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Informatik · Klasse 5–8 · aktualisiert

Korrelation und Kausalität unterscheiden

Du lernst, warum zwei Dinge zusammen auftreten können, ohne dass eines das andere verursacht, und wie ein Experiment das genauer prüft.

0 von 13 Aufgaben gelöst

Korrelation und Kausalität unterscheiden

Kurz gesagt

Eine Korrelation heißt: Zwei Merkmale treten zusammen auf, Kausalität heißt: Das eine verursacht das andere. Aus einer Korrelation allein folgt keine Kausalität, denn Zufall, eine dritte Größe oder die umgekehrte Richtung können dahinterstecken. Ein Experiment mit Zufallsgruppen prüft das genauer.

Du hörst oft Sätze wie „Wer viel X macht, hat auch viel Y“. Das klingt, als würde X das Y auslösen. Oft stimmt das nicht. Hier lernst du, wie du solche Aussagen vorsichtig prüfst.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Eine Korrelation ist eine Beziehung zwischen zwei oder mehreren Merkmalen. Zum Beispiel: Zwei Dinge treten oft gemeinsam auf. Diese Beziehung muss keine Ursache-Wirkungs-Beziehung sein. Manche Dinge beeinflussen sich gar nicht, oder der Zufall spielt mit.

Ursache und Wirkung nennt man auch Kausalität. Kausalität heißt: Das eine löst das andere aus. Ein gemeinsames Auftreten begründet noch keinen kausalen Zusammenhang. Ob es Ursache und Wirkung gibt und welches Ereignis die Ursache ist, lässt sich aus dem gemeinsamen Auftreten allein nicht ableiten.

Liegt tatsächlich eine Ursache-Wirkungs-Beziehung vor, dann erwartet man eine Korrelation. Eine Korrelation gilt deshalb als Indiz (Hinweis), dass zwei Größen ursächlich zusammenhängen könnten. In manchen Fällen stimmt die vermutete Ursache wirklich. Die reine Feststellung einer Korrelation lässt das aber nie mit Sicherheit zu.

Definition

Korrelation

Eine Korrelation ist eine Beziehung zwischen zwei oder mehreren Merkmalen. Sie sagt nicht, dass das eine Merkmal das andere verursacht.

Beispiel: Schokolade und Akne

  1. 1Beobachtung 1: Im Jugendalter steigt der Schokoladenkonsum.
  2. 2Beobachtung 2: Im Jugendalter tritt vermehrt Akne (Pickel) auf.
  3. 3Voreiliger Schluss: „Schokolade verursacht Akne bei Jugendlichen.“
  4. 4Dabei wird ungeprüft der erstbeste Zusammenhang ausgewählt. Es sind noch weitere Erklärungen denkbar, zum Beispiel dass Akne den Heißhunger auf Schokolade auslöst.

Merke: Eine Korrelation ist kein Beweis für eine Ursache. Sie ist nur ein Hinweis, dass es einen Zusammenhang geben könnte.

Teste dich

LeichtWas beschreibt eine Korrelation?
MittelZwei Ereignisse treten oft gleichzeitig auf. Was darf man daraus schließen?

Alles auf einen Blick

Korrelation und Kausalität

  • Korrelation

    Zwei Merkmale hängen zusammen, aber das ist kein Beweis für eine Ursache.

  • Kausalität

    Das eine Merkmal löst das andere aus. Das muss man gesondert prüfen.

  • Richtung

    Positiv heißt „wenn mehr, dann mehr“, negativ „wenn mehr, dann weniger“.

  • Prüfen

    Denke an Drittvariable, Zufall und umgekehrte Wirkungsrichtung.

  • Experiment

    Zufällig gebildete Gruppen helfen, den Einfluss von Störfaktoren auszuschließen.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Schuhgröße, Wortschatz und Alter eines Kindes

  1. 1Aussage: Bei Kindern gehören größere Schuhe zu einem größeren Wortschatz.
  2. 2Schritt 1: „Wenn mehr, dann mehr“ heißt: Es ist eine positive Korrelation.
  3. 3Schritt 2: Falscher Schluss wäre „Große Füße machen den Wortschatz größer“.
  4. 4Schritt 3: Dritte Größe suchen. Ein Einfluss, der beide Größen betrifft, ist das Alter des Kindes.
  5. 5Ergebnis: Schuhgröße und Wortschatz korrelieren für sich genommen. Der zugrunde liegende Einfluss ist vermutlich das Alter. Eine Ursache der Schuhgröße für den Wortschatz ist damit nicht belegt.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu Speiseeis und Sonnenbrand In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Eine muss keine Ursache-Wirkungs-Beziehung sein. Je mehr Futter, desto dickere Kühe: Das ist eine Korrelation. Bei der Randomisierung wird die Zuordnung der Personen zu den Gruppen nach festgelegt.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Korrelation und Kausalität

LeichtMenschen, die viel lachen, sagen in Umfragen regelmäßig, sie seien glücklicher. Was lässt sich daraus sagen?
MittelZwischen Tabakrauchen und Leberzirrhose gibt es einen deutlichen Zusammenhang. Wie erklärt man ihn?
SchwerTeilnehmer mit Zahnfleischentzündung bekommen Salatsaft: eine Gruppe mit dem Stoff Nitrat, eine ohne. Warum wird zufällig zugeordnet?

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