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Chemie · Klasse 5–13 · aktualisiert

Wertstoffkreislauf: Kunststoffe richtig bewerten

Vergleiche Recyclingwege für Kunststoffe und erkenne Materialverluste in einem Wertstoffkreislauf.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Wertstoffkreislauf: Kunststoffe richtig bewerten

Kurz gesagt

Ein Wertstoffkreislauf führt Material nach Nutzung, Sammlung und Aufbereitung in hergestellte Dinge zurück. Beim mechanischen Recycling bleiben die langen Ketten aus Kunststoffbausteinen weitgehend erhalten; beim chemischen werden sie zerlegt. Verbrennung nutzt Energie, bringt aber kein Kunststoffmaterial zurück.

Ein Produkt ist ein hergestellter Gegenstand, zum Beispiel eine Kunststoffverpackung. Ein Wertstoffkreislauf hält ihr Material möglichst lange nutzbar. Wir vermeiden unnötige Produkte, nutzen sie erneut oder bereiten ihr Material auf. Verschmutzung, Materialverluste und Energiebedarf begrenzen den Kreislauf. Du lernst, Kunststoffwege zu vergleichen und Entscheidungen zu begründen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Ein Produkt ist ein hergestellter Gegenstand, zum Beispiel eine Kunststoffverpackung. Sie wird nach der Nutzung gesammelt, sortiert und aufbereitet. Die Menge einer Abfallsorte, die gemeinsam gesammelt und behandelt wird, heißt Stoffstrom, zum Beispiel alle gesammelten Getränkeflaschen aus dem Kunststoff PET. Das zurückgewonnene Material heißt Rezyklat. Es kann einen Teil neuer Rohstoffe ersetzen. Sortierreste, Energieeinsatz und Qualitätsverluste gehören ebenfalls zur Bilanz.

Saubere Kunststoffe aus nur einer bekannten Sorte lassen sich oft mechanisch recyceln: sortieren, zerkleinern, reinigen, trocknen, bei Bedarf schmelzen und neu formen. Kunststoff besteht aus sehr langen Ketten winziger Bausteine. Diese Polymerketten bleiben dabei im Wesentlichen erhalten. Mischungen, Zusatzstoffe (Additive), Farbstoffe, Luftsauerstoff, UV-Licht und Wärme können die Qualität mindern.

Definition

Wertstoffkreislauf

Ein Wertstoffkreislauf umfasst Herstellung, Nutzung, Sammlung, Sortierung, Aufbereitung und erneuten Einsatz eines Materials. Auch Energieeinsatz, Ausschuss und nicht zurückgewinnbare Stoffe gehören zu einem realistischen Modell.

Merke: Ein Wertstoffkreislauf ist kein verlustfreier Kreis. Frage immer: Welche Stoffe gelangen hinein, welches nutzbare Material kommt heraus, welche Verluste entstehen und wie viel Energie wird benötigt?

Beispiel

  1. 1Getränkeflaschen aus dem Kunststoff PET: Ein eigenes Sammelsystem ermöglicht eine vergleichsweise sortenreine Erfassung. Etikett, Deckel und Flaschenkörper werden getrennt, gereinigt und zerkleinert. Das aufbereitete Material kann anschließend wieder für Kunststoffprodukte eingesetzt werden.
  2. 2Der entscheidende Gedanke lautet: Gute Sammlung und Trennung verringern Fremdstoffe. Dadurch steigt die Chance, ein hochwertiges Rezyklat zu erhalten.

Teste dich

LeichtWelche Darstellung beschreibt einen realistischen Wertstoffkreislauf?

Alles auf einen Blick

Wertstoffkreislauf

  • Vorrang

    vermeiden, reparieren und wiederverwenden

  • Mechanisch

    Polymerketten bleiben im Wesentlichen erhalten

  • Chemisch

    Polymerketten werden in kleinere Bausteine zerlegt

  • Energetisch

    Energie wird genutzt, Material geht verloren

  • Bilanz

    zurückgewonnenes und neues Material, Energie und Verluste zeigen

  • Bewertung

    Qualität, Umweltwirkung und Systemgrenze prüfen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Saubere Kunststofffolie einordnen

  1. 1Eine getrennt gesammelte, saubere Folie besteht nur aus dem Kunststoff Polyethylen (PE). Diese Kunststoffart ist bekannt und schmelzbar.
  2. 2Prüfe zuerst Sortierung, Reinigung und mechanische Aufbereitung. Die Polymerketten bleiben dabei weitgehend erhalten.
  3. 3Chemische Zerlegung würde zusätzliche Verarbeitung erfordern. Vergleiche Energie, wie viel Material herauskommt und die Qualität des Rezyklats.
  4. 4Entscheidung: Mechanisches Recycling ist hier vorrangig zu prüfen, sofern ein geeignetes Rezyklat entsteht.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Für mechanisches Recycling sind möglichst und Kunststoffabfälle günstig. Die langen bleiben dabei weitgehend erhalten.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Wertstoffkreislauf

LeichtWas geschieht mit langen Kunststoffketten beim mechanischen Recycling?
MittelWarum reicht die Angabe „95 Prozent Verwertung“, also 95 von 100 Kilogramm, nicht aus, um eine Recyclingquote zu bestimmen?
SchwerWelche Skizze wäre das beste Modell eines realen Wertstoffkreislaufs?

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