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New South Wales

New South Wales unterliegt einem starken Einfluss des Southern Oscillation ... El Niño hervorgerufen werden. Die wärmsten Monate sind Januar und …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Lage
  2. 2. Historische Entwicklung
  3. 3. Bevölkerung und Siedlungen
  4. 4. Klima und Vegetation
  5. 5. Wirtschaft
  6. 6. Verwaltung und Hochschulen

Überblick und Lage

New South Wales (deutsch Neusüdwales, Abkürzung NSW) ist ein Bundesstaat im Südosten Australiens. Seine Hauptstadt Sydney ist zugleich das wichtigste Bevölkerungs- und Wirtschaftszentrum. Mit 8.188.651 Einwohnern im Jahr 2021 beziehungsweise rund einem Drittel der australischen Bevölkerung ist New South Wales der bevölkerungsreichste Bundesstaat des Landes. Die Fläche beträgt 800.642 km², die Bevölkerungsdichte 10,23 Einwohner je km².

Der Bundesstaat grenzt im Norden an Queensland, im Westen an South Australia und im Süden an Victoria. Im Südosten umschließt er das Australian Capital Territory mit der australischen Hauptstadt Canberra. Im Osten besitzt New South Wales eine lange Küste an der Tasmansee.

Die Landschaft reicht von weiten, flachen Ebenen im Westen bis zur Great Dividing Range, einem Gebirgszug mit dem Hochland von New England im Norden, den Blue Mountains in der Mitte und den Snowy Mountains im Süden. In den Snowy Mountains liegt der Mount Kosciuszko, mit 2228 m der höchste Punkt des Bundesstaates und ganz Australiens. Dort entspringt der Murray River, der zweitlängste Fluss Australiens und Grenzfluss zu Victoria. Der Darling River entsteht aus Culgoa River und Barwon River, mündet in den Murray River und bildet mit seinen Quellflüssen das längste Flusssystem Australiens.

Historische Entwicklung

Der englische Seefahrer Captain James Cook erreichte das Gebiet 1770. Aufzeichnungen seines Schiffs Endeavour zeigen, dass Cook zunächst den Namen New Wales verwendete und ihn später in New South Wales änderte. Die Vermutung, er habe die Landschaft mit Südwales verglichen, ist nicht belegt; daneben bestehen weitere Theorien zur Namensgebung.

Am 26. Januar 1788 landete die First Fleet unter Captain Arthur Phillip mit 11 Schiffen der Royal Navy in Port Jackson, dem heutigen Sydney. Die 1030 Menschen an Bord, überwiegend Strafgefangene und deren Wachen, sollten eine britische Sträflingskolonie errichten. In den ersten Jahren herrschte Hunger: Es fehlten Pflüge und Zugtiere, viele Strafgefangene hatten kaum landwirtschaftliche Kenntnisse, eingeführte Pflanzen gingen ein und der Boden war wenig ertragreich. Erste Kontakte mit den Aborigines galten als freundlich; Bennelong trat dabei als Vermittler zwischen den Kulturen auf.

1790 kam mit der Second Fleet das New South Wales Corps an, das später an der Rum-Rebellion gegen William Bligh beteiligt war. 1792 konnte sich die Kolonie fast selbst versorgen, und ab 1793 trafen die ersten freien Siedler ein. Unter Gouverneur Lachlan Macquarie, der 1809 die Verwaltung übernahm, wurden umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt. Goulburn wurde 1833 als erster von Sydney unabhängiger Ort im Inland gegründet.

Ursprünglich umfasste New South Wales den gesamten Osten Australiens. Nach und nach entstanden daraus eigenständige Kolonien: Tasmanien 1825, South Australia 1836, Victoria 1851 und Queensland 1859. Im Jahr 1901 vereinigten sich die britischen Kolonien zum Australischen Bund. Das Australian Capital Territory wurde 1911 und das Jervis Bay Territory 1915 aus New South Wales ausgegliedert.

Bevölkerung und Siedlungen

Die ursprünglichen Bewohner waren Aborigines, darunter Angehörige der Darug und Eora. Ihre Vorfahren kamen vor etwa 40.000 bis 60.000 Jahren nach Australien. Nach Beginn der europäischen Besiedlung starben mehr als 50 % der Aborigines an eingeschleppten Krankheiten wie Pocken. Weitere Menschen wurden bei gewaltsamen Auseinandersetzungen und Massakern getötet. Heute leben rund 130.000 Aborigines in New South Wales; sie stellen etwa 2,5 % der Bevölkerung.

New South Wales ist der älteste und nach Victoria der am zweitdichtesten besiedelte australische Bundesstaat. Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem auf die Küste und den Großraum Sydney. Zwischen 1996 und 2021 stieg die Einwohnerzahl deutlich: von 6.006.206 im Jahr 1996 über 6.917.658 im Jahr 2011 und 7.480.228 im Jahr 2016 auf 8.188.651 im Jahr 2021.

Sydney war im Juli 2016 mit 4.321.534 Einwohnern mit großem Abstand die größte Stadt. Es folgten Newcastle mit 322.279, Central Coast mit 307.740 und Wollongong mit 261.897 Einwohnern. Weitere größere Siedlungszentren waren unter anderem Albury-Wodonga, Maitland, Wagga Wagga, Coffs Harbour, Port Macquarie, Orange, Dubbo, Tamworth, Bathurst, Nowra und Blue Mountains-Katoomba.

Klima und Vegetation

New South Wales umfasst mehrere Klimazonen. An der südlichen Küste herrscht ein kühlgemäßigtes Seeklima, das nach Norden allmählich in subtropisches Klima übergeht. Die Mittelgebirge besitzen ein gemäßigtes Klima mit kühlen Wintern und relativ milden Sommern. Im größten Teil des Landesinneren und des Ostens herrscht dagegen ein arides bis semiarides, also trockenes bis halbtrockenes, Kontinentalklima.

Die jährlichen Niederschläge nehmen von etwa 1500 mm an der Küste auf weniger als 200 mm im Landesinneren ab, während die Temperaturen landeinwärts steigen. Entsprechend verändert sich die Vegetation von dichten Eukalyptuswäldern über offene Strauch- und Grassteppen bis zu halbwüstenartigen Gebieten.

Eine Besonderheit ist die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Great Dividing Range. Dort fallen mehr Niederschläge, und die Temperaturen schwanken stärker. Die Australischen Alpen im Süden besitzen alpines Klima und reichen teilweise über die Baumgrenze hinaus. Dort können selbst im Sommer Schnee und Frost auftreten.

Das Klima wird stark von der Southern Oscillation beeinflusst. Feuchte Jahre mit guten Weizenerträgen wechseln mit durch El Niño verursachten Dürreperioden. Januar und Februar sind die wärmsten Monate, der Juli ist der kühlste. Zudem treten Starkregen und Überschwemmungen auf, darunter die Überschwemmungen im Juli 2022.

Wirtschaft

New South Wales ist der wirtschaftlich bedeutendste Bundesstaat Australiens. Wichtige Bodenschätze sind Blei, Kohle, Kupfer, Zink, Silber, Gold und weitere Erze. Zur geologischen Erkundung und zur Aufsicht über den Bergbau wurde 1875 die staatliche Behörde Geological Survey of New South Wales gegründet.

In den westlichen Landesteilen spielen Schaf- und Rinderzucht eine wichtige Rolle. Hinzu kommen Weizenanbau und Obstkulturen in bewässerten Gebieten. Das Hunter Valley ist international als Weinanbaugebiet bekannt.

Die bedeutenden Industriestandorte Sydney, Newcastle und Wollongong liegen an der Küste. Sydney ist außerdem das australische Finanzzentrum. Im Stadtteil North Ryde haben sich zahlreiche Technologieunternehmen angesiedelt. Die hohe Bevölkerungszahl und die Konzentration von Industrie, Finanzwesen und Technologie erklären die große wirtschaftliche Bedeutung des Bundesstaates.

Verwaltung und Hochschulen

New South Wales ist in 14 Regionen gegliedert: Central West, Far West, Hunter, Illawarra, Mid-North Coast, Murray, Murrumbidgee, North Western, Northern Rivers, Richmond-Tweed, South Eastern, Sydney Inner, Sydney Outer und Sydney Surrounds. Daneben bestehen 152 lokale Selbstverwaltungsgebiete, die als Local Government Areas bezeichnet werden.

Für Katasterzwecke, also zur amtlichen Einteilung und Erfassung von Grundstücken, gibt es 141 Countys. Diese sind in 7300 Parishes unterteilt; historisch waren es 7419. Auf der untersten Ebene folgen Hundreds.

Zu den Hochschulen im Bundesstaat gehören die Australian Catholic University, die Charles Sturt University in Bathurst, die Macquarie University in North Ryde, die Southern Cross University in Coffs Harbour, die University of New England in Armidale, die University of New South Wales und die University of Sydney, die University of Newcastle in Callaghan, die University of Technology Sydney, die University of Western Sydney sowie die University of Wollongong.

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