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Deutsche Literatur: „Augen in der Großstadt“ – Kurt Tucholsky (mit Sonja „SONNI“ Hubmann)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 27 Zeilen
- augen in der großstadt von kurt tucholsky schönen guten tag euch ein was habe ich heute für euch ein etwas desillusioniert
- das gedicht von kurt tucholsky sein werk augen in der großstadt wurde erstmals 1930 unter seinem pseudonym theobald tiger in der arbeiter illustrierte
- zeitung veröffentlicht das gedicht befindet sich übrigens auch in dem buch lernen lachen ohne zu weinen das 1932 erschien vorgetragen von sommer sonne
- hubmann wenn du zur arbeit gehst am frühen morgen wenn du am bahnhof stehst mit bahnen sorgen da zeigt die stadt der asphalt glattem
- menschen trichter millionen gesichter zwei feinde augen ein kurzer blick die puppen die lieder was war das vielleicht mein lebensglück
- vorbei verweht nie wieder du gehst dein leben lang auf 1000 straßen du siehst auf deinem gang die dich
- vergasen ein auge winkt die seele klingt du hast gefunden nur für sekunden zwei fremde augen ein kurzer blick die braue popien die
- lieder kein mensch dreht die zeit zurück vorbei nie wieder du musst auf deinem gang doch städte wandern schießt einen pulsschlag lang
- den fremden anderen es kann ein feind sein was kann ein freund sein es kann im kampf ein genosse sein fazit hinüber und
- zieht vorüber drei fremde augen ein kurzer blick die pupillen die lieder was war das von der großen menschheitsaufgaben diesem gedicht spürt
- man bereits seine resignation was aber war die ursache für seine seelische niedergeschlagenheit gewesen kurt tucholsky bekannte sich nach den
- schrecklichen des ersten weltkriegs zum pazifismus er wetterte gegen das soldatentum den nationalismus und auch die
- sozialdemokratische partei deutschlands die radikale geldentwertung in den jahren 1914 bis 1923 gipfelte bei ihm sogar in einem selbstmordversuch
- irgendwie kam er aber wieder auf die beine und arbeit sei kurzfristig in einem bankhaus aber schon ein jahr danach bekam er einen job als
- korrespondent bei der wochenzeitschrift die weltbühne und ging nach paris sein verhältnis zu deutschland blieb jedoch ein gespaltenes obwohl er das land als
- solches liebte fasste er die dort herrschenden politischen verhältnisse und wetterte soldaten sind mörder oder die deutsche revolution steht noch aus
- 1929 übersiedelte tucholsky nach schweden er sagt zwar die schrecken des hitler-regimes auf deutschland zukommen
- konnte aber mit seinen artikeln keine veränderungen bewirken man kann sich ungefähr vorstellen wie tucholsky beim schreiben des
- vorliegenden gedichts zumute gewesen sein musste es sollte aber noch schlimmer kommen denn man verurteilte den herausgeber der weltbühne kann von
- ossietzky grund dafür war das erscheinen eines kritischen artikels über die aufrüstung der deutschen
- wehrmacht in seiner zeitschrift man steckte ihn letztendlich in ein konzentrationslager dual ski wäre ihm gerne zu hilfe gekommen hatte aber angst
- selbst festgenommen zu werden er machte sich deshalb jedoch noch zeitlebens vorwürfe und schrieb ich habe damals versagt es war ein gemisch aus
- faulheit feigheit ekel und verachtung 1933 wurde die zeitschrift weltbühne dann gänzlich verboten die bücher tucholskys wurden verbrannt
- in einem verbitterten brief rechnete der schriftsteller aber noch kurz vor seinem tod mit dem hitler regime ab mein leben ist mir zu kostbar mich unter einem
- apfelbaum zu stellen und ihn zu bitten birnen zu produzieren ich habe mit diesem land dessen sprache ich so wenig wie möglich spreche nichts
- mehr zu schaffen möge es verrecken wgs russland erobern ich bin damit fertig ja was soll man dazu noch sagen vorbei
- verweht nie wieder [Musik]
Zum Nachlesen
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