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Sechswochenamt
Das Sechswochenamt, auch Sechswochenseelenamt, ist in der römisch-katholischen Kirche eine heilige Messe, die mancherorts sechs Wochen nach dem Tod oder dem …
Bedeutung und Zeitpunkt
Das Sechswochenamt, auch Sechswochenseelenamt genannt, ist in der römisch-katholischen Kirche eine heilige Messe zum Gedenken an eine verstorbene Person. Es wird mancherorts sechs Wochen nach dem Tod oder sechs Wochen nach der kirchlichen Begräbnisfeier gefeiert.
Es gehört zum Totengedenken und markiert für die Hinterbliebenen das Ende der ersten Trauerphase. Zugleich verweist es auf die christliche Hoffnung, dass die verstorbene Person im Frieden Gottes lebt.
Religiöser Hintergrund
Die Zeitspanne geht auf ältere Formen des Totengedenkens zurück: Bereits in der Antike gab es ein Totenmahl am 30., später am 40. Tag nach dem Tod. In der römisch-katholischen Kirche wird dieses Gedenken als heilige Messe gefeiert, genauer als Seelenamt. Ein Seelenamt ist eine Messe für eine verstorbene Person.
Das Sechswochenamt wird als Läuterungshilfe für die armen Seelen im Fegefeuer verstanden. In der lateinischen Kirche und in der Ostkirche ist besonders der 40. Tag bis heute ein wichtiger Termin für das Gedenken an einzelne Verstorbene.
Vergleichbare Traditionen
In der katholischen Kirche der Schweiz gibt es eine ähnliche Tradition: den sogenannten Dreissigsten. Dabei handelt es sich um einen Gedächtnisgottesdienst für die verstorbene Person um den 30. Tag nach dem Tod.
In der orthodoxen Kirche ist es üblich, Verstorbener besonders am 3., 9. und 40. Tag nach ihrem Tod zu gedenken. Außerdem gibt es in der römisch-katholischen Tradition das erste Jahresgedächtnis, auch Jahrzeit, Jahresamt oder Jahrgedächtnis genannt. Es wird ein Jahr nach dem Tod ebenfalls in einer Heiligen Messe begangen und schließt das traditionelle Trauerjahr ab.