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Opferfest - was ist das? | Mehr auf KiKA.de
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Transkriptautomatisch erstellt · 125 Zeilen
- *** *Lachen*
- Ich bin Naya. Ich zeige euch das muslimische Opferfest.
- *Titel-Musik* Klingt richtig schön.
- Das Opferfest ist einer der wichtigsten Feieretage im Islam. Der Religion von Muslimas und Muslimen.
- Das Highlight des Fests ist ein Familienessen. Da wird alles geteilt und heftig gefeiert.
- Da bin ich dabei. Ich bin in Bremen. Naya hat mich eingeladen.
- Ich soll Kekse mitbringen. Hallo. - Ich bin Elisabeth.
- Du hast mich eingeladen, mit dir das Opferfest zu feiern. Ja. - Ich hab ganz viele Kekse dabei.
- Wir packen die gleich ein und verteilen sie dann. Wir verteilen die? Ich dachte, wir essen auch was.
- Oh, wow. Hier sind die Kekse. Und hier sind die Tüten.
- Wir packen die dann in diese Tüten. Hier ist schon mal ein Beispiel.
- Und auf jede kleben wir als letztes so einen Sticker drauf. Hier. - Ja, hier sind die Sticker.
- Naya, warum ist dir das wichtig? Geschenke einpacken und verteilen? Im muslimischen Glauben teilt man öfter.
- Es ist auch besser zu teilen und nicht alles für sich zu behalten und egoistisch zu sein.
- Auch am Opferfest wird geteilt. Jedes Jahr an einem anderen Tag, je nach Mond-Kalender.
- Die sehen mega aus, richtig gut. Zum Opferfest gehört Verschenken. Was denn noch?
- Wir gehen in die Moschee und beten und bekommen Geschenke. Juhu. - Es ist ein Abenteuer-Tag.
- Abenteuer? Was denn für Abenteuer? Es gibt da Hüpfburgen, Zuckerwatte, Henna.
- Ich freue mich, dass ich dabei sein darf. Danke schön. Opferfest-Abenteuertag, ich komme.
- Naya ist in Syrien geboren. Sie und ihre Familie sprechen auch Arabisch.
- "Takbir mustahabb". Mustahabb. - Was heißt das?
- Geliebt. Geliebt? - Ja, theoretisch, geliebt.
- Und das ist Arabisch? - Ja, Arabisch. Arabisch ist die Sprache des Islam? - Ja, und des Korans.
- Wenn man Arabisch nicht kann, kann man keinen Koran lesen. Der Koran ist das wichtigste, das heilige Buch des Islam.
- Richtig? - Ja. Habt ihr einen zu Hause? - Ja, viele.
- Viele? Darf ich einen sehen? Könntest du mir den zeigen? - Ja.
- Bevor Naya den Koran anfasst, wäscht sie sich. Jeweils dreimal die Hände, die Arme, das Gesicht, den Kopf und die Füße.
- *helle Klavier-Töne* Fertig.
- Jetzt bist du bereit, den Koran anzufassen. Weil du sauber bist und in Gedanken vorbereitet hast:
- Gleich beschäftige ich mich mit meinem Gott. *Sie singt auf Arabisch.*
- Zum Lesen bedeckt sich Naya die Haare. Das macht sie aus Respekt vor dem Heiligen Buch.
- *Sie liest singend auf Arabisch.* Diese besondere Art des Vortragens lernt sie in einer Koran-Schule.
- *Sie liest singend auf Arabisch.* Wow, danke schön. Klingt wirklich schön.
- Warum ist dir der Koran so wichtig? Also das ist von Allah.
- Und das sind halt Geschichten, also echte Geschichten, und Regeln, die man befolgen sollte.
- Im Islam wird an einen einzigen Gott geglaubt. Wie im Judentum oder Christentum.
- Er wird Allah genannt. Er hat lauter Botschaften an die Menschen geschickt.
- Es gibt Geschichten, und die stehen im Koran. Im Islam gibt es 5 Regeln, die jeder Gläubige einhalten sollte.
- Diese Regeln nennt man "Säulen des Islam". Sie stehen im Koran.
- Die Säulen sind: der Glaube, das Beten, das Fasten, das Pilgern und das Teilen.
- Jeder Mensch soll möglichst etwas an andere abgeben. Das kann z.B. Geld, Essen oder auch Kleidung sein.
- Naya hat Kekse abzugeben. Mal gucken, wen wir treffen.
- Wo als nächstes? Hallo, wir wollten Kekse verteilen, da morgen das Opferfest ist.
- Bitte schön. - Ich danke dir. Was machen wir, wenn keiner kommt? - Dann stellen wir es vor die Tür.
- Vielen Dank. Die lassen wir uns schmecken. Hallo. - Hallo.
- Morgen ist Opferfest. Wollen Sie einen Beutel? Ja, gern. Haben Sie vielen Dank.
- Tschüss. Naya, wir haben viel geschafft. - Ja.
- Wir sehen uns morgen zum Abenteuer-Tag. Halb 6 treffen wir uns. Ich gehe jetzt schlafen.
- Ja, aber bevor du gehst, gibt es noch Kekse. Ich hatte es gehofft, danke dir.
- Bis morgen. Ich esse noch Kekse. Tschüss. - Tschüssi.
- Was für ein Mega-Tag. Morgen checke ich bestimmt besser, warum das Opferfest gefeiert wird.
- Aber jetzt erst mal chillen. Und Kekse essen.
- *Ein Hahn kräht.* Boah, ey, 5 Uhr. Das ist echt nicht meine Zeit.
- Aber es wird sich lohnen. Heute ist Opferfest-Abenteuer-Tag.
- Erst mal Zähne putzen. Ich stehe morgens nicht gern auf.
- Aber wegen des Opferfests konnte ich eh nicht schlafen. Hallo. - Guten Morgen.
- Guten Morgen. - Hast du gut geschlafen? Nein, ich war aufgeregt. - Das ist doch was Gutes, oder?
- Ja. Gehen wir jetzt irgendwo hin?
- Ich bin noch nicht fertig. Ich muss noch meine Haare machen. Dann gehen wir hoch. - Ja.
- Oh, entschuldige. Du siehst mega aus. - Danke.
- Ist das ein neues Kleid? - Ja. Extra fürs Opferfest?
- Topp. Was musst du noch machen, damit es perfekt wird?
- Haare. Und dann noch Schmuck. Darf ich dir helfen beim Kämmen?
- Ja, aber es ist knifflig. - Knifflig? Oh, das sind viele Haare.
- Darf ich das wirklich, vertraust du mir da? Ja. - Dann Haargummi raus, oder?
- *sanfte Musik* Fällt es dir leicht, anderen zu vertrauen?
- Nur wenn ich die schon lange kenne. Und wenn ich weiß, dass sie ... ... nix Schlimmes tun.
- Ja, wenn man schon gesehen hat, dass es gute Leute sind, dann kann man ihnen vertrauen.
- Beim Opferfest geht auch viel um Vertrauen, oder? Ja.
- Es gibt nämlich eine Geschichte im Koran. Die handelt von Ibrahim. Das war ein Prophet.
- Ja. Und das ist so was wie ein Postbote mit Sprachnachrichten von Allah.
- Ja. Und was Ibrahim erlebt hat, das steht im Koran.
- Und das Opferfest erinnert daran. Eines Nachts hatte Ibrahim einen besonderen Traum:
- Gott verlangte von ihm, ihm zuliebe seinen einzigen und geliebten Sohn zu opfern.
- Das heißt: ihn zu töten. Ibrahim wachte auf und hatte Angst.
- Wollte aber Gottes Wunsch erfüllen, weil er ein gläubiger Mensch war. Er nahm all seinen Mut zusammen
- und erzählte seinem Sohn am nächsten Tag von dem Traum. Ich habe geträumt,
- dass ich dich, meinen geliebten Sohn, für Allah opfern soll.
- Was meinst du dazu? Tu, was dir Gott gesagt hat. Ich vertraue Allah und vertraue dir.
- Vater und Sohn beschlossen, Gottes Aufgabe anzunehmen. Sie vertrauten, dass Gott das Richtige tun wird.
- Allah sah, dass sie den Glauben nicht aufgaben. Da schickte er ihnen einen Engel.
- Dies war eine schwere Prüfung. Du hast sie bestanden. Dir wird ein Tier geschickt,
- das du anstelle deines Sohnes opfern darfst. Ibrahim und Ismael waren überglücklich.
- Denn Allah hatte ihnen gezeigt, dass sie ihm immer vertrauen können. Als Dank werden wir den Widder schlachten
- und ihn mit Freunden und anderen Menschen teilen. Ich bin neugierig.
- Ich schaue mir schon mal die Festhalle an. Hier wird heute für das Opferfest gebetet.
- Naya ist schon drin. Ich suche jetzt Yosran. Die ist auch in der Gemeinde und kennt sich gut mit dem Islam aus.
- Die kann mir Fragen beantworten. Hey, hallo Yosran. - Hi, Elisabeth.
- Danke, dass wir uns sehen. Was finden Kinder am Opferfest cool?
- Es ist ein Fest. Es gibt viel zu essen. Es ist ein Tag wie für andere Weihnachten oder Ostern.
- Die Geschichte mit Ibrahim und Ismael ist ja sehr spannend. Warum ist das Opferfest so wichtig?
- Weil wir an diesem Tag an das große Ereignis denken. Die bestandene Prüfung von Ibrahim.
- Wir kommen in der Gemeinschaft zusammen. Wir erinnern uns daran, dass das Wichtigste ist:
- die Liebe und das Vertrauen zu Gott, egal wie groß die Prüfung ist. Das Gebet beginnt.
- Männer und Frauen sitzen in unterschiedlichen Räumen. Bei den Männern wird die Predigt gehalten.
- Also die religiöse Rede. Naya und die Frauen bedecken sich vor dem Gebet die Haare.
- Über einen Lautsprecher hören sie die Worte des Predigers. Der heißt hier: Hodscha.
- Das Opferfest wird schon seit Jahrhunderten gefeiert. Da haben sich einige Traditionen entwickelt.
- Am 1. Tag der Feierlichkeiten besuchen viele Muslime die Moscheen für ihre Morgengebete.
- Bei ihrer Rückkehr nach Hause nehmen viele einen anderen Weg als den Hinweg zur Moschee.
- So wie Prophet Mohammed es tat. Muslime, die sich zerstritten oder schlecht behandelt haben,
- sollen sich versöhnen und sich die Hand geben. Denn es ist ein Fest des Friedens.
- Auch an dem Feiertag selbst darf niemand streiten. Daher wünschen sich an dem Tag viele etwas Schönes für sich und andere.
- Aber an dem Tag soll auch gefeiert werden. In größeren Städten finden Jahrmärkte mit Karussells und Zuckerwatte statt.
- *fröhliche Musik* Naya, gerade in der Halle, als es angefangen hat,
- haben 2 Männer vorn "Allahu akbar" oder so ähnlich gesungen. Das heißt "Allah ist groß", oder?
- Größer. Gott ist größer als du oder ich? - Ja.
- Was bedeutet dir das Beten? Damit man Allah dankt für alles.
- Du kannst auch dankbar sein, dass sie so super zeichnen kann. Wenn das 1 Woche bleibt.
- Danke. - Gern. Wow.
- Jetzt sind wir endlich bei Oma und Opa. Festessen bei Oma und Opa.
- *Sie reden auf Arabisch.* So eine Begrüßung habe ich noch nie gesehen.
- Mit Küssen auf allen Stellen. Was bedeutet das? Warum machst du das?
- Das ist aus Respekt. Weil das ist eine ältere Person. Und deswegen machen wir das aus Respekt.
- Das machen jetzt nicht alle. Okay. Das macht ihr so in der Familie?
- Ja. - Sah sehr schön aus. Ich freue mich aufs Essen. Hast du Hunger?
- Ja. - Dann los, zack, zack. Nicht nur Nayas Familie feiert das Opferfest.
- Ich habe viele Botschaften von Kindern aus der ganzen Welt bekommen. Das ist mega schön geschnitten.
- (alle) Friede sei mit dir. Wir wünschen aus Pakistan ein frohes Opferfest.
- Hallo aus Ägypten. Für das Opferfest ziehe ich mein allerschönstes Kleid an.
- Ich wünsche euch aus der Türkei einen schönen Tag. Gesegnetes Opferfest!
- Jede muslimische Familie feiert natürlich anders. Aber jeder feiert, dass man Gott, also Allah, vertrauen kann.
- Wie Ibrahim und Ismael Gott auch vertraut haben. Dann gibt es ein großes Essen.
- alle sind zusammen, z.B. bei Oma und Opa. Es ist einfach eine schöne Zeit. Frohes Opferfest.
- Oh, das größte Stück? Ja. UT: MDR 2022 für KiKA
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