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Warrego River
Warrego River ; Daten ; Lage, Queensland / New South Wales, Australien ; Flusssystem · Murray River ; Abfluss über, Darling River → Murray River → Indischer Ozean.
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Überblick und Lage
Der Warrego River ist ein Fluss im Osten Australiens. Er entspringt im Südwesten des Bundesstaates Queensland bei Carnarvon im Carnarvon-Nationalpark auf 625 m Höhe und mündet im Nordwesten von New South Wales etwa 70 km südwestlich von Bourke in den Darling River auf 97,6 m Höhe. Damit gehört er zum Flusssystem des Murray River: Sein Wasser fließt über Darling River und Murray River zum Indischen Ozean.
Der Fluss ist etwa 900 km lang. Der Höhenunterschied zwischen Quelle und Mündung beträgt 527,4 m, das Sohlgefälle liegt bei etwa 0,59 ‰. Der mittlere Abfluss wird mit 2,5 m³/s angegeben. Der Warrego River ist der am weitesten nach Norden reichende Nebenfluss des Darling River.
Verlauf und Orte
Von seiner Quelle im Carnarvon-Nationalpark fließt der Warrego River zunächst nach Westen und biegt danach nach Südwesten ab. Unterhalb von Bourke mündet er in den Darling River.
An seinen Ufern liegen unter anderem Augathella, Charleville, Wyandra und Cunnamulla. Von diesen Siedlungen hat nur Cunnamulla Flutmauern und ist dadurch gegen Überschwemmungen gesichert. Weitere Orte am Fluss sind Carnarvon, Coongoola, Burringun, Engonia, Lower Lila und Fords Bridge.
Wasserführung und Nutzung des Einzugsgebiets
Das Einzugsgebiet des Warrego River ist überwiegend trocken. Es erhält nur unregelmäßige Regenfälle von etwa 350 bis 500 mm pro Jahr. Deshalb ist der größte Teil des Gebiets zu trocken für Getreideanbau.
Die natürliche Vegetation besteht auf fruchtbareren Lehmböden aus Grünland und auf weniger fruchtbaren roten Erden aus Meldenbüschen. Das Land wird vor allem als Weideland für Schafe und Rinder genutzt. Bewässerung für Getreideanbau ist kaum möglich, weil der Wasserstand des Warrego River jahreszeitlich stark schwankt.
Der Fluss führt nur unregelmäßig Wasser. Er kann jahrelang trockenfallen. Nennenswerte Wassermengen erreichen den Darling River nur in besonders nassen Jahren, vor allem während La Niña.
Nebenflüsse, Flussarme und Feuchtgebiete
Die wichtigsten Nebenflüsse des Warrego River sind der Nive River und der Langlo River. In der Übersicht werden außerdem zahlreiche linke und rechte Nebenflüsse genannt, darunter links Angellala Creek, Tuen Creek und Barringun Creek sowie rechts Caves Creek, Sandy Creek, Cuttabarra Creek und Irrara Creek.
Unterhalb von Wyandra bildet der Fluss mehrere Flussarme. Bei Überschwemmungen führen Widgeegoara Creek, Kudnapper Creek und Noorama Creek Wasser in den Nebine Creek, einen Nebenfluss des Culgoa River. Der Cuttaburra Creek verbindet den Warrego River über Flutkanäle und Feuchtgebiete mit dem Paroo River. Der Irrara Creek mündet in den Kerribee Creek, der mehrere Feuchtgebiete durchfließt und schließlich in den Utah Lake führt.
Der Warrego River durchfließt auch Wasserstellen und Stauseen, darunter Dillalah Waterhole, Ten Mile Waterhole, Turtle Waterhole sowie den Lower-Lila-Stausee, Six-Mile-Stausee und Boera-Stausee.
Überschwemmungen
Bei La Niña kommt es am Warrego River häufig zu Überschwemmungen. Größere Überschwemmungen in diesem Zusammenhang gab es 1950, 1954 bis 1956, 1971, 1973, 1998 und 2008.
Die zerstörerischste Flut war jedoch nicht mit La Niña verbunden. Im April 1990 fielen in Cunnamulla innerhalb von zwei Wochen mehr als 400 mm Regen. Ursache waren zwei extrem starke Trogwetterlagen um Ostern. Diese Regenmenge entsprach laut Artikel „mehr als einer kompletten Jahresmenge an Regen in mehr als 60 % der Jahre“. Der Warrego River erreichte, wie fast alle Nebenflüsse des Darling River, beinahe eine Rekordmarke. Augathella und Charleville wurden verwüstet; in Charleville wurde ein Höchststand von 8,54 m gemessen.
Tierwelt und Name
Der Warrego River ist für die Tierwelt bedeutsam, weil er einer der wenigen Flüsse ist, in denen Bidyanus bidyanus, auf Englisch „silver perch“, in freier Natur laicht. Außerdem kommen im Fluss die Dorschbarsche Macquaria ambigua („golden perch“) und Maccullochella peelii („Murray cod“) vor.
An der Quelle des Flusses liegt die 500 km² große Carnarvon Station, früher eine riesige Ranch. Sie wurde 2001 vom Australian Bush Heritage Fund gekauft, um bedrohte Vogelarten und andere Tierarten zu schützen.
Der Name Warrego stammt aus einer Sprache der Aborigines und bedeutet auf Deutsch „Sandfluss“. Zwei Kriegsschiffe der Royal Australian Navy wurden nach dem Fluss „HMAS Warrego“ genannt.