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Tadrès

Geographie. Bearbeiten. Die Landschaft liegt in Zentral-Niger. Südwestlich ... Taderass – Hilfe zur Selbsthilfe für Tuareg-Nomaden in Niger, abgerufen am 2.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Lage und Landschaft
  2. 2. Archäologie und Schutzgebiete
  3. 3. Viehwirtschaft und Nomadismus

Lage und Landschaft

Der Tadrès, auch Taderass, Tadras oder Tadress genannt, ist eine Landschaft in Zentral-Niger. Südwestlich liegt die Landschaft Ader, im Norden die Landschaft Irhazer. Die nördliche Grenze bildet die Geländestufe Tiguidit. Der Tadrès erstreckt sich über Teile der Gemeinden Aderbissinat, Ingall, Tamaya, Tarka, Tassara und Tchintabaraden.

Der Tadrès gehört klimatisch zur nördlichen Sahelzone. Die Landschaft ist überwiegend eine weitläufige Ebene mit felsigen Aufschlüssen, kleinen Dünen und Trockentälern. Die nur verstreut vorkommende Vegetation wird vor allem von den Süßgräsern Cenchrus biflorus und Panicum turgidum geprägt. An den Trockentälern wachsen Galeriewälder mit Akazien und Filzblättrigen Jujuben. Die Baumart Commiphora africana ist im Rückgang. Ihre lokale Bezeichnung Adress gab der Landschaft ihren Namen.

Zu den wichtigen Siedlungen gehören Tchintaborak, Agabargabar, Aggock, Amataltal, Emalolo, Injagarane, Mazababou, Abouhaya, Tofaminir, Tamaya, Eghadé und Inagar.

Archäologie und Schutzgebiete

Der archäologische Fundplatz Taferjit belegt eine Besiedlung des Tadrès in der Jungsteinzeit.

Während der französischen Kolonialzeit wurde 1951 die Réserve du Mouflon eingerichtet, ein Schutzgebiet für Mufflons. Daraus entstand 1954 zunächst die Réserve d’Aderbissinat und schließlich die Réserve totale de faune de Tadrès. Dieses Tierschutzreservat umfasste 1.600.000 Hektar und wurde vor 2010 wieder aufgelöst.

In der Schweiz wurde 2005 der Verein Taderass gegründet. Sein Ziel war es, Hilfsprojekte für die Tuareg-Nomaden in der Region zu organisieren und zu koordinieren.

Viehwirtschaft und Nomadismus

Die Viehwirtschaft ist für den Tadrès von großer Bedeutung. Durch die Landschaft wird Vieh zum jährlichen Nomadentreffen Cure Salée im Norden getrieben.

Die Bedingungen für die Tierhaltung sind jedoch schwierig: Überweidung, Erosion und unregelmäßige Niederschläge schränken die ganzjährige Verfügbarkeit von Futter ein.

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