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Physik · Klasse 12–13 · aktualisiert

Induktionsgesetz: Flussänderung berechnen

Berechne den magnetischen Fluss und die mittlere Induktionsspannung mit Windungszahl und Änderungszeit.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Induktionsgesetz: Flussänderung berechnen

Kurz gesagt

Das Induktionsgesetz verknüpft die mittlere Spannung mit der Flussänderung im Zeitintervall: U_\mathrm{ind}=-N\,\Delta\Phi/\Delta t. Der Betrag wächst mit Windungszahl und Änderungsrate; das Minuszeichen beschreibt die Lenzsche Gegenwirkung.

Eine Induktionsspannung entsteht, wenn sich der magnetische Fluss durch eine Leiterschleife oder Spule ändert. Ein Magnetfeld allein genügt nicht. Entscheidend ist, wie stark und wie schnell sich der Fluss verändert.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Der magnetische Fluss beschreibt, wie stark ein Magnetfeld eine bestimmte Fläche durchsetzt. Steht der Flächenvektor parallel zur Feldrichtung, ist \varphi=0^\circ. Dann gilt \cos(0^\circ)=1 und der Fluss ist maximal. Steht der Flächenvektor senkrecht zur Feldrichtung, ist \varphi=90^\circ und der Fluss ist null.

Definition

Magnetischer Fluss

Für eine ebene Fläche in einem homogenen Feld gilt: \Phi=B\,A\cos(\varphi) \Phi ist der magnetische Fluss in Weber (Wb), B die Flussdichte in Tesla (T), A die durchsetzte Fläche in Quadratmetern (\mathrm{m^2}). \varphi ist der Winkel zwischen Feldrichtung und Flächenvektor. Dieser steht senkrecht auf der Fläche. Es gilt 1\,\mathrm{Wb}=1\,\mathrm{T\,m^2}.

Beispiel

  1. 1Eine Schleife hat die Fläche A=0{,}020\,\mathrm{m^2} und liegt bei B=0{,}50\,\mathrm T so, dass ihr Flächenvektor parallel zum Feld zeigt.
  2. 2\Phi=0{,}50\,\mathrm T\cdot0{,}020\,\mathrm{m^2}\cdot1=0{,}010\,\mathrm{Wb}
  3. 3Wird die Schleife um 90^\circ gedreht, ist \cos(90^\circ)=0. Der Fluss sinkt dann auf null.

Teste dich

LeichtWann ist der magnetische Fluss durch eine Schleife im homogenen Feld am größten?

Alles auf einen Blick

Induktionsgesetz

  • Magnetischer Fluss

    magnetische Flussdichte B; Fläche A; Orientierung \varphi

  • Flussänderung

    Änderung von B; Änderung von A; Änderung von \varphi

  • Induktionsspannung

    proportional zu N; größer bei schnellerer Änderung; null bei konstantem Fluss

  • Richtung

    Lenzsche Gegenwirkung; Energieerhaltung

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Flussänderung in einer Spule

  1. 1Gegeben sind N=30, \Phi_1=0{,}004\,\mathrm{Wb}, \Phi_2=0{,}010\,\mathrm{Wb} und \Delta t=0{,}15\,\mathrm{s}.
  2. 2Der Fluss pro Windung ändert sich um \Delta\Phi=0{,}010\,\mathrm{Wb}-0{,}004\,\mathrm{Wb}=0{,}006\,\mathrm{Wb}.
  3. 3Damit folgt |U_\mathrm{ind}|=30\cdot0{,}006\,\mathrm{Wb}:0{,}15\,\mathrm{s}=1{,}2\,\mathrm{V}.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Eine Induktionsspannung entsteht durch eine des magnetischen Flusses. Der Fluss kann sich durch eine Änderung von ändern. Bleibt der Fluss konstant, beträgt die Induktionsspannung .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Induktionsgesetz

LeichtWelche Aussage trifft das Induktionsgesetz?
MittelEine Spule mit N=20 Windungen erfährt in 0{,}50\,\mathrm s eine Flussänderung von 0{,}030\,\mathrm{Wb} pro Windung. Wie groß ist der mittlere Spannungsbetrag?
SchwerBei einer Spule bleiben Flussänderung pro Windung und Windungszahl gleich. Nur die benötigte Zeit wird halbiert. Wie verändert sich der Spannungsbetrag?

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