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Biologie · Klasse 12–13 · aktualisiert

DNA-Replikation: Ablauf und Strangrichtungen verstehen

Verstehe, wie DNA vor einer Zellteilung kopiert wird und warum Leit- und Folgestrang verschieden entstehen.

0 von 11 Aufgaben gelöst

DNA-Replikation: Ablauf und Strangrichtungen verstehen

Kurz gesagt

Bei der DNA-Replikation dient jeder alte Einzelstrang als Vorlage für einen neuen komplementären Strang. So entstehen zwei Doppelstränge mit je einem alten und einem neuen Strang. Die Polymerase baut neue DNA nur in 5′→3′-Richtung auf.

DNA-Replikation bedeutet: Eine Zelle verdoppelt ihre DNA vor der Zellteilung. Jeder alte Einzelstrang dient dabei als Vorlage für einen neuen komplementären Strang. Bei fehlerfreiem Ablauf entstehen so zwei DNA-Doppelstränge mit derselben Erbinformation.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Damit bei einer mitotischen Zellteilung beide Tochterzellen die vollständige Erbinformation erhalten, wird die DNA vorher kopiert. Bei Eukaryoten, also Lebewesen mit Zellkern, wird die DNA der Kernchromosomen während der S-Phase (Synthesephase des Zellzyklus) verdoppelt. Auch vor der ersten Teilung der Meiose wird sie kopiert; zwischen den beiden meiotischen Teilungen findet keine erneute Replikation statt. Prokaryoten besitzen keinen Zellkern; ihre DNA liegt im Zellplasma. Die beiden alten Stränge sind Matrizen oder Vorlagen. Entlang jeder Matrize wird ein neuer Strang aus passenden DNA-Bausteinen, den Nukleotiden, aufgebaut. Ein Nukleotid enthält einen Zucker, Phosphat und eine Base. Dabei gelten die komplementären Basenpaare: Adenin (A) paart sich mit Thymin (T). Guanin (G) paart sich mit Cytosin (C).

Definition

Semikonservative Replikation

Bei der semikonservativen Replikation besteht jeder neue DNA-Doppelstrang aus einem alten und einem neu gebildeten Einzelstrang. „Semikonservativ“ bedeutet also: Die Hälfte jedes Doppelstrangs bleibt erhalten.

Beispiel

  1. 1Aus einem DNA-Doppelstrang entstehen zwei Doppelstränge.
  2. 2Der erste enthält den alten Strang 1 und einen neuen Gegenstrang.
  3. 3Der zweite enthält den alten Strang 2 und einen neuen Gegenstrang.
  4. 4Es bleibt also nicht ein vollständig alter Doppelstrang erhalten.

Teste dich

LeichtWas bedeutet semikonservative DNA-Replikation?
MittelWarum wird die DNA vor einer mitotischen Zellteilung repliziert?

Alles auf einen Blick

DNA-Replikation

  • Zweck und Ergebnis

    DNA vor der Zellteilung verdoppeln; je ein alter und ein neuer Strang

  • Öffnung der Doppelhelix

    Topoisomerase baut Spannung ab; Helikase trennt die Stränge; Einzelstrang-bindende Proteine stabilisieren sie

  • Aufbau neuer Stränge

    Primase setzt RNA-Primer; Polymerase synthetisiert 5′→3′

  • Antiparallele Matrizen

    Leitstrang entsteht kontinuierlich; Folgestrang bildet Okazaki-Fragmente

  • Fertigstellung

    Primer werden entfernt; Lücken werden mit DNA gefüllt; Ligase verbindet die Fragmente

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Der Folgestrang wird fertiggestellt

  1. 1An einer Replikationsgabel entstehen mehrere Okazaki-Fragmente.
  2. 2Enzyme entfernen die RNA-Primer; eine DNA-Polymerase füllt die Lücken mit DNA.
  3. 3Die Ligase schließt danach die verbleibenden Verbindungsstellen im Zucker-Phosphat-Rückgrat.
  4. 4Der Folgestrang ist nun durchgehend und enthält neue DNA.

Fehler finden

Aufgaben an der Replikationsgabel In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die DNA-Polymerase synthetisiert neue DNA in -Richtung. Der Leitstrang entsteht , während der Folgestrang aufgebaut wird. Die Ligase verbindet schließlich die DNA-Fragmente.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: DNA-Replikation

LeichtWelches Basenpaar ist in DNA komplementär?
MittelAn einer Replikationsgabel entsteht ein neuer Strang in kurzen Abschnitten. Um welchen Strang handelt es sich?
SchwerIn einem Gedankenexperiment wird die Ligase blockiert, während alle anderen beteiligten Enzyme arbeiten. Welche Folge ist am wahrscheinlichsten?

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