Zum Inhalt springen
L

Deutsch · Klasse 8–9 · aktualisiert

Zitiertechniken: richtig zitieren und paraphrasieren

Richtig zitieren heißt: fremde Wörter und Gedanken erkennbar machen. Du lernst, Zitate einzubauen, Fundstellen anzugeben und Zitierfehler zu vermeiden.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Zitiertechniken: richtig zitieren und paraphrasieren

Kurz gesagt

Beim direkten Zitat übernimmst du den genauen Wortlaut in Anführungszeichen, bei der Paraphrase den Gedanken in eigenen Worten ohne Anführungszeichen. Beide brauchen eine Fundstelle, zum Beispiel: Frieda „hasst“ (Z. 17) ihre Mutter. Auslassungen markierst du mit „[…]“, Ergänzungen in eckigen Klammern.

Du zitierst richtig, wenn du fremde Wörter und Gedanken erkennbar machst, eine genaue Fundstelle angibst und die Übernahme sinnvoll in deinen eigenen Text einbaust. Dabei entscheidest du zwischen einem direkten Zitat im genauen Wortlaut und einer Paraphrase in eigenen Worten. Auf dieser Seite lernst du beide Techniken kennen und verbesserst typische Zitierfehler.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Bevor du eine Textstelle übernimmst, frage dich: Brauche ich den genauen Wortlaut oder nur den Gedanken? Beide Techniken brauchen einen Beleg. Ohne Kennzeichnung könnte ein fremder Gedanke wie dein eigener wirken. Eine Paraphrase gibt einen fremden Gedanken sinngemäß und eigenständig formuliert wieder. Sie eignet sich, wenn der Inhalt wichtiger ist als die genaue Formulierung.

TechnikDas übernimmst duKennzeichnung
Direktes Zitatden genauen Wortlautdoppelte Anführungszeichen und Fundstelle
Paraphraseden Inhalt in eigenen Wortenkeine Anführungszeichen, aber Fundstelle

Definition

Direktes Zitat

Ein direktes Zitat gibt Wörter oder Sätze wortgetreu wieder. Es eignet sich, wenn eine Formulierung selbst wichtig ist, etwa für die Untersuchung eines sprachlichen Mittels.

Merke: Wortlaut wichtig? Direkt zitieren. Nur der Gedanke wichtig? Paraphrasieren. In beiden Fällen nennst du die Fundstelle.

Teste dich

LeichtDu möchtest untersuchen, wie das Wort „Tyrann“ wirkt. Welche Technik passt am besten?

Alles auf einen Blick

Zitiertechniken

  • Entscheidung

    Wortlaut führt zum direkten Zitat, Gedanke zur Paraphrase

  • Kennzeichnung

    Anführungszeichen zeigen wörtliche Übernahmen

  • Einbindung

    eigener Satz bleibt grammatisch vollständig

  • Sinnprüfung

    Aussage des Originals bleibt erhalten

  • Nachweis

    Fundstelle und Literaturverzeichnis machen die Quelle auffindbar

  • Auswertung

    Erklärung verbindet den Beleg mit der eigenen Aussage

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Musteraufgabe: Belege mit einem Zitat, dass der Leseraum ohne Aufsicht geschlossen bleibt. Ausgangsstelle: „Ohne zusätzliche Aufsicht kann der Leseraum nicht geöffnet werden“ (Z. 1).

  1. 1Auswählen: Die Wörter „nicht geöffnet werden“ belegen die Aussage; das „nicht“ muss unbedingt mit.
  2. 2Einbauen: Der Leseraum kann ohne zusätzliche Aufsicht „nicht geöffnet werden“ (Z. 1).
  3. 3Prüfen: Der eigene Satz ist grammatisch vollständig, der Wortlaut genau übernommen, die Fundstelle steht direkt dahinter.
  4. 4Auswerten: Die Öffnung hängt also ausdrücklich von einer zusätzlichen Aufsicht ab.

Fehler finden

Aylin belegt Aussagen mit Zitaten aus ihren Übungstexten. In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Ein direktes Zitat steht in . Eine Paraphrase steht Anführungszeichen. Beide Formen benötigen eine . Beim Paraphrasieren muss der fremde Gedanke inhaltlich erhalten bleiben.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Zitiertechniken

LeichtWas bedeutet die Fundstelle „(S. 5, Z. 4 f.)“?
MittelDu übernimmst zwei wichtige Wörter wortgetreu aus einer Quelle. Was musst du tun?
SchwerWelche Fassung ist eine ausreichend eigenständige Paraphrase von Aussage B aus dem Übungstext?

Weiterlesen in Deutsch