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Opferfest - was ist das? | Mehr auf KiKA.de

KiKA von ARD und ZDF15:24 87.166 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 125 Zeilen
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  1. *** *Lachen*
  2. Ich bin Naya. Ich zeige euch das muslimische Opferfest.
  3. *Titel-Musik* Klingt richtig schön.
  4. Das Opferfest ist einer der wichtigsten Feieretage im Islam. Der Religion von Muslimas und Muslimen.
  5. Das Highlight des Fests ist ein Familienessen. Da wird alles geteilt und heftig gefeiert.
  6. Da bin ich dabei. Ich bin in Bremen. Naya hat mich eingeladen.
  7. Ich soll Kekse mitbringen. Hallo. - Ich bin Elisabeth.
  8. Du hast mich eingeladen, mit dir das Opferfest zu feiern. Ja. - Ich hab ganz viele Kekse dabei.
  9. Wir packen die gleich ein und verteilen sie dann. Wir verteilen die? Ich dachte, wir essen auch was.
  10. Oh, wow. Hier sind die Kekse. Und hier sind die Tüten.
  11. Wir packen die dann in diese Tüten. Hier ist schon mal ein Beispiel.
  12. Und auf jede kleben wir als letztes so einen Sticker drauf. Hier. - Ja, hier sind die Sticker.
  13. Naya, warum ist dir das wichtig? Geschenke einpacken und verteilen? Im muslimischen Glauben teilt man öfter.
  14. Es ist auch besser zu teilen und nicht alles für sich zu behalten und egoistisch zu sein.
  15. Auch am Opferfest wird geteilt. Jedes Jahr an einem anderen Tag, je nach Mond-Kalender.
  16. Die sehen mega aus, richtig gut. Zum Opferfest gehört Verschenken. Was denn noch?
  17. Wir gehen in die Moschee und beten und bekommen Geschenke. Juhu. - Es ist ein Abenteuer-Tag.
  18. Abenteuer? Was denn für Abenteuer? Es gibt da Hüpfburgen, Zuckerwatte, Henna.
  19. Ich freue mich, dass ich dabei sein darf. Danke schön. Opferfest-Abenteuertag, ich komme.
  20. Naya ist in Syrien geboren. Sie und ihre Familie sprechen auch Arabisch.
  21. "Takbir mustahabb". Mustahabb. - Was heißt das?
  22. Geliebt. Geliebt? - Ja, theoretisch, geliebt.
  23. Und das ist Arabisch? - Ja, Arabisch. Arabisch ist die Sprache des Islam? - Ja, und des Korans.
  24. Wenn man Arabisch nicht kann, kann man keinen Koran lesen. Der Koran ist das wichtigste, das heilige Buch des Islam.
  25. Richtig? - Ja. Habt ihr einen zu Hause? - Ja, viele.
  26. Viele? Darf ich einen sehen? Könntest du mir den zeigen? - Ja.
  27. Bevor Naya den Koran anfasst, wäscht sie sich. Jeweils dreimal die Hände, die Arme, das Gesicht, den Kopf und die Füße.
  28. *helle Klavier-Töne* Fertig.
  29. Jetzt bist du bereit, den Koran anzufassen. Weil du sauber bist und in Gedanken vorbereitet hast:
  30. Gleich beschäftige ich mich mit meinem Gott. *Sie singt auf Arabisch.*
  31. Zum Lesen bedeckt sich Naya die Haare. Das macht sie aus Respekt vor dem Heiligen Buch.
  32. *Sie liest singend auf Arabisch.* Diese besondere Art des Vortragens lernt sie in einer Koran-Schule.
  33. *Sie liest singend auf Arabisch.* Wow, danke schön. Klingt wirklich schön.
  34. Warum ist dir der Koran so wichtig? Also das ist von Allah.
  35. Und das sind halt Geschichten, also echte Geschichten, und Regeln, die man befolgen sollte.
  36. Im Islam wird an einen einzigen Gott geglaubt. Wie im Judentum oder Christentum.
  37. Er wird Allah genannt. Er hat lauter Botschaften an die Menschen geschickt.
  38. Es gibt Geschichten, und die stehen im Koran. Im Islam gibt es 5 Regeln, die jeder Gläubige einhalten sollte.
  39. Diese Regeln nennt man "Säulen des Islam". Sie stehen im Koran.
  40. Die Säulen sind: der Glaube, das Beten, das Fasten, das Pilgern und das Teilen.
  41. Jeder Mensch soll möglichst etwas an andere abgeben. Das kann z.B. Geld, Essen oder auch Kleidung sein.
  42. Naya hat Kekse abzugeben. Mal gucken, wen wir treffen.
  43. Wo als nächstes? Hallo, wir wollten Kekse verteilen, da morgen das Opferfest ist.
  44. Bitte schön. - Ich danke dir. Was machen wir, wenn keiner kommt? - Dann stellen wir es vor die Tür.
  45. Vielen Dank. Die lassen wir uns schmecken. Hallo. - Hallo.
  46. Morgen ist Opferfest. Wollen Sie einen Beutel? Ja, gern. Haben Sie vielen Dank.
  47. Tschüss. Naya, wir haben viel geschafft. - Ja.
  48. Wir sehen uns morgen zum Abenteuer-Tag. Halb 6 treffen wir uns. Ich gehe jetzt schlafen.
  49. Ja, aber bevor du gehst, gibt es noch Kekse. Ich hatte es gehofft, danke dir.
  50. Bis morgen. Ich esse noch Kekse. Tschüss. - Tschüssi.
  51. Was für ein Mega-Tag. Morgen checke ich bestimmt besser, warum das Opferfest gefeiert wird.
  52. Aber jetzt erst mal chillen. Und Kekse essen.
  53. *Ein Hahn kräht.* Boah, ey, 5 Uhr. Das ist echt nicht meine Zeit.
  54. Aber es wird sich lohnen. Heute ist Opferfest-Abenteuer-Tag.
  55. Erst mal Zähne putzen. Ich stehe morgens nicht gern auf.
  56. Aber wegen des Opferfests konnte ich eh nicht schlafen. Hallo. - Guten Morgen.
  57. Guten Morgen. - Hast du gut geschlafen? Nein, ich war aufgeregt. - Das ist doch was Gutes, oder?
  58. Ja. Gehen wir jetzt irgendwo hin?
  59. Ich bin noch nicht fertig. Ich muss noch meine Haare machen. Dann gehen wir hoch. - Ja.
  60. Oh, entschuldige. Du siehst mega aus. - Danke.
  61. Ist das ein neues Kleid? - Ja. Extra fürs Opferfest?
  62. Topp. Was musst du noch machen, damit es perfekt wird?
  63. Haare. Und dann noch Schmuck. Darf ich dir helfen beim Kämmen?
  64. Ja, aber es ist knifflig. - Knifflig? Oh, das sind viele Haare.
  65. Darf ich das wirklich, vertraust du mir da? Ja. - Dann Haargummi raus, oder?
  66. *sanfte Musik* Fällt es dir leicht, anderen zu vertrauen?
  67. Nur wenn ich die schon lange kenne. Und wenn ich weiß, dass sie ... ... nix Schlimmes tun.
  68. Ja, wenn man schon gesehen hat, dass es gute Leute sind, dann kann man ihnen vertrauen.
  69. Beim Opferfest geht auch viel um Vertrauen, oder? Ja.
  70. Es gibt nämlich eine Geschichte im Koran. Die handelt von Ibrahim. Das war ein Prophet.
  71. Ja. Und das ist so was wie ein Postbote mit Sprachnachrichten von Allah.
  72. Ja. Und was Ibrahim erlebt hat, das steht im Koran.
  73. Und das Opferfest erinnert daran. Eines Nachts hatte Ibrahim einen besonderen Traum:
  74. Gott verlangte von ihm, ihm zuliebe seinen einzigen und geliebten Sohn zu opfern.
  75. Das heißt: ihn zu töten. Ibrahim wachte auf und hatte Angst.
  76. Wollte aber Gottes Wunsch erfüllen, weil er ein gläubiger Mensch war. Er nahm all seinen Mut zusammen
  77. und erzählte seinem Sohn am nächsten Tag von dem Traum. Ich habe geträumt,
  78. dass ich dich, meinen geliebten Sohn, für Allah opfern soll.
  79. Was meinst du dazu? Tu, was dir Gott gesagt hat. Ich vertraue Allah und vertraue dir.
  80. Vater und Sohn beschlossen, Gottes Aufgabe anzunehmen. Sie vertrauten, dass Gott das Richtige tun wird.
  81. Allah sah, dass sie den Glauben nicht aufgaben. Da schickte er ihnen einen Engel.
  82. Dies war eine schwere Prüfung. Du hast sie bestanden. Dir wird ein Tier geschickt,
  83. das du anstelle deines Sohnes opfern darfst. Ibrahim und Ismael waren überglücklich.
  84. Denn Allah hatte ihnen gezeigt, dass sie ihm immer vertrauen können. Als Dank werden wir den Widder schlachten
  85. und ihn mit Freunden und anderen Menschen teilen. Ich bin neugierig.
  86. Ich schaue mir schon mal die Festhalle an. Hier wird heute für das Opferfest gebetet.
  87. Naya ist schon drin. Ich suche jetzt Yosran. Die ist auch in der Gemeinde und kennt sich gut mit dem Islam aus.
  88. Die kann mir Fragen beantworten. Hey, hallo Yosran. - Hi, Elisabeth.
  89. Danke, dass wir uns sehen. Was finden Kinder am Opferfest cool?
  90. Es ist ein Fest. Es gibt viel zu essen. Es ist ein Tag wie für andere Weihnachten oder Ostern.
  91. Die Geschichte mit Ibrahim und Ismael ist ja sehr spannend. Warum ist das Opferfest so wichtig?
  92. Weil wir an diesem Tag an das große Ereignis denken. Die bestandene Prüfung von Ibrahim.
  93. Wir kommen in der Gemeinschaft zusammen. Wir erinnern uns daran, dass das Wichtigste ist:
  94. die Liebe und das Vertrauen zu Gott, egal wie groß die Prüfung ist. Das Gebet beginnt.
  95. Männer und Frauen sitzen in unterschiedlichen Räumen. Bei den Männern wird die Predigt gehalten.
  96. Also die religiöse Rede. Naya und die Frauen bedecken sich vor dem Gebet die Haare.
  97. Über einen Lautsprecher hören sie die Worte des Predigers. Der heißt hier: Hodscha.
  98. Das Opferfest wird schon seit Jahrhunderten gefeiert. Da haben sich einige Traditionen entwickelt.
  99. Am 1. Tag der Feierlichkeiten besuchen viele Muslime die Moscheen für ihre Morgengebete.
  100. Bei ihrer Rückkehr nach Hause nehmen viele einen anderen Weg als den Hinweg zur Moschee.
  101. So wie Prophet Mohammed es tat. Muslime, die sich zerstritten oder schlecht behandelt haben,
  102. sollen sich versöhnen und sich die Hand geben. Denn es ist ein Fest des Friedens.
  103. Auch an dem Feiertag selbst darf niemand streiten. Daher wünschen sich an dem Tag viele etwas Schönes für sich und andere.
  104. Aber an dem Tag soll auch gefeiert werden. In größeren Städten finden Jahrmärkte mit Karussells und Zuckerwatte statt.
  105. *fröhliche Musik* Naya, gerade in der Halle, als es angefangen hat,
  106. haben 2 Männer vorn "Allahu akbar" oder so ähnlich gesungen. Das heißt "Allah ist groß", oder?
  107. Größer. Gott ist größer als du oder ich? - Ja.
  108. Was bedeutet dir das Beten? Damit man Allah dankt für alles.
  109. Du kannst auch dankbar sein, dass sie so super zeichnen kann. Wenn das 1 Woche bleibt.
  110. Danke. - Gern. Wow.
  111. Jetzt sind wir endlich bei Oma und Opa. Festessen bei Oma und Opa.
  112. *Sie reden auf Arabisch.* So eine Begrüßung habe ich noch nie gesehen.
  113. Mit Küssen auf allen Stellen. Was bedeutet das? Warum machst du das?
  114. Das ist aus Respekt. Weil das ist eine ältere Person. Und deswegen machen wir das aus Respekt.
  115. Das machen jetzt nicht alle. Okay. Das macht ihr so in der Familie?
  116. Ja. - Sah sehr schön aus. Ich freue mich aufs Essen. Hast du Hunger?
  117. Ja. - Dann los, zack, zack. Nicht nur Nayas Familie feiert das Opferfest.
  118. Ich habe viele Botschaften von Kindern aus der ganzen Welt bekommen. Das ist mega schön geschnitten.
  119. (alle) Friede sei mit dir. Wir wünschen aus Pakistan ein frohes Opferfest.
  120. Hallo aus Ägypten. Für das Opferfest ziehe ich mein allerschönstes Kleid an.
  121. Ich wünsche euch aus der Türkei einen schönen Tag. Gesegnetes Opferfest!
  122. Jede muslimische Familie feiert natürlich anders. Aber jeder feiert, dass man Gott, also Allah, vertrauen kann.
  123. Wie Ibrahim und Ismael Gott auch vertraut haben. Dann gibt es ein großes Essen.
  124. alle sind zusammen, z.B. bei Oma und Opa. Es ist einfach eine schöne Zeit. Frohes Opferfest.
  125. Oh, das größte Stück? Ja. UT: MDR 2022 für KiKA

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