Zum Inhalt springen

Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Lehenswesen einfach erklärt und kritisch geprüft

Du lernst, was Lehen und Vasallen waren, welche Pflichten sie verbanden und warum die Lehnspyramide die Wirklichkeit vereinfacht.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Lehenswesen einfach erklärt und kritisch geprüft

Kurz gesagt

Beim Lehenswesen überließ ein Lehnsherr einem Vasallen ein Gut zur Nutzung, etwa Land. Dafür schuldete der Vasall ihm militärische Unterstützung und politische Treue. Beide waren einander zur Treue verpflichtet.

Land nutzen, ohne sein Eigentümer zu sein: Das war beim Lehenswesen möglich. Doch mit dem Nutzen waren Pflichten verbunden. Du untersuchst, wer wem etwas schuldete und warum ein einfaches Schaubild nicht alle Beziehungen erklären kann.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Ein Lehen war ein Gut, das sein Eigentümer einem anderen zur Nutzung überließ. Ursprünglich war das insbesondere Land mit Gebäuden. Später konnte auch ein Amt oder ein Recht ein Lehen sein, etwa das Recht, zu fischen.

Der Eigentümer hieß Lehnsherr. Der Empfänger hieß Vasall oder Lehnsmann. Er nutzte das Lehen für seinen Lebensunterhalt und kümmerte sich um seine Verwaltung und Pflege. Der Lehnsherr blieb dabei Eigentümer. Die Übergabe eines Lehens hieß Belehnung.

Zum Lehen gehörte eine persönliche Bindung: Herr und Vasall versprachen einander Treue. Das Lehen war also kein Geschenk, mit dem der Herr alle Rechte daran abgab.

Definition

Nutzung und Eigentum

Ein Vasall durfte das Lehen nutzen und daraus seinen Lebensunterhalt gewinnen. Es gehörte weiterhin dem Lehnsherrn. Nutzen dürfen und Eigentümer sein sind also verschieden.

Teste dich

LeichtWas bezeichnet das Wort „Vasall“?

Alles auf einen Blick

Lehenswesen

  • Lehen

    Ein Gut wurde zur Nutzung überlassen; Eigentümer blieb der Lehnsherr.

  • Treue

    Herr und Vasall waren einander verpflichtet.

  • Dienste

    Vasallen leisteten vorwiegend Kriegsdienst und Hilfe am Hof.

  • Grundherrschaft

    Die Macht über abhängige Bauern beruhte auf der Verfügung über Land.

  • Modell

    Die Lehnspyramide vereinfacht unterschiedliche Beziehungen und ihre Veränderungen.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Beispieltext, ausgedacht: Wem gehört das überlassene Land?

  1. 1Ein Herr überlässt einem Vasallen Land als Lehen. Der Vasall nutzt es für seinen Lebensunterhalt und kümmert sich um seine Pflege.
  2. 2Aufgabe klären: Wer nutzt das Land, und wer bleibt sein Eigentümer?
  3. 3Die Nutzung zuordnen: Der Vasall nutzt und pflegt das Land.
  4. 4Das Eigentum zuordnen: Der Lehnsherr bleibt Eigentümer.
  5. 5Ergebnis formulieren: Die Belehnung überträgt die Nutzung. Sie macht den Vasallen nicht zum Eigentümer.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu den Bauern in der Lehnspyramide In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Nach der Belehnung blieb der Eigentümer des überlassenen Guts. Der vorwiegend aus Kriegsdienst bestehende Teil des Lehnsdienstes hieß . Die Lehnspyramide als Modell wurde im entwickelt.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Lehenswesen

LeichtWelche Pflicht hatte der Lehnsherr gegenüber seinem Vasallen?
MittelWie ordnest du die Pflicht ein, die Mühle des Grundherrn gegen Gebühr zu nutzen?
SchwerEin Vasall war an mehrere Lehnsherren gebunden. Was folgt daraus für die Lehnspyramide?

Weiterlesen in Geschichte