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Werner Georg

Werner Georg (* 23. Oktober 1953; † 22. Februar 2022) war ein deutscher Soziologe. Von 1996 bis 2020 war er Professor für empirische Sozialforschung mit …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Werner Georg als Soziologe
  2. 2. Forschung zu Studium und Lebensverläufen
  3. 3. Ausgewählte Veröffentlichungen

Werner Georg als Soziologe

Werner Georg (* 23. Oktober 1953; † 22. Februar 2022) war ein deutscher Soziologe. Von 1996 bis 2020 war er Professor für empirische Sozialforschung mit Schwerpunkt Hochschulforschung an der Universität Konstanz. Empirische Sozialforschung untersucht soziale Zusammenhänge mithilfe erhobener Daten, etwa durch Befragungen. Georgs zentrale Forschungsfelder waren die Sozialstrukturanalyse, also die Untersuchung von Aufbau und Ungleichheiten einer Gesellschaft, sowie die Bildungssoziologie.

Forschung zu Studium und Lebensverläufen

Georg studierte Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und schloss 1980 mit dem Magister Artium ab. Anschließend studierte er dort europäische Ethnologie und Kulturforschung. 1986 promovierte er mit der Arbeit „Determinanten des Urlaubsverhaltens. Zum Verhalten deutscher Camper in Italien“. Nach Tätigkeiten in Forschungsprojekten an der Justus-Liebig-Universität Gießen war er ab 1989 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Siegen. 1997 habilitierte er sich dort im Fach Soziologie.

Seine von Pierre Bourdieu inspirierte Habilitationsschrift „Soziale Lage und Lebensstil“ gehört zu den relativ weit rezipierten Arbeiten der deutschsprachigen Lebensstil-Forschung. Sie verbindet soziale Lage, also die Position von Menschen unter anderem in gesellschaftlichen Ungleichheitsstrukturen, mit Lebensstiltypen.

An der Universität Konstanz leitete Georg bis Ende 2017 die Arbeitsgruppe für Hochschulforschung. Er führte regelmäßig den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Studierendensurvey durch, eine Langzeitstudie zur Beobachtung der Studierendenschaft an deutschen Hochschulen. Ab 2007 verantwortete er gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung den Studienqualitätsmonitor, eine jährliche Befragung. Außerdem war er einer von mehreren Ko-Leitern des Langzeitprojekts „Lebensverläufe von der späten Kindheit ins frühe Erwachsenenalter“ (LifE), das von DFG und SNF gefördert wurde und die Universitäten Potsdam, Zürich, Innsbruck und Konstanz verband. 2020 trat er in den Ruhestand.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Zu Georgs ausgewählten Werken zählen:

  • als Herausgeber: „Soziale Ungleichheit im Bildungssystem: eine empirisch-theoretische Bestandsaufnahme“, UVK Verlag, Konstanz 2006.
  • „Soziale Lage und Lebensstil: eine Typologie“, Leske und Budrich, Opladen 1998.

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