Zum Inhalt springen
L

Biologie · Klasse 9–10 · aktualisiert

Hormonwirkung: Rezeptoren und Regelkreise verstehen

Warum Hormone nur an passenden Rezeptoren wirken und wie Rückkopplung ihre Wirkung begrenzt.

0 von 10 Aufgaben gelöst

Hormonwirkung: Rezeptoren und Regelkreise verstehen

Kurz gesagt

Ein Hormon wirkt, wenn es an den passenden Rezeptor einer Zielzelle bindet und dort ein Signal auslöst. Insulin bindet an einen Membranrezeptor; T3 wirkt vor allem über Rezeptoren im Zellkern. Negative Rückkopplung bremst weitere Hormonausschüttung bei hoher Konzentration.

Hormone sind körpereigene Botenstoffe. Sie können sich weit im Körper verteilen, wirken aber nur an Zellen mit einem passenden Rezeptor. Die Bindung löst in der Zielzelle eine Reaktion aus. Negative Rückkopplung verhindert, dass dauerhaft zu viel Hormon gebildet wird.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Hormondrüsen geben Hormonmoleküle ab. Bei endokriner Wirkung gelangen sie über das Blut durch den Körper. Trotzdem reagieren nur Zellen mit passendem Rezeptor. Ein Rezeptor ist eine Bindungsstelle an oder in einer Zelle. Hormon und Rezeptor müssen zueinander passen; das heißt Rezeptorspezifität. Das Schlüssel-Schloss-Modell veranschaulicht diese Passung.

Das Hormon erreicht die Zelle und bindet an den Rezeptor. Die Bindung löst ein Signal aus. Die Zielzelle antwortet beispielsweise mit veränderter Stoffwechselaktivität.

Definition

Zielzelle

Eine Zielzelle besitzt einen Rezeptor, an den ein bestimmtes Hormon binden kann. Zellen ohne passenden Rezeptor reagieren auf dieses Hormon nicht.

Beispiel: Stell dir ein Radiosignal vor

  1. 1Der Sender verbreitet sein Programm über ein großes Gebiet. Nur ein Radio, das auf die passende Frequenz eingestellt ist, empfängt es. Entsprechend erreicht ein Hormon viele Zellen, doch nur Zellen mit passendem Rezeptor „empfangen“ das Signal.

Merke: Nicht der Aufenthaltsort des Hormons allein entscheidet über die Wirkung, sondern der passende Rezeptor der Zielzelle.

Teste dich

LeichtZwei Hormone erreichen dieselbe Zelle. Sie reagiert nur auf Hormon A. Welche Erklärung passt zum Rezeptormodell?

Alles auf einen Blick

Hormonwirkung

  • Zielzelle

    passender Rezeptor nötig

  • Rezeptorort

    Zellmembran oder Zellinneres

  • Zellantwort

    Signal löst Reaktion aus

  • Reichweite

    autokrin, parakrin oder endokrin

  • Regelung

    negative Rückkopplung begrenzt Produktion

  • Störungsanalyse

    Bildung, Transport, Rezeptor, Antwort und Rückkopplung prüfen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Zwei Wege zur Zellantwort

  1. 1Insulin bindet außen an einen passenden Membranrezeptor einer Zielzelle.
  2. 2Die Bindung löst eine Signalkette im Zellinneren aus.
  3. 3Thyroxin wird in vielen Zielgeweben zu T3 umgewandelt. Vor allem T3 bindet im Zellkern an einen passenden Rezeptor.
  4. 4In beiden Fällen entscheidet der passende Rezeptor über die spezifische Zellantwort.

Fehler finden

Wo kommt das Signal an? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Wirkt ein Botenstoff auf die abgebende Zelle zurück, heißt die Wirkung . Erreicht er nahe gelegene Zielzellen, wirkt er . Gelangt ein Hormon über das Blut zu entfernten Zielzellen, wirkt es .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Hormonwirkung

LeichtEine Zelle besitzt einen Rezeptor für T3 im Zellinneren. Welche Zuordnung passt?
MittelEin Botenstoff erreicht benachbarte Zielzellen ohne Transport über das Blut. Wie heißt diese Reichweite?
SchwerDie hemmende Rückmeldung der Schilddrüsenhormone an den Hypothalamus fällt aus. Welche Entwicklung ist nach dem beschriebenen Modell zu erwarten?

Weiterlesen in Biologie