarbeiter. Man kann also sehen, dass der Shareholder Valueansatz in gewissermaßen ein Widerspruch in sich ist und selbst 3:45 hier ein Zielkonflikt vorliegt. Welcher Ansatz ist nun besser? Aus heutiger Sicht ist man der Meinung, dass der Stakeholder Value-Aansatz also 3:56 versuchen, so viele Anspruchsgruppen wie möglich zufrieden zu stellen, der deutlich langfristigere und dadurch der erfolgreichere Ansatz ist. M.