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Deutsch · Klasse 7–8 · aktualisiert

Paraphrasieren: Regeln, Beispiele und Übungen

Paraphrasieren heißt, fremde Gedanken sinngemäß in eigenen Worten wiederzugeben. Du lernst, eigenständig umzuformulieren und die Quelle sauber zu belegen.

0 von 10 Aufgaben gelöst

Paraphrasieren: Regeln, Beispiele und Übungen

Kurz gesagt

Paraphrasieren heißt, einen fremden Gedanken sinngemäß in eigenen Worten wiederzugeben – ohne Anführungszeichen, aber mit Quellenhinweis. Aus „Intelligenz ist die Fähigkeit, sich dem Wandel anzupassen.“ wird etwa: Schneider (2020: 14) zufolge zeigt sich Intelligenz in der Anpassung an veränderte Umstände.

Beim Paraphrasieren gibst du einen fremden Gedanken sinngemäß in eigenen Worten wieder. Der Sinn muss erhalten bleiben, die Formulierung muss eigenständig sein und die Quelle muss erkennbar bleiben. Anführungszeichen setzt du nur bei wörtlich übernommenen Stellen. Auf dieser Seite lernst du, eine Paraphrase zu planen, sprachlich umzuformen und anschließend auf Bedeutungstreue, Eigenständigkeit und Quellenkennzeichnung zu prüfen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Beim Paraphrasieren übernimmst du den Gedanken, aber nicht den Wortlaut. Eine Paraphrase steht deshalb ohne Anführungszeichen im Fließtext – Anführungszeichen würden eine wörtliche Übernahme anzeigen.

Definition

Paraphrase

Eine Paraphrase ist die sinngemäße Wiedergabe eines fremden Inhalts in eigenen Worten. Sie heißt auch indirektes oder sinngemäßes Zitat.

Merke: Eigene Worte allein machen einen fremden Gedanken noch nicht zum eigenen Gedanken. Auch eine stark umformulierte Aussage benötigt einen Beleg.

Beispiel: Eine gute Paraphrase erfüllt gleichzeitig drei Bedingungen

  1. 1Sie gibt den fremden Gedanken inhaltlich richtig wieder.
  2. 2Sie verwendet eine eigenständige Wortwahl und Satzstruktur.
  3. 3Sie enthält einen Quellenhinweis.

Teste dich

LeichtWelche Fassung ist grundsätzlich als Paraphrase erkennbar?

Alles auf einen Blick

Paraphrasieren

  • Inhalt sichern

    Kerngedanken verstehen; Bedeutung kontrollieren

  • Sprache verändern

    Wortwahl und Satzbau neu gestalten; Fachbegriffe präzise bewahren

  • Herkunft kennzeichnen

    Redeeinleitung verwenden; Kurzbeleg ergänzen

  • Ergebnis prüfen

    Abstand zum Wortlaut kontrollieren; Zitat und Paraphrase unterscheiden

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Musteraufgabe: Paraphrasiere den Satz „Wer regelmäßig liest, erweitert seinen Wortschatz nebenbei.“ aus einem Sachtext (S. 12).

  1. 1Verstehen: Der Satz sagt, dass Lesen den Wortschatz wachsen lässt, ohne dass man gezielt Vokabeln lernt.
  2. 2Kern notieren: regelmäßig lesen → mehr Wörter → ohne Extra-Aufwand.
  3. 3Vorlage weglegen und neu schreiben: Dem Sachtext zufolge lernt man durch häufiges Lesen ganz beiläufig neue Wörter (S. 12).
  4. 4Vergleichen: Der Sinn ist vollständig erhalten; Satzbau und Wortwahl sind neu.
  5. 5Belegen: Die Quelle steht in der Redeeinleitung, die Seitenzahl in Klammern – und es gibt keine Anführungszeichen.

Fehler finden

Tim paraphrasiert Müllers Satz „Digitale Medien haben die Art, wie Menschen miteinander kommunizieren, tiefgreifend verändert.“ In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Eine tragfähige Paraphrase bewahrt den , nutzt eine Formulierung und enthält einen .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Paraphrasieren

LeichtWelche drei Merkmale gehören zwingend zu einer korrekten Paraphrase?
MittelWelche Arbeitsreihenfolge verringert die Gefahr einer zu textnahen Fassung?
SchwerEine Schülerin schreibt: „Laut Müller verändert technischer Fortschritt die Kommunikation grundlegend“, nennt aber keine Fundstelle. Was fehlt?

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