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Literaturgeschichte: Weimarer Klassik | STARK erklärt
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Transkriptautomatisch erstellt · 28 Zeilen
- Kannst du dir vorstellen, mit deinem besten Freund oder deiner besten Freundin eine eigene Literatepoche auf die Beine zu stellen? Gothe und Schille
- haben genau das getan. Die Weimaraer Klassik wäre ohne die Freundschaft zwischen den beiden nicht denkbar.
- [Musik] Die Weimaraer Classic. Die literarische Strömung der Weimaraer
- Klassik erstreckte sich in etwa von 1786 bis 1805. Im Jahr 1786 hatte der 37-jährige Gote genug von seinem anstrengenden Ministerposten im
- Herzogtum Sachsen Weimer Eisenach. Heimlich und unter falschem Namen brach er das Land seiner Sehnsucht auf nach Italien.
- Gohe verbrachte insgesamt Jahre in Italien, bevor er nach Weimar zurückkehrte. Er sah diese Reise als Wiedergeburt an. Das ausgelassene und
- inspirierte Leben, das Gohtee in Italien beobachtete und führte, und die antike Kunst, die er überall bestaunen konnte, veränderten sein Kunstverständnis.
- In seinen Werken wollte er den Menschen von da an so darstellen, wie er idealerweise sein sle. Edel, hilfreich und gut.
- Der Weg zu dieser Humanität gelingt nur über die Nachahmung der in der griechisch-römischen Antike formulierten Ideale. Diese wurden als klassisch im
- Sinne von vorbildlich angesehen. Eine solche humane Persönlichkeit macht Gohe in seinem Drama Ehigen auf Tauris zur Hauptfigur.
- Nach dem Terror und der Gewalt im Zuge der französischen Revolution wendete man sich von der Politik ab. Man glaubte, daß langfristige Veränderungen in der
- Gesellschaft nur erreicht werden, wenn jeder einzelne sich selbst zu einem besseren Menschen erzieht. Das würde am besten durch die
- Beschäftigung mit anspruchsvoller Kunst gelingen. Der Titelheld in Gotes Wilhelm Meisterromanen durchläuft beispielhaft eine solche Ausbildung zu einer
- harmonischen ganzheitlichen Persönlichkeit. Die Schriftsteller verstanden sich deshalb als Erzieher. Die Menschen
- sollten sich unter ihrer Anleitung zu innerlicher Freiheit, Schönheit und Erhabenheit heranbilden. Anders als im Sturm und Drang ging es
- nicht mehr um Rebellion gegen bestehende Verhältnisse, sondern um das Streben nach Harmonie mit sich selbst und mit der Welt.
- Es sollte ein Gleichgewicht herrschen zwischen Vernunft und Gefühl. Den alten Gegensatz zwischen Pflicht und Neigung wollte man aufheben. Der Mensch sollte
- freiwillig das tun wollen, was er tun muß. Nur so könne man zu einer schönen Seele werden. Diese Einsicht versuchte Schiller in seinem Drama Maria Stuart
- darzustellen. Friedrich Schiller führte anders als Gohe lange Zeit ein unstehtes und von Armut geprägtes Leben. Er gelangte vor
- allem durch das Studium der Schriften von Immanuel Kant zu seinen klassischen Ansichten. Schiller verfasste viele philosophische Abhandlungen, wie z.B.
- den Text über die ästhetische Erziehung des Menschen. Ab 1794 begann die Hochphase der Weimarer Klassik.
- Schiller und Göteh wurden enge Freunde. Sie genossen die intellektuelle Atmosphäre am Weimarer Hof der Herzogen Anne Amalia, arbeiteten an gemeinsamen
- Texten, kritisierten die Textentwürfe des jeweils anderen und inspirierten sich zu neuen Ideen. Als der schwerkranke Schiller im Jahr
- 1805 verstarb, war Gohe tief getroffen und wendete sich anderen Themen und Werken zu. Eine der wirkungsmächtigsten deutschen Literatepochen fand so ihr
- Ende. So, jetzt das Wichtigste noch mal zusammengefasst. Die Weimara Klassik dauerte etwa von
- 1786 bis 180. Ausgangspunkt war der Wandel von Gotes Kunstverständnis. Die Zusammenarbeit zwischen Göte und
- Schiller prägte diese Epoche. Der Mensch sollte sich durch die Beschäftigung mit Kunst selbst zur Humanität erziehen. So sollte auch eine
- Harmonie des Menschen mit sich selbst und der Welt entstehen. Und durch den Ausgleich von Pflicht und Neigung würde sich die schöne Seele bilden. M.
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