Deutsch · Klasse 2–3 · aktualisiert
Ähnlich klingende Konsonanten sicher schreiben
b oder p, d oder t, g oder k? Du lernst, wie die Verlängerungsprobe den Laut am Wortende hörbar macht und wann sie nicht hilft.
0 von 11 Aufgaben gelöst
Kurz gesagt
Am Wortende klingen „b“, „d“ und „g“ oft wie „p“, „t“ und „k“. Dann verlängerst du das Wort, bis nach dem Konsonanten eine weitere Silbe folgt: „Wald – Wälder“ zeigt das „d“. Beim x-Laut oder f-Laut hilft Verlängern meist nicht, dort musst du die Schreibung lernen.
Am Wortende können „b“ und „p“, „d“ und „t“ sowie „g“ und „k“ sehr ähnlich klingen. Mit der Verlängerungsprobe machst du den unsicheren Konsonanten hörbar: Aus „Hund“ wird zum Beispiel „Hunde“. So erkennst du das „d“.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Beim Sprechen klingt ein „b“ am Wortende häufig wie „p“, ein „d“ wie „t“ und ein „g“ wie „k“. Deshalb kannst du die richtige Schreibung dort nicht immer allein durch genaues Hören bestimmen. Das Wort „Wald“ klingt am Ende ungefähr so, als stünde dort ein „t“. Die Pluralform „Wälder“ macht das „d“ deutlich hörbar.
Definition
Auslautverhärtung
Auslaut bedeutet Wortende. Bei der Auslautverhärtung werden „b“, „d“ und „g“ am Wortende so gesprochen, dass sie wie „p“, „t“ und „k“ klingen können. Die Schreibung des Wortes bleibt dabei erhalten.
Merke: Vertraue beim Wortende nicht nur deinem Ohr. Verlängere das Wort, damit der fragliche Konsonant vor einer weiteren Silbe hörbar wird.
Teste dich
Gehe in drei Schritten vor: (1) Markiere die unsichere Stelle: „Sta_“. (2) Bilde eine längere Form desselben Wortes: „Stäbe“. (3) Sprich die längere Form deutlich und übernimm den hörbaren Konsonanten: „Stäbe“ hat ein „b“, also schreibst du „Stab“. Weitere sichere Vergleiche: „Wort → Worte“ (du hörst „t“), „Schrank → Schränke“ („k“), „Tipp → tippen“ („p“) und „Wald → Wälder“ („d“).
Definition
Vergleichsform
Eine Vergleichsform ist eine andere Form desselben Wortes, in der du den unsicheren Konsonanten besser hörst. Bei Substantiven eignet sich oft der Plural.
Beispiel: Zweifel: Schreibt man „Erfol…“ mit „g“ oder „k“?
- 1Das Wort steht im Singular: „Erfolg“.
- 2Ich bilde den Plural: „Erfolge“.
- 3In „Erfolge“ höre ich ein „g“.
- 4Deshalb lautet die Schreibung „Erfolg“.
- 5Die Gegenprobe passt: Die Bedeutung bleibt gleich, nur die Form des Wortes hat sich verändert.
Teste dich
Bei einem Substantiv bildest du meistens den Plural: „Schrank → Schränke“. Doch nicht jedes Wort lässt sich sinnvoll in den Plural setzen. Dann hilft eine andere gebeugte Form: „billig → billiges“, „verträumt → verträumte“, „spannend → spannendes“. Eine Vergleichsform ist nur geeignet, wenn sie zum selben Wort gehört und den fraglichen Konsonanten tatsächlich hörbar macht. Sie muss nicht jede andere Stelle erklären: Bei „Wald → Wälder“ ändert sich zusätzlich „a“ zu „ä“. Für die Verlängerungsprobe zählt nur, dass das „d“ hörbar wird.
Beispiel: Du bist bei „verträumt“ unsicher.
- 1„Traum“ ist zwar verwandt, prüft aber nicht den letzten Konsonanten von „verträumt“.
- 2Die Form „verträumte“ ist besser: Vor der Endung „-e“ hörst du das „t“ deutlich.
- 3Daher schreibst du „verträumt“ mit „t“.
Teste dich
Verlängern hilft vor allem bei den Paaren „b/p“, „d/t“ und „g/k“ am Wortende. Bei anderen ähnlich klingenden Konsonanten gibt es oft keine solche Entscheidungsprobe. Der x-Laut kann zum Beispiel unterschiedlich geschrieben werden: „Taxi“ mit „x“, „Fuchs“ mit „chs“, „Keks“ mit „ks“, „Klecks“ mit „cks“ und „unterwegs“ mit „gs“. Durch Verlängern kannst du diese Schreibungen meist nicht voneinander unterscheiden. Du musst dir die jeweilige Buchstabenfolge als Wortschreibung merken. Auch beim f-Laut kommen verschiedene Schreibungen vor, etwa „f“, „v“ und „ph“. Die Vorsilben „ver-“ und „vor-“ werden mit „v“ geschrieben, zum Beispiel in „verschieben“ und „Vortrag“. Andere Fälle wie „Alphabet“ musst du als Wortschreibung kennen. Ableiten ist eine weitere Rechtschreibstrategie. Dabei suchst du ein verwandtes Wort, das die Schreibung erklärt. So lässt sich „Bäume“ von „Baum“ ableiten: Das „au“ im verwandten Wort begründet „äu“. Das ist keine Verlängerungsprobe für einen Endkonsonanten.
Merke: Frage zuerst: Wird ein „b/p“, „d/t“ oder „g/k“ am Wortende unsicher? Dann versuche zu verlängern. Macht die längere Form die Schreibung nicht hörbar, brauchst du Ableiten oder musst die Wortschreibung als Merkwort lernen.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Ähnlich klingende Konsonanten
Wortende
„b/p“, „d/t“ und „g/k“ können gleich klingen
Verlängern
Plural oder andere gebeugte Form bilden
Prüfen
Vergleichsform muss den Konsonanten hörbar machen
Ableiten
verwandtes Wort erklärt eine andere Schreibung
Merken
etwa bei vielen x- und f-Laut-Schreibungen
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Ergänze: „Im Schran_ lag ein Sta_. Das war spannen_.“
- 1Schran_: ein Nomen, also Plural bilden: „Schränke“. Ich höre „k“.
- 2Sta_: ein Nomen, also Plural bilden: „Stäbe“. Ich höre „b“.
- 3spannen_: kein Nomen, also beugen: „spannendes“. Ich höre „d“.
- 4Lösung: „Im Schrank lag ein Stab. Das war spannend.“
Fehler finden
Emil schreibt über seinen Einkauf. In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Emil hat nur nach dem Gehör geschrieben. Die Vergleichsform „billiges“ zeigt ein „g“. Richtig: Der Pulli war sehr billig.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Bei „Wort“ bilde ich zuerst die längere Form „“. Dort höre ich ein „“. Deshalb heißt die passende Rechtschreibprobe „“.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback