Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Walter Lükenga

Walter Lükenga (* 19. Oktober 1941 in Oldenburg (Oldb)) ist ein deutscher Geograph und außerplanmäßiger Professor für Physische Geographie und ihre Didaktik …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und akademischer Werdegang
  2. 2. Internationale Hochschulpartnerschaft
  3. 3. Forschung und Geographiedidaktik
  4. 4. Ausgewählte Veröffentlichungen

Person und akademischer Werdegang

Walter Lükenga (* 19. Oktober 1941 in Oldenburg (Oldb)) ist ein deutscher Geograph. Er war außerplanmäßiger Professor für Physische Geographie und ihre Didaktik an der Universität Osnabrück und befindet sich im Ruhestand.

Er studierte Geographie und Englisch für das Lehramt an der Universität Münster und promovierte dort 1971 im Fach Geographie. Nach dem Vorbereitungsdienst unterrichtete er an verschiedenen Gymnasien. 1975 wechselte er an die Universität Osnabrück: zunächst als wissenschaftlicher Assistent, ab 1982 als Akademischer Rat, ab 1994 als Hochschuldozent und ab 2001 als außerplanmäßiger Professor. 2007 trat er in den Ruhestand.

Internationale Hochschulpartnerschaft

2001 übernahm Lükenga für ein halbes Jahr eine Gastprofessur an der neu gegründeten Universität Mzuzu in Malawi. Daraus entstand eine Hochschulpartnerschaft. Von 2003 bis 2005 studierten in diesem Rahmen jeweils vier malawische Studierende und ein Dozent in Osnabrück. Deutsche Studierende arbeiteten im Gegenzug in Mzuzu an einer Dissertation und mehreren Masterarbeiten.

Seit 2001 führte Lükenga mehrfach entwicklungspolitisch ausgerichtete Exkursionen mit deutschen Studierenden durch Malawi durch. Diese Tätigkeit setzte er auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand fort.

Forschung und Geographiedidaktik

In der Geographiedidaktik entwickelte und erprobte Lükenga Unterrichtsvorschläge und Materialien, vor allem zu Wasser und Klima. Sie sollten besonders Lehrkräfte unterstützen, die Geographie fachfremd unterrichten. Dafür stellte er sowohl die nötigen fachlichen Grundlagen zu allgemeinen geographischen Themen als auch Materialien zu passenden Raumbeispielen bereit.

In der Physischen Geographie beschäftigte er sich hauptsächlich mit klimatologischen Fragen. Ein besonderer Schwerpunkt war die sommerliche städtische Wärmeinsel Osnabrücks, also die stärkere Erwärmung des Stadtgebiets gegenüber seiner Umgebung. Durch mehrere Untersuchungen gewann er stadtklimatologische Planungsdaten. Auf ihrer Grundlage konnte ein klimaorientiertes Konzept für die Stadtplanung entwickelt werden.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Seine Dissertation „Die Zyklonalität im Ostseeraum. Ein Beitrag zur dynamischen Klimageographie Nordeuropas“ erschien 1971 an der Universität Münster. Weitere Arbeiten verbinden physisch-geographische, umweltbezogene und didaktische Themen:

  • „Die Alaska-Pipeline: Fallstudie eines Flächennutzungskonfliktes am Nordrand der Ökumene“ (1981)
  • „Untersuchungen zum Stadtklima von Osnabrück. Ergebnisse und Aspekte für die Stadtplanung“ (1986)
  • „Wetter und Klima“ (1990)
  • „Energie und Umwelt“ (1993)
  • „Wasser als Ressource“ (1998)

Weiterlesen