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Informatik · Klasse 11–13 · aktualisiert

Delta-Regel: Gewichte im neuronalen Netz anpassen

Du lernst, wie die Delta-Regel Gewichte anpasst, und berechnest mit Δw = α · (t − o) · x, wann ein Gewicht gleich bleibt, wächst oder sinkt.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Delta-Regel: Gewichte im neuronalen Netz anpassen

Kurz gesagt

Die Delta-Regel (auch Widrow-Hoff-Regel) passt Gewichte schrittweise nach dem Gradientenverfahren an. So soll die Abweichung zwischen gewünschter und tatsächlicher Ausgabe kleiner werden. Beim Perzeptron gilt: Δw = α · (t − o) · x.

Ein künstliches Neuron startet mit Gewichten, die es nicht kennt. Zuerst liegt es oft falsch. Damit es besser wird, muss es seine Gewichte nach jedem Fehler ein Stück verändern. Die Delta-Regel sagt, in welche Richtung und wie stark.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Ein Neuron gewichtet seine Eingaben und gibt eine Ausgabe aus. Beim überwachten Lernen kennt ein externer Lehrer zu jeder Eingabe die gewünschte Ausgabe, den Zielwert. Die Abweichung zwischen gewünschter und tatsächlicher Ausgabe ist der Fehler. Beim Lernen soll dieser Fehler kleiner werden. Dazu werden die Gewichte angepasst.

Die Delta-Regel ist eine solche Lernregel. Sie heißt auch Widrow-Hoff-Regel oder Least-Mean-Squares-Algorithmus (LMS). Sie beruht auf dem Gradientenverfahren, das auch Methode des steilsten Abstiegs heißt. Dabei schätzt sie den Gradienten auf einfache Art.

So funktioniert das Gradientenverfahren: Stell dir den Fehler als Höhe in einer Berglandschaft vor (ein Bild zum Verstehen, keine Messung). Der Gradient zeigt in die Richtung, in der es am steilsten bergauf geht. Um den Fehler kleiner zu machen, gehst du einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung, also bergab. Das wiederholst du Schritt für Schritt. Bei der Delta-Regel wird mit jedem neuen Datensatz der Algorithmus einmal durchlaufen und die Lösung aktualisiert.

Eine Grenze gibt es: Im Allgemeinen konvergiert das Gradientenverfahren weder zu einem globalen noch zu einem lokalen Minimum. Garantiert werden kann nur die Konvergenz zu einem stationären Punkt, also einem Punkt, an dem der Gradient 0 ist. Beim LMS-Algorithmus kommt hinzu: Unter ungünstigen Umständen (schnelle zeitliche Änderungen der Eingangsdaten) findet er möglicherweise keine Lösung.

Definition

Delta-Regel

Lernregel für künstliche Neuronen, auch Widrow-Hoff-Regel oder LMS-Algorithmus genannt. Sie beruht auf dem Gradientenverfahren und ändert die Gewichte Schritt für Schritt, damit der Fehler kleiner wird.

Merke: Beim Gradientenabstieg gehst du in die Richtung des negativen Gradienten, also des lokal steilsten Abstiegs.

Teste dich

LeichtWie heißt die Delta-Regel noch?

Alles auf einen Blick

Delta-Regel

  • Delta-Regel

    Sie heißt auch Widrow-Hoff-Regel oder LMS-Algorithmus und beruht auf dem Gradientenverfahren.

  • Gradientenabstieg

    Man geht Schritt für Schritt in Richtung des negativen Gradienten.

  • Formel

    Δw = α · (t − o) · x und w neu = w alt + Δw.

  • Drei Fälle

    Bei richtiger Ausgabe bleibt das Gewicht gleich, sonst steigt oder sinkt es um α · x.

  • Lernrate

    Sie legt die Geschwindigkeit des Einlernens fest, das Vorzeichen kommt vom Fehler.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Zwei Gewichte nach einem falschen Ergebnis anpassen (ausgedachtes Beispiel)

  1. 1Ausgedachte Beispielaufgabe: Ein Neuron hat zwei Eingaben, α = 0,5, w1 = 0,2 und w2 = 0,3.
  2. 2Die Eingaben sind x1 = 1 und x2 = 0. Das Neuron gibt 0 aus, gewünscht ist 1.
  3. 3Fehler: t − o = 1 − 0 = 1
  4. 4Δw1 = 0,5 · 1 · 1 = 0,5, also w1 neu = 0,2 + 0,5 = 0,7
  5. 5Δw2 = 0,5 · 1 · 0 = 0, also w2 neu = 0,3 + 0 = 0,3
  6. 6Ergebnis: Nur das Gewicht der Eingabe mit x = 1 ändert sich.

Fehler finden

Prüfe die Rechnung zu einem ausgedachten Neuron In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die Delta-Regel heißt auch . Um den Fehler zu verkleinern, geht das Gradientenverfahren in Richtung des Gradienten. Ist die Ausgabe 0, soll aber 1 sein, wird das Gewicht um α · x .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Delta-Regel

LeichtIn welche Richtung macht das Gradientenverfahren einen Schritt, um einen Wert zu verkleinern?
MittelEin Neuron gibt 1 aus und soll 1 ausgeben. Es gilt α = 0,3 und x = 1. Wie groß ist Δw?
SchwerWas legt die Lernrate α bei der Perzeptron-Lernregel fest?

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