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Biologie · Klasse 12–13 · aktualisiert

Methoden der Gentechnik einfach erklärt

Welche Methode passt zu welcher DNA-Frage? Du verknüpfst Kopieren, Trennen, Lesen, Übertragen und gezieltes Verändern.

0 von 10 Aufgaben gelöst

Methoden der Gentechnik einfach erklärt

Kurz gesagt

Gentechnische Methoden erfüllen verschiedene Aufgaben: PCR vervielfältigt DNA, ein Gel trennt Fragmente, Sequenzierung liest Basenfolgen. Restriktionsenzyme und Ligasen helfen beim Verbinden; Vektoren übertragen DNA, CRISPR/Cas9 ermöglicht einen gezielten Schnitt.

Methoden der Gentechnik dienen dazu, DNA gezielt zu untersuchen, zu vervielfältigen, zu trennen, zu übertragen oder zu verändern. Welche Methode passt, hängt also von der Aufgabe ab: PCR erzeugt Kopien, Gelelektrophorese trennt Fragmente, Sequenzierung bestimmt die Basenabfolge und CRISPR/Cas9 schneidet DNA an einer Zielstelle.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

DNA trägt die Erbinformation. Ein Gen ist ein DNA-Abschnitt, dessen Information unter anderem für die Herstellung eines Proteins genutzt werden kann. Gentechnische Werkzeuge erfüllen verschiedene Aufgaben. Ein Restriktionsenzym schneidet DNA an bestimmten Stellen, eine Ligase verbindet passende Enden dauerhaft und ein Vektor transportiert DNA in Zellen. Häufig dienen Plasmide, kleine ringförmige DNA-Moleküle aus Bakterien, oder veränderte Viren als Vektoren. Restriktionsenzyme helfen Bakterien natürlicherweise bei der Abwehr von Bakteriophagen, also Viren, die Bakterien befallen.

Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) vervielfältigt einen ausgewählten DNA-Abschnitt. Zwei Primer, kurze DNA-Stücke, binden an den Grenzen des Zielabschnitts; eine Polymerase ergänzt neue Stränge. Wiederholte Zyklen liefern viele Kopien. Eine Gelelektrophorese trennt vorhandene DNA-Fragmente nach ihrer Länge: Negativ geladene DNA wandert im elektrischen Feld zum Pluspol, kleinere Fragmente gelangen im selben Gel weiter. Nach dem Sichtbarmachen erscheinen Fragmente ähnlicher Länge als Banden. Eine Bande zeigt eine Position und damit ungefähr eine Länge, aber nicht automatisch die Basenfolge oder die Anzahl verschiedener Fragmente in der ganzen Probe.

Definition

Restriktionsenzym

Ein Restriktionsenzym schneidet DNA an bestimmten Basenabfolgen. Je nach Enzym entstehen glatte Enden oder überstehende, zueinander passende Enden, die sticky ends genannt werden.

Merke: Die PCR kopiert nicht automatisch die gesamte DNA. Die Primer grenzen den Zielabschnitt ein.

Beispiel

  1. 1In einer Probe soll ein bestimmter DNA-Abschnitt untersucht werden, doch die vorhandene Menge reicht für eine deutliche Analyse nicht aus.
  2. 2Es werden Primer gewählt, die an den beiden Seiten des gesuchten Abschnitts binden.
  3. 3Eine Polymerase stellt Kopien dieses Abschnitts her.
  4. 4Die PCR wird wiederholt, sodass genügend Material für die nächste Methode entsteht.
  5. 5Die vervielfältigten Fragmente können danach beispielsweise durch Gelelektrophorese getrennt werden.
  6. 6Der entscheidende Gedanke lautet: Die PCR bereitet genügend Kopien eines gezielt ausgewählten Abschnitts vor.

Teste dich

LeichtEin Restriktionsenzym schneidet DNA versetzt. Welches Ergebnis ist möglich?
MittelWarum bestimmt die Wahl der Primer, welcher Abschnitt vervielfältigt wird?

Alles auf einen Blick

Methoden der Gentechnik

  • DNA untersuchen

    PCR vervielfältigt Zielabschnitte; Gelelektrophorese trennt Fragmente; Sequenzierung bestimmt Basenfolgen

  • DNA übertragen

    Plasmide dienen als Vektoren; Transformation bringt DNA in Zellen; Selektion wählt geeignete Zellen aus

  • DNA verändern

    Restriktionsenzyme schneiden; Ligasen verbinden; CRISPR/Cas9 schneidet Zielstellen

  • Anwendungen bewerten

    Machbarkeit prüfen; Folgen untersuchen; ethische und rechtliche Zulässigkeit beurteilen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Einen gezielten Schnitt prüfen

  1. 1Ein Gen soll mit CRISPR/Cas9 funktionslos gemacht werden.
  2. 2Eine passende RNA führt Cas9 zur gewählten DNA-Stelle; Cas9 schneidet dort.
  3. 3Die Zelle repariert den Bruch. Dabei kann das Gen funktionslos werden, doch das Ergebnis steht nicht vorab fest.
  4. 4Die veränderte Stelle wird anschließend untersucht; ein gezielter Schnitt allein belegt das gewünschte Reparaturergebnis nicht.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Ein schneidet die DNA. Eine verbindet passende Enden. Das rekombinante Plasmid gelangt durch in Bakterienzellen. Anschließend hilft die Selektion, Zellen mit aufgenommenem Plasmid auszuwählen.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Methoden der Gentechnik

LeichtWelche Zuordnung ist richtig?
MittelWelche Reihenfolge beschreibt die Klonierung mit einem Plasmid sinnvoll?
SchwerDu möchtest einen seltenen DNA-Abschnitt untersuchen, seine Größe einordnen und danach seine Basenfolge bestimmen. Welche Methodenkette passt am besten?

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