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Deutsch · Klasse 5–6 · aktualisiert

Diminutiv: Bildung, Bedeutung und Beispiele

Diminutive wie „Häuschen“ entstehen mit -chen oder -lein. Du lernst, wie du sie bildest, warum sie immer „das“ haben und was sie im Satz bewirken.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Diminutiv: Bildung, Bedeutung und Beispiele

Kurz gesagt

Ein Diminutiv ist eine Verkleinerungsform, meist gebildet mit -chen oder -lein: „Haus → Häuschen“, „Buch → Büchlein“. Oft kommt ein Umlaut dazu, und das neue Wort ist immer sächlich: „die Katze → das Kätzchen“. Je nach Satz wirkt es liebevoll, verharmlosend oder abwertend.

Ein Diminutiv ist eine Verkleinerungsform wie „Häuschen“ oder „Büchlein“. Im Standarddeutschen entsteht es bei Substantiven meist mit -chen oder -lein. Es kann nicht nur Kleinheit, sondern auch Zuneigung, Verharmlosung, Ironie oder Abwertung ausdrücken.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Ein Diminutiv stellt eine Person, ein Tier oder einen Gegenstand häufig als kleiner oder niedlicher dar: „Haus → Häuschen“, „Hund → Hündchen“, „Buch → Büchlein“. Die Endungen -chen und -lein heißen Suffixe. Ein Suffix ist ein Wortbaustein, der hinter einen Wortstamm tritt und ein neues Wort bildet. Doch nicht jede Buchstabenfolge „-chen“ ist ein Diminutiv. Bei „Kuchen“, „Drachen“, „Sachen“ und „Verbrechen“ gehört sie zum Wortstamm. Es gibt hier keine entsprechende Verkleinerungsbildung.

Definition

Diminutiv

Ein Diminutiv ist eine durch Wortbildung entstandene Verkleinerungs- oder Verniedlichungsform. Die Bildung selbst heißt Diminution.

Beispiel: Kätzchen oder Kuchen?

  1. 1„Kätzchen“ lässt sich in „Katz-“ und „-chen“ zerlegen. Das Ausgangswort „Katze“ und die verkleinernde Bedeutung sind erkennbar.
  2. 2„Kuchen“ lässt sich dagegen nicht sinnvoll als verkleinerte Form von „Ku“ erklären. Das Wort ist daher kein Diminutiv.

Teste dich

LeichtWelches Wort ist sicher ein Diminutiv?
MittelWie kannst du prüfen, ob -chen ein Diminutivsuffix ist?

Alles auf einen Blick

Diminutiv (Verkleinerungsform)

  • Bildung

    Suffixe -chen und -lein; möglicher Umlaut oder Endungswegfall

  • Grammatik

    Genus: Neutrum; gleiche Nomenform in Singular und Plural

  • Bedeutung

    Kleinheit oder Zuneigung; Verharmlosung, Ironie oder Abwertung

  • Erkennung

    Ausgangswort und Bedeutung prüfen; Nichtbeispiele wie Kuchen beachten

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Bilde das Diminutiv zu „der Mann“ und bestimme Artikel und Plural.

  1. 1Ausgangswort: „Mann“. Es gibt kein unbetontes -e, das wegfallen könnte.
  2. 2Das „a“ ist umlautfähig und wird zu „ä“: „Männ-“.
  3. 3Das Suffix „-lein“ kommt hinzu: „Männlein“.
  4. 4Artikel: Diminutive auf -lein sind Neutra, also „das Männlein“ – obwohl es „der Mann“ heißt.
  5. 5Plural: Die Wortform bleibt gleich, nur der Artikel wechselt: „die Männlein“.

Fehler finden

Lina bildet Diminutive und schreibt den Artikel im Singular dazu. In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Bei der Bildung wird an den Wortstamm häufig oder angehängt. Aus „Haus“ wird oft . Der bestimmte Artikel im Singular lautet das.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Diminutiv (Verkleinerungsform)

LeichtWelche Aussage über standarddeutsche Diminutive auf -chen und -lein stimmt?
MittelWelche Bildung ist korrekt?
SchwerZwei Personen verwenden das Wort „Problemchen“. Eine meint ein leicht lösbares Problem, die andere will ein ernstes Problem herunterspielen. Was folgt daraus?

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