Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Literaturgeschichte: Weimarer Klassik | STARK erklärt

STARK Verlag4:18 247.579 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 28 Zeilen
Herunterladen
  1. Kannst du dir vorstellen, mit deinem besten Freund oder deiner besten Freundin eine eigene Literatepoche auf die Beine zu stellen? Gothe und Schille
  2. haben genau das getan. Die Weimaraer Klassik wäre ohne die Freundschaft zwischen den beiden nicht denkbar.
  3. [Musik] Die Weimaraer Classic. Die literarische Strömung der Weimaraer
  4. Klassik erstreckte sich in etwa von 1786 bis 1805. Im Jahr 1786 hatte der 37-jährige Gote genug von seinem anstrengenden Ministerposten im
  5. Herzogtum Sachsen Weimer Eisenach. Heimlich und unter falschem Namen brach er das Land seiner Sehnsucht auf nach Italien.
  6. Gohe verbrachte insgesamt Jahre in Italien, bevor er nach Weimar zurückkehrte. Er sah diese Reise als Wiedergeburt an. Das ausgelassene und
  7. inspirierte Leben, das Gohtee in Italien beobachtete und führte, und die antike Kunst, die er überall bestaunen konnte, veränderten sein Kunstverständnis.
  8. In seinen Werken wollte er den Menschen von da an so darstellen, wie er idealerweise sein sle. Edel, hilfreich und gut.
  9. Der Weg zu dieser Humanität gelingt nur über die Nachahmung der in der griechisch-römischen Antike formulierten Ideale. Diese wurden als klassisch im
  10. Sinne von vorbildlich angesehen. Eine solche humane Persönlichkeit macht Gohe in seinem Drama Ehigen auf Tauris zur Hauptfigur.
  11. Nach dem Terror und der Gewalt im Zuge der französischen Revolution wendete man sich von der Politik ab. Man glaubte, daß langfristige Veränderungen in der
  12. Gesellschaft nur erreicht werden, wenn jeder einzelne sich selbst zu einem besseren Menschen erzieht. Das würde am besten durch die
  13. Beschäftigung mit anspruchsvoller Kunst gelingen. Der Titelheld in Gotes Wilhelm Meisterromanen durchläuft beispielhaft eine solche Ausbildung zu einer
  14. harmonischen ganzheitlichen Persönlichkeit. Die Schriftsteller verstanden sich deshalb als Erzieher. Die Menschen
  15. sollten sich unter ihrer Anleitung zu innerlicher Freiheit, Schönheit und Erhabenheit heranbilden. Anders als im Sturm und Drang ging es
  16. nicht mehr um Rebellion gegen bestehende Verhältnisse, sondern um das Streben nach Harmonie mit sich selbst und mit der Welt.
  17. Es sollte ein Gleichgewicht herrschen zwischen Vernunft und Gefühl. Den alten Gegensatz zwischen Pflicht und Neigung wollte man aufheben. Der Mensch sollte
  18. freiwillig das tun wollen, was er tun muß. Nur so könne man zu einer schönen Seele werden. Diese Einsicht versuchte Schiller in seinem Drama Maria Stuart
  19. darzustellen. Friedrich Schiller führte anders als Gohe lange Zeit ein unstehtes und von Armut geprägtes Leben. Er gelangte vor
  20. allem durch das Studium der Schriften von Immanuel Kant zu seinen klassischen Ansichten. Schiller verfasste viele philosophische Abhandlungen, wie z.B.
  21. den Text über die ästhetische Erziehung des Menschen. Ab 1794 begann die Hochphase der Weimarer Klassik.
  22. Schiller und Göteh wurden enge Freunde. Sie genossen die intellektuelle Atmosphäre am Weimarer Hof der Herzogen Anne Amalia, arbeiteten an gemeinsamen
  23. Texten, kritisierten die Textentwürfe des jeweils anderen und inspirierten sich zu neuen Ideen. Als der schwerkranke Schiller im Jahr
  24. 1805 verstarb, war Gohe tief getroffen und wendete sich anderen Themen und Werken zu. Eine der wirkungsmächtigsten deutschen Literatepochen fand so ihr
  25. Ende. So, jetzt das Wichtigste noch mal zusammengefasst. Die Weimara Klassik dauerte etwa von
  26. 1786 bis 180. Ausgangspunkt war der Wandel von Gotes Kunstverständnis. Die Zusammenarbeit zwischen Göte und
  27. Schiller prägte diese Epoche. Der Mensch sollte sich durch die Beschäftigung mit Kunst selbst zur Humanität erziehen. So sollte auch eine
  28. Harmonie des Menschen mit sich selbst und der Welt entstehen. Und durch den Ausgleich von Pflicht und Neigung würde sich die schöne Seele bilden. M.

Zum Nachlesen