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Silke Hillesheim

Silke Hillesheim (* 1966 in Dillenburg) ist eine deutsche Journalistin. Sie arbeitet seit 1990 für verschiedene Sendeanstalten des öffentlich-rechtlichen …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Berufliches Profil und aktuelle Aufgaben
  2. 2. Ausbildung und berufliche Entwicklung
  3. 3. Mitgliedschaften und Auszeichnung

Berufliches Profil und aktuelle Aufgaben

Silke Hillesheim (* 1966 in Dillenburg) ist eine deutsche Journalistin. Seit 1990 arbeitet sie für verschiedene Sendeanstalten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, darunter das ZDF, ARD/3sat und der SWR. Ihre beruflichen Schwerpunkte liegen in der journalistischen Redaktion, Programmplanung, Senderkoordination und digitalen Weiterentwicklung von Rundfunkangeboten.

Seit 2022 ist Hillesheim Flottenmanagerin der ARD-Programmdirektion im Team von Programmdirektorin Christine Strobl in München. Zu ihren Aufgaben gehören die Entwicklung eines digitalen und zukunftsfähigen Konzepts für die ARD-Partner- und Spartenkanäle, die Stärkung der ARD-Mediathek sowie die Steuerung crossmedialer Thementage für Das Erste, die ARD Mediathek, die ARD Audiothek, die Dritten und digitale Plattformen. Außerdem steuert sie Aktivitäten zum Jubiläum „75 Jahre ARD“, das 2025 gefeiert wird.

Seit 2025 arbeitet Hillesheim unter der Leitung des ARD-Vorsitzenden Florian Hager in der Intendanz des Hessischen Rundfunks in Frankfurt. Der ARD-Vorsitz ist unter anderem mit der Umsetzung des Reformstaatsvertrags verbunden. Dieser soll die Zukunftsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fördern und ARD, ZDF und Deutschlandradio zu mehr Zusammenarbeit verpflichten. Das Inkrafttreten des Vertrags ist für den 1. Dezember 2025 vorgesehen.

Ausbildung und berufliche Entwicklung

Hillesheim legte 1985 ihr Abitur an der Wilhelm-von-Oranien-Schule in Dillenburg ab. Anschließend studierte sie Mittlere und Neue Geschichte, Journalismus, Politik und Öffentliches Recht an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. 1992 schloss sie das Studium mit dem Magister Artium ab.

Parallel zum Studium begann sie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Von 1990 bis 1995 war sie freie Mitarbeiterin in verschiedenen ZDF-Redaktionen, darunter im ZDF heute-journal, im ZDF-Mittagsmagazin, im ZDF-Morgenmagazin und in der ZDF-Zeitgeschichte. 1995 verantwortete sie die Diskussion „Nie wieder Krieg“ mit Helmut Schmidt, Henry Kissinger und Michail Gorbatschow. Anlass war der 50. Jahrestag der Potsdamer Konferenz und damit der Neuordnung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ebenfalls 1995 wechselte Hillesheim in die Chefredaktion des SWR, der damals noch SWF hieß. Dort arbeitete sie als Reporterin, Planerin und Schlussredakteurin. Gemeinsam mit einem Kernteam entwickelte sie unter anderem das wöchentliche Politikmagazin „Ländersache“ neu. 2004 wurde sie stellvertretende Redaktionsleiterin der Sendung. Zusätzlich übernahm sie Sonderaufgaben für den SWR und Das Erste, etwa bei der Übertragung verschiedener Wahlen, beim Großen Zapfenstreich für Helmut Kohl 1998 und beim Besuch des US-Präsidenten George W. Bush in Mainz 2005. Für Das Erste produzierte sie Beiträge für „Report Mainz“ und „ARD exklusiv“.

Von 2005 bis 2009 war Hillesheim innerhalb der ARD Planungsleiterin für „Koordination 3sat“. Für das internationale Gemeinschaftsprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG verantwortete sie länderübergreifende Thementage.

Zwischen 2009 und 2015 leitete sie die Abteilung Programmplanung des SWR Fernsehens in Baden-Baden. Als „Programmmanagerin SWR Fernsehen“ trug sie gemeinsam mit dem Fernsehdirektor und den Landessender-Direktionen standortübergreifend Verantwortung für tagesaktuelle Entscheidungen und Sonderprogrammierungen. 2014 und 2015 koordinierte sie außerdem die trimediale ARD-Themenwoche „Heimat“. Diese zehnte ARD-Themenwoche wurde vom 4. bis 10. Oktober 2015 ausgestrahlt. Vor dem Hintergrund des Krieges in Syrien und der im Sommer 2015 bis dahin größten Fluchtbewegung nach Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs besaß das Thema eine hohe gesellschaftspolitische Relevanz. Von 2013 bis 2015 war Hillesheim zudem stellvertretende Hauptabteilungsleiterin in der Programmdirektion des SWR.

Von 2015 bis 2016 war sie Geschäftsführerin der „ARD Koordination 3sat“ und für deren programmliche und strategische Gestaltung verantwortlich. Von 2016 bis 2019 arbeitete sie als stellvertretende beziehungsweise Geschäftsführerin der „ARD Koordination Tages- und Familienprogramm“. In dieser Funktion war sie an der größten zeitlichen Koordination im Ersten mitverantwortlich: mehr als 2000 Programmstunden pro Jahr aus unterschiedlichen Genres, von Information bis Fiktion.

In dieser Zeit war Hillesheim auch Mitglied der Programmkommission des KiKA, des gemeinsam von ARD und ZDF geführten Kinderkanals. Bei der Digitalisierung des KiKA-Programms sollte die Medienkompetenz von Kindern berücksichtigt werden. 2018 präsentierte KiKA deshalb den Themenschwerpunkt „Respekt für meine Rechte! – Abenteuer digital“, der Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermitteln sollte.

Von 2020 bis 2022 war Hillesheim Abteilungsleiterin Integrierte Programmplanung für ARD/SWR in Mainz. In der Programmdirektion Information war sie an der Neugestaltung des digitalen Programms und an der Entwicklung neuer digitaler Formate für die ARD-Mediathek und Drittplattformen beteiligt. Als Beauftragte des SWR für die Videoprogrammkonferenz vertrat sie den Sender in der ARD und wirkte am ARD-Reformprozess mit. Außerdem leitete und koordinierte sie mehrere crossmediale Diversity-Tage. Als Mitglied einer standortübergreifenden Corona-Task-Force war sie mitverantwortlich für Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Sendebetriebs während der Pandemie.

Mitgliedschaften und Auszeichnung

Hillesheim hatte mehrere Funktionen in Gremien und Koordinationsstellen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks inne:

  • 2022–2024: Mitglied im ARD Diversity Board
  • 2016–2022: Beauftragte des SWR für die ARD-Videoprogrammkonferenz (VPK)
  • 2012–2022: Mitglied in der Programmkoordination für die Deutsche Welle, das deutsche Auslandsfernsehen
  • 2016–2019: Mitglied der KiKA-Programmkommission
  • 2016–2018: Mitglied der ARD-Verwertungskommission

1995 erhielt Silke Hillesheim den Probst Reinhard Becker-Preis der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau für „Fehlstart ins Leben“.

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