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Römisches Reich, Sklaverei und WEIRD People | Arbeit und Macht #002

Augen der Welt1:24:36 69 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 565 Zeilen
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  1. hallo und herzlich willkommen bei Folge 2 von Arbeit und macht heute wird es seitens Finn mit der Geschichte der Arbeit weitergehen mal sehen wie lange
  2. uns dieses Buch noch begleiten wird und ich werde hallo Sauers Moral die Erfindung von Gut und Böse zu Diskussion stellen wie immer gilt wer unser kleines
  3. Projekt unterstützen möchte tut dies aktuell am effektivsten durch das Teilen des Podcasts zu finden sind wir natürlich nicht nur auf Youtube sondern
  4. auch auf allen anderen Plattformen die Podcasts anbieten entsprechende Links sind in der Beschreibung zu finden und damit würden wir auch schon mit finden
  5. und den zweiten Kapitel der Geschichte der Arbeit beginnen [Musik]
  6. dann auch herzlich Willkommen von meiner Seite wir haben uns ja letztes Mal mit den Ägyptern beschäftigt mit der ägyptischen Wirtschaft der ägyptischen
  7. Arbeitsweise mit dem Pyramidenbau wer da noch nicht reingehört hat gerne noch mal nachholen guter Hinweis genau deswegen geht es jetzt mit dem zweiten Kapitel
  8. des Buches weiter die antikes Sklavenwirtschaft das Imperium Romanum gestreikt mit einer kurzen Einleitung ein gib einen kurzen Überblick über die
  9. ja soziale Struktur des Imperiums wie das räumlich so verfasst war vielleicht habt ihr ja noch mal ungefähr das Bild aus der Schule vor Augen über welchen
  10. Dimension sich dieses Reich erschreckt hat also es hat den ganzen Mittelmeerraum zu seiner Hochzeit und 200 nach Christus und fast war wirklich
  11. eine imperiale weltweite macht zumindest über die europäische Welt nur war dieses Imperium auch sehr ungleich darüber sprechen wir nämlich jetzt Sklaverei
  12. hatte eine enorme wirtschaftliche Bedeutung anders als in Ägypten was man ja häufig früher gedacht hat dass die Pyramiden beispielsweise bis
  13. Sklavenarbeit gebaut wurden was wo wir heute wissen dass es eben wahrscheinlich nicht der Fall war ist Rom zwar nicht an einem Tag aber vor allen Dingen auch
  14. durch sklavenhand erbaut worden also es klarerei Projekte die römische Wirtschaft schon vom dritten vor christlichen jahrhundert und das zog
  15. sich auch mit ins dritte nach christliche jahrhundert also vom Aufstieg bis zum Fall Roms warum von der Sklavenwirtschaft und das Glaserei als
  16. soziale Lebensform stark abhängig das war eine Region unterschiedlich wie stark die Sklaverei reitert wirklich verhaftet war in den inneren Provinzen
  17. also in Italien Sizilien Südfrankreich Griechenland und Spanien gehört die Sklaverei zu alltäglichen Erscheinungen also im Alltag der Menschen verhaftet
  18. jeder Haushalt oder jeder wohl haben eine Haushalt besaß ist Sklaven große Güter hatten ganze Kolonnen Sklaven in den peripherin also
  19. im äußeren Rand des Imperiums geblieben aber alte Sozialstrukturen weiter aufrecht also denken wir an Provinzen die kleinen Asien in Syrien Palästina
  20. oder Ägypten wo die freie kleinbauernschaft und die Pacht bauen immer noch ein Großteil der Bevölkerung stellten
  21. vor allen Dingen in der Landwirtschaft waren die Sklaven also sehr präsent im Zentrum das hat sich vor allen Dingen herauskristallisiert in den vielen
  22. Kriegen das Imperium geführt hat gerade während den punischen Kriegen aber auch in der Zeit danach wurden viele römische Bauern zu Militärdienst herangezogen als
  23. Legionäre und mussten ihren Hof mehr über mehrere Jahre verlassen dadurch kam es dann dass dieser Hofer fallen ist nicht weiter bewirtschaftet werden
  24. konnte und es zu einer Konzentration an Land und besitzt bei wenigen Menschen kamen die sich halt eben dieses Land dann aneigneten was halt dann brach
  25. gefallen ist über die Zeit hinzu kam auch die billige Versorgung mit neuen Sklaven die halt immer durch das durch die eroberungsfeld Züge der Römer halt
  26. in das Reich gespült wurden also sehen wir jetzt schon dass es einmal zum damaligen Ägypten einen großen Unterschied bietet aber auch zu unserer
  27. heutigen Lebensweise wo wir vor allen Dingen unseren unsere Arbeit als Lohnarbeiter verrichten manche auch als freie Arbeiter aber halt
  28. nicht mehr als Sklaven auf den großen Gütern wo diese versklavten Menschen vor allen Dingen arbeiteten wurden meistens Lebensmittel aber auch andere gut dafür
  29. Märkte produziert wohin gegen sich die Kleinbauern weiterhin subsistenzmäßig ernährten also nur für sich selber Lebensmittel Anbauten
  30. insgesamt kann man allerdings trotzdem sagen dass der Unterschied zwischen zwischen Sklaven und freien Bürgern häufig nur marginal war sowohl die
  31. kleinen Bauern Lippen unter starken Depressionen auch vom Staat her weil sich hohe Steuern häufig in richten mussten um den Städtebau zu finanzieren
  32. und um große Städte wie Rom beispielsweise mit Getreide zu versorgen auf der anderen Seite waren allerdings auch viele Sklaven häufig in Berufen zu
  33. finden die heutzutage als geistige Berufe zählen also als Lehrer als Künstler oben seine Akademiker häufig aus Griechenland kam dieses Sklaven und
  34. verdienten auch nicht schlecht bei ihren Arbeiten aber das ist auch ganz interessant oder das damals im römischen Imperium eben Sklaven so
  35. staatstragende Berufe ausüben konnten und durften also sogar alphabetisiert waren lesen und schreiben konnten ich meine wenn man das mit Amerika
  36. vergleicht bis zum Bürgerkrieg waren diese Rechte für die Sklaven die dort beschäftigt waren nicht existent so wie erklärst du dir diesen Bruch
  37. zwischen diesen zwei Gesellschaften also es sind ja in beiden Fallen sklavengesellschaften die ihre hauptarbeitskraft eigentlich von diesen
  38. unbezahlten Arbeitskräften beziehen und auf der einen Seite die Amerikanern das mit dem Grund gemacht dass Lesen und Schreiben dazu führt dass die Sklaven
  39. sich intellektuell weiterentwickeln konnten ihre Prämisse verstehen können auch darüber berichten können und das galt es zu verhindern warum hat man denn
  40. im Rom oder im römischen Imperium diesen kontraintuitiven Schluss gehabt dann Sklaven eben zu alphabetisieren und sie besonders auch in diese Position zu
  41. heben wo sie eigentlich sehr viel Macht und auch Staatsmacht ausüben konnten als Beamte z.B oder auch als als notarraum die auch gearbeitet hast du da
  42. irgendeine Erklärung für oder einen Ansatz ja also das Buch geht halt insgesamt sehr sozialstrukturiert vor also wenig von der altersgeschichte wo
  43. das vielleicht an der Stelle hilfreich wäre das besser zu verstehen auch die Mentalität der Römer in dem Fall besser zu verstehen ich habe mir auf jeden Fall
  44. rausgeschrieben und habe mir auch gemerkt aus dem Buch dass man auf der einen Seite diese starken maginalisierung der Sklaven hatte also
  45. es gab natürlich Sklaven die wirklich in guten Berufen arbeiteten häufig wie gesagt griechisches Sklaven die man dafür schätze dass sie kultiviert waren
  46. gebildet waren alphabetisiert waren schon von Haus aus also man musste da wenig reinstecken erstmal weil man die als Kriegsgefangene eventuell kaufen
  47. konnte oder halt entsprechend die schon von ihren Eltern ausgebildet waren er diese Sklaven hatten einen sehr privilegiertes Leben ne du schon sagtest
  48. arbeiteten guten Beruf gut bezahlten Berufen dieses Sklaven hat noch häufig die Möglichkeit sich frei zu kaufen dass sie halt eben durch ihren Verdienst beim
  49. Herren selber auch etwas sich dazu verdienen konnten und mit diesem Geld dann irgendwann nach zehn oder 20 Jahren der Dienstzeit oder das Glas sein muss
  50. man dann ja sagen sich die Freiheit erkaufen konnten es war also immer dieses direkte Verhältnis zum Herren zum Sklavenhalter in dem Fall wichtig um aus
  51. dieser Situation das versklavtseins auch wieder rauszukommen die Möglichkeit besaßen jetzt zum Beispiel die Sklaven in Amerika nicht das war ja quasi eine
  52. Rassist an rassistisches Stereotyp dass diese Menschen die da als Sklaven gehalten wurden in Amerika eben nicht in der Lage sind überhaupt also aus diesem
  53. Denken heraus nicht in der Lage sind da frei zu leben und das auch nicht sollten wo entgegen der Sklave in Rom Ernen Rechtssubjekt war also er war halt ein
  54. unfreier aber er konnte auch wieder in die Freiheit gelangen konnte also ein temporäre Zustand sein das ist spannend also sind die ist die Ausgangsposition
  55. dahin gehen verschieden zwischen Amerika und dem Rom oder dem Römischen Reich von früher dass in Amerika der Rassismus vorherrschend
  56. war für die Sklavenhaltergesellschaft und in im römischen Imperium gab es den Rassismus gegenüber den Sklaven nicht also die wurden als Mensch trotzdem
  57. angesehen mit denselben Rechten und selben Privilegien nur dass sie dann halt einfach das Pech hatten in dieses Glas in der Sklaverei zu landen ja man
  58. muss aufpassen wenn man über rechts und Privilegien spricht das äh der der Sklave war quasi besitzt also es äh steht auch hier geschrieben das ist ein
  59. Zitat dass der Sklave nicht mehr wert ist bzw rechtlich nicht mehr wert ist als das Vieh und das Gerät am Hof also auf einem Gutshof z.B da wird jetzt halt
  60. über besonders niedriges Sklaven gesprochen in der Landwirtschaft tätig waren die zu ihrem Herrn keinen besonderen Verhältnis aufbauen konnten
  61. häufig die lateinische Sprache auch nicht beherrschten aber die Sklaverei jetzt Institution also als Gesellschaftsform kommt eigentlich aus
  62. dem Schuldrecht dass die Menschen verschuldet waren und dann sich selbst oder die Kinder in die Sklaverei verkauft haben also auch aus der
  63. Gesellschaft Roms heraus bis ins dritte Jahrhundert glaube ich haben sich quasi sklavenverhältnisse schon ergeben also die haben wenn man so möchte ihre
  64. eigenen Kinder fast schlaft an ihren Nachbarn im schlimmsten Fall dass das ist schon ziemlich heftig als auch ein bisschen polemisch
  65. wir können dann aber festhalten dass der Unterschied ist dass die Sklaven im römischen Imperium nicht der Diskriminierung an einem gefallen sind
  66. in der in Amerika war schon das heißt das eine ist dann ich löse meine Schulden ein oder ich ich versuche mich frei zu kaufen von meinen Schulen indem
  67. ich mein Kind in als Zahlung im Prinzip an an feudalhern dann irgendwie abtreten als Arbeitskraft und da vielleicht ja sogar hoffen dass ich mein Kind
  68. irgendwann wieder sehe wenn es die Schuld beglichen hat und in Amerika was ja offenkundig anders rum da konnte man von einem kleinen auf Kinder die in der
  69. Sklaverei geboren wurden die galten ja trotzdem als besitzt auch von dem Sklavenhalter und die konnten auch durchaus im Sklaven besitzt sterben und
  70. dann im Prinzip von kaputt bis zum Tod Alter das Prinzip gab es in Rum tatsächlich auch also wenn ein Sklave ein Kind bekam war dieses Kind auch klar
  71. es gibt auch Rechtsakten darüber wie das jetzt vom Verhältnis ist wenn das dann mit noch rein gezeugt wurde ob das dann auch in die Sklaverei fällt das ist ein
  72. bisschen schwammig an vielen Stellen aber erstmal gilt auch dann der so und die Tochter das Kind generell in der Vater oder die Mutter Sklave war ist das
  73. Kind erstmal auch fast schlafen häufig tut es aber freigelassen wenn man dann halt eben sich da jetzt als guter Mensch inszenieren wollte galt das häufig dann
  74. eben als sehr milde das zu tun wurde gesellschaftlich honoriert aber rein rechtlich gesehen waren die Kinder Sklaven und du konntest halt auch dein
  75. Leben lang fast Glas bleiben dann der ähm dein Herr hatte nicht die Verpflichtung dich irgendwie frei zu lassen das war ein gutes Recht ich
  76. verklagt zu lassen und der durfte dich sogar dass es auch finde ich immer wieder heftig wenn man das liest er durfte dich auch straffrei einfach
  77. umbringen weil du sein Besitz warst du warst ein Gegenstand in dieser Rechtsordnung ja das ist heftig wenn man so will gilt das römische Recht in
  78. vielen Stellen ja bis heute dass wir Dinge nutzen können wenn Sie in unserem besitzt sind aber dass wir sie auch zerstören dürfen bisschen einfach das
  79. ist in vielen anderen Gesellschaften nicht so soweit ich weiß da gilt ein anderes Verständnis des besitzens aber eben genau dieses sage Danke man besitzt
  80. etwas das ist mein Eigentum ich darf damit alles machen ich darf das halt eben auch zerstören das ist sehr spezifisch auch eben auf dieses
  81. sklavenrecht anzuwenden dass man da draußen halt alles andere auch ableitet weil das hat immer eine sehr schwierige Sache ist wie gehe ich damit um einen
  82. Menschen zu besitzen wie viel Rechte stehe ich dem zu dass römische Recht hat das so beantwortet der Mensch eigentlich keine Rechte mehr ist eigentlich kein
  83. Mensch mehr ja krass der Mensch als Ding dann aufgefasst so ist es und interessant und deswegen habe ich die Frage auch zu Anfang gestellt weil ich
  84. habe in einem Buch das wir wahrscheinlich auch in einer weiteren Folge noch besprechen werden gelesen dass der größte Unterschied gewesen ist
  85. warum die Sklave im römischen Imperium alphabetisiert gewesen sind die Anpassung von Texten eine andere gewesen ist nämlich
  86. wohnte laut den Römern den Texten ein Eigenleben inne damals wurde auch selten für sich selbst im Stillen gelesen sondern es wurde immer laut vorgelesen
  87. und dieses laut vorlesen ist ein Übergriff des Textes auf den lesenden und weil das im Prinzip ein Missbrauch der Person der vorlesenden Person ist
  88. war das einfacher die Sklaven zu missbrauchen als wenn das irgendein privilegierter gewesen wäre und das sorgte eben dafür dass Texte dann
  89. vorgetragen wurden im häufig dann eben von Frauen die mit einer Lyra begleitet wurden daher leitet sich dann ja auch Lyrik ab und das ist einer der Gründe
  90. warum im roh also im römischen Imperium dann eben Sklaven alphabetisiert worden sind weil die auch ich finde das einfach spannend weil man das heute gar nicht
  91. mehr kennt wir lesen heute mehr eigentlich im still da wird man schon immer komisch beugt wenn man irgendwie öffentlich mal was Vorlesen würde dann
  92. wäre das wahrscheinlich eher auf einer Montagsdemo wenn man da Texte am skandieren ist und die Auffassung teilen wir heute nicht
  93. mehr und gleichzeitig war das eben einer der wichtigsten Gründe warum Sklaven damals alphabetisiert waren und denen das so viel gesellschaftliches Prestige
  94. gegeben hat lustig ist das besonders deshalb weil häufig privilegierte oder Adlige Personen auch mal 20 30 40 Sklaven unter sich hatten dann in
  95. verschiedenen Positionen und die maßgeblich die ganze Lyrik hervorgebracht haben die wir auch heute noch rezipieren aus den Zeiten und die
  96. Adeligen selber sich auch mal am Schreiben versucht haben und das wurde dann eher belächelt als guck mal der versucht jetzt auch mal gerade irgendwie
  97. was dahin zu dichten und ähm zirkulierten im Prinzip so zwei Ströme von von Texten die die guten die von den Sklaven geschrieben wurden und die
  98. schlechten die die Adeligen geschrieben warten und die musste man dann irgendwie versuchen ihn in einem Waage zu bringen weil man durfte den Adeligen ja nicht
  99. direkt sagen dass die Texte so furchtbar schlecht sind besonders auch am römischen Imperator von Iro sehen zum Beispiel der ja auch also man dichtete
  100. ihm ja dann Forschung zumindest eine Geisteskrankheit an wahrscheinlich üble nachsage wie man heutzutage weiß ist immer noch nicht so
  101. ganz geklärt noch warum angezündet hat aber der wurde auch immer sehr dafür gerügt auch im Nachhinein von anderen römischen Autoren dass er sogar eine
  102. Theater spielte selber Texte verfasst da Lyrik verfasste das vortrug und so weiter das passt sehr gut in dieses Bild rein dass das halt als gesellschaftlich
  103. nicht adäquaten gesehen wurde damals heutzutage sagen ja toller Mann eigentlich nicht nur nicht nur Imperator und nicht nur Kaiser und vielleicht auch
  104. noch Künstler aber das scheint dann damals vielleicht anderen Stellenwert gehabt zu haben er widmen wir uns vielleicht noch einmal kurz der
  105. technischen Entwicklung im römischen Reich das ist auch ein interessante Facette weil wir Romy ja immer mit einer technischen hochentwickelten
  106. Zivilisationen konnten Kontext setzen in unserem kulturellen Bewusstsein tatsächlich war aber die Nutzung von Naturkräften beispielsweise noch sehr
  107. rudimentär erst ausgeprägt was aber nur daran liegt dass menschliche Arbeitskraft sehr billig war halt eben durch die Sklavenarbeit aber auch durch
  108. die ja wirklich geknechteten Bauern die da in der Peripherie wohnten in der Umgebung dieser großen Güter wohnten und dann da halt ihre Arbeitskraft hin gaben
  109. dementsprechend sind diese ganzen Neuerungen die wir dann mit dem Mittelalter in Verbindung bringen also zum Beispiel die Wassermühle schon aus
  110. dem ersten Jahrhundert vor Christus überliefert dass Menschen das verwendet haben diesen Apparat mit einem Mühlstein über die Wasserkraft halt Korn zu mal
  111. eine sehr mühselige Arbeit nebenbei bemerkt wenn man das wirklich tun muss für den Lebensunterhalt oder für die eigene
  112. Ernährung aber das hat sich nicht wirklich festgesetzt weil das halt immer noch relativ günstig war da Menschen für
  113. anzustellen oder ist halt eben mit Tieren zu bewerkstelligen und eben halt nicht über ja die Naturkräfte also über die Wasserkraft zum Beispiel zu gehen
  114. das gibt da zwar auch größere Wassermühlen Komplex in der Nähe von Rom und auch in Nordfrankreich sind da welche überliefert aber das hat nie so
  115. diesen Durchbruch entwickelt wie es dann später im Mittelalter der Fall war eben weil halt die Arbeitskraft immer noch relativ günstig war spannend sind auch
  116. ein paar Funde wie z.B das Galileische Erntegerät so wird es genannt das Sonne etwas bessere Weiterentwicklung von der von
  117. der senses es wird voll von einem Karren gezogenen Ochsen vorne dran und konnte die Ehren dann schneller abschneiden aber auch das hat sich wohl dann nur
  118. halt im nördlichen ja Frankreich und vierten Jahrhundert durchgesetzt aber nicht über ganz ja was ganz Imperium hat sich das nicht ausbreiten können liegt
  119. aber auch daran dass wohl die Kommunikationswege einfach noch nicht entsprechen Kredit ausgestattet waren also es gab zwar immer wissenszentren
  120. aber das war kein wissen was ich immer auch praktisch umsetzen lässt also es gab einige man gut zu sagen Institutionen oder Institute die auch
  121. zum Beispiel Arbeitsmittel beschrieben haben auch welche entwickelt haben aber es gab halt nie die sind praxisumsatz also aus der Praxis wurde es wurde
  122. wissen nicht theoretisiert und dann theoretisch weiterentwickelt und theoretisiertes wissen was ich dann die Philosophen häufig ausgedacht haben
  123. konnte nicht gut in die Praxis umgesetzt werden weil entweder die Werkzeuge nicht dazu Verfügung standen die er Reparaturen einfach zu komplex gedacht
  124. waren noch oder sie halt einfach in der praktischen Anwendung keinen Nutzen wirklich erfüllten sondern halt einfach mehr heutzutage würde man sagen
  125. Spinnereien waren aber spannend trotzdem das halt ein gewisser technischer Fortschritt zu sehen ist der aber immer wieder eben durch die gesellschaftliche
  126. Lage abgewürgt wurde weil man halt gemerkt hat ist es gibt halt nicht diesen inneren Drift hin zu einer techn zwischen Neuerung einfach weil die
  127. Bevölkerung so wie sie ist einfach genug Arbeit erstmal leisten kann und man quasi sich da nicht raus entwickeln es sollte gemeinhin bekannt sein dass die
  128. Römer damals auch schon eine Form von Beton gehabt haben die war zwar ein bisschen primitiver als die die wir heute benutzen wir sind da ein bisschen
  129. technisch ausdifferenzierter aber die ist zwischendurch einfach verloren gegangen damals war da noch Sklaven Blut drin das ist heute zum Glück nicht mehr
  130. so und das Wissen weiterzugeben diesen technologischen Fortschritt den du da angesprochen hast das lag ganz häufig daran eben dass
  131. Bibliotheken und wissenszentren wie du sie eben genannt hast nur den privilegierten auch zugänglich gemacht gewesen sind das ist gab keine
  132. öffentlichen Stellen für so etwas wo wo dann alle hinkommen konnten und sich an Texten bedienen konnten oder dem auch was hinzufügen durften und deswegen
  133. hatte man zu der Zeit einfach ein sehr hohen Reprodukt also Wissens Reproduktion über kulturelle Vererbung so nennt man das also bedeutet dass ich
  134. dir zeige wie es geht aber wir schreiben das nicht auf weil du zeigst es dann wieder demnächsten und so geht das immer weiter und das das sorgt zwar dafür dass
  135. das Wissen kulturell erhalten bleibt aber wenn ein reicht dann eben niedergeht und man darüber keine schriftlichen kein und wenn es darüber
  136. keine schriftlichen Aufzeichnung gibt dann geht das wissen halt damit auch einfach verloren und das ist ganz spannend
  137. da eben diesen Drift zu sehen weil nicht die Notwendigkeit bestand dass dann irgendwie aufzuschreiben und durch die Arbeitskraft eben die ganzen
  138. technologischen Neuerungen die es hätte geben können die man ja erfunden hat wie das Wasserrad dann eben durchzusetzen und das bleibt in den Bibliotheken
  139. irgendwo theoretisiert die nicht für alle zugänglich sind gleichzeitig konnte man deswegen nicht alle möglichen Fachbereiche der Wissenschaften wie wir
  140. sie heute kennen zusammenbringen dann eben Theoretiker mit Ingenieuren oder sowas die das dann im echten Leben dann ausprobieren und das ist ein Grund warum
  141. um die Römer zwar vergleichsweise hochtechnologisiert waren und gleichzeitig auch nicht so wie sie hätten sein können plus das das wissen
  142. auch nicht bis in die Jahrhunderte danach Strahlen konnte ja das sind wichtige wichtige Aspekte auf jeden Fall
  143. gerade weil man anscheinend auch erkannt hat was das für utopisches Potenzial hat eben neue Technologien anzuwenden ich habe dann interessantes Gedicht
  144. zugefunden von Antipatros der das wohl im zweiten Jahrhundert nach Christus formuliert hat es klingt ein
  145. bisschen veraltet von der Sprache aber ich hoffe es kommt der der Sinn kommt hin dabei rüber das Gedicht geht wie folgt er
  146. lasse die Hände nun ruhen ihr Mädchen vom Mahlstein schlafe länger wenn auch die kreisgren des Hades den Morgen ankündigt kehres hat ihre Nymphen
  147. befohlen eure Hände früher Arbeit zu tun von oben auf das Rad springt der Geist des Wassers dreht die Achse und mit ihr die Speichen des Rades das Wirbel
  148. umläuft dadurch die schweren zermalenden Mühlsteine tanzen lassen also die Idee der Arbeit Erleichterung durch die Technisierung war da schon angelegt also
  149. kommt er durch dieses Gedicht schon zum Tragen es hat aber halt eine groß angelegte Investition einfach gefehlt zu sagen okay wir ersetzen wirklich die
  150. menschliche Arbeitskraft durch technische Neuerungen war vom von der Idee her gegeben aber es fehlten Investition die das ganze
  151. rentabel hätten machen können deswegen will ich an der Stelle noch zwei Punkte nennen einmal zu den Arbeitsbedingungen gerade auch von Sklaven da hat sich auch
  152. Kater zum Beispiel zu geäußert die ganzen Menschen die dazu etwas geschrieben haben das würden wir heutzutage würden wir zu den bwla sagen
  153. Betriebswirte früher waren das Agronom also die Wissenschaftler der Agrarwirtschaft der schrieb halt darüber wie man einen großen Agrarbetrieb führt
  154. erster Punkt Kosten minimieren zweiter Punkt die Sklaven intensiver Ausbeuten das klingt so als hätten sich die bewährer seit 2000 Jahren nicht
  155. weiterentwickelt finden ja das Fach was das an forschungsforschungsgelder auch immer bekommt also es sind eigentlich immer die gleichen Mann drin die da
  156. vertreten werden also Karte schreibt da wirklich ja wirklich abscheuliche Dinge aus unserer heutigen Sicht dass man dem Sklaven eigentlich nur die Ruhezeit zum
  157. schlafen lassen soll aber auch zu genüge denn nur ein ausgeruhter Sklave ist auch ein guter Sklave wenn die zu wenig geschlafen
  158. haben dann werden die vielleicht auch ein Gerücht aber ansonsten eigentlich keine freie Zeit zur Verfügung stellen immer arbeiten lassen wie gesagt das
  159. gilt jetzt hier vor allen Dingen für diese niedrigen Sklaven auf den Höfen die ihren wirklichen Herren eigentlich nie sahen und dementsprechend auch
  160. eigentlich nie die Möglichkeit hatten sich frei zu kaufen manche wurden über Nacht angekettet ins Sklaven Gefängnisse geworfen auch körperliche Züchtigung
  161. Auspeitschung und so weiter lagen oder waren da an der Tagesordnung also diese großen Güter bestanden wirklich zu einem Großteil aus Zwangsarbeit aber auch in
  162. den Städten saß häufig nicht besser aus also die Arbeit war auch im städtischen Handwerker sehr monoton wir denken vielleicht dann gerne an diese Säulen
  163. die so toll aussehen die viel handwerkliches Geschehen gerade Häuser richtig auch die Menschen die da reingehen aber das war halt vor allen
  164. Dingen die Oberschicht die das als frequentieren konnte ich habe ja eben schon über die Mühsal gesprochen zu backen es gibt ja auch Aufzeichnung wie
  165. die Arbeitsbedingungen in diesen backstuhl fahren also die sind natürlich auch regelmäßig explodiert durch den Mehlstaub ist das Willkommen das hat
  166. auch Brände verursacht häufig weil es gab auch immer Reglementierung wo dürfen Feuer offene Feuer entfacht werden einer Stadt und eben die Bäckerei hatten da
  167. Privilegien aber das hat halt eben auch häufig dazu geführt dass dies Brandherde innerhalb der Stadt waren aber die Menschen wurden dort wirklich zerstunden
  168. nicht nur die Sklaven auch die Tagelöhner und ja generell dies könnte sagen städtische Proletariat was ich dort verdiente man macht sich doch heute
  169. mal gar nicht so die großen Gedanken ich meine wenn man so vom Rom liest dann liest man halt viel über die Anliegen und über die Arbeiter und die
  170. Arbeitsbedingungen bzw die Sklaven und ihre Bedingungen die werden immer schnell weggelassen ich meine in der Schule lernt man das jetzt auch nicht
  171. unbedingt wenn es dann einmal rudimentär durchs römische Reich geht und da muss man sich ja vorstellen wie ungleich auch die Millionen Metropole Rom damals schon
  172. gewesen ist also wenn wir uns das Leben da vorstellen und dann von den Kaiser hören dann entspricht das den oberen zehn Prozent und dann kommt erstmal
  173. lange nichts von den Lebensbedingungen oder von der Lebenswirklichkeit der einfache Römer der dann eben das Kolosseum als einzige Freude da
  174. irgendwie frequentieren konnte der hatte dann meist nicht Zugang zu diesem Badehäusern oder diesen ausladenden Weingütern oder sowas und da muss man
  175. sich auch vorstellen die die Römer wussten oder die die Kaiser und der Senat die wussten sehr genau dass die Bauern auch bei Laune oder die
  176. Handwerker auch bei Laune gehalten werden mussten und das es zum Beispiel Hungersnöte unbedingt zu verhindern galt so gab es im ROM schon eine frühe Form
  177. des Namen nennen wir es mal bedingungslosen Grundeinkommen einfach dass der Staat ungefähr 200.000 Bürger
  178. kostenfrei mit Nahrung versorgt hat einfach aus Angst vor Bauern Aufständen und da sieht man schon die die Dysbalance wenn der Staat freiwillig zu
  179. solchen Mitteln greift welches Bedrohungspotenzial eben von der deutlichen Mehrheit der Arbeiter ausgegangen ist die diese kleine Elite
  180. da an der Macht gehalten haben und was ich spannend finde du hast jetzt sehr viel von der Sklavenarbeit und auch dem dem Verschleiß an den Menschen dort
  181. geredet was ja spannend ist inwiefern dieser Arbeitsweise das römische Imperium eigentlich in eine Situation des permanenten Krieges rein zwingt
  182. durch die Erneuerung der Arbeitskraft das wäre ja auch spannend aus welchen Gründen es geht ja nicht immer nur um territoriale Ausweitung um mehr
  183. Territorien zu erschließen ich meine Ressourcen hatten die ja für die Zeit mehr als ausreichend so und da immer mehr Ausbeuten funktioniert ja
  184. logischerweise nicht wenn man die Techniken nicht verfeinert um mehr Land oder Rohstoffe für sich nutzbar zu machen
  185. aber wenn es um menschliche Rohstoffe wenn man da so böse sein will dass du zu bezeichnen geht dann mussten die eben immer weitermachen weil wenn die Sklaven
  186. sich nicht ausreichend reproduzieren müsste man ja sonst auf den Bürger Vorrat zurückgreifen was dann ja fundamentale Rechte in Frage stellen
  187. würde tatsächlich war es so dass es eine These in der Forschung auch dass das ein
  188. never ending Circle bedeutet hätte dass das Imperium aus den Peripherien also auch aus den noch nicht eingemeindeten Gebieten sondern die in
  189. die sich auszudehnen gedacht dachte immer wieder Menschen abziehen musste eine sehr sehr Unsicherheit induzierter in diesem Gebieten weil das halt eben
  190. die eine sehr großen Verdienstmöglichkeit geboten hat dann halt eben als standesgesellschaft anzufangen ans
  191. römische Imperium um einfach Menschen zu verkaufen die halt dann eben sehr viel einbringen auf der anderen Seite sind diese Gebiet zu wächst auch sehr
  192. entscheidend für die spätere römische Geschichte gewesen weil sich dort vor allen Dingen dann Senatoren bereichern konnten die dann da riesige nennt sich
  193. glaube ich fundieren Wirtschaften anlegen konnten also Güter Wirtschaften die wie ähm ja Historiker schreiben teilweise so groß waren die ganze
  194. römische Provinzen in zusammengenommen also die waren nicht an einen Komplex aber über mehrere Provinzen verteilt es gab da ja privatbesitzen
  195. Privatbesitzer die man nicht in zwei Tagen umreiten konnte so groß waren die und dort arbeiteten sowohl Sklaven vor allen Dingen am Gutshof in der Mitte
  196. aber halt eben auch ja Kleinbauern auch entrechtete Bauern irgendwie abhängige Bauern halt in der Peripherie dieser gut zu aber das vor allen Dingen halt in den
  197. Provinzen es gab auch ein fundamentalen Konflikt zwischen der städtischen und ländlichen Unterschied die städtische Unterschichten gesagt hast wurde über
  198. diese kostenfreien getreideabgaben des Staates an Liebe Bevölkerung vor allen Dingen in Rom ist das belegt versorgt wenn man ansonsten einfach Angst hatte
  199. dass der Pöbel die Plätze sich auflehnt und dann die lach nach der langen Messer startet weil sie sich einfach selber nicht mehr versorgt sieht aber das hat
  200. immer die ländliche Unterschichten gebracht weil die Stadt Regel regelmäßig alles Getreide aus den ländlichen Gebieten aufgekauft hat oder einfach
  201. eingezogen hat per Dekret so dass es immer wieder zu Hunger ist Nöten auf dem Land kam also etwas was wir dann später eigentlich vor allen Dingen aus den
  202. Städten können also in Europa in Mittelalter oder auch in der Neuzeit war in Rom quasi umgekehrt die Stadt war relativ gut versorgt eben wenn
  203. man so viel Angst davor hatte dass ich es nicht ist und die ist halt eben zu umstürzen und so weiterführen kann das aber halt eben zur zu einer
  204. Unterernährung auf dem Land geführt haben könnte und häufig auch geführt hat politisch war auch die Plex in der Stadt eher unterrepräsentiert es gab immer
  205. wieder Versuche von ehrgeizigen Individuen vor allem aus dem senatsumfeld der Plex also der Unterschicht mehr politische Rechte
  206. zugestehen die krachen sind da z.B eine Exempel für die dann später ja auch den Senat mehr oder weniger als zwei Lager gespalten haben also einmal die
  207. Optimaten die die senatsherrschaft befürworteten und die popularen die dann eher sich für eine Herrschaft der des Volkes also der pleps
  208. ausgesprochen haben wobei man am Ende sagen muss dass in irgendeiner Art und Weise die popularen mit Augustus und Cäsar gewonnen haben aber tatsächlich
  209. kam es dann ja nie zu einer wirklichen Demokratisierung weil eben diese beiden ja herausragenden Individuen dann das gesamte System quasi so verändert haben
  210. das ist ja einer Militär Diktatur zum Ende hin gleich kam und dann später ja zum Kaiserreich führte also dieser revolutionäre Gedanke war immer irgendwo
  211. enthalten es gab auch immer wieder Volksunruhen die auch von Zeit zu Zeit latent mehr politische Mitbestimmung gefordert haben aber es konnte nie
  212. wirklich umgesetzt werden und zum Ende kann man nur sagen häufig waren es einfach Verteilungskämpfe zwischen der immer reicher werdenden Oberschicht und
  213. der ja immer weiter absinkenden Mittel und Unterschicht die aber nie wirklich zum zufriedenstellenden Ergebnis geführt haben eben weil
  214. dieser Konflikt quasi durch das Kaiserreich dann später kaltgestellt wurde über der Oberschicht und eine der Unterschied stand die immer der Kaiser
  215. der irgendwo eine mittlere Position Einnahmen aber eben Zweifelsfall immer für seinen Klientel also für die Oberschicht
  216. agierte bis auf eine interessante Ausnahme die ich da kenne und zwar unter karakala ich weiß nicht ob dir der Kaiser da einen Begriff ist aber das
  217. wird unter Historikern auch gerne diskutiert der hat nämlich über Nacht einmal 300.000 Bürger aus der Peripherie Roms
  218. also die vorher Sklaven waren die aus anderen Regionen in das römische Imperium gebracht wurden eingebürgert und sie zu vollwertigen römischen
  219. Bürgern gemacht mit allen umfangreichen Rechten und Privilegien ja hier so wie man das für früher ausformulieren kann aber das war doch eine deutlicher Boost
  220. eben vom vom Ausländer vom Migranten zum römischen Staatsbürger den die einfach über Nacht quasi kräht durch die
  221. Örtlichkeit in der sie gewohnt haben zugestanden bekommen haben und da sind Historiker sich bis heute nicht ganz sicher was ihn denn dazu geritten hat
  222. das durchzusetzen ob es ihm nur um die Steuereinnahmen ging die man dann von ihnen besser legitimiert beziehen konnte ob man da ein bisschen stellen konnte ob
  223. das für ihn so viel Wert haben konnte im Vergleich zu dem was die Privilegien auf lange Sicht Kosten das steht alles für Fragen wird bis heute diskutiert ich
  224. finde nur interessant dass da eben ein Kaiser mal ein sehr großen Griff eben auch für die Unterschicht gemacht hat und den da das ist ja der graues
  225. eigentlich ne den Migranten irgendwelche Rechte zu geben die mit einem Schlag einzubürgern also heutzutage wäre das politisch
  226. wahrscheinlich noch schwerer durchzusetzen richtig aber das ist eine interessante Maßnahme die man sich ja heute auch noch mal überlegen könnte war
  227. ob das etwas Gutes ist tatsächlich die Menschen oder Migranten dann schneller einzubürgern und tatsächlich gibt es ja auch viele Thesen gerade zum Römischen
  228. Reich das ist nie hätte so groß werden können hätte man eben so kleinlich mit der römischen Bürgerschaft geh haushaltet also auch Rom als eigentlich
  229. ein Stadtstaat also eine Stadt die einen Start bildet hätte sich ja nie so weit ausdehnen könnte man nicht gesagt okay ihr seid zwar nicht aus Rom aber ihr
  230. seid trotzdem Römer das hat relativ lange gedauert bis sich das ähm so weit ausgebreitet hat das auch in den entferntesten Provinzen die Menschen
  231. allzu Römer anerkannt wurden ich bin mir gerade nicht genau sicher wann das war sicherlich erst in der Kaiserzeit aber das hat halt auch ein stärkeres
  232. Identifikationsmerkmal gebildet dass man sich halt eben als ein Kollektiv gesehen hat und nicht mehr ja nur noch seine religionszugehörig sein irgendwie auch
  233. verpflichtet hat diesem Staat der vor eventuell 100 Jahren halt in das Territorium gekommen ist und das unterworfen hat aber jetzt halt da der
  234. legitime Herrscher ist ja auf jeden Fall gerade wenn es dann um das Rekrutieren von Soldaten geht ist ja immer die Frage wie
  235. identifizieren sich die einfachen Bauern mit den römischen mit dem römischen Staat und dann zu sagen dafür gebe ich im Zweifelsfall mein Leben aber wenn man
  236. sinnstiftend als als Bürger auch schon anerkannt worden ist vielleicht vielleicht wird jetzt nicht so weit gehen zu sagen sie hatten Stimmrecht
  237. dafür dass sie nach für den Senat aber war auf jeden Fall eine bessere Position als nicht drüber zu sein zu dem Zeitpunkt und das motiviert ja trotzdem
  238. auch an den Erfolgen dann teil zu haben also wenn wenn sich das Reich wieder einmal ausgebreitet hat sich dann auf die Schulter klopfen zu können und zu
  239. sagen wir sind gutes Reich wir sind alle gute Römer ja tatsächlich gab es in den späteren Zeiten das Problem dass die Menschen
  240. sich nicht mehr primär also gerade die Soldaten als römische Bürger und römische Soldaten sind sondern häufig ihren Befehlshaber Gehorsam schuldig
  241. waren weil der zu einem Großteil auch für ihre Kosten und auch ihre spätere Versorgung auf haben und das führte dann das führt jetzt vielleicht insgesamt ein
  242. bisschen zu weit aber auch dazu dass ich in der späten Republik immer wieder große ja Individuen große in der alten historischen Forschung würden wir sagen
  243. große Männer hervor Taten solche wesensula pompeus zum Beispiel die einfach bei ihren Soldaten sehr beliebt war und dementsprechend halt
  244. sehr viel Macht auf sich akkumulieren konnten was halt in der Früh Republik nicht so möglich gewesen ja genau da kennen wir ja z.B auch das erste
  245. triumpirat wie sich das gebildet hat dass das eben ja wie so drei Sekten im Prinzip funktioniert hat das dann ähm die jeweiligen partizipierenden dort ihr
  246. ihre Herrschaften hinter sich versammeln konnten und die dann ja sogar unter Caesar gegen rumziehen konnten ohne dass das dafür gesorgt hätte dass in dem Herr
  247. jemand das in Frage gestellt hat weil die dann eben Caesar als den rechtmäßigen angesehen haben und die anderen ja zum Beispiel dann krasses und
  248. sich dadurch immer der Anspruch auch legitimierte dass die Feldherren die mussten ja auch militärische Erfolge erzielen um vom Volk anerkannt zu werden
  249. dass sie herrschen durften also wenn ein Herrscher lange kein militärischen Erfolg hatte dann wurde sich auch gefragt ja was was bringt den denn in
  250. dieser Position der vergrößert das reicht nicht er bringt nicht mehr Wohlstand weil das eben auch mit der Expansion so sehr aneinander gekoppelt
  251. war das ist lustig das so rum aufzuräumen man musste sich quasi immer legitimieren das waren durchgängiger Druck eine Sache vielleicht gerade noch
  252. das ist auch etwas was generell zum Thema Komplex gehört und vielleicht auch noch gesagt werden sollte es gab auch Sklaven Aufstände Zusammenschluss noch
  253. z.B der das Spartacus ist sehr berühmt geworden war auch der größte aber tatsächlich auch der letzte Sklavenaufstand weil er extrem blutig
  254. niedergeschlagen wurde es wurde diesen Sklaven kein Zugeständnis gemacht Spartacus selbst kommt wahrscheinlich sehr wohl haben den tragischen Familie
  255. war also mit Freiheitsrechten geboren worden aber dann in die Sklaverei gekommen nach dem die Römer trag hier in erobert hatten oder eben das Gebiet aus
  256. dem Spartacus vermutlich kam und es zeigt sich immer wieder in der römischen Geschichte das vor allen Dingen frei geborene und fast schlafte Träger solche
  257. Aufstände waren die also die Freiheit noch kannten das halt eben dann Nachgeborene Kinder von Sklaven die dann die das glauben waren eben diesen
  258. Impetus nicht mehr so stark hatten also Sozialisation das glauben dann extrem Einfluss drauf hatte so abschließend zum Römischen Reich und
  259. der sklavenhalterei dort das römische Reich ist in unserem kulturellen Gedächtnis häufig mit dem Triumph der Cäsaren von denen wir in der Schule
  260. hörten den zivilisatorischen Anstrengung deren Produkte wie Aquädukte und Monumentalbauten wie heute noch bestaunen könnten und dem kulturellen
  261. Erbe den Sagen und Mythen die Sprache den es Gewohnheiten sowie dem Stil welcher uns erhaben und kultiviert erscheint verbunden doch blicken wir
  262. hinter den Pott zu finden wir Menschen vor ähnliche zerschwundene Kleinbauern geknechtetesklaven eine Ökonomie der Ausbeutung die Brief profitieren und das
  263. wachsende Erwachsene Konzentration von Grund und Boden auf diesem Fundament stand das mächtige römische Imperium auf ihm wuchs es stand es wandte es und
  264. brach schließlich zusammen technische Innovation wurden häufig aufgrund der billigen Sklavenwirtschaft nicht durchgesetzt und ein wirklicher
  265. Lastenausgleich der gesamten Bevölkerung zu Gute kam kam nicht zustande [Musik]
  266. ja dann lass uns doch einfach anknüpfen ich habe ja Moral von Hannover durchgearbeitet und habe mir dazu einiges an
  267. Notizen herausgeschrieben wie schon beim letzten Mal würde ich das jetzt nicht unbedingt zusammenhängt irgendwie vortragen wollen vielleicht kurz zu dem
  268. Buch hallo sauer möchte eine genialogie der Moral aufstellen und arbeitet sich in dem Buch von 500.000 Jahre bis heute im Prinzip einmal quer durch die
  269. Menschen Geschichte die große Frage die ihn dabei motiviert ist wie können Menschen sich in immer größeren verbünden organisieren ohne dass wir der
  270. Anarchie an einem fallen und uns gegenseitig permanent ausrauben und in kleinen Stämmen im Prinzip so zerfallen wie man das sich vielleicht noch von den
  271. Urmenschen vorstellt wie sie als als Stamm als kleine eingesporene Gruppe zusammen leben und bis hin dann zur heutigen
  272. Globalisierung wo wir über Länder über Kontinente hinweg mit anderen Menschen die wir noch nie gesehen haben zusammenarbeiten können den aber
  273. vertrauen können dass sie auch auf ein Angebot das gestellt wurde dass sie das Einhalten werden und da ist eben die Moral die sich entwickelt als gut dass
  274. uns Menschen dazu bringt unserem Wort z.B eine Folge zu leisten ein ein großes Mittel was er da in Anlehnung an Nietzsche eben versucht aber quer durch
  275. die Zeit aufzubauen das Buch arbeitet sich so also 500.000 Jahre 50.000 Jahre und dann geht das immer in diesen Schritten näher bis heute tatsächlich
  276. und wird mit natürlich nach hinten raus den Kapiteln immer mehr Raum und dementsprechend sind da quer durch die Zeit immer wieder interessante
  277. Thesen die ja aufbaut und aufstellt und ich würde jetzt einfach versuchen die Thesen immer zu Diskussion zu stellen und gar nicht wirklich chronologisch
  278. dadurch zu gehen weil das also ich kann jetzt auch kein logischen Anschluss an das römische Imperium setzen weil natürlich kommt das kurz vor aber das
  279. ist gar nicht in der Bandbreite besprochen worden und das erste was ich sehr spannend fand ist das dass es ein Unterschied gibt zwischen korrelativen
  280. Koordinationsproblemen und komplementären koordinationsproblem das klingt jetzt erstmal total abstrakt was ist das es geht darum wie organisieren
  281. wir Menschen uns wie gesagt das große Thema des Buches und ein korrelatives koordinationsproblem ist z.B jeder kennt es auf welcher Fahrbahn Seite fahren
  282. geht da ist es total egal ob wir jetzt links oder rechts wählen wichtig also es gibt jetzt keinen Vorteil von der einen zu anderen Seite
  283. wichtig ist nur dass alle dieselbe Seite benutzen so und das kann zwar zu großen Verwirrung führen wenn man als Europäer mal in Australien oder Großbritannien
  284. unterwegs ist aber ansonsten klappt das ja überall auch dann dort wieder für sich genommen sehr gut einfach weil das geregelt ist und man musste einfach mal
  285. die Entscheidung treffen dass das ist jetzt so wir fahren jetzt halt alle rechts und dementsprechend sind komplementäre
  286. Koordinationsprobleme welche die z.B mit der Arbeitsteilung einhergehen es ist eben nicht sinnvoll diese also das jetzt alle Brot backen funktioniert nicht oder
  287. alle sind Jäger oder jeder studiert BWL dann haben wir einfach keine arbeitszeitige Gesellschaft und worauf er dabei hinaus möchte ist dass wie
  288. entstehen Ungleichheiten so wir müssen jetzt also dieses Problem komplementärer Koordination lösen und das macht man durch Zuschreibung die zufällig sein
  289. kann also einfach zu sagen okay finden du bist jetzt der Jäger und ich bin der Bäcker und das hat nichts damit zu tun dass du besser konstitut also
  290. konstituiert bist als Jäger als ich jetzt aber wir teilen das jetzt einfach so auf vielleicht auch einfach per Münzwurf und morgen drehen wir das ganze
  291. Verhältnis noch mal um das ist total egal aber wir müssen dieses koordinationsproblem irgendwie lösen und am einfachsten ist das auch schon für
  292. frühere Gesellschaften gewesen wenn man das an äußerlich ableitbaren und für jeden nachvollziehbaren Merkmal macht und das bedeutet in biologischen
  293. Kategorien gedacht z.B Mann und Frau jetzt ist es aber so und das hast du mir ja heute von deiner Arbeit auch schon erzählt dass es ein natürlichen dran ja
  294. dran oder eine natürliche Aufteilung einfach gibt ohne dass jetzt in biologismen stecken zu wollen dass Männer in Gesellschaft das kann man in
  295. der Forschung sieht man das über die Kontinente hinweg egal in welchen Gesellschaften er für das Jagen zuständig sind und Frauen eher für
  296. Handarbeit zum Beispiel Handarbeit wie waschen oder dann eben das dass Reparieren von Kleidung oder das Erstellen von Kleidung obwohl es keine
  297. also keinen keinen Unterschied machen würde also kein logischen ob jetzt die Frauen jagen würden und die Männer die Handarbeit würde auch gehen aber
  298. tatsächlich gibt es eben diesen natürlichen die sind ja also ich will das nicht naturalisieren jetzt fange ich an mich hier zu relativieren damit das
  299. bloß keiner falsch versteht ist aber vielleicht an der Stelle trotzdem nicht schlechtes einmal ausgesprochen zu haben sondern einfach
  300. ein ein eine Verteilung die wir so messen können fertig und das wäre jetzt erstmal egal bis bis zu diesem Punkt könnten wir sagen okay so what dann sind
  301. die Einheit Jäger und die anderen machen die Kleidung und wir könnten morgen das Verhältnis drehen ist doch egal so das Verhältnis wird aber häufig nicht
  302. gedreht weil sich eben Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln und auf der anderen Seite wird es dadurch nicht egal dass die Machtverteilung die mit den
  303. Aufgaben einhergeht eben nicht homogen verteilt ist sondern absolut in homogen das bedeutet worauf hallo sauer jetzt dabei hinaus
  304. möchte mit mit dieser ganzen These ist dass sich spontane Asymmetrien bzw Ungleichheit einfach bildet das
  305. bedeutet eine Gesellschaft denn normal Zustand einer Gesellschaft ist der der sozialen Ungleichheit und es hat sich also nicht irgendwann mal das
  306. Patriarchat Aussehen ist drin Männern und den und rathenisierenden Frauen da irgendwie zusammengeschlossen die das dann als
  307. Putsch geplant haben und seitdem Frauen unter Jochen wollen sondern das ist der Normalzustand das soziale Ungleichheit vorher herrscht das können wir natürlich
  308. genauso drehen es ist dürfte auch genauso gerne guten Material hat sein aber equilibrium der Gesellschaft ist eben
  309. die Ungleichheit und das fand ich als these total spannend das ist ja auch schwierig sich zu überlegen ob es irgendwo mal eine neue
  310. Reihe Geschichten Punkt gibt ein unbeweglichen Punkt von dem ist halt ausgeht weil das ist ja impliziert ja immer als hätte es ein Anfang davon
  311. gegeben da hat man sich das mal aus baldova das ist so soll sein soll irgendetwas Sinn ergibt aber häufig genug stolpert die Menschheit ja in
  312. solche Fallen rein das ist halt eben keine kein Plan dahinter gibt keine böse Absicht sondern dass ich Dinge einfach Fahrt abhängig irgendwann so entwickelt
  313. haben richtig so und das reproduziert sich dann einfach gesellschaftlich und daraus erwachsen dann die Probleme aber an und für sich ist die Verteilung nicht
  314. unbedingt die problematische sondern die gesellschaftliche Ableitung also etwas mit Status und Zugängen zum Beispiel zu versehen eben das ähm Frauen heute real
  315. weniger Zugang zu Führungspositionen oder so haben hängt nicht damit zusammen dass sie es nicht könnten sondern einfach dass Männer sich von diesen
  316. Aufgaben eher angezogen fühlen den nachgehen und dadurch diese statistisch häufiger besetzen und das dann aber reproduzieren
  317. damit fängt der Fehler dann im Prinzip an nicht das ist dann eine Unfähigkeit oder sowas geben und aus diesem dieser Ungleichheit die spontan erzeugt wird
  318. ist super schwierig aufzulösen weil da muss man ja konsequent Arbeit reinstecken um gegen das kulturell reproduzierte vorzugehen
  319. weil wir kommen dann ja quasi in einer auf uns gekommene Welt deren Geschichte die erstmal gar nicht nachvollziehen können die uns unterschwellig immer
  320. geprägt hat und prägen wird dann ist halt ein Reflexionsprozess wahrscheinlich sehr entscheidend richtig vor allen Dingen ist der halt nicht
  321. abgeschlossen weil in dem Moment wie wir es neu besetzen oder die Regeln anders zusammenstellen wird das wieder durch kulturelle Vererbung das nächste Problem
  322. und die nächste Ungleichheit erzeugt das heißt der reflexions-prozess von diesen Situationen an sich kann niemals aufhören und man kann keinen kein Status
  323. der Gleichheit erreichen ohne permanent Arbeit reinzustecken also es wird nicht besser werden um das jetzt mal konkreter zu formulieren wenn wir jetzt
  324. [Musik] 50 Prozent Männer und 50 Prozent Frauen in den Führungspositionen haben und dann ist die Gleichheit erreicht
  325. Geschlechtergleichheit was das angeht und dann ist das alles gut und dann wird es halt immer gleich besetzt sein sondern dann werden sich neue
  326. Ungleichheiten herauskristallisieren das das Gefälle oder die Verteilung wird sich wieder verschieben oder durch andere
  327. Beschränkung irgendwie aus staffieren hast eine These auf jeden Fall die ich jetzt auch gerade mit dem Aufkommen des Barbie Films um das mal zu erwähnen der
  328. ja eben das Patriarch hat hinterfragen möchte sehr spannend fand bzw einfach einen netten Ansatzpunkt drüber nachzudenken dem Kontext kann ich auch
  329. eine Orwell Folge empfehlen die genau dies auch aufgreift aber anders als babylöst in barbie ist wenn ich das den Spoiler hier gerade bringen darf ist ja
  330. dann das wieder hergestellte Material hat wenn man das so bezeichnen möchte dass das Patriarch hat dann wieder beseitigt hat dieser Camps
  331. wieder der der wünschenswerte Zustand wo er nicht mehr hinterfragt wird das ja trotzdem noch Ungleichheiten vorliegen das jetzt halt eben weiterhin die
  332. Grenzen zum Schatten da sein sehr Schatten da sein Fristen müssen in der Orgel Folge wird das Ganze anders aufgelöst so im Geiste von Star Trek das
  333. man da auch eine Gesellschaft zu sehen bekommt die entsprechend materialisch organisiert
  334. ist die ihre Männer ausbeutet und unterdrückt entrechtet hat dann aber halt in Kontakt kommt mit dieser Star trek-gesellschaft wo halt eine
  335. Geschlechtergleichheit vorher herrscht und dann halt eben auch für diese Geschlechtergleichheit sich dann stark macht also das ist quasi dann das Ende
  336. dieser Erfolg dass auch diese materialische Gesellschaft über ihre eigenen Macht Strukturen anfängt nachzudenken und erkennt das ist auch
  337. einfach funktionaler ist wenn man eben nicht eine solche Ungleichheit aufbaut aber auch selber sagt es ist es wird auch ein langer Weg und sehr viel Arbeit
  338. bedeuten sich daran zu das so zu verändern [Musik]
  339. ein weiterer Punkt der das Etablieren von Gleichheit besonders schwierig macht und das knüpft ganz gut auch an die Geschichte die wir von dir über das
  340. römische Imperium gehört haben an ist dass die Elite immer das unterstelle ich jetzt an der Stelle mit Hilfe der Literatur ein starkes distinktions einen
  341. starken distinktionsdrang hat also dass sie sich eben vom vom Rest der Bevölkerung abgrenzen wollen und da kann man jetzt auch bordieur anführen der
  342. dann über das habitus-modell spricht das durch den Habitus eben die Distinktion vorgenommen wird und das zum Beispiel und das fand ich auch ganz lustig jetzt
  343. diese ganze Debatte lgbtq und die walkness von den Lifestyle left die ist irgendwie dass das eigentlich nur ein Gehabe ist von elitären um sich von der
  344. anderen vom vom Rest der Bevölkerung wieder distingieren zu können das bedeutet dass aus bürgerlicher also deswegen dieser lifestyling Bewegung
  345. nicht angeschlossen werden kann weil sie da den vermeintlichen Braten riechen dass das nur ein distinationsmechanismus ist von von noch elitären es kann auf
  346. jeden Fall sein dass man sich in solche Richtung da jetzt bewegt ich will nicht unbedingt von sprachverboten in dem Kontext sprechen aber es gab ja zum
  347. Beispiel auch im Mittelalter immer diese Idee es gibt die lateinische Sprache und das können halt immer nur diejenigen sprechen die eingeweiht sind die eine
  348. gute Schulbildung genossen haben was ja auch eine sprachliche distinktionsmodell ist wo man halt dann eben nur die Bibel lesen kann wenn man
  349. halt gebildet und ist und Latein kann und der normale Bauer der halt eben altdeutsch spricht oder sowas ähnliches wirklicherweise vielleicht ein paar
  350. Wörter lesen kann kann die Bibel auf keinen Fall lesen eben weil er kein Latein kann in dem Fall also dann auch darüber ausgegrenzt wird was dahin gehen
  351. ja spannend ist ist das von eher konservativen Bürgern immer eine Rückbesinnung auf Werte von vergangenen Tagen
  352. dass die beschworen wird so und das Werte und wertansichten einer Gesellschaft eigentlich immer im Wandel sind impliziert dass der Bruch den die
  353. konservativeren Bürger damit erzeugen würden wenn wir auf diese früheren Werte zurückgehen würden also jetzt zum Beispiel die gute Erziehung noch in den
  354. 50er Jahren würde ein genauso starken Bruch erzeugen also wenn man von jetzt auf gleich unsere Gesellschaft mit den Werten von früher wieder ausstatten
  355. würde von vor 70 Jahren eben als würden wir den Forderungen der Lifestyle lefties nachgeben und diese Werte komplett neu implementieren also in
  356. beide Seiten wäre der Bruch ähnlich auf jeden Fall das bedeutet nur weil wir als Gesellschaft den einen Zustand von Werten schon durchlebt haben heißt es
  357. nicht das ist einfacher ist jetzt im vergangene Zustände zurück zu fallen sondern dass es den sehr denselben Aufwand und denselben Lebenswandel mit
  358. sich bringen würde ob in die eine oder in die andere Richtung also in die konservative oder in die liberale ja das Spannende ist daran es wird ja immer
  359. argumentiert oder das ist so könnte man argumentieren damals hat es ja funktioniert über die neuen Lebensmodelle wissen wir nicht ob es
  360. funktioniert das Argument dagegen ist aber auch es hat sich ja trotzdem nicht bewährt wir sind ja nicht dabei geblieben dann wird
  361. ja häufig in das ministere Verschwörung aufgemacht das war eine die Kultur linken die Frankfurter schulmarxisten die sich dann
  362. dagegen aufgelehnt haben und dann ihr Gesellschaftsmodell der Gesellschaften übergestülpt haben ist natürlich alles Schwachsinn ist
  363. aber dass man halt diesen natürlichen Entwicklungsprozess von Gesellschaften einfach zurückdrehen kann das ist immer eine konservative Idee gewesen aber auch
  364. eine die sich nie wirklich hat umsetzen lassen es ist immer eine andere Gesellschaft aber rausgekommen selbst wenn man es versucht hat weil bestimmte
  365. Punkte einfach nicht mehr hintergeber sind wenn man einfach schon weiß wie man dahin gekommen ist kann man nicht einfach wieder diesen Punkt nicht machen
  366. und zurückgehen vor allem weil das so tut als wäre die Gesellschaft von vor 70 Jahren als Beispiel eine gewesen die quer durch die
  367. Bevölkerung homogen gewesen wäre von den Wert an sich was ja absolut nicht stimmt das heißt schon in den 50er Jahren sah das genauso aus wie wir das heute sehen
  368. das heißt es gab die eher linkerin die dann eine Aufweichung der Werte gefordert hat und es gab auch eher die konservativeren die dann z.B in die Zeit
  369. von vor dem Ersten Weltkrieg zurückkehren wollte und die hatten genau dasselbe Kräftemessen wie wir das heute sehen die Demoralisierung von Werten ist
  370. immer eine Liberalisierung von Gesellschaften und eine Emanzipation von lästigen Beschränkungen diese ist unvermeinlich da so zu
  371. kulturelle Evolution immer neue Wege der Kooperation erzeugt entwickelte Gesellschaften sind schon allein durch ihre Hoden Mitgliederzahlen diverse
  372. Gesellschaften und die Vielzahl der Lebensweisen untergräbt die Autorität tradiert hat Normen durch die Demonstration ihrer optionalität
  373. spricht das so komplexe Gesellschaft wie die unsere einfach in ihrer Zusammensetzung sich nicht auf das reduzieren lassen was
  374. andere also von den konservative gerne auf ihre Vergangenheit projizieren also nur weil das damals eine hier kommunale Vorstellung war bestimmte
  375. kulturpraktiken zu haben zum Beispiel das Frauen nicht arbeiten dürfen dass man generell nicht wählen sollte weil wenn Kaiser haben ich bin immer noch
  376. weiter zurückgehen möchte und das dann halt quasi versinnbildlich auf den einen Punkt so hat die Gesellschaft damals gedacht aber das von
  377. damals nicht der Fall war genau beziehungsweise auch wenn man das jetzt von linker Seite sehen möchte ist der häufige Fehler der gemacht wird dass der
  378. in der Rezeption bis ins Unendliche werden die Forderungen extrapoliert also das bedeutet nur weil wir an der Stelle von den Linken dann fordern
  379. das gewisse Worte nicht mehr gesagt werden sollen weil sie diskriminierend sind das dann so getan wird als würde gleich das ganze Vokabular gestrichen
  380. werden also man nimmt das die eine Forderung und extra poliert sie ins Unendliche und was darf man denn dann noch sagen so dann bleibt ja nichts mehr
  381. über so das ist eine maßlose Übertreibung das wissen ja alle es ist zwar eine gefühlte Realität aber das hat ja nichts mehr mit der Forderung zu tun
  382. das ist ja genauso wie mit wenn wir von sprachlichen Forderungen weggehen wenn man mit Christian Dörfer sucht über Tempolimit zu reden dann geht er gleich
  383. jemand direkt durch bis zum Autoverbot wo niemand von geredet hat aber das sieht ja dann halt für sich also diese linken Forderung die werden immer bis in
  384. die Unendlichkeit abstrahiert und dann in der Unendlichkeit diskutiert und diese Tendenz gab es früher im Prinzip schon und gleichzeitig Mittel diese
  385. beiden Strömung sich daneben und so natürlich unterliegt Sprache in meinem wandel ich meine der Autor hat dafür eine extrem geniale Technik wie ich
  386. finde empfohlen mit der man seine Werte prüfen kann also sieht man sie jetzt zum Beispiel überlegt dass man sich auf einem Koordinatenkreuz bewegt und man
  387. würde jetzt zum Beispiel besprechen sollten Menschen sich Neuro & handsern aussetzen um noch intelligenter zu werden und dann gibt es
  388. sicherlich Leute die dann Anfang rumzubeugen und sagen nein bloß nicht nicht in die Natur eingreifen und andere werden das befürworten und wir werden
  389. eine ähnliche Debatte mit einer ähnlichen Verteilung bekommen wie es jetzt um kulturelle Werte geht und das Interessante ist wenn wir uns jetzt
  390. unseren IQ in diesem Koordinatensystem indem wir uns bewegen markieren dann muss jetzt erstmal gerechtfertigt werden warum das hier der sinnvollste Punkt ist
  391. und warum nicht weiter oder nicht zurück das heißt der Autor schlägt vor das einfach umzudrehen die Debatte das bedeutet anstatt Neuro ein Herz zu
  392. nehmen würden wir jetzt noch eure Blockaden nehmen und warum ist das verwerflich und das andere nicht also warum wenn wenn nicht gut sind warum
  393. sollte ich dann nicht die Neuro Blockaden nehmen also warum nicht die ganze Gesellschaft dümmer machen und wenn man das nicht gegeneinander
  394. ausdiskutieren kann dann ist der Wert den man da vertritt ein irrationaler der einfach nur aus einer bequemen Situation des so hat es doch zu sein entspringt
  395. und nicht von ratio getrieben ist und das fand ich geil weil man das man kann das logischerweise auf alle möglichen Punkte anwenden einfach die die
  396. Koordinate den Vektor den die Richtung aufspannt dann gibt einfach zu invertieren zu gucken wo man dann landet wie man spannendes Gedankenexperiment
  397. richtig weil das geht ja weiter mit welche Worte sollten wir verbieten und sollten wir dann andere Worte sagen also da zurückkehren und wieder Wörter
  398. benutzen die wir früher benutzt haben und heute aus guten Gründen schon nicht mehr tun so und wenn das okay ist warum dann nicht weiter denken und zum
  399. Beispiel LGBT Vokabular mit in die Gesellschaft integrieren so warum ist jetzt genau immer der perfekte Zeitpunkt so und das
  400. kann man nicht argumentieren und das zeigt dann immer auf wie führt die Position im Prinzip ist also wie wie rational
  401. generell kommt es mir so vor häufig bei den Konservativen dass sie sich dann kämpfe verzetteln jedes Mal von denen sie eigentlich wissen dass sie sie
  402. verlieren werden also auch bei den ganzen Sprachregelungen natürlich gibt es da manche Dinge die etwas zu weit gehen wo
  403. man sagt okay das ist halt ein Anpassungsprozess der dauert etwas bis man sich dran gewöhnt hat und manche Sachen sind vielleicht auch einfach
  404. unpraktikabel aber dann einmal die Maximalforderung immer zu formulieren von der anderen von der gegnerischen Seite aus in dem Fall also von der
  405. konservativen Seite aus meiner wegen zu sagen ja das fühlt ja dann und da und dahin das wird ja nie funktionieren ohne dass ich die Förderung wirklich immer
  406. anzuhören was wird denn da tatsächlich gefordert was spannend ist dass die Kirche ein signifikanten Teil daran getragen hat dass wir als Menschen in
  407. immer größeren Geflechten agieren können das ist zumindest eine weitere These eben aus dem Buch die ich gerne zur Diskussion stellen möchte weil eben die
  408. Kirche dazu beigetragen hat das Konzept Familie immer weiter aufzubrechen indem es zum Beispiel Partnerschaften eingeführt hat jetzt mal
  409. ganz griffig erstmal weil der Pate als jemand der einspringt wenn die biologischen Eltern versterben
  410. der dann ja das Sorgerecht übernimmt untergräbt die Wichtigkeit von anderen biologischen Verwandten also dann geht man eben nicht mehr zu Bruder oder
  411. Schwester der Eltern oder zu zu den Großeltern sondern wird vom Paten weiter aufgezogen genauso hat die Kirche angefangen bei
  412. einer Ehe die geschlossen wurde die Familie der angeheirateten Person mit familienvokabular zu verhängen es wurde also da gab es ja die Schwiegermutter
  413. oder die Stiefschwester und so weiter aus allen möglichen Kategorien kann man sich das jetzt zusammenführen und jeder kennt es
  414. was passiert ist und das war der Gedanke der Kirche die Person die eigentlich Familien fremd sind die dann ja zu in die Familie eingehegt werden trotzdem
  415. trotz biologischer Unterschiede also nicht also dass sie nicht familiär sind mit dem Inzest Gedanken zu belegen dass dort die
  416. Reproduktion nicht oder verboten und gesellschaftlich geächtet ist obwohl es im Prinzip funktionieren würde und biologisch jetzt keinen Nachteil hätte
  417. und das sorgt eben dafür dass der dieser Clan Gedanke der vorher die Gesellschaft sehr stark strukturiert hat eben dass man es gab früher auch noch
  418. viel mehr Namen für den Cousin des Vaters und so weiter das kennen wir in unserer Gesellschaft schon gar nicht mehr dass das alles so
  419. ausdifferenziert worden ist und bei uns hört das schon sehr beschränkt nach Vater Mutter und Großvater und Großmutter fängt das schon an so ein
  420. bisschen sich zu verlieren das war früher z.B nicht so und die Kirche wollte da ganz geschickt gegen gegen angehen gleichzeitig unterminierte sie
  421. häufig auch das Erbe weil sie gesagt hat in der wirklichen Welt sich mit Reichtum zu schmücken ist eine Sünde und da sie aber den reichen häufig also da die
  422. reichen ja häufig die Kirche auch mit Spenden bedachten und sowas das nicht wegnehmen konnte und wollte weil sie ja selbst davon profitierte hat sie den
  423. einen sehr guten Ausweg operiert in dem sie selbst einfach als er begünstigte eingetragen wurden und das würde in dem Moment des Todes
  424. den wohlhabenden von ihren Sünden freisprechen und die Kirche gleichzeitig mit einer netten Geldsumme ausstatten natürlich eine sehr geschickte
  425. Akquisition von Reichtümern das ist richtig vor allen Dingen spielt die Zeit da sehr wohl für die Kirche gleichzeitig brauchen die die Wohlhabenden ja ihr
  426. Vermögen nicht im im Jenseits aber es kommt eben auch der Familie nicht mehr so gut und das sorgt wieder für ein Aufweichen dieser familiären
  427. Clanstrukturen die dann eben unsere Form der weden gesellschaftschaften so wird das in der Literatur genannt hallo sauer
  428. bezieht sich auch kurz darauf ich diesmal habe ich es vorbereitet und kann auch erzählen wofür dieses Akronym steht das bezieht sich einmal auf Western
  429. educated industrialized rich and demokratic also Western gebildet industrialisiert reich und demokratische Menschen bzw
  430. Gesellschaft und aufgefallen sind diese weird people was einfach einen hervorragendes Akronym ist
  431. dadurch dass sie in erster Linie Studien die an Universitäten gemacht wurden sind verzerren also da wurden in der Psychologie Studien erhoben und jeder
  432. der sich an der Uni bewegt kennt das dass die am geknechteten Studierenden von ihren Professoren immer zu fakultätsintern Befragung zu Studien
  433. eben bemüht werden die dann verpflichtend sind die also auch Leistungspunkte ECTS Punkte geben und dadurch eben sehr stark von den
  434. Studierenden frequentiert werden und die Professoren denken sich es ist eine Win-Win city-situation weil die Studierenden ECTS Punkte sammeln können
  435. und gleichzeitig haben Sie immer eine ausreichende Zahl von geeigneten Befragungsteilnehmern und
  436. nach Auswertung von sich von diesen Studien hat man gemerkt dass es ein Bruch gibt zwischen den Studienergebnissen und der realen Welt
  437. oh Wunder und das kam eben daher dass wenn man Studienergebnisse gleich welche Art versucht hat auf nicht westliche Gesellschaften anzuwenden dass die
  438. plötzlich nicht mehr aussagekräftig waren also die haben sich anders verhalten als die studienaussagen würden und da fing man an eben den Fehler in
  439. der Auswahl der Befragten zu finden diese Personengruppe dann zu charakterisieren eben als diese wird people mit den Attributen die das
  440. Akronym mit sich bringt und besonders unterschiedlich die hauptunterscheidungspunkte die die
  441. people mitbringen ist zum Beispiel dass wenn Sie gefragt werden wer bist du dann antworten Sie mit ich bin und dann mit allen Punkten und Attributen die sie als
  442. Individuum einzigartig und speziell machen also es fängt an mit dem Namen und dann fängt man an vielleicht mit seinem Beruf oder einer Leistung die
  443. einem und Interessen und sowas die einen da irgendwie speziell machen und wenn man nicht westliche Gesellschaften fragt wer bist du dann antworten Sie natürlich
  444. auch mit ihrem Namen aber dann geht das weiter mit zum Beispiel dem Vaters Namen im russischen kennt man das z.B auch dass da der Vaters Name immer noch meine
  445. Rolle spielt das haben wir in unseren westlichen gesellschaftlichen häufig nicht dass wir das irgendwie mit anführen ein
  446. weiterer Faktor ist die impersonale pro Sozialität und das ist wieder ein schwieriges Wort dafür dass weird people eigentlich schlechte Freunde sind was
  447. soll das heißen in nicht westlichen Zivilisationen ist es keine Frage der Moral wenn du jetzt finden bei mir Beifahrer wärst und ich baue ein Unfall
  448. mit dem Auto und du wirst wir nehmen jetzt mal an da kommt niemand zu Schaden Essen und Sachschaden so und ich werde jetzt
  449. trotzdem angeklagt und finden wird in den Zeugenstand gerufen dann würde finden aus unserer Freundschaft heraus eben mich nicht ans Messer liefern er
  450. würde mir da den Rücken stärken auch wenn das bedeutet dass er den Staat lügen würde ein Meineid leistet wie auch immer das wäre aus der Moral also von
  451. der Moral her wäre das der bevorzugte Standpunkt von finden wenn wir gute Freunde sind und in westlichen Gesellschaften würde finden mir
  452. wahrscheinlich ein Messer in den Rücken rammen weil er nämlich den moralischen Wert darin sehen würde dass ein allgemeines Recht geht
  453. das auch mich als Freund nicht als Ausnahme sieht das bedeutet im personale pro Sozialität wäre dass das Fin sich vor Freunden wie vor
  454. Fremden gleich moralisch verhalten würde im Gegensatz zu nicht westlichen Gesellschaften die deutlich die Menschen innerhalb der Familie innerhalb des
  455. Clans bevorzugen das heißt dann quasi es hätte schwerlich einen nicht
  456. europäisch nicht deutschen Kant gegeben der hat ein kategorischen Imperativ formuliert der eben genauso ist man soll einem allgemeinen Gesetz am besten
  457. gehorchen wenn es denn für alle gilt sehr richtig so und wichtig ist dabei zu verstehen dass es keine Kategorie ist ob man innerhalb dieser Weide also ob man
  458. eine Weile Gesellschaft ist oder eben nicht sondern das ist ein Spektrum man kann sich also irgendwo dazwischen verorten und auch wir als westliche
  459. Gesellschaft sind nicht 100% redegesellschaft vor allen Dingen nicht quer durch die Bevölkerung das mag immer Unterschiede geben wie stark das
  460. ausgeprägt ist bei den Menschen und der Durchschnitt davon repräsentiert eben dann den den bevölkerungsgrad der weirness wenn
  461. man so möchte ist einfach ein herrliches Akronym weil ein weiterer Faktor und das hatten wir auch in der letzten Folge schon mal
  462. kurz angesprochen ist die verzögerte Gewinnaussicht also wie lange bist du bereit auf Gewinn zu warten was ja wieder einen Faktor ist der uns als
  463. Gesellschaft bemächtigt mit anderen Handeln zu treiben z.B wir haben das in der letzten Folge viel auf die Agrarwirtschaft bezogen wir können das
  464. aber auch viel mehr auf Globalisierung und internationale Märkte auch beziehen und
  465. jeweils die Gesellschaft desto länger der Zeitraum der verstreichen kann bist du deine Belohnung bekommst also die Frage ist immer wenn ich dir 100 € heute
  466. anbiete oder Summe X in der Zukunft wie hoch müsste Summe X sein damit du 6 Monate oder ein Jahr darauf wartest und das
  467. kann ja jeder mal für sich so überlegen da wurden auch Erhebungen gemacht in ganz unterschiedlichen Gesellschaften und der Wert der schwankt extrem als
  468. Beispiel kann man immer ein halbes Jahr oder ein Jahr nehmen in Schweden liegt der z.B bei 121 € die man in einem halben Jahr benötigen würde
  469. um dann bereit zu sein darauf zu warten also einen Mehrwert von 21 €, das ist das schon ausreichen würde dass man sagt okay das ist dann mehr und dafür warte
  470. ich lieber und in Ruanda z.B während es schon 212 Euro also 112 Euro die man mehr benötigen würde um das Wagnis der Zukunft im Prinzip auf sich zu nehmen
  471. und das hängt eben ganz stark auch damit zusammen wie gesichert ist der Alltag wie dringend benötigst du das Geld und heute also das hat nichts mit dir
  472. oder Ungeduld zu tun sondern es ist einfach die Unsicherheit im Lebensalltag wo man ja das Sprichwort anbringen kann lieber den Spatz in der Hand als die
  473. Taube auf dem Dach und das ist eben ein weiterer Faktor für Wildnis es ist ziemlich spannend weil er auch der Kapitalismus als eine
  474. Wirtschaftsform die darauf baut dass in der Zukunft mehr erwirtschaftet wird als in der Gegenwart quasi vorliegt ne das Kapitalinvestition sich rentieren ja
  475. auch in Europa entstanden ist was er in dem Kontext gar nicht so ein großer Zufall ist die Diskussion dreht sich schon sehr lange darum da gibt's ja die
  476. Thesen von Manfred Weber das ist irgendwie aus dieser protestantischen Ethik raus entstanden ist dass wir einfach alle sehr fleißig
  477. sein wollen genau der Gott gefälligstes Leben führen wollen damit dass wir halt alles was wir verdienen gleich wieder reden investieren nicht für konsumieren
  478. aber das da vielleicht diese hinterlegene Idee noch ist okay wir können einfach lange drauf warten es ist jetzt kein
  479. Problem für uns diesen Verzicht zu leisten eben aufgrund unserer ja psychischen Konstitution sehr wichtig genau und
  480. von diesem Wandel der Gesellschaften also wir westlichen Gesellschaften waren auch nicht von Anfang an weird people sondern haben uns da halt hin entwickelt
  481. und das ist eigentlich spannend dass dann soziologisch nachzuvollziehen was waren die Mechanismen dahinter wieso sind wir
  482. dahin gegangen welche Institutionen wie die Kirche wie eben schon genannt haben das z.B auch befeuert weil immer in den Unterschied dabei besteht ob man von
  483. einem Monotheismus ausgeht oder einen politikismus das bedeutet dass Christentum der Islam und das Judentum haben das noch mal besonders befeuert im
  484. Vergleich eben zum Hinduismus oder zum Buddhismus wenn man sich da den Welt Religion einmal abarbeiten möchte und dann ist zum Beispiel auch die Frage
  485. wie der der Gegenpol zum Westen also der Osten und östliche Metropolen wieder in
  486. China zum Beispiel wie die zur weirdengesellschaft wurden wenn der Monotheismus fehlt und bevor du fragst ich habe da keine
  487. Antwort drauf das ist einfach nur eine Frage die sich jetzt auch für mich gerade beim drüber nachdenken ergeben hat die ja spannend wäre das
  488. soziologisch mal aufzuarbeiten also wie sich quasi so ein Prozess der bei uns wirklich Jahrhunderte gedauert hat sich dort entsprechend dann in wenigen
  489. Jahrzehnten vollzogen haben muss wenn das denn heutzutage so zutrifft weil auch die Studienlage ist wahrscheinlich der Art dass man ja heutzutage in diese
  490. Gesellschaft geht und entsprechend andere Muster vorfindet wir aber ja diese Gesellschaft nicht in Reinform haben sondern schon wenn man so will
  491. also ich will jetzt auch nicht den Menschen das Wort reden die von diesen abgeschlossenen Kulturräume sprechen das gibt es einfach nicht aber von einer
  492. relativen Abgeschlossenheit halt jetzt zu dieser Globalisierung diese Kulturen Anführungszeichen ja kombiniert werden schon durch unsere weirness in dem wir
  493. als Europäer der Kolonialzeit überall hingefahren sind diese Kultur mit unserer Kultur in Kontakt kamen verstärkt und in den
  494. letzten 100 Jahren ja sowieso also hat sich ja sowieso wahrscheinlich schon eine Art shift auch da vollzogen ja auf jeden Fall auch ein eine Werte
  495. Angleichung insgesamt vor allen Dingen dadurch dass durch die Bank weg alle Länder eigentlich am Wohlstand des Kapitalismus teilhaben wollen also da
  496. irgendwie mit auf den Zug aufspringen das zumindest versuchen und allein deswegen sich schon mehr in die Richtung ruitness entwickeln als als das vorher
  497. der Fall gewesen wäre wenn man die Globalisierung und den Kapitalismus außer Acht lässt gibt es in dem Buch auch Beispiele für
  498. andere Konstitutionen also was unterscheidet andere Gesellschaften voneinander oder ist da nur die divagenz aufgebaut worden okay es gibt zu jedem
  499. Gesellschaften und halt eben irgendwie alle anderen die sich dann relativ ähnlich zueinander verhalten ja richtig also dadurch dass das davon ausgeht dass
  500. die Studienergebnisse nicht mehr in Deckung zu bringen waren mit anderen Gesellschaften wurde jetzt erstmal nur diese Form beschrieben der weird people
  501. aber andere Gesellschaften dabei noch nicht in ihrer Andersartigkeit untereinander untersucht sondern die einfach als als vergleichsmasse und nur
  502. die westliche Welt als distingierte Parzelle wenn man so möchte lustig ist dass der Autor selber auch in in der selbst Erkenntnis im Prinzip schreibt
  503. das ist ein ein Faktor der weirness ist den eigenen Werte moralmaßstab hinterfragen zu können also dadurch dass wir
  504. heutzutage immer relativieren das sind unsere westlichen Werte und das sehen wir so aber das ist jetzt mit anderen Kulturen nicht vergleichbar das ist
  505. schon ein Faktor für unsere wirkendes weil jeder andere Gesellschaft ist ja von ihren ethnischen Werten überzeugt und würde die auch als Brille an den Tag
  506. legen und hinterfragt jetzt nicht unbedingt aber das sind unsere östlichen Werte können wir das so auf die westlichen Gesellschaften anwenden
  507. sondern der der Blick ist häufig dann einfach der das ist unsere Moralvorstellung und das ist die richtige und so geht ja jede
  508. Gesellschaft erst mal vor und ein Faktor der wird das ist eben das Hinterfragen zu können wobei wir als westliche Gesellschaft das
  509. ja auch erst in den letzten 300 400 Jahren gelernt haben mit Einzug der Aufklärung indem man dann sich gedacht hat okay wie sinnvoll und richtig sind
  510. unsere eigenen Werte wir sind ja auch immer wieder geworden wenn du so möchtest also es ist ja nicht nur weil wir jetzt eben einer westlichen
  511. Gesellschaft wurden dass wir uns das direkt als als positives Attribut anheften können sondern das ist auch eine Entwicklung die jetzt kurze
  512. Zeiträume betrachtet also das heißt auch die letzten 50 Jahre eben wie hat sich das weiterentwickelt und es kommt ja immer mehr dass wir überlegen welche
  513. Folgen haben unsere technologischen Entwicklung auf die gesamte Welt sowas nicht das ist das einzig Richtige für unser Land wir brauchen Wachstum oder
  514. sowas was nicht wurde Gesellschaften eher tun würden und das hat nichts mit rückschrittlichkeit oder sowas zu tun technologisch oder gesellschaftlich
  515. sondern einfach die Art Handeln zu hinterfragen beziehungsweise im Vergleich zu setzen mit anderen und das fand ich einfach spannend anzuwenden
  516. gerade in Bezug auf Geschichtsunterricht wie wir heute dann auch über Kolonialgeschichte reden das und das ist ja ein guter guter Punkt
  517. dass wir das heute so tun können unsere eigenen Werte von heute und von früher die Waagschale zu werfen und hinterfragen zu können ist das alles gut
  518. und richtig gewesen das wäre aus der heutigen Perspektive aber auch ein Argument die Menschen damals als ein Stück weit unmündiger zu
  519. betrachten wenn sie eben nicht über diesen reflektionsapparat verfügen wie wir es heutzutage tun das hat ja nichts mit Reflexion zu tun
  520. sondern das Wertesystem innerhalb dessen sich bewegt wird ist einfach nur ein anderes also der Maßstab der angelegt wird an
  521. die Situation ist einfach unterschiedlich das hat nichts mit besser oder schlechter zu tun da würde man wieder aus dem Maßstab heraus
  522. versuchen andere zu bewerten das funktioniert aber nicht weil erinnern wir uns an die Situation wo du meinen Beifahrer warst und nun im Gericht sein
  523. ist es jetzt besser mich auszuliefern den Tathergang der Realität getreu zu beschreiben oder ist es besser mich als mir als Freund den
  524. Rücken zu denken so je nachdem wie dein moralischer Standard ist wirst du jetzt antworten können das eine ist besser als das andere aber es
  525. gibt jetzt keine universal Ethik die beschreiben könnte das eine ist besser das andere ist definitiv schlechter
  526. dass ich mich frage ist das habe ich zumindest ebenso verstanden kann dass man das richtig da missverstanden habe dass ich theoretisch die Möglichkeit
  527. hätte zu wählen entweder dir gegenüber Loyalität zu zeigen oder den höheren Gesetz zu folgen also entsprechende tun sich dann mehrere Wege auf und so wie
  528. ich das verstanden habe ist das bei nicht du jeden people schwieriger weil die halt ihrem eigenen Gesetz mehr verpflichtet sind an der Stelle
  529. aber die haben ja die Wahl trotzdem so du hast ja nur ein statistisches Ergebnis dass die people dann tatsächlich eher den Weg gehen im
  530. universellengesetz zu folgen ja genau da gibt es immer Ausnahmen und Individuen die da anders handeln in beiden Gesellschaften das ist total egal
  531. ich sag die Tendenz wäre dann immer eher in Gesellschaften zum Universalismus und in den nicht du jeden Gesellschaften ich weiß nicht wie man das bezeichnen soll
  532. zu einem Ehrenkodex zugreifen also so könnte man das auch beschreiben es gibt immer die Unterscheidung die nicht würden
  533. Gesellschaft sind Gesellschaft die eine Hierarchie der Ehre und Scham haben und die werden Gesellschaft sind eine die Würde und Schuld haben
  534. das heißt wenn du jetzt etwas Falsches machst dann schämst du dich nicht dafür du fühlst dich schuldig und gleichzeitig wenn ich dich beleidigen würde dann
  535. wärst du von deiner Ehre verletzt aber unter widrigen Umständen würdest du dich zum Beispiel einer Menschenwürde angegriffen fühlen so und das sind dann
  536. auch Unterscheidungen die man anstreben kann da kann ich vor allem Robert Faller empfehlen der hat da man nicht faltige Bücher zugeschrieben ein weiterer Faktor
  537. den ich jetzt hier als als letzten Punkt für heute noch in den Raum werfen möchte sind die Bauernkriege von 1524 und 1526 in Schwaben und Franken die auch in dem
  538. Buch kurz erwähnt werden einfach weil die Bauern unter so widrigen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen und deswegen passt das auch ganz gut zudem
  539. ein Schub von dir zum römischen Imperium das sie angefangen haben ihre Situation zu hinterfragen und da zu der Zeit schon das Christentum auf dem Vormarsch war
  540. und es erzählt dass alle Menschen also Gott alle Menschen gleich erschaffen hat wollten die Bauern eben keine Leibeigenen mehr sein steuern und
  541. Frondienste und Beschränkungen unterliegen und also sie durften nicht ihr eigenes Land besitzen sie durften im Wald also in dem Wald der da
  542. angeschlossen war durften sie auch nicht jagen oder Forstwirtschaft betreiben und wann der Willkür eigentlich das Feudalherren ausgesetzt und weil Gott
  543. hat alle Menschen gleich erschaffen und ihre Situation nicht zur Deckung zu bringen waren griffen sie halt so Mistgabel ja es gibt
  544. ja den schönen Spruch als Adam Group und Eva spannen wo war denn da der Edelmann der wird nämlich zumindest in der Schöpfungsgeschichte nicht erwähnt da
  545. sind halt auch beide Geschlechter zumindest relativ gleich ist natürlich in der Bibel immer ein bisschen schwierig aber auf jeden Fall gab es nur
  546. die beiden und halt eben noch keine klare Hierarchie gut zwischen Mann und Frau natürlich in der Bibel schon aber halt eigentlich
  547. zwischen den Menschen nicht wirklich das kam dann erst später aber da haben die Bauern ihre Stellung in der Gesellschaft schon sehr
  548. gut selbst auch begriffen tatsächlich sind die Bauernkriege so wie sie zumindest in der heutigen Forschung gesehen werden
  549. eine Revolution aber nicht in unserem heutigen Sinne sondern eher eine Rekonstitution die Bauern wollten ihre angestammten Rechte zurück haben also
  550. nicht die Gesellschaft von Grund auf erneuern sondern eher für sich quasi ihre ehemaligen Rechte der Zugang zum Wald weniger Repressionen nicht mehr den
  551. Kirchen 10 Zahlen und so weiter Steuer Erleichterung sind immer schön und von diesem Punkt halt aus eigentlich zurück in eine
  552. utopische Vergangenheit das wird dann vor allen Dingen in der Forschung aus der DDR oder generell aus der
  553. relative linken Richtung der der Forschung zum Mittelalter anders gedeutet eben als eine Art Revolution als eine früh proletarische Revolution
  554. heutzutage ist sich da die Forschung etwas zu bewerten hat aber dennoch die erste richtig große Erhebung von einer Unterschicht die in Mitteleuropa in der
  555. Zeit auf jeden Fall überliefert wurde in jedem Fall spannend wie früh schon Klassenkämpfe geführt wurden und was in der DDR wurde das glaube ich auch als
  556. ein bisschen als Vorbild dass die Bauern da so für sich einstanden genommen und während das vom Westen er despektierlich beschaut wurde was da äh 1524 in
  557. Schwaben vonstatten ging da hat sich auch ein äh damals ungefähr 30-jähriger Theologe nicht sonderlich hervorgetan Martin Luther der die Bauern übel
  558. beschimpfte und auf die rechtschaffende göttliche Gewalt verwies die doch dem Fürsten das Recht zum herrschen gegeben hätte und
  559. die Bauern sollten mal bei ihrem Flug und ihrer vorkommen bleiben da hat sich der Theologe Martin Luther auf jeden Fall nicht mit rumgekleckert bei diesen
  560. ja auch sprichwörtlichen Entgleisung die darauf folgten ja vor allen Dingen die Ernennung war göttlichen Erlass dir schwer zu
  561. beweisen ist an den Stellen und dementsprechend nur nachvollziehbar von den Bauern irgendwann Fragen gestellt wurde ja in jedem Fall also man mag sich
  562. gar nicht vorstellen unter welchen widrigen Bedingungen die damals gelebt haben dazu würde ich aber nächstes mal auch etwas erzählen gerade zum
  563. mittelalterlichen Gesellschaft auch sehr spannend wie die mit der römischen Gesellschaft irgendwo in einem Einklang zu bringen ist aber sich dann doch sehr
  564. stark von ihr auch an anderen Punkten unterscheidet das ist doch ein guter Moment um die Folge auch zu beenden und dabei zu belassen nicht unnötig
  565. aufzublenden und damit hätte ich gesagt finden wir sehen uns in der nächsten Folge ja bis zum nächsten Mal [Musik]

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