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Informatik · Klasse 11–13 · aktualisiert

Forward Propagation einfach erklärt und berechnet

Du lernst, wie ein Netz aus Eingaben eine Ausgabe berechnet, rechnest ein Neuron durch und grenzt es von Backpropagation ab.

0 von 10 Aufgaben gelöst

Forward Propagation einfach erklärt und berechnet

Kurz gesagt

Vorwärtspropagation bedeutet: Die Eingabewerte laufen Schicht für Schicht durch das Netz bis zur Ausgabeschicht. Jedes Neuron bildet eine gewichtete Summe seiner Eingaben und wendet darauf eine Aktivierungsfunktion an. Das Ergebnis ist die Vorhersage des Netzes.

Ein neuronales Netz bekommt Zahlen als Eingabe und gibt eine Vorhersage aus. Der Rechenweg von der Eingabe bis zur Vorhersage heißt Vorwärtspropagation. Wenn du ihn verstehst, kannst du jede Ausgabe eines kleinen Netzes selbst nachrechnen. Außerdem siehst du, warum zum Lernen noch ein zweiter, rückwärts laufender Schritt gebraucht wird.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Ein künstliches neuronales Netz besteht in der Regel aus mehreren Schichten von künstlichen Neuronen. Die erste Schicht heißt Eingabeschicht, die letzte Ausgabeschicht. Dazwischen liegen möglicherweise eine oder mehrere versteckte Schichten.

Bei der Vorwärtspropagation (englisch Forward Propagation) werden die Eingabewerte durch das Netz geleitet, um Vorhersagen zu erzeugen. Die Signale wandern von der Eingabeschicht zur Ausgabeschicht. Jedes Neuron in den versteckten Schichten und in der Ausgabeschicht berechnet eine gewichtete Summe seiner Eingangswerte. Diese Summe schickt es durch eine Aktivierungsfunktion. Das Ergebnis ist der Ausgangswert des Neurons.

In einem Multi-Layer-Perzeptron ist jedes Neuron einer Schicht mit jedem Neuron der nächsten Schicht verbunden. In einem reinen feedforward-Netz („feedforward“ ist englisch für „vorwärts“) werden die Neuronenausgaben nur in Verarbeitungsrichtung weitergeleitet. Sie werden nicht zurückgeführt.

Definition

Vorwärtspropagation

Der Prozess, bei dem die Eingabewerte durch das Netz propagiert (weitergegeben) werden, um Vorhersagen zu erzeugen. Jedes Neuron bildet dabei eine gewichtete Summe und wendet eine Aktivierungsfunktion an.

Teste dich

LeichtWas liefert die Vorwärtspropagation?

Alles auf einen Blick

Forward Propagation

  • Richtung

    Bei der Vorwärtspropagation laufen die Werte von der Eingabeschicht über die versteckten Schichten zur Ausgabeschicht.

  • Rechnung

    Eingaben mal Gewichte, aufsummieren, Schwellenwert abziehen, Aktivierungsfunktion anwenden.

  • Gewicht und Schwellenwert

    Das Gewicht bestimmt den Einfluss einer Eingabe, der Schwellenwert (Bias) verschiebt die Summe.

  • Aktivierungsfunktion

    Sie macht aus der Summe die Ausgabe und sorgt für Nichtlinearität.

  • Abgrenzung

    Die Vorwärtspropagation liefert die Vorhersage, die Backpropagation führt den Fehler zurück und passt die Gewichte an.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Ein kleines Netz durchrechnen (ausgedachtes Beispiel)

  1. 1Ausgedachtes Netz: 2 Eingaben, 2 versteckte Neuronen A und B mit ReLU, 1 Ausgabeneuron mit Schwellenwertfunktion
  2. 2Eingaben: x₁ = 2 und x₂ = 1
  3. 3Neuron A (Gewichte 0,6 und −0,4, Bias −0,5): 0,6 · 2 + (−0,4) · 1 = 0,8; mit Bias 0,8 − 0,5 = 0,3; ReLU: max(0; 0,3) = 0,3
  4. 4Neuron B (Gewichte 0,5 und 1,0, Bias −1,0): 0,5 · 2 + 1,0 · 1 = 2,0; mit Bias 2,0 − 1,0 = 1,0; ReLU: max(0; 1,0) = 1,0
  5. 5Ausgabeneuron: Eingaben 0,3 und 1,0, Gewichte 2,0 und −0,5, Schwellenwert θ = 0,5
  6. 6Gewichtete Summe: 2,0 · 0,3 + (−0,5) · 1,0 = 0,6 − 0,5 = 0,1; minus θ: 0,1 − 0,5 = −0,4
  7. 7−0,4 < 0, also ist die Ausgabe des Netzes 0

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu einem Neuron mit Schwellenwert (ausgedachtes Beispiel) In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Jedes Neuron bildet zuerst die gewichtete Summe seiner Eingaben und schickt sie dann durch eine . Ein Bias ist ein konstanter Eingang mit dem Wert und einem eigenen Gewicht. Beim Training wird der Fehler zwischen Ausgabe und Zielwert durch alle Schichten propagiert.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Forward Propagation

LeichtWas machen die Neuronen einer versteckten Schicht mit ihren Eingangswerten?
MittelEin Neuron hat die Eingaben 1 und 4, die Gewichte 2 und 0,5 und den Bias −1. Der Bias wird zur gewichteten Summe addiert, die Aktivierungsfunktion ist ReLU: max(0, v). Welche Ausgabe hat es (ausgedachtes Beispiel)?
SchwerWie läuft ein Trainingsdurchgang in der richtigen Reihenfolge ab?

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