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Umwelteinfluss
Biotische Umweltfaktoren sind Umweltfaktoren, an denen Lebewesen erkennbar beteiligt sind. Dagegen stammen abiotische Umweltfaktoren aus der unbelebten …
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Begriff und Grundprinzip
Umwelteinfluss bezeichnet in Biologie, Ökologie und Psychologie alle Einflüsse der Umgebung, die auf einen lebenden Organismus einwirken. Lebende Organismen sind Menschen, Tiere und Pflanzen. Ihr unversehrtes Leben hängt wesentlich von den Umwelteinflüssen ab, denen sie ausgesetzt sind.
Man unterscheidet zwei Grundformen: Biotische Umweltfaktoren sind Einflüsse, an denen Lebewesen erkennbar beteiligt sind. Abiotische Umweltfaktoren stammen dagegen aus der unbelebten Natur. Dazu gehören beispielsweise Erdatmosphäre, Klima, Licht und Strahlung.
Umwelteinflüsse in der Biologie
In der Biologie wird auch der Begriff Umweltfaktor verwendet. Umwelteinflüsse können Wachstum, Körpergröße und Überleben von Organismen bestimmen.
Ein Löwenzahn erreicht in einer Gebirgslandschaft, etwa wegen des geringeren Sauerstoff-Anteils, ein deutlich kleineres Pflanzenwachstum als im Normalfall auf nur wenig mehr als Meereshöhe. Ein sichtbares Ergebnis solcher Einflüsse sind auch Baumgrenzen. Bei Tieren kann das Nahrungsangebot entscheidend sein: Ein Karpfen in einer Umgebung mit reichhaltigem Nahrungsangebot erreicht mehr als vier Mal die Körpergröße eines Karpfens mit geringem Nahrungsangebot. Steigt die Wassertemperatur als Umwelteinfluss auf Fische allgemein stark an, kann es im Extremfall zum Fischsterben kommen.
Bedeutung für Ökologie und Persönlichkeit
In der Ökologie und Humanökologie stehen Umwelteinflüsse im Mittelpunkt des fachlichen Interesses. Die Ökologie gliedert sich in drei Teildisziplinen:
- Die Autökologie untersucht die Umwelteinflüsse auf die Individuen einer Art.
- Die Demökologie analysiert Umwelteinflüsse auf ganze Populationen einer bestimmten Tier- oder Pflanzenart.
- Die Synökologie untersucht die Wechselbeziehungen (Interdependenzen) zwischen den Organismen einer Lebensgemeinschaft sowie zwischen diesen Organismen und ihrer Umwelt.
Zu Krankheiten tragen im Regelfall sowohl erbliche Veranlagungen als auch Umwelteinflüsse bei.
In der Psychologie haben Umwelteinflüsse häufig entscheidendes Gewicht für die Persönlichkeitsentwicklung. Die Forschung untersucht dabei das Zusammenwirken genetischer und umweltbedingter Einflüsse. Die klassische Sozialisationsforschung ging davon aus, dass Kinder vor allem Einflüsse aus ihrer Familie übernehmen. Dazu zählen soziale Schicht, Erziehung, Familienklima und Bildung.
Umweltzustände in der Entscheidungstheorie
In der Betriebswirtschaftslehre und Entscheidungstheorie spricht man eher von Umweltzuständen. Gemeint sind alle innerbetrieblichen und vor allem außerbetrieblichen Faktoren, die unternehmerische Entscheidungen, also Aktionsparameter, beeinflussen können. Der Entscheidungsträger kann sie entweder nur mittelbar als Reaktionsparameter oder gar nicht als Datenparameter beeinflussen. Beispiele für betriebliche Umweltzustände sind das Verhalten der Konkurrenz, der Nachfrager oder des Staates, etwa durch Gesetze.
Je nachdem, wie viel der Entscheidungsträger über die tatsächlich vorliegenden Umweltzustände weiß, werden vier Entscheidungssituationen unterschieden:
- Entscheidung unter Sicherheit: Alle Umweltzustände sind bekannt.
- Entscheidung unter Unsicherheit: Die tatsächlichen Umweltzustände sind nicht bekannt, aber eine Wahrscheinlichkeitsverteilung über die möglicherweise eintretenden Zustände ist bekannt.
- Entscheidung unter Ungewissheit: Der tatsächlich eintretende Umweltzustand ist nicht bekannt, und auch eine Wahrscheinlichkeitsverteilung über die möglichen Zustände ist unbekannt.
- Entscheidung unter Risiko: Den möglichen Umweltzuständen können bestimmte Eintrittswahrscheinlichkeiten zugeordnet werden.