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Optimales Produktionsprogramm mit Engpass gaaanz einfach!
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 71 Zeilen
- Hallo ihr Lieben, es ist Sonntag, es ist 12 Uhr. Willkommen zum neuen Video.
- Thema heute, ist das Optimale Produktionsprogramm mit Engpass. Wir schauen uns das Ganze wieder an einem Beispiel an.
- Der Arbeitsauftrag lautet: Bestimme das optimale Produktionsprogramm. Nutze dafür die folgende Tabelle und ihre Werte. Beachte dabei,
- dass der Lackierautomat mit 150 Std. Laufzeit pro Monat einen Produktionsengpass darstellt. Es gibt also einen Engpass. Was ist denn das? Es kommt oft vor, dass mehrere Produkte eine
- Maschine benötigen, die nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht. Wir können also nicht so viele Produkte produzieren, wie wir gerne möchten oder auch verkaufen könnten,
- weil wir hier einen Engpass haben. Hier in unserem Beispiel ist es so, dass der Lackierautomat nur 150 Stunden im Monat laufen kann. Danach ist Schicht. Mehr
- schafft das Teil nicht. Daher stellt sich für uns die Frage, in welcher Reihenfolge wir die Produkte herstellen müssen, damit wir unseren Gesamtdeckungsbeitrag maximieren können.
- Wie man das macht, dass schauen wir uns jetzt mal an. 1. Schritt: Berechnen des absoluten Deckungsbeitrags
- Den absoluten Deckungsbeitrag berechnet man, indem man vom Preis die variablen Stückkosten abzieht. Wir haben einen Preis von 120 €, also rechnen wir 120 minus variable Stückkosten von 90 € und das
- ergibt einen absoluten Deckungsbeitrag von 30 €. Den übernehmen wir nach unten in unsere Tabelle. Die anderen Zahlen rechnen wir nach dem gleichen Muster aus und tragen sie ebenfalls in unsere
- Tabelle ein. So jetzt haben wir die absoluten Deckungsbeiträge fertig. 2. Schritt: Übertragen von absolutem
- Deckungsbeitrag, Engpasszeit pro Stück und absetzbarer Menge Die Vorarbeiten sind nun erledigt und wir können alle Zahlen in unsere Tabelle
- zum optimalen Produktionsprogramm eintragen. Wir starten mit den absoluten Deckungsbeiträgen. Weiter geht es mit der Engpasszeit, das ist die Zeit, die das Produkt auf dem Lackierautomaten
- benötigt. Beim Wohnzimmertisch wären es 25 Minuten. Das bedeutet also, dass man bei der Herstellung eines Wohnzimmertisches den Lackierautomat für 25
- Minuten benötigt. Also auf gut Deutsch, einmal Wohnzimmertisch lackieren dauert 25 Minuten. In der ganz rechten Spalte sehen wir die absetzbare Menge pro Monat. Daran können
- wir sehen wie viel von welchem Produkt wir pro Monat verkaufen können. Wir können also maximal 300 Wohnzimmertische pro Monat verkaufen. Die Zahlen dazu kommen aus dem Marketing. Sie müssen
- also immer in der Aufgabenstellung vorgegeben werden. Du kannst sie nicht selbst ausrechnen. Weiter geht es mit dem 3. Schritt, dem Berechnen
- des relativen Deckungsbeitrags für jedes Produkt Jetzt müssen wir den relativen Deckungsbeitrag berechnen. Also den Deckungsbeitrag pro Zeiteinheit, hier pro Minute. Dazu nehmen wir
- den absoluten Deckungsbeitrag für das jeweilige Produkt und teilen ihn durch die Engpasszeit pro Stück und erhalten den relativen Deckungsbeitrag. Fangen wir mal mit dem Wohnzimmertisch an. Hier
- teilen wir einfach den absoluten Deckungsbeitrag von 30 € durch die Engpasszeit von 25 Minuten und erhalten einen relativen Deckungsbeitrag von 1,20 € pro Minute für den Wohnzimmertisch.
- Das Gleiche machen wir jetzt bei den anderen Produkten auch noch. Also beim Beistelltisch 20 € geteilt durch 15 Minuten und das macht dann 1,33 €. Beim Bistrotisch sind es 15 durch 10 und
- das macht dann 1,50 €. Jetzt kommt noch der Schreibtisch mit 50 geteilt durch 35 und das macht dann 1,43 €. Fertig! Weiter geht es mit dem
- 4. Schritt, dem Festlegen der Rangfolge nach relativem Deckungsbeitrag Jetzt müssen wir das Ganze in eine Rangfolge bringen. Schauen wir mal welcher relative
- Deckungsbeitrag der Höchste ist. Ach ja hier, die 1,50 € vom Bistrotisch. Das ist also unsere Nummer 1. Weiter geht es mit den 1,43 € vom Schreibtisch. Das ist dann also Nummer 2.
- Nummer 3 ist der Beistelltisch mit 1,33 € und last but not least der Wohnzimmertisch mit 1,20 € als Nummer 4. Weiter geht es mit dem
- 5. Schritt dem Übertragen der Werte in die untere Tabelle nach der Rangfolge Beginnen wir erstmal damit die 2. Tabelle mit den Werten auszufüllen, die wir bereits haben.
- Das Wichtigste dabei ist es, dass wir die Werte nach der eben ermittelten Rangfolge der Produkte eintragen. Wir starten also nicht wie bisher mit dem Wohnzimmertisch, denn dieser ist ja
- nun auf Platz 4. Wir starten also mit unserer Nummer 1, dem Bistrotisch und tragen alle Werte dieses Tisches in die erste Zeile ein. Weiter geht es mit unserer Nummer 2, dem Schreibtisch,
- dann kommt Nummer 3, der Beistelltisch und dann Nummer 4 der Wohnzimmertisch. Jetzt fehlt uns nur noch die Engpasskapazität und die rechnen wir im 6. Schritt aus.
- In der Aufgabenstellung steht, dass der Lackierautomat maximal 150 Stunden im Monat läuft. In unserer Tabelle werden die Engpasszeiten in Minuten angegeben. Daher ist
- es sinnvoll die Kapazität der Maschine ebenfalls in Minuten umzurechnen. Eine Stunde hat 60 Minuten, daher rechnen wir: Engpasskapazität in Stunden mal 60 und
- das ergibt die Engpasskapazität in Minuten. Also rechnen wir 150 Stunden mal 60 Minuten und das ergibt eine Engpasskapazität für den Lackierautomaten von 9.000 Minuten. Diese tragen
- wir ganz unten in der Tabelle ein. 7. Schritt: Berechnen der Produktionsmenge für den Bistrotisch Jetzt wo alle Werte in der Tabelle drinstehen,
- können wir endlich mit der Rechnung beginnen. Los geht´s. Wir fangen oben mit dem Bistrotisch an. Jetzt müssen wir ausrechnen wie lange der Lackierautomat für
- das Lackieren der 150 Bistrotische, die wir maximal verkaufen können, benötigt. Wir rechnen also absetzbare Menge mal Engpasszeit pro Stück und erhalten die Gesamtengpasszeit.
- Von diesem Tisch können wir pro Monat 150 Stück verkaufen. Also möchten wir natürlich gerne auch 150 Stück produzieren. Jetzt müssen wir ausrechnen wie lange der Lackierautomat für die Lackierung
- unserer Bistrotische benötigt und das geht so. Wir multiplizieren einfach die absetzbare Menge von 150 Stück mit der Engpasszeit von 10 Minuten und erhalten eine Gesamtengpasszeit von 1.500
- Minuten. Der Lackierautomat braucht also 1.500 Minuten, um die 150 Tische zu lackieren. Die 1.500 Minuten tragen wir wieder in die Tabelle ein. Im nächsten Schritt müssen wir schauen,
- ob die Engpasskapazität des Lackierautomaten ausreicht, um die 150 Bistrotische zu lackieren. Für das Lackieren der Bistrotische braucht der Automat 1.500 Minuten. Der Lackierautomat
- hat eine Kapazität von 9.000 Minuten. 1.500 Minuten ist kleiner als 9.000 Minuten. Also gibt es keine Probleme und wir können die 150 Bistrotische, die wir verkaufen können,
- auch produzieren und deshalb schreiben wir bei „Produktionsmenge“ die 150 Stück rein. Weiter geht´s mit den Schreibtischen. Hier machen wir es wieder genauso.
- Absetzbare Menge mal Engpasszeit ist gleich Gesamtengpasszeit. Wir rechnen also 100 mal 35 und das macht 3.500 Minuten. Die Zahl tragen wir wieder in die Tabelle ein.
- Jetzt müssen wir schauen, ob die Engpasskapazität des Lackierautomaten ausreicht, um die 150 Bistrotische und die 100 Schreibtische zu lackieren.
- Daher zählen wir die 1.500 Minuten von den Bistrotischen und die 3.500 Minuten von den Schreibtischen zusammen und das macht 5.000 Minuten und das ist immer noch kleiner
- als die Kapazität von 9.000 Minuten. Also können wir die 100 Schreibtische, die wir verkaufen können, auch ohne Probleme produzieren. Deshalb tun wir
- das auch und schreiben die 100 Stück wieder bei der Produktionsmenge rein. Weiter geht´s mit den Beistelltischen. Auch hier das gleiche Spiel: 200 Stück
- mal 15 Minuten ist gleich 3.000 Minuten. Die tragen wir wieder in die Tabelle ein. Jetzt müssen wir schauen, ob die Engpasskapazität des Lackierautomaten ausreicht, um die 150
- Bistrotische, die 100 Schreibtische und die 200 Beistelltische zu lackieren. Daher zählen wir die 1.500 Minuten von den Bistrotischen, die 3.500 Minuten von
- den Schreibtischen sowie die 3.000 Minuten von den Beistelltischen zusammen. Das macht 8.000 Minuten. Das ist immer noch kleiner als die 9.000 Minuten Kapazität des Lackierautomaten. Also gibt
- es keine Probleme und wir können die 200 Beistelltische, die wir verkaufen können, auch produzieren und deshalb schreiben wir bei „Produktionsmenge“ die 200 Stück rein.
- Weiter geht´s mit den Wohnzimmertischen. Also auch hier das gleiche Spiel: 300 Stück mal 25 Minuten und das macht. 7.500 Minuten. Jetzt müssen wir schauen, ob die
- Engpasskapazität des Lackierautomaten ausreicht, um die 150 Bistrotische, die 100 Schreibtische, die 200 Beistelltische und die 300 Wohnzimmertische zu lackieren.
- Daher zählen wir die 1.500 Minuten von den Bistrotischen, die 3.500 Minuten von den Schreibtischen, die 3.000 Minuten von den Beistelltischen sowie die 7.500 Minuten von den
- Wohnzimmertischen zusammen. Das macht zusammen: 15.500 Minuten. Oh, das wird dann wohl nix. Wir haben ja nur 9.000 Minuten zu verteilen. Wir können also von den Wohnzimmertischen keine
- 300 Stück produzieren, obwohl wir sie absetzen könnten, da der Lackierautomat das nicht schafft. Jetzt stellt sich die Frage, wie viel Stück wir produzieren können. Daher müssen wir
- erstmal ausrechnen wie viele Minuten noch auf der Maschine frei sind. Dazu ziehen wir von der Kapazität des Lackierautomaten von 9.000 Minuten die Engpasszeit des Bistrotisches
- von 1.500 Minuten, die Engpasszeit des Schreibtisches von 3.500 Minuten und die Engpasszeit des Beistelltisches von 3.000 Minuten ab. Somit bleiben noch 1.000 Minuten für
- die Produktion von Wohnzimmertischen übrig. Diese tragen wir wieder in die Tabelle ein. Um auszurechnen wie viele Wohnzimmertische wir herstellen können, teilen wir nun die
- Restengpasskapazität durch die Engpasszeit pro Stück für einen Wohnzimmertisch. Da der Lackierautomat 25 Minuten braucht, um einen Wohnzimmertisch zu lackieren,
- teilen wir die Restengpasszeit von 1.000 Minuten durch die 25 Minuten. Da kommt 40 raus. Wir können also noch 40 Schreibtische produzieren. Die Zahl übernehmen wir wieder in die Tabelle.
- Jetzt wissen wir also wie viel Stück wir von jedem Produkt herstellen können, um unseren Gesamtdeckungsbeitrag zu maximieren und genau diese Menge werden wir auch produzieren. Somit ist
- das optimale Produktionsprogramm fertig. Falls du noch Fragen zum optimalen Produktionsprogramm oder auch anderen Themen der Deckungsbeitragsrechnung hast,
- dann schau dir doch mal mein Buch zur Deckungsbeitragsrechnung bei Amazon an. In meinem Buch erkläre ich dir Schritt für Schritt mit vielen farbigen Abbildungen,
- wie man kinderleicht den Deckungsbeitrag errechnet und die einstufige und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung durchführt. Außerdem ermitteln wir auch das optimale
- Produktionsprogramm mit und ohne Engpass. Zusätzlich zum Buch gibt es einen kostenlosen Mitgliederbereich. Hier kannst du dir Zusammenfassungen und Lösungsschemata zu
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- Den Link zum Buch findest du unten in der Videobeschreibung. Falls dir das Video gefallen hat, würde ich mich über ein Like von dir freuen.
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- Mach´s gut, bis dann Tschüss!!!
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